Was passiert, wenn ich die Krankenversicherung nicht bezahle?

Gefragt von: André Dorn
sternezahl: 4.2/5 (41 sternebewertungen)

Wenn Sie Ihre Krankenversicherungsbeiträge nicht zahlen, drohen Mahnungen, Säumniszuschläge (1 % pro Monat) und Leistungskürzungen: Nach zwei Monaten Rückstand ruht Ihr Anspruch und Sie erhalten nur noch Leistungen bei akuten Erkrankungen, Schmerzen sowie für Schwangerschaft und Mutterschaft, bis Sie die Schulden (oft durch Ratenzahlung) begleichen; auch Zwangsvollstreckung durch den Zoll ist möglich.

Was passiert, wenn man den Krankenkassenbeitrag nicht bezahlt?

Wenn man die Krankenversicherung nicht zahlt, fallen Mahngebühren und Säumniszuschläge (1 % pro Monat) an, der Leistungsanspruch ruht (nur akute Schmerzen/Krankheiten gedeckt) und die Kasse kann vollstrecken (Gerichtsvollzieher). Wichtig: Man bleibt versicherungspflichtig, kann nicht kündigen und muss die Schulden samt Zuschlägen später nachzahlen, oft erst nach Rückkehr in die Versicherung. Bei Arbeitgebern drohen Strafen. 

Was passiert, wenn man die gesetzliche Krankenversicherung nicht zahlt?

Gesetzliche Krankenkassen können dann die rückständigen Beiträge einfordern, vollstrecken und Säumniszuschläge erheben. Bezahlen Versicherte fällige Beiträge nicht, wird ein Säumniszuschlag berechnet (§ 24 SGB IV). Der Säumniszuschlag beträgt ein Prozent pro Monat.

Was passiert, wenn man keine Krankenversicherung zahlen kann?

Bei PKV gibt es einen Notlagentarif für Beitragsschuldner

Dort erhalten Versicherte, die zwei Monate ihre Beiträge nicht bezahlen können, eine Mahnung, die zusätzlich zu den Schulden einen Säumniszuschlag von einem Prozent sowie Mahnkosten beinhaltet, erläutert ein Sprecher der PKV auf Anfrage des DÄ.

Was passiert, wenn man Schulden bei der gesetzlichen Krankenkasse hat?

Schulden Sie der Krankenkasse wenigstens zwei Monatsraten, ruht der Leistungsanspruch. Nur für die Kosten schwerer und akuter Erkrankungen kommt die Krankenkasse dann noch auf. Außerdem wird die Krankenkasse die ausstehenden Beiträge einfordern, ggf. gerichtlich durch ein Mahnverfahren.

Was darf die Krankenkasse - und was nicht?

43 verwandte Fragen gefunden

Wann verjähren Schulden bei der Krankenversicherung?

Schulden bei der Krankenkasse verjähren grundsätzlich nach vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig wurden (§ 25 SGB IV). Die Frist beginnt aber erst am Ende des Jahres, in dem die Forderung entstanden ist und die Kasse Kenntnis erlangt hat. Wichtig: Diese Frist wird durch Mahnungen, Vollstreckungsversuche oder Anerkenntnisse gehemmt oder unterbrochen, was die Verjährung oft verhindert, und bei vorsätzlichem Vorenthalten von Beiträgen gilt eine 30-jährige Frist. 

Ist es möglich, Beitragsschulden bei der Krankenkasse zu erlassen?

Ein kompletter Erlass von Krankenkassenschulden ist selten, aber möglich, meist nur bei völliger Zahlungsunfähigkeit, oft bei Rentnern, aber man kann Ratenzahlung, Stundung oder einen außergerichtlichen Vergleich über eine Schuldnerberatung anstreben, indem man seine finanzielle Notlage offenlegt und Kooperation signalisiert; spezielle Gesetze (wie das Beitragsschuldengesetz 2013) können alte Schulden erlassen und Säumniszuschläge reduzieren, wobei eine professionelle Beratung hilft, die beste Lösung zu finden.
 

Was passiert, wenn ich keine Krankenkasse mehr bezahle?

Wenn man die Krankenversicherung nicht zahlt, fallen Mahngebühren und Säumniszuschläge (1 % pro Monat) an, der Leistungsanspruch ruht (nur akute Schmerzen/Krankheiten gedeckt) und die Kasse kann vollstrecken (Gerichtsvollzieher). Wichtig: Man bleibt versicherungspflichtig, kann nicht kündigen und muss die Schulden samt Zuschlägen später nachzahlen, oft erst nach Rückkehr in die Versicherung. Bei Arbeitgebern drohen Strafen. 

Ist es strafbar, nicht krankenversichert zu sein?

Nein, es ist nicht strafbar, in Deutschland nicht krankenversichert zu sein, aber es ist gesetzliche Pflicht (§ 193 Abs. 3 VVG) und führt zu empfindlichen finanziellen Nachzahlungen und Nachweispflichten, wenn Sie später wieder eine Versicherung abschließen wollen, da Sie alle Beiträge rückwirkend nachzahlen müssen und sich hohe Schulden aufbauen können. Ärzte dürfen die Behandlung nicht verweigern, stellen die Kosten aber in Rechnung.
 

Wer zahlt meine Krankenversicherung, wenn ich kein Geld habe?

Das Wichtigste in Kürze. Wenn Menschen die Sozialhilfe beziehen, die Beiträge zur Krankenversicherung und Pflegeversicherung nicht aus ihrem eigenen Einkommen tragen können, gehören sie zum Bedarf, den das Sozialamt übernimmt, soweit sie in der Höhe angemessen sind.

Kann die gesetzliche Krankenkasse rückwirkend Beiträge fordern?

Ja, eine Krankenkasse kann grundsätzlich rückwirkend Beiträge fordern, wenn Sie nicht (oder nicht korrekt) versichert waren, wobei die Verjährungsfrist meist vier Jahre beträgt (beginnend mit dem Folgejahr), aber bei vorsätzlicher Nichtzahlung oder wenn ein Bescheid erlassen wurde, auf 30 Jahre verlängert werden kann, wobei es spezielle Regeln und Übergangsfristen für Selbstständige gibt. 

Was passiert, wenn ich die Krankenkasse nicht mehr zahle?

Wenn eine versicherte Person fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt, muss der Krankenversicherer sie schriftlich mahnen und ihr danach eine Zahlungsaufforderung zustellen.

Welche Schulden übernimmt das Jobcenter?

Welche Schulden übernimmt das Jobcenter? Das Jobcenter übernimmt keine Schulden. Es gewährt allenfalls ein Darlehen, wenn ein Leistungsbezieher seine Mietschulden nicht bezahlen kann und ihm deshalb die Wohnungslosigkeit droht.

Kann die Krankenkasse meine Schulden vollstrecken?

Das Bundesamt für Soziale Sicherung darf fachlich geeignete Beschäftigte der Krankenkassen und Krankenkassenverbände als Vollstreckungs- bzw. Vollziehungsbeamte bestellen. Diese vollstrecken dann für die Krankenkassen Ansprüche auf Gesamtsozialversicherungsbeiträge.

Wie lange darf man in Deutschland ohne Krankenversicherung sein?

Sobald Du der gesetzlichen Krankenkasse Beiträge für zwei Monate oder mehr schuldest, ruht allerdings Dein Anspruch auf Leistungen (§ 16 Abs. 3a SGB V). Das gilt auch für Menschen, die lange Zeit nicht versichert waren und deswegen Beitragsschulden in der Krankenversicherung haben.

Kann ich zum Arzt gehen, wenn ich Schulden bei der Krankenkasse habe?

Auch wenn Sie Schulden bei der Krankenkasse haben, können Sie weiterhin zum Arzt gehen. Sie sind also weiterhin bei dieser Krankenkasse versichert und haben einen Anspruch auf eine ärztliche Behandlung.

Was passiert, wenn ich keine Krankenkassenbeiträge bezahle?

Wenn man die Krankenversicherung nicht zahlt, fallen Mahngebühren und Säumniszuschläge (1 % pro Monat) an, der Leistungsanspruch ruht (nur akute Schmerzen/Krankheiten gedeckt) und die Kasse kann vollstrecken (Gerichtsvollzieher). Wichtig: Man bleibt versicherungspflichtig, kann nicht kündigen und muss die Schulden samt Zuschlägen später nachzahlen, oft erst nach Rückkehr in die Versicherung. Bei Arbeitgebern drohen Strafen. 

Wann verjähren Schulden bei der Krankenkasse?

Schulden bei der Krankenkasse verjähren grundsätzlich nach vier Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie fällig wurden, gemäß § 25 SGB IV, es sei denn, die Verjährung wird gehemmt (z.B. durch Mahnung, Vollstreckungsversuch) oder die Beiträge wurden vorsätzlich vorenthalten, was zu einer 30-jährigen Frist führt. Die 4-Jahres-Frist beginnt am 31. Dezember des Jahres, in dem die Forderung entstand, also eine Forderung aus 2022 verjährt am 31. Dezember 2025.
 

Welche Konsequenzen hat es, wenn ich nicht krankenversichert bin?

Wer nicht versichert ist und so auch keine Versicherungsbeiträge zahlt, muss mit einigen Konsequenzen rechnen: Es häufen sich Beitragsschulden an. Die treibt im Zweifelsfall der Zoll ein – zum Beispiel durch eine Kontopfändung. Zusätzlich erheben die Versicherer Säumniszuschläge.

Was passiert, wenn ich meine Krankenkasse nicht mehr bezahlen kann?

Wenn Sie Ihre Krankenkasse nicht mehr bezahlen können, drohen Mahnungen, Säumniszuschläge und Leistungskürzungen nach zwei Monaten Rückstand, wobei Sie bei gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) weiterhin bei akuten Schmerzen und Schwangerschaft versichert bleiben, während private Krankenversicherungen (PKV) in einen Notlagentarif wechseln, der nur Notfälle abdeckt; entscheidend ist, schnell Kontakt zur Krankenkasse zu suchen (Stundung, Ratenzahlung, Sozialberatung), um eine Zwangsvollstreckung oder den Verlust des Versicherungsschutzes zu vermeiden. 

Was passiert, wenn Sie sich Ihre Krankenversicherung nicht mehr leisten können?

Medicaid beantragen

Wenn Sie sich Obamacare nicht leisten können, haben Sie möglicherweise Anspruch auf Medicaid, sofern Ihr gesamtes Haushaltseinkommen die bundesstaatliche Vorgabe von maximal 12.500 US-Dollar (für eine Einzelperson) bzw. 25.750 US-Dollar (für eine vierköpfige Familie) nicht übersteigt. Medicaid wird in allen Bundesstaaten angeboten.

Was passiert, wenn die Krankenkasse nicht mehr bezahlt wird?

Der Anspruch von Beschäftigten auf Krankengeld, das ihnen von der Krankenkasse gezahlt wird, endet nach 78 Wochen. Danach erhalten die Betroffenen das sogenannte Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit.

Was passiert, wenn ich Schulden bei der Krankenkasse habe?

Auch wenn Sie Schulden bei der Krankenkasse haben, können Sie nicht rausgeworfen werden. Sie erhalten aber nur noch eine minimale Notfallversorgung. Ihre Krankenkasse kann außerdem Mahngebühren und Säumniszuschläge verlangen, eine Vollstreckung veranlassen oder einen Insolvenzantrag gegen Sie stellen.

Wie viele Jahre kann die Krankenkasse Beiträge nachfordern?

Krankenkassen können Sozialversicherungsbeiträge in der Regel vier Jahre rückwirkend nachfordern, die Verjährungsfrist beginnt am 1. Januar des Folgejahres, in dem die Beiträge fällig wurden; bei vorsätzlich hinterzogenen Beiträgen verlängert sich die Frist auf 30 Jahre. Bei Erstattungen (zu viel gezahlt) gilt ebenfalls die 4-Jahres-Frist. 

Wann muss man keine Krankenkassenbeiträge zahlen?

Die Einkommensgrenze liegt bei 535 Euro monatlich (Stand 2025). Das Gesamteinkommen ist laut Gesetz die Summe der Einkünfte im Sinne des Einkommensteuerrechts.