Was passiert, wenn ich einen monatlichen Freibetrag nicht ganz verbraucht habe?

Gefragt von: Vitali Brandl
sternezahl: 4.6/5 (18 sternebewertungen)

Wenn Sie einen monatlichen Freibetrag (z.B. auf einem P-Konto) nicht vollständig verbrauchen, wird der Restbetrag in der Regel für bis zu drei weitere Monate in den nächsten Monat übertragen und bleibt geschützt, sodass Sie ihn ansparen können, etwa für größere Anschaffungen. Wird dieser angesparte Betrag auch nach Ablauf dieser drei Monate nicht genutzt, kann er vom Gläubiger gepfändet werden, da der Schutz dann erlischt.

Was passiert, wenn ein P-Konto den Freibetrag überschritten hat?

Geld, das den Freibetrag auf einem P-Konto übersteigt, wird zunächst auf ein separates „Auskehrungskonto“ umgebucht, damit es nicht sofort gepfändet wird und Sie es in den nächsten drei Monaten ansparen können, aber es muss innerhalb dieser drei Monate verbraucht werden, sonst wird es an die Gläubiger ausgekehrt. Ist Ihr monatlicher Freibetrag aufgebraucht, kann der Überschuss von der Bank gepfändet und an Gläubiger überwiesen werden, wenn er nicht auf das Auskehrungskonto umgebucht wird, und nach drei Monaten wird auch das angesparte Guthaben pfändbar. 

Was passiert, wenn ich den Freibetrag für mein P-Konto überschreite?

Guthaben, das den Freibetrag überschreitet, ist grundsätzlich pfändbar. Der Überschuss wird aber nicht direkt an die Gläubiger überwiesen. Zum 1. Dezember 2021 hat der Gesetzgeber nämlich die Möglichkeit eingeräumt, den Überschuss drei Monate lang von einem Kalendermonat auf den nächsten zu übertragen (§ 899 Abs.

Kann ich den Freibetrag des 1. Monats auf mein P-Konto übertragen?

Im Falle eines zweifachen Geldeingangs innerhalb eines Monats, kann der Verbraucher im Folgemonat frei über besagten Betrag (Umbuchung) verfügen. Die Nachzahlung muss aber bescheinigt werden. Liegt das Gehalt unter 500,00€ dann müssen Sie sich vom Arbeitgeber eine Bescheinigung über die Nachzahlung nach § 904 Abs.

Was passiert mit meinem P-Konto, wenn keine Pfändung vorliegt?

Auch wenn bislang keine Pfändungen vorliegen, sollte deshalb vor Antrag auf Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens das bestehende Girokonto in ein P-Konto umgewandelt werden. Dann können Kontoinhaber:innen weiter im Rahmen der Freibeträge über das Kontoguthaben verfügen.

Problem beim P-Konto: Geld reicht nicht - Bei Kontopfändung Pfändungsschutzkonto Freibetrag erhöhen

21 verwandte Fragen gefunden

Was passiert mit P-Konto, wenn keine Pfändung vorliegt?

Wenn keine Pfändung vorliegt, verhält sich ein P-Konto wie ein normales Girokonto, Sie können frei über das gesamte Guthaben verfügen, auch über Beträge, die den Freibetrag übersteigen würden – die Pfändungsschutzfunktionen sind quasi "inaktiv". Das P-Konto bleibt bestehen, aber die Freibeträge spielen keine Rolle, bis eine Pfändung eingeht, danach greift der Schutz automatisch für den Grundbetrag (aktuell ca. 1.410 €) und ggf. erhöhte Freibeträge. Es kann jedoch präventiv geführt werden, auch wenn es Nachteile hat, da es die Funktionen einschränkt und Kontoführungsgebühren anfallen können, laut Sparkasse Hanau. 

Wie lange bleibt Guthaben auf einem P-Konto?

Geld auf dem P-Konto kann für bis zu drei Monate angespart werden, da nicht verbrauchtes Guthaben in die nächsten drei Kalendermonate übertragen wird, danach aber pfändbar ist. Der Freibetrag (aktuell ca. 1.500 € für eine Einzelperson) bleibt geschützt, aber Überschüsse, die über diesen Betrag hinausgehen, werden nach drei Monaten an Gläubiger abgeführt, wenn sie nicht verbraucht wurden. Es dient also nicht zum Sparen großer Summen, sondern zum Ausgleich von Einkommensschwankungen. 

Was bedeutet verfügbarer Betrag ab Monatsende pfändbar?

Der verfügbare Betrag ist der Teil des Grundfreibetrages, der noch nicht ausgeschöpft ist. Den aktuellen Stand finden Sie entweder im Online-Banking unter Kontodetails oder auf Ihrem Kontoauszug. Ab 01.12.2021 steht analog zu dem verfügbaren Betrag zusätzlich die Ansicht „ab Monatswechsel pfändbar“ zur Verfügung.

Ist es möglich, ein Girokonto trotz Pfändung zu kündigen?

Ein Girokonto trotz Pfändung zu kündigen, ist schwierig, aber möglich, wenn Sie ein neues Konto eröffnen und das alte umwandeln, um Lücken im Schutz zu vermeiden – am besten als P-Konto, um den Freibetrag zu sichern, aber Achtung: Die Kündigung eines P-Kontos gibt den Pfändungsschutz auf. Wichtig ist der sichere Übergang: Erst neues Konto sichern, dann altes Konto umwandeln (in normales Konto), dann kündigen, um keine Sperrung zu riskieren. Grundsätzlich kann der Schuldner das Konto kündigen, aber die Bank muss der Pfändung nachkommen. 

Warum kann ich trotz Guthaben auf meinem P-Konto nicht Geld abheben?

Keine Auszahlung auf dem P-Konto trotz Guthaben liegt oft daran, dass der monatliche Freibetrag bereits durch andere Abbuchungen (Daueraufträge, Lastschriften) ausgeschöpft ist, das Guthaben den Freibetrag übersteigt und der Überschuss gesperrt wurde (z.B. weil er über drei Monate angespart wurde), oder eine Pfändungssperre aufgrund einer vorliegenden Pfändung noch aktiv ist, die das gesamte Konto eingefroren hat, bis der Schutz greift oder eine spezielle Bescheinigung vorliegt. Auch kann das Guthaben auf einem Auskehrungskonto liegen, da der Überschuss nicht sofort ausgezahlt wird. 

Was passiert, wenn ich den Freibetrag zu hoch angegeben habe?

Wer mehr Freistellungsaufträge erteilt als erlaubt, überschreitet den gesetzlichen Sparerpauschbetrag und muss die zu viel freigestellten Kapitalerträge nachversteuern. Die Banken melden die genutzten Beträge ans Bundeszentralamt, das automatisch ans Finanzamt weitergibt, wenn die Summe zu hoch ist.

Was bedeutet monatlicher Freibetrag?

Wer regelmäßige monatliche Ausgaben hat, wie zum Beispiel hohe Fahrt- oder Krankheitskosten, und nicht erst am Jahresende sparen will, kann sich einen individuellen Freibetrag als sogenanntes Lohnsteuerabzugsmerkmal (ELStAM) vom Finanzamt eingetragen lassen.

Kann ich Geld vom PSK-Auskehrungskonto abheben?

Nein, direktes Geldabheben vom PSK-Auskehrungskonto ist nicht möglich, da es ein Hilfskonto für den Pfändungsschutz ist, auf das überschüssiges Guthaben (über dem Freibetrag) verschoben wird. Sie greifen über Ihr normales P-Konto auf den Freibetrag zu (Abheben, Bezahlen). Das Guthaben vom Auskehrungskonto wird monatlich zurück auf das P-Konto gebucht, um den Freibetrag für den neuen Monat auszugleichen, oder kann nach 3 Monaten verpfändet werden, falls nicht verbraucht.
 

Was passiert, wenn man den Freibetrag überschreitet?

Steuerliche Konsequenzen bei Überschreitung des Freibetrags

Wenn Sie mehreren Banken Freistellungsaufträge erteilen und die Gesamtsumme dieser Aufträge den zulässigen Höchstbetrag überschreitet, besteuert das Finanzamt die zu viel freigestellten Beträge nachträglich.

Kann ein P-Konto gesperrt werden?

Ja, ein P-Konto kann gesperrt werden, aber nur unter bestimmten Umständen, hauptsächlich bei missbräuchlicher Nutzung (z.B. mehrere P-Konten) oder wenn der Freibetrag überschritten wird und die Bank dies feststellt; ansonsten schützt es vor vollständiger Kontosperrung durch eine Pfändung und sichert Ihr Existenzminimum. Eine Sperrung kann auch wegen Verdacht auf Geldwäsche erfolgen, wird aber oft nach wenigen Tagen aufgehoben, wenn sich der Verdacht nicht bestätigt. 

Wie kann ich meinen Freibetrag bei der Sparkasse nutzen?

Reichen Sie Ihren Freistellungsauftrag bequem bei Ihrer Sparkasse ein und nutzen Sie Ihren steuerlichen Freibetrag optimal aus. Profitieren Sie pro Jahr von bis zu 1.000 Euro (Ledige) bzw. 2.000 Euro (Eheleute und eingetragene Lebenspartnerschaften) steuerfreien Kapitalerträgen.

Was passiert mit meinem Geld, wenn ich mein P-Konto kündige?

Wenn Sie ein P-Konto kündigen, wird das darauf befindliche Guthaben gemäß den gesetzlichen Pfändungsgrenzen behandelt: Der geschützte Freibetrag (aktuell ca. 1.560 €) wird in der Regel auf das neue Konto übertragen, während pfändbare Beträge über dem Freibetrag an die Gläubiger ausgezahlt werden, falls eine Pfändung läuft. Ohne Pfändung können Sie das Restguthaben auf ein neues Konto umbuchen, aber bei laufender Pfändung muss das alte P-Konto erst gekündigt werden, bevor ein neues eröffnet werden kann, da nur ein P-Konto erlaubt ist. 

Wie lange dauert die Kontosperrung nach einer Pfändung?

Es gibt keine gesetzliche Regelung darüber, wie lange Konten gesperrt werden dürfen. In der Regel bleibt das betroffene Girokonto so lange gesperrt, bis die Ursache für die Kontosperrung behoben wurde – zum Beispiel bis Schulden behoben sind.

Kann ich mein Konto trotz Pfändung in ein P-Konto umwandeln?

Ja, Sie können Ihr Konto trotz laufender Pfändung in ein P-Konto umwandeln, und die Bank muss dies umsetzen; der Schutz gilt rückwirkend zum Monatsersten, wenn der Antrag innerhalb von vier Wochen nach Zustellung des Pfändungsbeschlusses bei der Bank eingeht, wobei die Bank dafür vier Geschäftstage hat, um Ihr Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) umzuwandeln, damit Grundbedarf wie Miete und Lebensmittel gesichert sind. Der Antrag muss persönlich gestellt werden, kann aber formlos schriftlich oder im Online-Banking erfolgen, oft mit einem Formular der Bank.
 

Was passiert, wenn der Freibetrag auf meinem P-Konto überschritten wird?

Wenn der Pfändungsfreibetrag auf dem P-Konto überschritten wird, wird der Überschuss nicht sofort gepfändet, sondern auf ein separates Auskehrungskonto umgebucht, wo er bis zu drei Monate lang für Sie verfügbar bleibt. Erst wenn dieser Betrag innerhalb der dreimonatigen Frist nicht abgehoben wird, wird er an die Gläubiger ausgezahlt. Wichtig ist, dass die Bank alle monatlichen Einnahmen zusammenrechnet; der Freibetrag gilt für das gesamte Monatseinkommen. 

Warum ist der verfügbare Betrag weniger als der Kontostand?

Ein verfügbarer Betrag, der niedriger ist als der Kontostand, bedeutet, dass Teile Ihres Guthabens blockiert oder noch nicht verbucht sind, etwa durch Kartenkäufe, Überweisungen oder Lastschriften, die noch verarbeitet werden, oder durch Sperrungen (z.B. bei Pfändungen), während der Kontostand das gesamte Guthaben inklusive aller noch offenen Transaktionen anzeigt. Der verfügbare Saldo zeigt, was Sie jetzt ausgeben können, um Überziehungsgebühren zu vermeiden. 

Warum kann ich kein Geld abheben, obwohl ich was drauf habe?

Wenn trotz Guthaben keine Auszahlung möglich ist, liegt es oft an einer Kontopfändung, die das Konto sperrt (auch wenn Sie ein P-Konto haben) oder an technischen Problemen, falschen Daten oder Limits. Prüfen Sie zuerst, ob eine Kontosperrung wegen Schulden vorliegt, denn dann wird das Guthaben (bis auf den Freibetrag) blockiert. Mögliche Gründe können auch falsche Karten-PIN, Tages-/Wochenlimits, aktivierte Sperren oder eine Rückbuchung auf die ursprüngliche Einzahlungsmethode sein, wie der T-Online-Artikel erklärt. 

Was passiert mit dem restlichen Geld bei P-Konto?

Wenn mehr Geld auf dem P-Konto vorhanden ist als der pfändungsfreie Betrag, wird diesesüberschüssige Geld auf das Auskehrungskonto übertragen. Dort ist es vor Pfändung geschützt und kann im nächsten Monat verwendet werden, falls das Guthaben auf dem P-Konto ausgeschöpft ist.

Wann kann ich wieder Geld abheben auf meinem P-Konto?

Auf einem P-Konto können Sie sofort über Ihren monatlichen Freibetrag verfügen, der automatisch am Monatsanfang freigegeben wird (aktuell mindestens ca. 1.560 €), und auch über zusätzliche Freibeträge, die Sie bei Bedarf (z.B. für Unterhalt, Nachzahlungen) einrichten lassen können, wobei unverbrauchtes Guthaben bis zu drei Monate mitgenommen werden kann, bevor es pfändbar wird. 

Welche Nachteile hat ein Pfändungsschutzkonto?

Ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) schützt zwar vor vollständiger Kontopfändung, hat aber Nachteile wie den Verlust des Dispokredits, keine Kreditkarten (außer Prepaid), Führung nur auf Guthabenbasis und die Sperrung von übersteigenden Beträgen; zudem wird es bei der Schufa vermerkt, was die Kreditaufnahme erschweren kann, und es ist nicht für Gemeinschaftskonten geeignet, da nur Einzelkonten möglich sind.