Was sieht der Arzt beim Einlesen der Karte?

Gefragt von: Herr Vladimir Vollmer B.A.
sternezahl: 4.1/5 (59 sternebewertungen)

Beim Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sieht der Arzt zuerst administrative Stammdaten (Name, Geburtsdatum, Anschrift, Versicherungsstatus) zur Identifikation und zur Prüfung des aktuellen Versicherungsschutzes. Darüber hinaus können mit Zustimmung des Patienten und über die <<-nav>>elektronische Patientenakte (ePA) medizinische Informationen wie Medikationspläne, Notfalldaten (Allergien, chronische Krankheiten), Diagnosen, Befunde und Arztbriefe eingesehen werden, was eine umfassendere Behandlung ermöglicht.

Was sieht der Arzt auf der Chipkarte?

Die auf der Karte gespeicherten Daten umfassen grundlegende Informationen wie Name, Anschrift und Geschlecht, aber auch hochsensible Gesundheitsdaten, darunter Krankenversicherungsangaben, elektronische Patientenakten, Arztbriefe, Diagnosen, Behandlungspläne und Medikamentierungen.

Was sieht der Arzt, wenn er meine Krankenkassenkarte einliest?

Der Arzt sieht auf der Gesundheitskarte standardmäßig administrative Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse), aber durch die Nutzung der elektronischen Patientenakte (ePA) kann er mit Ihrer Zustimmung auch medizinische Informationen einsehen, wie Diagnosen, Medikationspläne, Arztbriefe und Laborergebnisse, was eine umfassendere Behandlung ermöglicht, aber immer Ihre ausdrückliche Freigabe erfordert. 

Was kann man von der Krankenkassenkarte auslesen?

Versicherte können persönliche Gesundheitsdaten, wie beispielsweise Informationen zu Arzneimittelunverträglichkeiten, Allergien und chronischen Erkrankungen, deren Kenntnis bei einer Behandlung im Notfall wichtig sein kann, als Notfalldaten digital auf ihrer eGK speichern lassen.

Kann man auf der Versichertenkarte sehen, bei welchem Arzt man war?

Nein, man kann nicht direkt auf der Karte sehen, bei welchem Arzt man war, da medizinische Daten wie Diagnosen und Behandlungen nicht direkt auf der Karte gespeichert sind. Ärzte können bei Bedarf auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen, aber nur mit Ihrer Zustimmung und nur bestimmte Informationen (z.B. Notfalldaten, Medikationsplan) sind standardmäßig verfügbar. Ihre Krankenkasse weiß durch Abrechnungen, welche Leistungen Sie erhalten haben, aber diese Übersichten sind nur für Sie selbst einsehbar, nicht für Ärzte. 

The electronic patient record: How the ePA works for everyone in practice

40 verwandte Fragen gefunden

Kann ein Arzt sehen, dass ich bereits bei einem anderen Arzt war?

Nein, Ihr Arzt sieht nicht automatisch, dass Sie bei einem anderen Arzt waren, da die ärztliche Schweigepflicht gilt. Ein automatischer Datenaustausch findet nur bei der elektronischen Patientenakte (ePA) statt, die aber nur Sie selbst und Berechtigte einsehen können. Lediglich die e-Medikationsliste (in Österreich) kann eine Übersicht über verordnete Medikamente zeigen. Ihre Krankenkasse sieht, welche Leistungen abgerechnet wurden, aber nicht die Details. 

Welche Software kann die Gesundheitskarte lesen?

Um Ihre Gesundheitskarte (eGK) auszulesen, benötigen Sie eine spezielle Software (oft eine App oder Desktop-Anwendung) und einen chipkartenleser (NFC-fähig) oder ein NFC-fähiges Smartphone, um auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) oder E-Rezepte zuzugreifen, wobei die „eRezept-App“, Apps Ihrer Krankenkasse (z.B. Barmer eCare), oder Programme wie Chipcardmaster für PC-Anwendungen dienen. Die offizielle „eRezept-App“ und die Krankenkassen-Apps (z.B. für die ePA) sind die Standardwege für Patienten, um ihre Daten sicher zu verwalten und einzusehen.
 

Kann die Krankenkasse sehen, wie oft ich beim Arzt war?

Ja, Sie können von uns Übersichten über die von Ärztinnen und Ärzten, Krankenhäusern und von weiteren Therapeutinnen und Therapeuten abgerechneten Leistungen anfordern.

Können Ärzte sehen, was andere Ärzte verschrieben haben?

Nein, grundsätzlich kann ein Arzt nicht ohne Weiteres sehen, was ein anderer Arzt verschrieben hat, da die ärztliche Schweigepflicht gilt und Daten vertraulich sind. Allerdings ermöglichen neue Systeme wie das E-Rezept und die Elektronische Patientenakte (ePA) in Deutschland (oder ähnliche Systeme in Österreich, wie die e-card in Österreich) den Zugriff auf Medikationsdaten, wenn Sie dem zustimmen oder bestimmte Funktionen nutzen, wodurch Ärzte einen besseren Überblick über Ihre Medikamente bekommen können. 

Was kann der Arzt auf der Ecard sehen?

Auf der e-card sind keine Gesundheitsdaten gespeichert, sondern nur die Personendaten der Karteninhaber*innen, wie z.B. Titel, Name, Versicherungsnummer und Foto. Ob Patient*innen einen Versicherungsschutz haben, wird mittels Online-Anspruchsprüfung beim Stecken oder Kontakt der Karte mit dem Kartenlesegerät überprüft.

Kann jeder Arzt meine Diagnosen sehen?

Nein, nicht jeder Arzt kann Ihre Diagnosen sofort sehen, aber durch die elektronische Patientenakte (ePA) können Sie entscheiden, welche Ärzte und welche Daten sie einsehen dürfen, wobei ein Zugriff standardmäßig nur bei direktem Behandlungsfall und nach Einlesen Ihrer Gesundheitskarte für bis zu 90 Tage gewährt wird, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden und die Versorgung zu verbessern. Ihre explizite Zustimmung ist entscheidend, aber auch ein Informationsaustausch unter behandelnden Ärzten ist möglich, wenn Ihre Einwilligung angenommen wird, ohne dass Sie jedes Mal explizit zustimmen müssen. 

Was sehen Ärzte auf der AOK-Karte?

Mit einem Blick in die ePA erkennt das medizinische Personal schnell den Gesundheitszustand einer Patientin oder eines Patienten. Auch Diagnosen anderer Fachärztinnen und -ärzte liegen umgehend vor.

Hat der Arzt gegenüber der Krankenkasse Schweigepflicht?

Grundsätzlich sind sie auch gegenüber Krankenkassen, dem MDK und anderen Behörden zur Verschwiegenheit verpflichtet.

Was wird beim Einlesen der Karte überprüft?

Informationen über den Versicherungsstatus — das heißt, ob und bei welcher Krankenkasse ein Patient versichert ist - oder eine eventuelle Rezeptgebührenbefreiung werden durch die Anspruchsprüfung beim Einlesen der e‑card überprüft. Diese Daten sind nicht auf der Karte selbst, sondern im e-card System gespeichert.

Werden Arztbesuche auf der Karte gespeichert?

Nein, normale Arztbesuche mit Diagnosen oder Behandlungen werden nicht direkt auf der Gesundheitskarte gespeichert, sondern nur administrative Daten wie Name und Geburtsdatum. Medizinische Details (Befunde, Medikamente, Allergien) kommen in die elektronische Patientenakte (ePA), die über die Karte zugänglich ist, aber nur mit Ihrer Zustimmung und Ihrer PIN. Ärzte sehen also bei jedem Besuch nur Ihre Stammdaten auf der Karte, aber die detaillierte Krankengeschichte wird über die ePA geteilt, wenn Sie dies erlauben, um die Behandlung zu erleichtern.
 

Welche Daten bekommt die Krankenkasse vom Arzt?

Das Gesetz schreibt die Übermittlung folgender Daten vor: Erbrachte Leistung inklusive (verschlüsselter) Diagnose, Arztnummer, Versichertenstammdaten der elektronischen Gesundheitskarte.

Was sehen Arzt beim Einlesen der Karte?

Was sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte? Standardmäßig sieht der Arzt auf der elektronischen Gesundheitskarte nur administrative Daten: Name, Geburtsdatum, Adresse, Versichertenstatus. Medizinische Inhalte wie Diagnosen oder Befunde sind nicht auf der Karte gespeichert.

Kann der Arzt sehen, bei welchem Arzt ich vorher war?

Nein, ein Arzt kann nicht ohne Ihre Erlaubnis sehen, bei welchen anderen Ärzten Sie waren, da die ärztliche Schweigepflicht und der Datenschutz dies verhindern. Mit der Einführung der Elektronischen Patientenakte (ePA) können Sie aber die Sichtbarkeit Ihrer Daten steuern und bestimmten Ärzten den Zugriff auf Befunde und Diagnosen erlauben, damit diese besser informiert sind. Ohne Ihre Einwilligung bleibt der Zugriff auf sensible Gesundheitsdaten beschränkt. 

Können Ärzte sehen, ob man ein E-Rezept eingelöst hat?

Nein, Ihr Arzt kann standardmäßig nicht direkt sehen, ob Sie ein E-Rezept eingelöst haben, da die Apotheke das Einlösen nur an das zentrale System meldet, nicht aber die verordnende Praxis informiert. Zukünftig sollen aber alle Verordnungs- und Abgabedaten automatisch in Ihre persönliche elektronische Patientenakte (ePA) übertragen werden, und Sie entscheiden dann, ob Sie Ihrem Arzt Zugriff darauf gewähren können, um dies einzusehen. Aktuell bleibt das Einlösen für den Arzt verborgen, ähnlich dem alten Papier-Rezept-System. 

Kann man auf der Krankenkarte sehen, bei welchem Arzt man war?

Nein, man kann nicht direkt auf der Karte sehen, bei welchem Arzt man war, da medizinische Daten wie Diagnosen und Behandlungen nicht direkt auf der Karte gespeichert sind. Ärzte können bei Bedarf auf Ihre elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen, aber nur mit Ihrer Zustimmung und nur bestimmte Informationen (z.B. Notfalldaten, Medikationsplan) sind standardmäßig verfügbar. Ihre Krankenkasse weiß durch Abrechnungen, welche Leistungen Sie erhalten haben, aber diese Übersichten sind nur für Sie selbst einsehbar, nicht für Ärzte. 

Kann ich zu mehreren Hausärzten gehen?

Nein, in Deutschland ist es grundsätzlich nicht erlaubt, gleichzeitig mehrere Hausärzte zu haben, die eine umfassende Behandlung koordinieren, da dies die Rolle des "Lotsen" im Gesundheitssystem untergräbt, aber eine Zweitmeinung bei einem anderen Hausarzt einzuholen, ist im Rahmen der freien Arztwahl möglich, solange es sich nicht um missbräuchliches "Doctor-Hopping" handelt (viele Ärzte derselben Fachrichtung ohne Überweisung). Bei speziellen Hausarztmodellen (z.B. TK-Hausarztprogramm) gelten strengere Regeln, wo ein Wechsel innerhalb eines Quartals oft nur mit Überweisung oder in Notfällen erlaubt ist.
 

Kann die Krankenkasse sehen, welche Medikamente ich nehme?

Die Krankenkassen haben keinen Zugriff auf Daten in der ePA. Sie können also weder auf abgelegte Befundberichte noch auf die Medikationsliste zugreifen. Sie sind allerdings verpflichtet, auf Wunsch der Versicherten Dokumente einzupflegen, zum Beispiel ältere Papierbefunde.

Was kann man aus der Krankenkassenkarte auslesen?

Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) können gesetzlich Versicherte Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Über die Stammdaten der Versicherten hinaus können Notfalldaten, der Medikationsplan und weitere Informationen auf der Karte gespeichert werden.

Haben alle Ärzte Zugriff auf die elektronische Patientenakte?

Nein, nicht jeder Arzt kann automatisch die elektronische Patientenakte (ePA) einsehen; der Zugriff erfolgt nur mit Ihrer expliziten Erlaubnis, die Sie erteilen, indem Sie Ihre elektronische Gesundheitskarte (eGK) in der Praxis einlesen lassen, wodurch Ärzte für bis zu 90 Tage Zugriff erhalten, den Sie aber über die ePA-App kontrollieren, sperren oder zeitlich sowie inhaltlich begrenzen können. Nur berechtigte Heilberufe mit elektronischem Heilberufsausweis (eHBA) dürfen zugreifen, aber Sie bestimmen, wer wann welche Dokumente sehen darf – Krankenkassen haben keinen Einblick.
 

Wie lange dauert das Auslesen der Gesundheitskarte?

Das Auslesen der Gesundheitskarte (eGK) dauert meist nur wenige Sekunden, wenn es im Praxis-Lesegerät oder per NFC am Smartphone geschieht, aber die Verbindung kann je nach Gerät und App bis zu einer Minute dauern – wichtig ist, die Karte ruhig zu halten, bis der Vorgang abgeschlossen ist. Der Arzt liest dabei standardmäßig nur administrative Daten (Name, Status), während medizinische Inhalte erst nach expliziter Freigabe (z.B. über die elektronische Patientenakte, ePA) zugänglich sind, was dann 90 Tage gültig ist.