Was steht in einer Unbedenklichkeitsbescheinigung?
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Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist ein offizielles Dokument, das bestätigt, dass eine Person oder ein Unternehmen seinen finanziellen Pflichten gegenüber einer Behörde (z.B. Finanzamt, Berufsgenossenschaft, Krankenkasse) ordnungsgemäß nachgekommen ist, keine Steuerschulden oder Beitragrückstände bestehen und somit in steuerlicher/finanzieller Hinsicht „unbedenklich“ ist. Sie ist oft für behördliche Genehmigungen (z.B. Bauanträge) oder bei Immobilienkäufen (für den Grundbucheintrag) sowie für die Erlangung von Lizenzen nötig.
Was beinhaltet eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung ist ein offizielles Dokument, das von einer Behörde (z. B. dem Finanzamt oder der Krankenkasse) ausgestellt wird und bestätigt, dass ein Unternehmen oder eine Person keine offenen Verbindlichkeiten gegenüber der jeweiligen Institution hat.
Was steht in einer Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt?
Sie zeigt, ob Sie Ihren steuerlichen Verpflichtungen in der Vergangenheit nachgekommen sind oder Steuerrückstände bestehen. Sie kostet zwischen 5 und 15 Euro. Die Kosten variieren je nach Bundesland. Beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks benötigen Sie in der Regel eine Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Was steht in einer Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Krankenkasse?
Diese Unbedenklichkeitsbescheinigung bestätigt, wie viele Beschäftigte bei der jeweiligen Krankenkasse versichert sind, und ob das Unternehmen seine Sozialversicherungsbeiträge regelmäßig und ordnungsgemäß gezahlt hat.
Was passiert nach einer Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Das Finanzamt bestätigt mit der Ausstellung der Unbedenklichkeitsbescheinigung, dass keine steuerlichen Bedenken gegen die Eintragung des Käufers in das Grundbuch bestehen und der Käufer somit als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden kann.
Unbedenklichkeitsbescheinigung - immo-info #77
Welchen Zweck hat ein Unbedenklichkeitszeugnis?
Unbedenklichkeitsbescheinigungen bestätigen, dass ein Unternehmen oder eine Person ihren steuerlichen Verpflichtungen nachkommt und keine Steuerschulden hat . Solche Bescheinigungen sind in vielen Situationen erforderlich, beispielsweise bei der Nachlassplanung oder der Schließung bzw. Übertragung eines Unternehmens.
Wann brauche ich eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt ist erforderlich, wenn Privatpersonen oder Unternehmen ein Grundstück oder eine Immobilie kaufen möchten. Denn Voraussetzung für den Besitz ist, dass sie als Eigentümer/in im Grundbuch eingetragen sind.
Wie lange wartet man auf eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Wartezeit bei einer Unbedenlichkeitsbescheinigung ist zwischen 6 und 8 Wochen. Bei mir hat die Filial-Bank die Unbedenklichkeitsbescheinigung von sich aus angefordert.
Wie viel kostet eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung kostet typischerweise zwischen 5 und 20 Euro, wobei die genaue Gebühr je nach Bundesland und zuständiger Behörde (Finanzamt, Kommune) variiert, meistens liegt sie bei etwa 10-15 €. Beim Immobilienkauf wird diese Gebühr oft vom Notar übernommen und in den Notarkosten verrechnet, die dann zu den Nebenkosten zählen.
Wie lange ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkasse gültig?
Eine Unbedenklichkeitsbescheinigung der Krankenkasse ist in der Regel drei Monate gültig, da sie nur eine Momentaufnahme der pünktlichen Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen darstellt, aber es gibt auch Optionen für längerfristige „Abonnements“, die bis zum Widerruf gelten, wobei immer die aktuelle Situation zählt. Die genaue Gültigkeit hängt von der Art (einfach oder qualifiziert) und dem Verwendungszweck ab, aber oft wird eine neue benötigt, wenn die Frist abgelaufen ist.
Ist eine Bescheinigung in Steuersachen das Gleiche wie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Die Bescheinigung in Steuersachen (früher „Unbedenklichkeitsbescheinigung“) ist ein Nachweis darüber, dass Sie Ihre steuerlichen Pflichten zuverlässig erfüllen.
Warum ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung erforderlich?
Mit dem Vorliegen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung wird bestätigt, dass der Nachlass einer verstorbenen Person, ein Trust oder eine Körperschaft alle zum Zeitpunkt der Ausstellung der Bescheinigung fälligen Einkommensteuern und GST/HST-Beträge, Zinsen und Strafen entrichtet hat oder dass der Minister für nationale Einnahmen eine Sicherheit für die Zahlung akzeptiert hat.
Was ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des zuständigen Finanzamts?
Die Unbedenklichkeitsbescheinigung erteilt das für die Erbschaftsteuer zuständige Finanzamt, sobald nach Prüfung der Unterlagen die gegen die ausländische erwerbende Person festgesetzte Erbschaftsteuer bezahlt ist oder festgestellt wird, dass keine Erbschaftsteuer anfällt.
Was brauche ich für eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Für solche Fälle müssen Sie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung mitbringen. Diese wird jedoch nicht länger beim KBA beantragt, sondern bei der zuständigen Zulassungsstelle. In der Regel reicht es dafür aus, ein gültiges Ausweisdokument, einen Eigentumsnachweis für das entsprechende Fahrzeug (z.
Was prüft das Finanzamt bei Hauskauf?
Bei Immobilien ist der Verkehrswert maßgeblich, den das Finanzamt ermittelt. Ihm stehen für die Wertermittlung – je nach Art der Immobilie und der verfügbaren Daten – drei Bewertungsverfahren zur Verfügung: das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren.
Was ist eine einfache Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Es gibt zwei unterschiedliche Qualitäten, die einfache und die qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung. Bei der „einfachen“ wird bestätigt, dass es aktuell keine Beitragsrückstände gibt, die „qualifizierte“ bescheinigt, dass mindestens in den letzten sechs Monaten alles ordnungsgemäß gelaufen ist.
Was bringt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft belegt das Unternehmen, dass seine Mitarbeiter bei der Berufsgenossenschaft angemeldet und versichert sind. Die Bescheinigung des Finanzamtes belegt, dass keine Steuerrückstände bestehen.
Werden Grundbuchänderungen dem Finanzamt gemeldet?
Für die Grundbucheintragung wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts benötigt. Dafür muss der Notar zunächst den Grundstückskauf beim Finanzamt anzeigen. Daraufhin erhält der neue Grundstücksbesitzer einen Bescheid über die Höhe der Grunderwerbsteuer.
Wie beantrage ich beim Finanzamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Der Antrag auf Ausstellung einer Unbedenklichkeitsbescheinigung erfolgt entweder aus dem Entgeltabrechnungsprogramm heraus (sofern dieses zertifiziert und zugelassen ist) oder über das neue Meldeportal. Die Rückmeldung erfolgt dann ebenfalls auf diesem Weg.
Wer beantragt die Unbedenklichkeitsbescheinigung?
Jeder, der seinen steuerlichen Verpflichtungen nachkommt und keine Steuerrückstände hat, hat Anspruch auf die Auskunft. Um die Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt zu beantragen, stellen der Steuerpflichtige oder eine von ihm bevollmächtigte Person einen entsprechenden Antrag.
Welche amtlichen Bescheinigungen benötigt jeder Immobilienkäufer, damit er ins Grundbuch eingetragen werden kann?
Amtliche Unterlagen für den Hausverkauf erhalten Sie vom Grundbuchamt, vom Bauordnungsamt, vom Katasteramt, sowie vom Liegenschaftsamt. Die wichtigsten Dokumente für den Käufer sind der Grundbuchauszug, der Grundriss, der Energieausweis, sowie Flurkarte und Bauakte/Baubeschreibung des Hauses.
Wann meldet sich das Finanzamt bei Verkauf einer Immobilie?
Der Notar ist verpflichtet Immobiliengeschäfte innerhalb von zwei Wochen dem Finanzamt mitzuteilen, wenn dadurch Erbschaft-, Einkommen- oder Grunderwerbsteuer anfallen kann. Eine Meldung hat auch dann zu erfolgen, wenn der Kauf oder der Verkauf von der Besteuerung ausgenommen ist.
Wie lange ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung gültig?
Die Gültigkeit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) hängt vom Aussteller ab: Finanzamt-Bescheinigungen (z.B. für Hauskauf) sind oft unbefristet, da sie die Vergangenheit darstellen. Für Sozialversicherungen (z.B. BG Verkehr, Minijob-Zentrale) sind sie meist befristet, oft nur für 3 bis 12 Monate oder für den konkreten Vorgang (wie eine Ausschreibung), da sie eine Momentaufnahme des aktuellen Status sind.
Wann muss die Unbedenklichkeitsbescheinigung für einen Hauskauf gestellt werden?
Sobald die Grunderwerbsteuer vom Käufer bezahlt wurde, stellt das Finanzamt die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus und sendet sie an den Notar. Der Notar reicht diese Bescheinigung dann zusammen mit allen anderen erforderlichen Unterlagen beim Grundbuchamt ein, um die Eigentumsumschreibung zu veranlassen.
Wie lange braucht das Finanzamt für die Unbedenklichkeitsbescheinigung?
In der Regel dauert es jedoch einige Tage bis wenige Wochen, um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung zu erhalten.