Was sind betriebliche Sonderzahlungen?

Gefragt von: Karl-Otto Schumann
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Betriebliche Sonderzahlungen sind zusätzliche Zahlungen des Arbeitgebers, die über das reguläre Gehalt hinausgehen, wie z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld, Boni oder Prämien für Betriebstreue. Sie dienen der Anerkennung, Motivation oder als Belohnung für besondere Leistungen oder Anlässe und sind oft vertraglich geregelt oder basieren auf betrieblicher Übung. In der Lohnabrechnung werden sie als „sonstige Bezüge“ behandelt und unterliegen in der Regel Steuern und Sozialabgaben.

Was ist eine betriebliche Sonderzahlung?

Eine betriebliche Sonderzahlung ist eine zusätzliche Leistung des Arbeitgebers, die über das reguläre Gehalt hinausgeht, wie z.B. Weihnachts- oder Urlaubsgeld, um Mitarbeiter zu motivieren oder Betriebstreue zu belohnen. Sie ist meist freiwillig (kein gesetzlicher Anspruch), kann aber durch Tarifverträge, Arbeitsverträge oder betriebliche Übung (regelmäßige Zahlung) entstehen. Steuerlich zählt sie zu den "sonstigen Bezügen", ist steuer- und sozialversicherungspflichtig, wobei es steuerbegünstigte Möglichkeiten gibt.
 

Was fällt unter Sonderzahlungen?

Sonderzahlungen sind zusätzliche Zahlungen des Arbeitgebers, die über das reguläre monatliche Gehalt hinausgehen, oft einmal jährlich oder anlassbezogen erfolgen und typischerweise als „sonstige Bezüge“ steuerpflichtig sind; Beispiele sind Weihnachts- und Urlaubsgeld, Prämien, Gewinnbeteiligungen oder Abfindungen, die einen Anspruch begründen können, wenn sie vertraglich, tariflich oder durch betriebliche Übung festgelegt sind, auch wenn es grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch gibt.
 

Welche Beispiele gibt es für Sonderzahlungen?

Sonderzahlungen sind zusätzliche Zahlungen zum regulären Gehalt, wie Weihnachts- und Urlaubsgeld (oft 13./14. Monatsgehalt), Leistungsprämien/Boni, Jubiläumsgelder/Treueprämien, Geburts- und Heiratsbeihilfen, Gewinnbeteiligungen (Tantiemen) oder Inflationsausgleichsprämien, die bei bestimmten Anlässen oder zur Anerkennung gezahlt werden; auch Abfindungen bei Vertragsende zählen dazu. Sie sind meist steuer- und abgabenpflichtig, können aber unter bestimmten Voraussetzungen auch steuerfrei sein. 

Was bedeutet Sonderzahlung bei Lohnzettel?

Sonderzahlungen sind zusätzliche Gehaltsbestandteile, die über das monatliche Fixgehalt hinausgehen, wie z. B. Weihnachts- und Urlaubsgeld (oft 13./14. Gehalt), Leistungsprämien, Boni, Tantiemen oder auch die Inflationsausgleichsprämie, die zur Belohnung, Motivation oder zur Deckung besonderer Aufwendungen dienen und meist einmal pro Jahr oder bei Erreichen bestimmter Ziele gezahlt werden. 

18 Ansprüche des Arbeitnehmers auf Sonderzahlungen zB Prämien: Betriebliche Übung

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Sind 13 und 14 Gehalt Sonderzahlungen?

Das Urlaubsgeld (auch Urlaubszuschuss oder Urlaubsbeihilfe genannt) und das Weihnachtsgeld (=Weihnachtsremuneration) sind Sonderzahlungen. Manche Kollektivverträge nennen diese Sonderzahlungen auch 13. und 14. Gehalt.

Was ist der Unterschied zwischen Sonderzahlung und Weihnachtsgeld?

Weihnachtsgeld ist eine spezifische Form der Sonderzahlung, die Arbeitgeber meist zum Jahresende zahlen; der Unterschied liegt also in der Spezifität: Sonderzahlung ist der Oberbegriff für jede zusätzliche, nicht-laufende Zahlung (wie Urlaubsgeld, Gratifikationen), während Weihnachtsgeld eine Sonderzahlung ist, die speziell an Weihnachten gezahlt wird und oft den Charakter einer Belohnung hat (Gratifikation) und als "sonstiger Bezug" versteuert wird. 

Wer hat Anspruch auf Sonderzahlungen?

Du hast Anspruch auf Weihnachtsgeld, wenn es Dein Arbeitgeber in den vergangenen Jahren regelmäßig gezahlt hat – auch wenn es dazu nichts Schriftliches gibt. Zahlt ein Arbeitgeber mindestens dreimal Weihnachtsgeld ohne Vorbehalt, dann ist er im vierten Jahr dazu verpflichtet, es weiterzuzahlen.

Welche Sonderzahlung vom Arbeitgeber ist steuerfrei?

Sachbezüge innerhalb der 50 Euro-Freigrenze

Leistungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer mit einem monatlichen Sachbezugswert bis 50 Euro (Freigrenze) sind steuerfrei. Hierunter fallen auch Aufmerksamkeiten ohne besonderen Anlass.

Wie wird eine Sonderzahlung berechnet?

Um eine Sonderzahlung zu berechnen, multiplizierst du das monatliche Bruttoentgelt (oft Durchschnitt der Monate Juli-Sept.) mit dem vertraglich oder tariflich festgelegten Prozentsatz und berechnest dann die Abzüge (Steuern, Sozialversicherung), wobei letztere bei Sonderzahlungen oft niedriger besteuert werden (ca. 1 % weniger) und die Lohnsteuer nach einer Jahrestabelle berechnet wird, was zu höheren Abzügen führt. Bei Kündigung wird oft anteilig gezahlt: (Gesamtsonderzahlung / 12) * gearbeitete Monate. 

Hat jeder Ansprüche auf Sonderzahlungen?

Ein gesetzlicher Anspruch auf Sonderzahlungen besteht nicht. Ob du sie erhältst, hängt in erster Linie von deinem Kollektivvertrag ab. In vielen Branchen sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld fix geregelt. Fehlt ein Kollektivvertrag, kann ein Anspruch im Arbeitsvertrag stehen.

Was sind monatliche Sonderzahlungen?

Sonderzahlungen umfassen zusätzliche Beträge, die über den regulären Monatsverdienst hinausgehen. Dazu zählen einmalige Zahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld, aber auch regelmäßig anfallende Zuschläge. Insbesondere Nacht- und Wochenendarbeit oder Feiertagsdienste werden in vielen Branchen mit Aufschlägen vergütet.

Kann der Arbeitgeber Sonderzahlungen streichen?

Der Anspruch auf Sonderzahlung kann nur durch eine einvernehmliche Übereinkunft oder einseitig durch eine Änderungskündigung beseitigt oder gekürzt werden. Tarifverraglicher Anspruch: Hier muss sich die Möglichkeit zur Kürzung oder Streichung aus dem Tarifvertrag ergeben.

Was zählt alles zu Sonderzahlungen?

Sonderzahlungen sind zusätzliche Zahlungen des Arbeitgebers, die über das reguläre monatliche Gehalt hinausgehen, oft einmal jährlich oder anlassbezogen erfolgen und typischerweise als „sonstige Bezüge“ steuerpflichtig sind; Beispiele sind Weihnachts- und Urlaubsgeld, Prämien, Gewinnbeteiligungen oder Abfindungen, die einen Anspruch begründen können, wenn sie vertraglich, tariflich oder durch betriebliche Übung festgelegt sind, auch wenn es grundsätzlich keinen gesetzlichen Anspruch gibt.
 

Was bekommt man für 10 Jahre Betriebszugehörigkeit?

Nach 10 Jahren Betriebszugehörigkeit gibt es oft eine Jubiläumszuwendung (Geld, Gutscheine, Sachgeschenke, Reisen), eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder eine höhere Abfindung, falls es zu einer Kündigung kommt; die genauen Leistungen hängen stark vom Tarifvertrag, Arbeitsvertrag oder den betrieblichen Richtlinien ab, da es keinen generellen gesetzlichen Anspruch gibt. 

Welche Prämien kann der Arbeitgeber zahlen?

Welche steuerfreien Arbeitgeberzuschüsse gibt es?

  • Zuschüsse für Fort- und Weiterbildungen. ...
  • Zuschüsse für die Kinderbetreuung. ...
  • Personalrabatt. ...
  • Zuschüsse bei einem Umzug. ...
  • Zuschüsse zur Gesundheitsförderung. ...
  • Zuschüsse in Form von Tankgutscheinen und Sachzuwendungen. ...
  • Zuschüsse für den Nahverkehr und das E-Bike. ...
  • Arbeitgeberdarlehen.

Was ist Sonderzahlung bei Lohnzettel?

Unter Sonderzahlungen ist jenes Entgelt zu verstehen, das in größeren Zeiträumen als den Beitragszeiträumen (wiederkehrend) gewährt wird. Dazu gehören zum Beispiel Weihnachts- sowie Urlaubsgeld, Gewinnanteile, Bilanzgeld, 13. und 14. Monatsbezug.

Welche Beispiele gibt es für Sachzuwendungen?

Sachzuwendungen sind geldwerte Vorteile wie Tankgutscheine, Essenszuschüsse, Jobtickets, Gutscheine für den Einzelhandel, betriebliche Gesundheitsförderung (Fitnessstudio), Firmenwagen oder Geschenke zu besonderen Anlässen (Geburtstag, Jubiläum), die Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt zahlen und die oft steuer- und abgabenfrei sind, wenn sie bestimmte Freigrenzen (z.B. 50 € monatlich) einhalten oder pauschal besteuert werden. Beispiele sind: Tankgutscheine, Essenszuschuss (Kantinenessen, Gutschein), Jobticket, Übernahme von Fitnessstudio-Kosten oder ein Firmenwagen zur Privatnutzung.
 

Sind Sonderzahlungen Teil des Gehalts?

Sonderzahlungen sind steuerrechtlich sogenannte „sonstige Bezüge“. Dies entspricht im Wesentlichen dem sozialrechtlichen Begriff der „einmaligen Zuwendungen“. Das laufende Arbeitsentgelt umfasst den Lohn oder das Gehalt, das dem Arbeitnehmer als Vergütung für seine Arbeitsleistung gezahlt wird.

Habe ich nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit Anspruch auf eine Sonderzahlung?

Habe ich einen gesetzlichen Anspruch auf eine Sonderzahlung nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit? Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Sonderzahlung nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit. Ein solcher Anspruch kann sich jedoch aus dem Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergeben.

Bis wann sind Sonderzahlungen steuerfrei?

Der Zeitraum, in dem Arbeitgeber ihren Beschäftigten steuerfreie Bonuszahlungen bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 1.500 Euro gewähren können, wurde bis zum 31. März 2022 verlängert. Bis Ende des Jahres können Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern unter bestimmten Voraussetzungen steuerfreie Bonuszahlungen gewähren.

Was ist steuerlich besser, Weihnachtsgeld oder 13. Gehalt?

Der Betrag wird meist im November oder Dezember ausgezahlt. So muss das 13. Monatsgehalt genauso wie das normale Monatsgehalt versteuert werden. Da es eine Sonderzahlung ist, ist der Steuersatz häufig höher.

Wann ist die Auszahlung des Urlaubs erlaubt?

Urlaub darf in Deutschland grundsätzlich nur bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausgezahlt werden, wenn er nicht mehr genommen werden kann, wie im Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) § 7 Abs. 4 festgelegt ist. Eine Auszahlung während des laufenden Jobs ist nur für übergesetzlichen Urlaub (zusätzliche Tage über dem gesetzlichen Minimum) möglich, wenn dies ausdrücklich im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbart ist. Die Auszahlung von gesetzlichem Mindesturlaub im laufenden Verhältnis ist nicht zulässig und birgt Risiken für den Arbeitgeber, da der Anspruch bestehen bleibt.
 

Warum werden Sonderzahlungen höher versteuert?

Das Weihnachtsgeld ist voll steuerpflichtig. Es ist eine Sonderzahlung am Jahresende. Deswegen wird die Lohnsteuer nach der sogenannten Jahreslohnsteuertabelle ermittelt. Dadurch wird häufig unerwartet viel Lohnsteuer für das Weihnachtsgeld fällig.