Was tun, wenn der Arbeitgeber Lohnsteuer falsch berechnet?

Gefragt von: Doris Kolb
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Wenn der Arbeitgeber die Lohnsteuer falsch berechnet, sollten Sie zuerst das Gespräch mit dem Arbeitgeber suchen, um eine Korrektur der Lohnabrechnung und eine Nachzahlung zu erwirken; ist dies nicht möglich oder kommt es zu keiner Einigung, müssen Sie entweder selbst eine Einkommensteuererklärung abgeben (falls zu viel gezahlt wurde) oder das Finanzamt einschalten (falls zu wenig einbehalten wurde, da der Arbeitgeber dann haftet und eine haftungsbefreiende Anzeige machen muss).

Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber die Lohnsteuer falsch berechnet?

Kommt es zu lohnsteuerlichen Zweifelsfragen, kann eine entsprechende Auskunft beim Finanzamt eingeholt werden. Arbeitgeber sollten diese Möglichkeit unbedingt nutzen, denn wenn das Finanzamt eine unangekündigte Lohnsteuer-Nachschau durchführt und Fehler entdeckt, drohen rechtliche Konsequenzen.

Wer haftet für eine falsche Lohnsteuerbescheinigung?

In § 42d Abs. 1 Nr. 3 EStG ist bestimmt, dass der Arbeitgeber auch für die Einkommensteuer oder Lohnsteuer haftet, die aufgrund fehlerhafter Angaben im Lohnkonto oder durch fehlerhafte Eintragungen in der Lohnsteuerbescheinigung verkürzt wird.

Wie lange kann eine Lohnabrechnung rückwirkend korrigiert werden?

Fehlerhafte Lohnabrechnungen können oft bis zu drei Jahre rückwirkend korrigiert werden (gesetzliche Verjährungsfrist nach § 195 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Fehler entdeckt wurde. Wichtig: Arbeits- und Tarifverträge können kürzere Ausschlussfristen (z.B. 1-3 Monate) vorsehen, die oft auch für Arbeitnehmer gelten. Für Sozialversicherungsbeiträge gelten oft kürzere Fristen (3 Monate), nach denen der Arbeitnehmer nicht zusätzlich belastet werden darf, wenn der Fehler nicht sofort korrigiert wird. 

Wer haftet bei Fehlern in der Lohnabrechnung?

Bei Fehlern in der Lohnabrechnung haftet primär der Arbeitgeber, da er für die korrekte Einbehaltung und Abführung von Lohnsteuer (§ 42d EStG) und Sozialversicherungsbeiträgen verantwortlich ist; er haftet auch für Schäden, die dem Arbeitnehmer entstehen, kann aber die Differenzbeträge bei Steuer- oder Sozialabgaben bei der Arbeitnehmerin/dem Arbeitnehmer zurückfordern, da diese Steuerschuldner bleiben. Bei groben Fehlern kann auch derjenige, der die Abrechnung erstellt hat (z.B. ein externer Dienstleister), neben dem Arbeitgeber haften. 

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Wer haftet für zu wenig abgeführte Lohnsteuer?

Der Arbeitgeber haftet für die Lohnsteuer, die er einzubehalten und abzuführen hat. Dies gilt grundsätzlich auch für die Nachforderung von Lohnsteuer.

Was tun, wenn die Abrechnung nicht stimmt?

Wenn eine Abrechnung (z.B. Lohn- oder Nebenkostenabrechnung) falsch ist, sollten Sie sofort schriftlich Widerspruch einlegen, die Fehler genau benennen, die Belege anfordern (Vermieter/Arbeitgeber) und zur Klärung die Verbraucherzentrale, einen Mieterverein oder Rechtsanwalt hinzuziehen, um Fristen zu wahren und die Korrektur zu erwirken. Zahlen Sie Nachforderungen unter Vorbehalt, falls Sie Mieter sind. 

Welche Frist gilt, wenn die Gehaltsabrechnung falsch ist?

Wenn die Gehaltsabrechnung falsch ist, sollten Sie sofort schriftlich Widerspruch einlegen, da es oft kurze Ausschlussfristen (z.B. 3 Monate) in Arbeits-/Tarifverträgen gibt, innerhalb derer Sie Ansprüche geltend machen müssen, bevor diese verfallen; ist nichts geregelt, greift die allgemeine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren, die am Jahresende beginnt, in dem der Fehler bekannt wurde. Arbeitgeber müssen Überzahlungen innerhalb dieser Fristen zurückfordern, sonst verfällt ihr Anspruch, aber auch hier können kürzere Fristen gelten. 

Wie kann ich überprüfen, ob meine Lohnabrechnung korrekt ist?

Sowohl bei einem Steuerberater als auch bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht kannst du deine Lohnabrechnung überprüfen lassen und hast dabei gleichzeitig den Fachmann zur Seite, der dir eine rechtssichere Auskunft zum weiteren Vorgehen geben kann.

Wer haftet für falsche Lohnsteuerklasse?

Wendet der Arbeitgeber die falsche Steuerklasse an, haftet er für die Lohnsteuer, die er nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Höhe einbehalten und abgeführt hat. Soweit die Haftung des Arbeitgebers reicht, sind der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer Gesamtschuldner.

Was tun, wenn die Lohnsteuerbescheinigung falsch ist?

In diesem Fall kann der Arbeitnehmer das örtliche Finanzamt kontaktieren und den Fehler melden. Wenn der Fehler erst nach Einreichung der Steuererklärung festgestellt wird und sich auf steuerlich relevante Daten auswirkt, kann der Arbeitnehmer eine berichtigte Steuererklärung einreichen.

Wer haftet für Abrechnungsfehler?

Wer haftet bei Fehlern in der Buchhaltung? Beschäftigte haften für Fehlbeträge in der Kasse oder beim Warenbestand und, wenn ein wirksamer Mankovertrag besteht (im Fall der Mankohaftung steht der oder die Arbeitnehmende für ein Manko in der Kasse oder im Warenbestand ein).

Ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Gehaltsabrechnung zu überprüfen?

Ja, Arbeitgeber sind grundsätzlich dazu verpflichtet, eine Lohn- oder Gehaltsabrechnung zu erstellen. Arbeitnehmer müssen das erhaltene Entgelt überprüfen und nachvollziehen können.

Wer haftet für falsche Lohnsteuerbescheinigung?

Der Arbeitgeber haftet also auch für Steuerausfälle, wenn er in der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitnehmers den Arbeitslohn oder die Lohnsteuer falsch bescheinigt bzw. falsch übermittelt und deshalb das Finanzamt bei der Veranlagung des Arbeitnehmers zu wenig Einkommensteuer erhebt.

Was kann ich tun, wenn meine Lohnabrechnung fehlerhaft ist und zu wenig Gehalt ausgezahlt wurde?

Wenn deine Lohnabrechnung zu wenig Gehalt ausweist, weil ein Fehler vorliegt (z.B. falsche Steuerklasse, Abzüge), muss der Arbeitgeber die Differenz nachzahlen, da er für korrekte Abrechnungen verantwortlich ist. Dein Vorgehen sollte sein: Unverzüglich den Arbeitgeber ansprechen, den Fehler schriftlich (z.B. per E-Mail) aufzeigen und eine korrigierte Abrechnung verlangen. Bei Nichtreaktion folgt eine schriftliche Mahnung, ggf. Einschaltung des Betriebsrats oder Anrufung des Arbeitsgerichts. 

Was passiert, wenn der Arbeitgeber zu wenig Lohnsteuer abgezogen hat?

Stellt sich jedoch bei einer Lohnsteuerprüfung heraus, dass der Arbeitgeber zu wenig Lohnsteuer abgeführt hat, wird ihm mit Bescheid des Finanzamtes eine Nachzahlung der zu wenig geleisteten Lohnsteuer aufgetragen.

Wie lange rückwirkend kann eine Lohnabrechnung korrigiert werden?

Fehlerhafte Lohnabrechnungen können oft bis zu drei Jahre rückwirkend korrigiert werden (gesetzliche Verjährungsfrist nach § 195 BGB), wobei die Frist am Ende des Jahres beginnt, in dem der Fehler entdeckt wurde. Wichtig: Arbeits- und Tarifverträge können kürzere Ausschlussfristen (z.B. 1-3 Monate) vorsehen, die oft auch für Arbeitnehmer gelten. Für Sozialversicherungsbeiträge gelten oft kürzere Fristen (3 Monate), nach denen der Arbeitnehmer nicht zusätzlich belastet werden darf, wenn der Fehler nicht sofort korrigiert wird. 

Welche Konsequenzen hat ein Fehler in der Lohnabrechnung für den Arbeitgeber?

Eine Rückforderung erfolgt grundsätzlich schriftlich. In der Praxis bedeutet dies, dass der Arbeitgeber den Arbeitnehmer über den zu viel gezahlten Lohn informiert und freundlich die Rückzahlung des zu viel gezahlten Betrags verlangt. Alle relevanten Informationen und Nachweise sollten dem Schreiben beigefügt werden.

Wo kann ich meine Lohnabrechnungen überprüfen lassen?

Sie können Ihre Lohnabrechnung bei einem Steuerberater, der Verbraucherzentrale, einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen oder sich an die zuständige Arbeitnehmerkammer (falls vorhanden, wie in Bremen) wenden; alternativ können Sie auch die Personalabteilung Ihres Arbeitgebers kontaktieren und bei Fehlern schriftlich widersprechen. Für einen ersten Überblick hilft auch ein kostenloser Lohncheck auf Portalen wie Lohnspiegel.de.
 

Wer haftet für Fehler bei der Lohnabrechnung?

Fehler bei der Lohnsteuer

Gemäß § 42d EStG haftet der Arbeitgeber für das korrekte Einbehalten und Abführen der Lohnsteuer. Steuerschuldnerin bzw. Steuerschuldner ist jedoch stets die angestellte Person.

Was passiert, wenn die Lohnabrechnung nicht stimmt?

Konsequenzen einer fehlerhaften Lohnabrechnung

Ist die Lohnabrechnung fehlerhaft, haftet er gemäß § 42d EStG dafür. Führt er zu wenig Lohnsteuer ab, kann das Finanzamt ihn in Verantwortung nehmen, wobei er ein Rückgriffrecht auf die Arbeitnehmer:innen hat.

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Lohnabrechnung zu erklären?

Zum Lohnanspruch eines Arbeitnehmers gehört auch der Anspruch auf eine Lohnabrechnung. Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer bei Zahlung des Arbeitsentgelts eine Abrechnung in schriftlicher Form erteilen. Darin sind Angaben über den Abrechnungszeitraum und die Zusammensetzung des Arbeitsentgelts zu machen.

Wie lange kann man falsche Gehaltsabrechnungen reklamieren?

Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, haben Arbeitnehmer zwar nach Paragraf 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches grundsätzlich drei Jahre lang Zeit, gegen eine fehlerhafte Lohnabrechnung Einspruch einzulegen.

Was kann ich tun, wenn mein Arbeitgeber zu wenig Lohn zahlt?

Wenn der Arbeitgeber zu wenig Lohn zahlt, sollten Sie zuerst das Gespräch suchen und eine schriftliche Mahnung mit Fristsetzung senden; bleibt die Zahlung aus, können Sie Verzugszinsen und Schadensersatz fordern, Ihre Arbeitsleistung verweigern (wenn mehrere Monatsgehälter fehlen), Gewerkschaft oder Betriebsrat einschalten oder sogar den Lohn vor dem Arbeitsgericht einklagen, wobei Sie idealerweise den Bruttolohn fordern, um spätere Probleme mit Steuern zu vermeiden. 

Wann ist eine Abrechnung formell unwirksam?

Typische formelle Fehler sind ein falscher Abrechnungszeitraum, fehlende Abrechnungspositionen oder das Fehlen des Verteilerschlüssels. Inhaltliche Fehler können eine falsche Angabe bei der Wohnfläche, Rechenfehler oder das Aufführen nicht vereinbarter Nebenkosten sein.