Was sind die Nachteile des außerbörslichen Handels?

Gefragt von: Herr Dr. Hans-Christian Bock MBA.
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Die Hauptnachteile des außerbörslichen Handels (OTC) sind die geringere Markttransparenz (kein Orderbuch), ein mögliches Kontrahentenrisiko, da man direkt mit dem Anbieter handelt (Risiko der Insolvenz des Partners) und die fehlende Börsenaufsicht, was eine eigene, sorgfältige Preisprüfung nötig macht, insbesondere außerhalb der Börsenzeiten, wo Referenzkurse fehlen, was zu höheren indirekten Kosten (Geld-Brief-Spanne) führen kann.

Welche Nachteile hat der Direkthandel?

Die Hauptnachteile des Direkthandels sind geringere Transparenz (kein öffentliches Orderbuch), fehlende staatliche Börsenaufsicht bei bestimmten Produkten, was zu höheren Risiken bei der Preisfindung führt, und das Kontrahentenrisiko, falls der Handelspartner ausfällt, was den Anleger direkt trifft. Zudem kann die Liquidität geringer sein und es fehlt der Schutz durch reguläre Börsenaufsichtsbehörden.
 

Was ist außerbörslicher Handel?

Außerbörslicher Handel (OTC-Handel, Over-the-Counter) bedeutet, Wertpapiere und Finanzprodukte direkt mit einem Handelspartner (z.B. einer Bank) abzuwickeln, anstatt über eine organisierte Börse wie Xetra. Dies ermöglicht längere Handelszeiten, oft bis spät abends oder am Wochenende, und kann bei bestimmten Produkten günstiger sein, da Maklergebühren entfallen können. Der Handel erfolgt elektronisch, aber abseits der klassischen Börsenplätze, was eine direktere, aber weniger regulierte Abwicklung bedeutet.
 

Welche Nachteile haben OTC-Aktien?

Im Gegensatz zu börsengehandelten Aktien mangelt es bei OTC-Aktien oft an öffentlich verfügbaren Informationen, sie werden tendenziell in geringeren Volumina gehandelt und weisen eine geringere Liquidität auf, was zu größeren Spannen zwischen Geld- und Briefkursen führen kann .

Ist außerbörslicher Handel teurer?

Außerbörslicher Handel ist meist günstiger und flexibler

Für den außerbörslichen Direkthandel werden meist feste Preise bei den Online-Brokern entrichtet. Da man keinen Börsenplatz benötigt, werden auch keine Fremdspesen, Makler-Courtage oder sonstige Börsengebühren fällig.

Börslicher vs. außerbörslicher Handel - das sind die Unterschiede - Zertifikate Aktuell vom 19.05.20

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Welche Nachteile hat Lang & Schwarz?

Die Nachteile von Lang & Schwarz (als Handelsplatz, oft über Broker wie Trade Republic genutzt) sind die stark begrenzte Auswahl an Wertpapieren, die Abhängigkeit von nur einem einzigen Handelsplatz (LSX), was zu schlechteren Spreads und Ausführungen führen kann, besonders bei kleineren Werten, sowie potenzielle Risiken bei Insolvenz (obwohl Einlagensicherung greift, gibt's Unterschiede bei Zertifikaten) und die eingeschränkte direkte Börsenaufsicht. 

Wie kann ich Aktien über den OTC-Handel verkaufen?

Im OTC-Handel kannst du Wertpapiere z.B. Aktien außerbörslich kaufen und verkaufen. Viele Banken und Broker bieten den OTC-Handel über Handelspartner an. Im OTC-Handel kannst du außerhalb der Börsenzeiten und teilweise am Wochenende handeln. Der OTC-Handel bietet Vor- und Nachteile, die du als Anleger kennen solltest.

Welche Nachteile haben Aktien?

Nachteile von Aktien sind hohe Verlustrisiken bis hin zum Totalverlust, starke Kursschwankungen (Volatilität), keine garantierten Renditen oder Dividenden, der erhebliche Zeit- und Wissensaufwand für Analysen, emotionale Belastungen durch Kursschwankungen sowie mögliche Transaktionskosten und Währungsrisiken bei Fremdwährungen, was sie zu einer riskanten Anlage für kurzfristige Ziele macht, so die Commerzbank. 

Welcher Broker handelt OTC?

Ein OTC-Handel (Over-the-Counter) Broker ermöglicht den außerbörslichen Handel, also den Direktkauf und -verkauf von Wertpapieren wie Aktien, Derivaten (CFDs) oder Forex direkt mit dem Broker oder einem Handelspartner, statt über eine zentrale Börse. Bekannte Anbieter sind oft Direktbanken oder Online-Broker wie Comdirect, Consorsbank, Flatex, Onvista, S Broker, Smartbroker, Targobank, 1822direkt und spezielle Plattformen wie LYNX, die Zugang zu Produkten bieten, die nicht an der offiziellen Börse gelistet sind oder außerhalb der Börsenzeiten gehandelt werden können, wobei es aber auf Transparenz und Kontrahentenrisiken zu achten gilt.
 

Ist es möglich, Aktien außerbörslich zu kaufen?

Mehr zum außerbörslichen Handel:

Der außerbörsliche Handel bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Börsen. Denn grundsätzlich ist es auch außerbörslich möglich, Aktien , Optionsscheine , Zertifikate und andere Wertpapiere zu handeln.

Wie lange geht nachbörslicher Handel?

Der nachbörsliche Handel dauert in Deutschland meist bis 22:00 Uhr MEZ, kann aber je nach Wertpapier und Anbieter variieren, wobei einige Plattformen sogar bis Mitternacht oder durch speziellen Wochenendhandel fast 24/7 ermöglichen, insbesondere für US-Aktien, wo oft bis 02:00 Uhr (MEZ) gehandelt wird, mit Vorbörslichkeit ab 10:00 Uhr (MEZ). Der direkte außerbörsliche Handel (OTC) ist oft flexibler und kann länger laufen, auch am Wochenende. 

Was ist der Unterschied zwischen börslich und außerbörslich?

Der Hauptunterschied liegt in der Struktur: Der börsliche Handel findet auf einer zentralen, regulierten Plattform statt (z.B. Xetra) und wird von der Börsenaufsicht überwacht, während der außerbörsliche Handel (OTC - Over The Counter) dezentral und direkt zwischen zwei Parteien (Broker, Market Maker) abgewickelt wird, oft außerhalb der regulären Börsenzeiten, was zu mehr Flexibilität bei den Handelszeiten, aber auch weniger Standardisierung und Transparenz führen kann.
 

Was ist die 3,57 Regel beim Trading?

Die 3-5-7-Regel im Trading ist eine Risikomanagement-Strategie, die besagt: Riskiere maximal 3% deines Kapitals pro Trade, halte die gesamte offene Risiko-Exposition bei höchstens 5% des Kapitals und strebe bei Gewinn-Trades ein Gewinn-Risiko-Verhältnis von mindestens 7:1 an (d.h., der Gewinn soll 7x höher sein als der potenzielle Verlust). Sie hilft, Disziplin zu wahren und das Kapital zu schützen, indem sie klare Limits für einzelne Trades, Gesamtpositionen und Gewinnziele setzt.
 

Was ist besser, Direkthandel oder Xetra?

Direkthandel (außerbörslich) ist oft günstiger bei Neobrokern, da Börsen- und Maklergebühren entfallen, bietet längere Handelszeiten (oft 8-22 Uhr), aber potenziell schlechtere Preise; Xetra (elektronische Börse) ist der größte deutsche Handelsplatz mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis (besonders für deutsche Blue Chips und ETFs) während der Hauptzeiten (9-17:30 Uhr), hat aber feste Gebühren und kürzere Zeiten, wobei sich die Wahl stark nach Kosten des Brokers, Handelszeiten und Wertpapier richtet. Für Kleinanleger sind oft die Regionalbörsen (z.B. Tradegate, Börse Stuttgart) mit ihren erweiterten Zeiten eine gute Mischung.
 

Welche Nachteile hat der Direktvertrieb?

Nachteile des Direktvertrieb

  • Hohe Kosten: Der Einsatz von eigenem Vertriebsteam ist kostenintensiv und bindet Kapital.
  • Hoher administrativer und logistischer Aufwand: Sie müssen alle Glieder der Absatzkette selbst abdecken – von der Akquise über die Distribution bis zum After-Sales.

Wie verdopple ich 5000 Euro?

Um 5.000 € zu verdoppeln, müssen Sie entweder Zeit (z.B. mit ETFs in ca. 10-12 Jahren bei 6-8 % Rendite) oder höheres Risiko (Einzelaktien, Krypto, P2P) eingehen, wobei das Risiko mit der Geschwindigkeit der Verdopplung steigt. Langfristig sind breit gestreute ETFs auf Weltindizes wie den MSCI World eine gute Mischung aus Sicherheit und Rendite, während Tagesgeld/Festgeld sicherer, aber langsamer ist und Einzelaktien schneller sein können, aber auch schneller Geld verlieren lassen. Nutzen Sie die 72er-Regel (72 / Rendite = Jahre zur Verdopplung), um den Zeitaufwand abzuschätzen.
 

Was ist besser, ETF oder Aktie?

Für die meisten Anleger sind ETFs besser, weil sie einfach, kostengünstig und breit gestreut sind, was das Risiko deutlich reduziert, während Einzelaktien höhere Renditen versprechen, aber auch viel Aufwand, Wissen und ein höheres Verlustrisiko bedeuten. Aktien eignen sich für erfahrene Anleger, die aktiv den Markt schlagen wollen, während ETFs die marktübliche Rendite zuverlässig liefern, perfekt für langfristiges, passives Investieren.
 

Warum heißt es Blue Chip?

Der Begriff "Blue Chip" stammt ursprünglich aus dem Pokerspiel, in dem blaue Chips den höchsten Wert haben. An der Börse sind Blue Chips Aktien von renommierten und etablierten Unternehmen, die sich durch ihre finanzielle Stabilität und ihre langfristige Erfolgsgeschichte auszeichnen.

Wie lange kann man außerbörslich handeln?

Der außerbörsliche Direkthandel ist zu den jeweiligen Handelszeiten der Handelspartner möglich, in der Regel von Montag bis Freitag von 08:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Bei einzelnen Handelspartnern wird zusätzlich ein Handel am Wochenende angeboten.

Wie lange muss man Aktien halten, um sie steuerfrei zu verkaufen?

Anders als etwa Verkäufe von Goldmünzen und Goldbarren fallen Aktienverkäufe nicht unter private Veräußerungsgeschäfte. Deshalb gibt es bei Aktien steuerlich keine Spekulationsfrist von einem Jahr zu berücksichtigen. Sie können Ihre Aktien also verkaufen, wann Sie möchten, und es fällt keine Spekulationssteuer an.

Was kostet ein OTC?

Eine OCT kostet in der Regel zwischen 90 und 140 Euro.

Warum außerbörslich handeln?

Beim außerbörslichen Handel entfallen die Mittlerfunktionen von Börse und Maklern, du trittst direkt mit deinem Handelspartner, dem Market Maker, in Kontakt. OTC-Handel kann günstiger als der klassische Börsenhandel sein, er bietet Zugang zu zusätzlichen Produkten, auch außerhalb der Börsenzeiten.

Warum scheitern die meisten Daytrader?

Daytrading hat in den letzten Jahren an Popularität gewonnen, aber die meisten Anleger, die neu einsteigen, scheitern. Der Grund dafür ist oft die mangelnde Analyse der Prozabilität. Studien haben gezeigt, dass viele neue Daytrader ohne ausreichende Analyse und Forschung in den Markt gehen.

Wie viel als Daytrader pro Monat ist gut?

Das wichtigste in Kürze. Die Daytrading Gewinne pro Tag können gewaltig ausfallen, die Regel ist dies allerdings nicht. Ein realistischer Daytrading Verdienst für erfolgreiche Trader dürfte bei etwa 1 bis 4 % pro Monat liegen. Die Einnahmen hängen maßgeblich von den eigenen Fähigkeiten und dem verfügbaren Kapital ab.