Was versteht man unter unerlaubter Untervermietung?

Gefragt von: Dörte Moser
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Unerlaubte Untervermietung liegt vor, wenn ein Mieter einen Teil oder die gesamte Wohnung an Dritte weitergibt, ohne die erforderliche Erlaubnis des Vermieters einzuholen. Dies stellt eine Vertragsverletzung dar, da der Hauptmieter die Zustimmung des Eigentümers benötigt, um das Mietobjekt an Dritte zu überlassen, es sei denn, es liegt ein berechtigtes Interesse vor oder es handelt sich nur um kurzzeitigen Besuch. Verstöße können zu Abmahnungen und sogar zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags führen.

Was ist unerlaubte Untervermietung?

Eine Untervermietung liegt dann vor, wenn ein Mieter einer anderen Person gegen Entgelt den Nutzen des Mietobjekts ganz oder zum Teil überlässt. Es wird von einer „Gebrauchsüberlassung an Dritte“ (§540 BGB) gesprochen. Die Informationspflicht über die Untervermietung vom Mieter gegenüber dem Vermieter ist unabdingbar.

Was versteht man unter unerlaubter Untervermietung?

Untervermietung liegt vor, wenn der Mieter, dem die Immobilie vermietet ist, diese an eine andere Person weitervermietet. Die Untervermietung ist unzulässig, wenn die Zustimmung des Vermieters nicht vorliegt . Eine unzulässige Untervermietung kann beispielsweise vorliegen, wenn: Der Mieter von der Person Miete verlangt oder sich verpflichtet, die Wohnung der Person nicht zu betreten.

Was ist verbotene Untervermietung?

Eine unerlaubte Untervermietung liegt vor, wenn ein Mieter Teile seiner Wohnung an Dritte weitergibt, ohne die erforderliche Erlaubnis des Vermieters einzuholen, was eine schwerwiegende Vertragsverletzung darstellt und zu Abmahnung, Kündigung (bis hin zur fristlosen) und ggf. Schadensersatzforderungen führen kann. Mieter müssen immer um Erlaubnis fragen, da die Verweigerung durch den Vermieter oft nur bei berechtigtem Interesse des Mieters (z.B. bei vorübergehender beruflicher Notwendigkeit) durchbrochen werden kann; das bloße Nichtstun des Vermieters reicht nicht. Konsequenzen sind eine Abmahnung, gefolgt von Kündigung und Unterlassungsklage, insbesondere wenn die Untervermietung gewerblich (z.B. über Airbnb) oder zu überhöhten Preisen erfolgt.
 

Was droht bei unerlaubter Untervermietung?

Ohne Genehmigung Zimmer an Mitbewohner vermieten

Eine unerlaubte Untervermietung kann eine fristlose Kündigung bedeuten. Eine Untervermietung ohne eine vorher eingeholte Erlaubnis ist laut deutschem Mietrecht ein ausreichender Grund für eine fristlose Kündigung.

Vier Punkte für die Untervermietung. Was darfst du und was nicht?

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Wie lange darf man ohne Genehmigung untervermieten?

Der Mieter ist grundsätzlich dazu verpflichtet, eine Zustimmung zur Untervermietung von seinem Vermieter einzuholen. Ohne Erlaubnis des Vermieters darf der Mieter aber seine Eltern oder seine Kinder, sowie Gäste für bis zu acht Wochen in die Wohnräume einziehen lassen.

Wie kann man illegale Untervermietung nachweisen?

Der Verdacht auf illegale Untervermietung kann beispielsweise durch Beobachtungen der Nachbarn, des Hausmeisters oder des Vermieters selbst entstehen. Doch der Nachweis ist für den Vermieter nicht nur zeitintensiv, sondern setzt auch juristische Kenntnisse voraus – sonst macht er sich gegebenenfalls selbst strafbar.

Kann ich als Eigentümer ein Zimmer untervermieten?

Gemäß § 553 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) hat ein Mieter das Recht, von seinem Vermieter die Erlaubnis zur Untervermietung eines Teils des Wohnraums zu verlangen, wenn er ein berechtigtes Interesse daran hat. Dieses berechtigte Interesse muss nach Abschluss des Mietvertrags entstanden sein.

Was sagt der Paragraph 558 BGB aus?

§ 558 Mieterhöhung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete. (1) Der Vermieter kann die Zustimmung zu einer Erhöhung der Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete verlangen, wenn die Miete in dem Zeitpunkt, zu dem die Erhöhung eintreten soll, seit 15 Monaten unverändert ist.

Wann darf ein Vermieter die Untervermietung verbieten?

Der Vermieter darf die Erlaubnis nur verweigern, wenn dafür in der Person des zukünftigen Untermieters ein wichtiger Grund vorliegt, der Wohnraum übermäßig belegt werden würde oder aus anderen Gründen dem Vermieter die Untervermietung nicht zugemutet werden könnte.

Wann liegt Untervermietung vor?

Untermiete bedeutet, dass ein Hauptmieter einen Teil oder die gesamte gemietete Wohnung an eine dritte Person (den Untermieter) gegen Entgelt weitervermietet, wodurch ein zweites Mietverhältnis (Untermietvertrag) zwischen Haupt- und Untermieter entsteht, während der ursprüngliche Hauptmietvertrag bestehen bleibt. In der Regel ist dafür die Zustimmung des ursprünglichen Vermieters erforderlich, welcher weiterhin der Vertragspartner bleibt und die Verantwortung trägt. 

Was sind berechtigte Gründe für Untervermietung?

Ein berechtigtes Interesse für eine Untervermietung liegt vor, wenn der Mieter nachvollziehbare persönliche oder wirtschaftliche Gründe hat, die ihn veranlassen, einen Teil der Wohnung unterzuvermieten, um die Wohnung nicht vollständig aufgeben zu müssen (z. B. finanzielle Entlastung, berufsbedingte Abwesenheit, veränderte Lebensumstände). Es sind keine extremen Notlagen, sondern vernünftige Motive, die nach Vertragsabschluss entstanden sind, wie z. B. die Gründung einer Wohngemeinschaft oder die Aufnahme von Familienangehörigen. Der Vermieter muss die Erlaubnis erteilen, sofern ihm die Untervermietung zumutbar ist und er nicht berechtigt ist, sie zu verweigern. 

Was kann man gegen Untervermietung tun?

Zunächst versenden wir eine Abmahnung, weil die Untervermietung gegen den Mietvertrag verstößt. Dann können wir gerichtlich fordern, dass die Untervermietung beendet wird. Und schließlich können wir der Mieterin oder dem Mieter auch fristlos kündigen.

Was besagt der Paragraph 536 BGB?

§ 536 BGB regelt die Mietminderung bei Mängeln der Mietsache: Liegt ein Mangel vor, der die Wohnung oder das Objekt in seiner vertragsgemäßen Nutzung beeinträchtigt, mindert sich die Miete automatisch, je nach Ausmaß des Mangels, wobei unerhebliche Mängel unberücksichtigt bleiben; dieser Anspruch besteht auch bei Mängeln, die erst während der Mietzeit entstehen, solange der Mieter den Mangel unverzüglich dem Vermieter meldet (siehe § 536c BGB), um den Schaden zu begrenzen. 

Ist Untermiete meldepflichtig?

Ist die Anmeldung bei Untermiete / Zwischenmiete erforderlich? Zieht ein Mieter zur Untermiete in eine Wohnung, so befreit ihn dies nicht von der Meldepflicht nach § 17 BMG.

Was hat man als Untermieter für Rechte?

Untermieter haben grundsätzlich ähnliche Rechte wie Hauptmieter, z.B. Anspruch auf eine bewohnbare Wohnung, Privatsphäre und Zugang zu Gemeinschaftsflächen, wobei der Untermietvertrag ihre spezifischen Rechte und Pflichten regelt. Sie genießen Mieterschutz, müssen aber meistens die Regeln des Hauptmietvertrags und des Vermieters beachten, der dem Hauptmieter die Untervermietung erlaubt haben muss. Wichtig: Bei der Untervermietung eines Zimmers in der selbst bewohnten Wohnung des Hauptmieters gelten erleichterte Kündigungsregelungen (Sonderkündigungsrecht). 

Welche Begründungspflichten hat der Vermieter bei einer Mieterhöhung nach § 558 BGB?

Begründungspflicht. Der Vermieter muss die Mieterhöhung begründen. Er muss dem Mieter erläutern, dass die bisher von ihm gezahlte Miete geringer ist als die ortsübliche Vergleichsmiete und ihm plausibel darlegen, dass die künftig von ihm verlangte Miete die ortsübliche Miete für vergleichbare Wohnungen nicht übersteigt ...

Was sind die Paragraphen 540 und 553 des deutschen Bürgerlichen Gesetzbuches?

Gemäß §§ 540 und 553 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB ) darf ein Mieter seine Wohnung oder sein Zimmer untervermieten, benötigt dafür aber die Zustimmung des Vermieters oder Hausverwalters . Die Untervermietung ist grundsätzlich unbegrenzt möglich, sofern der Vermieter seine Zustimmung erteilt hat.

Was besagt § 574 BGB?

§ 574 Widerspruch des Mieters gegen die Kündigung

2Dies gilt nicht, wenn ein Grund vorliegt, der den Vermieter zur außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt. (2) Eine Härte liegt auch vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann.

Was ist eine illegale Untermiete?

Von illegaler Untervermietung wird gesprochen, wenn Räume von der Hauptpartei einer dritten Person, die nicht Vertragspartei des Eigentümers/Vermieters ist, entweder zum Gebrauch überlassen oder weitervermietet werden, ohne die nach § 540 Abs. 1 S. 1 BGB erforderliche Erlaubnis des Eigentümers/Vermieters.

Wie kann ich eine Untervermietung nachweisen?

Der Vermieter muss die unerlaubte Untervermietung beweisen. Hierfür reicht aber unter Umständen schon das Vorhandensein eines Namensschilds des Untermieters/der Untermieterin an Klingelbrett, Briefkasten oder Tür aus.

Ist ein Lebenspartner ein Untermieter?

Familienmitglieder und Partnerinnen und Partner gelten nämlich nicht als „Untermieter“ im eigentlichen Sinne. Vielmehr fällt ihr Einzug unter den vertragsmäßigen Gebrauch des Wohnraums.

Wann ist Untervermietung nicht erlaubt?

Untervermietung: Das ist nicht erlaubt

Verlangen Sie von der untermietenden Person eine Miete, die über dem ortsüblichen Mietspiegel liegt, um Profit zu erwirtschaften, haben Sie keinen Anspruch auf die Erlaubnis für ein Untermietverhältnis. Sie dürfen die Wohnung nicht überbelegen.

Was passiert, wenn man eine Wohnung schwarz vermietet?

Vermieter, die schwarz vermieten, begehen eine Ordnungswidrigkeit oder sogar eine Straftat. Möglich sind: Steuernachzahlungen für mehrere Jahre rückwirkend. Bußgelder bis zu 50.000 Euro.

Ist Untervermietung Steuerhinterziehung?

Werden Einkünfte aus Untervermietung verschwiegen oder aber keine Steuererklärung abgegeben, gilt das als Steuerhinterziehung. Steuerstraftaten können bis 10 Jahre rückwirkend geahndet werden.