Was sind die Vorteile von Hinter-dem-Ohr-Hörgeräten?

Gefragt von: Carmen Fricke
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Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) bieten Vorteile wie hohe Leistungsfähigkeit (auch bei starkem Hörverlust), einfache Handhabung (gut erreichbare Bedienelemente, ideal für eingeschränkte Motorik) und hohen Tragekomfort, da sie den Gehörgang weniger blockieren. Sie ermöglichen zudem vielseitige Konnektivität (Bluetooth) und haben eine größere Auswahl an Batterien (auch wiederaufladbare Akkus), wodurch sie für fast alle Arten von Hörverlust geeignet sind und robust sowie langlebig sind.

Welche Nachteile haben hinter-dem-Ohr-Hörgeräte?

Nachteile von HdO-Hörgeräten (Hinter-dem-Ohr) sind ihre Sichtbarkeit, das Potenzial für Windgeräusche, die Unpraktikabilität mit Brillen und manchmal eine eingeschränkte Nutzung der Ohrmuschel für natürliches Richtungshören, obwohl moderne Geräte dies oft kompensieren. Auch die Notwendigkeit, den Schlauch regelmäßig zu wechseln, und bei Akku-Modellen das tägliche Aufladen können als Nachteile empfunden werden.
 

Ist ein Hörgerät besser im Ohr oder hinter dem Ohr?

Es gibt kein „besser“, sondern nur „passender“: Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) sind diskreter und nutzen den natürlichen „Pinna-Effekt“ für Klang, eignen sich aber eher für leichtere Hörverluste und haben kürzere Batterielaufzeiten. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) bieten mehr Leistung für alle Hörverlustgrade, längere Akkulaufzeiten, bessere Technik (Bluetooth, App) und sind robuster, aber sichtbarer – obwohl moderne Modelle sehr klein sind und gut hinter dem Ohr sitzen. Die Wahl hängt vom Hörverlust, der Lebensweise und dem Wunsch nach Diskretion oder Technik ab.
 

Wie oft muss man Schirmchen wechseln?

So wechseln Sie Hörgeräte-Schirmchen: Schirmchen sind Einwegprodukte und werden nicht gereinigt. Daher sollten sie jeden Monat oder mindestens alle zwei Monate ausgetauscht werden.

Wie lange braucht das Gehirn, um sich an Hörgeräte zu gewöhnen?

Im Allgemeinen genügen einige Wochen, um sich an ein Hörgerät zu gewöhnen. Es braucht etwas Zeit, bis sich das Ohr und das Gehirn neu an die Hörreize anpassen und diese korrekt verarbeiten können.

Hörgerät hinter dem Ohr diese fünf Vorteile musst du wissen!

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Welche Nebenwirkungen haben Hörgeräte?

Hörgeräte können anfangs Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Schwindel, Druckgefühl, Juckreiz oder verfremdete Geräusche verursachen, da sich das Gehirn an die neuen Hörreize gewöhnt, während schlechte Passform, Feuchtigkeit oder mangelnde Hygiene zu Ohrenschmerzen und Entzündungen führen können, die aber meist durch Anpassung beim Akustiker oder gute Pflege behoben werden. Allergische Reaktionen sind selten, aber möglich; Hauptprobleme sind Anpassungsschwierigkeiten und Hygiene Mängel, nicht die Geräte selbst.
 

Warum höre ich mich selbst mit Hörgeräten anders?

Wenn Sie sich mit Hörgeräten selbst lauter oder anders hören, liegt das meist am Okklusionseffekt – der Schall Ihrer eigenen Stimme (Knochenleitung) wird durch das geschlossene Ohrteil im Gehörgang gestaut und verstärkt, was dumpf oder hohl klingt. Das lässt sich oft durch größere Lüftungsschlitze (Vents) oder offene Domes reduzieren, damit der Schall entweichen kann, oder durch Anpassungen beim Akustiker. 

Wie entferne ich Ohrenschmalz von meinen Hörgeräten?

Um Ohrenschmalz vom Hörgerät zu entfernen, nutzen Sie täglich eine weiche Bürste und ein Tuch, reinigen Sie Mikrofonöffnungen vorsichtig mit Bürste/Draht und wechseln Sie regelmäßig den Cerumenschutzfilter, um Verstopfungen zu vermeiden; niemals Wasser oder Alkohol direkt verwenden, sondern spezielle Reinigungssets mit Tüchern, Spray oder UV-Geräten nutzen und das Gerät gut trocknen lassen.
 

Was ist besser, eine Otoplastik oder ein Schirmchen?

Otoplastik oder Schirmchen (Dome) ist eine Frage der individuellen Hörbedürfnisse, des Hörverlusts und des Komforts: Schirmchen (Domes) sind Standardlösungen für leichte bis mittlere Hörverluste, bieten einen natürlichen Klang und lassen das Ohr "atmen", aber der Halt und die Abdichtung sind weniger konstant; Otoplastiken sind maßgefertigte Ohrstücke für starken Hörverlust, bieten eine perfekte Abdichtung, besseren Halt, höheren Tragekomfort und verhindern Rückkopplungen, sind aber teurer und erfordern einen Ohrabdruck.
 

Wie oft sollte man die Ohren bei Hörgeräten reinigen lassen?

Aus funktionalen und hygienischen Gründen sollten Sie Hörsystem und Ohrstück täglich reinigen. Achten Sie bei der Verwendung von Reinigungsspray darauf, dass keine Flüssigkeit in Öffnungen oder Einbuchtungen gerät! Die Öffnungen sollten regelmäßig von uns gereinigt werden.

Was sind die Nachteile eines im Ohr Hörgerätes?

Nachteile von Im-Ohr-Hörgeräten (IdO) sind die Eignung nur für leichte bis mittlere Hörverluste, kürzere Akkulaufzeit, höhere Anfälligkeit für Verschmutzung (Ohrschmalz, Feuchtigkeit) und das Potenzial für den Okklusionseffekt (fremde Stimme/eigener Körperschall wird lauter), sowie höhere Kosten und eingeschränkte Technikoptionen im Vergleich zu Hinter-dem-Ohr-Geräten, wobei der Gehörgang gesund und groß genug sein muss.
 

Wie muss ein Hörgerät hinterm Ohr sitzen?

Ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät (HdO) sitzt sicher hinter der Ohrmuschel, während das Ohrpassstück (Otoplastik) oder der Hörer-Schirm sanft in den Gehörgang geführt wird, der Schlauch oder Draht dem Ohrverlauf folgt, bis alles fest und bequem sitzt, ohne zu drücken – es liegt also flach an, ohne zu wackeln. Das Gerät selbst liegt leicht oberhalb des Ohrs, der Ton wird über einen dünnen Schlauch oder einen Draht mit Hörer ins Ohr geleitet.
 

Welches Ohr ist das emotionale?

Studien belegen, dass das rechte Ohr besonders bei schnellem Sprechtempo überlegen ist. Unsere Gehirnhälften sind spezialisiert: Die linke Seite ist nicht nur für Sprache, sondern auch für logisches Denken und Analysen zuständig. Die rechte Gehirnhälfte hingegen verarbeitet emotionale und musikalische Töne besser.

Welches Hörgerät ist besser, wenn es im Ohr oder hinter dem Ohr getragen wird?

Es gibt kein „besser“, sondern nur „passender“: Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) sind diskreter und nutzen den natürlichen „Pinna-Effekt“ für Klang, eignen sich aber eher für leichtere Hörverluste und haben kürzere Batterielaufzeiten. Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) bieten mehr Leistung für alle Hörverlustgrade, längere Akkulaufzeiten, bessere Technik (Bluetooth, App) und sind robuster, aber sichtbarer – obwohl moderne Modelle sehr klein sind und gut hinter dem Ohr sitzen. Die Wahl hängt vom Hörverlust, der Lebensweise und dem Wunsch nach Diskretion oder Technik ab.
 

Was ist das häufigste Problem mit Hörgeräten?

Ohrenschmerzen und Jucken im Ohr

Wenn man ein Hörgerät braucht, ist es wichtig dieses so häufig wie möglich zu tragen. Es ist möglich Ohrenschmerzen durch Hörgeräte zu bekommen. Durch das ständige Tragen kann es passieren, dass das Ohrpassstück für Feuchtigkeit im Gehörgang sorgt und somit die Haut aufweicht.

Auf was muss ich beim Kauf eines Hörgerätes achten?

Überblick: Hörgeräte kaufen

  1. Nach dem Hörtest: Termin beim HNO-Arzt machen und mögliche Hörgeräte-Verordnung prüfen lassen.
  2. Ihre Bedürfnisse entscheiden über Bauform und Größe der Hörgeräte.
  3. Hörgeräte unkompliziert zur Probe tragen und vom Wow-Effekt überzeugen.

Für wen sind im-Ohr-Hörgeräte nicht geeignet?

Im-Ohr-Hörgeräte (IdO) sind nicht geeignet für Menschen mit starkem bis hochgradigem Hörverlust, da der Platz für leistungsstarke Verstärker begrenzt ist, sowie bei entzündetem oder ständig nässendem Ohr, da Feuchtigkeit und Ohrenschmalz das Gerät beschädigen können. Auch sehr schmale Gehörgänge, eingeschränkte Fingerfertigkeit für Batteriewechsel (bei nicht-akkubetriebenen Geräten) und der Wunsch nach vielen Zusatzfunktionen (wie Bluetooth) können gegen IdOs sprechen, weshalb dann oft Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO) die bessere Alternative sind.
 

Welche Hörgeräte sind teurer, im Ohr oder hinter dem Ohr?

Diese sind zwar sichtbar, bieten dafür mehr Komfort in Bezug auf die Funktionen Streaming und Akkubetrieb. In der Regel ist ein Im-Ohr-Hörgerät etwas teurer, da es individuelle für Ihre Ohren angefertigt wird.

Wie lange nicht auf die Ohren schlafen nach Otoplastik?

Vermeiden Sie es, mindestens 3 Wochen lang auf der Seite zu schlafen. Etwaiges Unbehagen wird Sie wahrscheinlich davon abhalten, sich auf Ihre Ohren zu rollen.

Wie entfernt man Ohrenschmalz aus einem Hörgerät?

Weiche Bürste und trockenes Tuch – mit einer weichen Bürste und einem trockenen Tuch lässt sich Ohrenschmalz von den Otoplastiken, Filtern und Domes Ihres Hörgeräts entfernen. Manche Bürsten verfügen auch über einen magnetischen Batterieentnahmemechanismus. Ohrenschmalz-Entferner oder Drahtschlaufe – damit lassen sich Ohrenschmalz und Ablagerungen aus den Lüftungsschlitzen und Zwischenräumen des Hörgeräts entfernen.

Kann ich Hörgeräte mit einem Brillenputztuch reinigen?

Sie können ein Brillenputztuch bedingt für die äußere Reinigung des Hörgeräte-Gehäuses nutzen, sollten es aber nicht für die empfindlichen Ohrpassstücke verwenden, da viele Tücher Säuren enthalten, die Kunststoffe angreifen können. Verwenden Sie am besten spezielle Reinigungstücher, -sprays oder ein weiches, trockenes Tuch und vermeiden Sie Wasser, Alkohol und aggressive Mittel, um die Technik nicht zu beschädigen; bei starken Verschmutzungen helfen Bürsten und spezielle Desinfektionstücher.
 

Wie oft muss man den Filter des Hörgerätes wechseln?

Hörgerätefilter sollten je nach Ohrenschmalzproduktion alle 2 bis 8 Wochen gewechselt werden, meistens mindestens einmal im Monat als Routine, oder sofort, wenn die Klangqualität nachlässt oder der Filter sichtbar verstopft ist. Die genaue Häufigkeit hängt stark von Ihrem individuellen Ohrenschmalz (Cerumen) ab, daher sind regelmäßige Sichtkontrollen entscheidend, um die volle Leistungsfähigkeit Ihres Hörgeräts zu gewährleisten.
 

Wird mein Gehör durch Hörgeräte schlechter?

Nein, Hörgeräte machen das Gehör nicht schlechter, sondern sind oft sogar notwendig, um einem weiteren Abbau von Hörfähigkeiten und der Gehirnverarbeitung entgegenzuwirken, indem sie das Ohr stimulieren. Es ist ein Mythos, dass Hörgeräte das Gehör schädigen; im Gegenteil, unbehandelte Schwerhörigkeit kann zu einem „Verkümmern“ der neuronalen Netze im Gehirn führen, da weniger Reize ankommen. Anfängliche Wahrnehmungen wie „blecherne“ Töne oder eine vermeintliche Verschlechterung resultieren meist aus der Eingewöhnungszeit und der Notwendigkeit einer korrekten Anpassung.
 

Was ist, wenn man alles doppelt hört?

Diplakusis ist auch als Doppelthören bekannt. Es handelt sich um eine Form des Hörverlusts, bei dem ein Ohr ein Geräusch anders wahrnimmt als das andere. Ihr Gehirn interpretiert das wahrgenommene Geräusch.

Warum höre ich einen Echo im Ohr?

Ein Echo im Ohr (Autophonie) entsteht, wenn Schallwellen den normalen Weg zum Innenohr blockieren, verursacht durch harmlose Dinge wie Ohrenschmalz oder Eustachische Röhren-Probleme (z.B. bei Erkältung, Sinusitis), aber auch durch Infektionen, Paukenerguss, Allergien, stressbedingte Durchblutungsstörungen oder seltenere Tumore wie das Akustikusneurinom. Es kann auch ein Zeichen für eine Schallleitungs-Schwerhörigkeit sein, die den Schall verzerrt weiterleitet.