Was zählt alles unter Aufwandsentschädigung?

Gefragt von: Herr Prof. John Schweizer
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Unter Aufwandsentschädigung fallen pauschale Zahlungen für ehrenamtliche oder nebenberufliche Tätigkeiten (z.B. Übungsleiter, Betreuer, Vereinsfunktionäre), die zeit- und arbeitsbezogen sind, sowie steuerfreie Pauschalen (Ehrenamts- & Übungsleiterpauschale), die nicht mit regulärem Lohn verwechselt werden dürfen, aber von tatsächlichen Ausgabenersatz (Fahrtkosten etc.) unterschieden werden müssen, welche separat belegt werden. Sie sind oft steuer- und sozialversicherungsfrei bis zu bestimmten jährlichen Höchstgrenzen (z.B. 840 €/Jahr Ehrenamtspauschale, 3.000 €/Jahr Übungsleiterpauschale).

Was fällt alles unter Aufwandsentschädigung?

Was fällt unter die Aufwandsentschädigung? Unter die Aufwandsentschädigung fallen Vergütungen aus einer gemeinnützigen, ehrenamtlichen oder nebenberuflichen Tätigkeit. Was ist ein Aufwandsersatz? Ein Aufwandsersatz ist eine Rückerstattung für Aufwendungen, die ein Ehrenamtler zum Vereinszweck aufbringt.

Wann steht mir eine Aufwandsentschädigung zu?

Eine Aufwandsentschädigung erhält man für nebenberufliche, ehrenamtliche Tätigkeiten in gemeinnützigen oder öffentlichen Bereichen (z.B. Sportverein, Feuerwehr, Pflege), wenn die Tätigkeit meist unter einem Drittel einer Vollzeitstelle liegt und die Auszahlung steuerfrei bis zu bestimmten Grenzen (Ehrenamtspauschale: 840 €/Jahr; Übungsleiterpauschale: bis zu 3.000 €/Jahr für bestimmte Tätigkeiten) erfolgt. Auch Betreuern (amtlich bestellt) oder bei tarifvertraglichen Ansprüchen (z.B. Auslöse im Baugewerbe) kann es eine Aufwandsentschädigung geben, die jedoch oft andere Regeln hat. 

Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamtspauschale und Aufwandsentschädigung?

Ehrenamtspauschale bei bis zu € 840 pro Jahr und Person und für die sog. Übungsleiterpauschale bei maximal € 3.000 pro Jahr und Person. Eine Aufwandsentschädigung kann mit Ausnahme des Vorstandes jedem ehrenamtlich Tätigen gezahlt werden unabhängig davon, ob die Person Mitglied im Verein ist oder nicht.

Was bedeutet Tätigkeit mit Aufwandsentschädigung?

Eine Aufwandsentschädigung ist in Deutschland eine meist pauschale Vergütung für besondere Umstände oder Belastungen der Arbeit. Aufwandsentschädigungen zählen zum steuerlichen Einkommen und sozialversicherungsrechtlichen Arbeitsentgelt, wenn und soweit sie nicht ausdrücklich davon ausgenommen sind.

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Was ist der Unterschied zwischen Aufwandsentschädigung und Vergütung?

Abgrenzung: Aufwandsentschädigung, Vergütung und Auslagenersatz. Rechtlich bedeutsam ist die Abgrenzung zu Entgelt oder Vergütung. Eine Entgeltzahlung stellt die Gegenleistung für Arbeit dar, während eine Aufwandsentschädigung den Aufwand ausgleicht.

Was zählt alles als ehrenamtliche Tätigkeit?

Welche Tätigkeiten werden als Ehrenamt anerkannt?

  • Übungsleiter und Trainer.
  • Freiwillige Feuerwehr und Unterstützung der Polizei.
  • Jugendarbeit und Sozialarbeit.
  • Rettungsdienste und Sanitäter.
  • Pflegetätigkeiten und Seniorenbegleiter.
  • Palliativbegleiter.
  • Arbeit in religiösen Gemeinden bzw. ...
  • Ehrenamtliche Richter und Schöffen.

Wie hoch ist eine angemessene Aufwandsentschädigung?

Eine angemessene Aufwandsentschädigung hängt von der Art der Tätigkeit ab, wobei der Staat steuerfreie Pauschalen vorsieht: die Ehrenamtspauschale bis 840 €/Jahr (z.B. für Vorstände) und die Übungsleiterpauschale bis 3.000 €/Jahr (für Trainer, Betreuer etc.). Diese Beträge sind steuerfrei und sozialabgabenfrei, solange die jeweiligen Freigrenzen nicht überschritten werden; darüber hinausgehende Beträge sind steuerpflichtig. Auch der tatsächliche Ersatz von Auslagen (z.B. Fahrtkosten) ist steuerfrei, muss aber nachgewiesen werden. 

Ist Aufwandsentschädigung Nebeneinkommen?

Steuerpflichtig wird die Aufwandsentschädigung, wenn Du mehr als 250 Euro im Monat bekommst. Dann rechnet Dir die Agentur für Arbeit alles über 250 Euro im Monat als Nebeneinkommen auf Dein Arbeitslosengeld an.

Ist ein Verzicht auf eine Aufwandsentschädigung eine Spende?

Unter einer Aufwandsspende versteht man den Verzicht auf einen zuvor rechtswirksam vereinbarten Ersatz von Aufwendungen wie Benzin-, Fahrt- oder Portokosten. Demgegenüber spricht man von einer Rückspende, wenn auf einen sonstigen rechtswirksam vereinbarten Anspruch, wie eine Honorarforderung, verzichtet wird.

Wie hoch ist der Aufwendungsersatz?

Die Aufwandspauschale gemäß § 1878 BGB beträgt zurzeit 425,00 € pro Jahr.

Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung pro Stunde?

Die Höhe der Aufwandsentschädigung pro Stunde variiert stark je nach Tätigkeit und liegt oft unter dem Mindestlohn, da sie steuerfrei ist: Bei der Ehrenamtspauschale (840 €/Jahr) sind es rechnerisch oft 5-10 €/Stunde, bei der Übungsleiterpauschale (3.000 €/Jahr für Trainer, Betreuer) können es höhere Sätze sein, und bei öffentlichen Ämtern (Schöffe, Wahlhelfer) sind es auch oft 10-15 €/Stunde, wobei der Satz je nach Einsatz und Regelung festgelegt wird, z.B. bis zu 11 € bei Nachbarschaftshilfe oder bis zu 60 €/Stunde für Übungsleiter, wenn der Verein es so festlegt. 

Was fällt alles unter die Ehrenamtspauschale?

Die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) gilt für allgemeine, nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Vorstandsarbeit, Kassier, Platzwart, Schriftführer, Gerätewart, Reinigung, Betreuung, Fahrdienste oder als Schiedsrichter im Amateurbereich – nicht aber für Lehrtätigkeiten, die unter die höhere Übungsleiterpauschale fallen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit nebenberuflich ist (max. 1/3 der Vollzeit-Zeit) und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient.
 

Sind Fahrtkosten Aufwandsentschädigungen?

Sie ist eine Vergütung für geleistete Arbeit und investierte Zeit (Ehrenamts- oder Übungsleiterpauschale). Konkret getätigte Aufwendungen (Fahrtkosten, Telefonkosten etc.) gelten als Aufwandsersatz und nicht als Aufwandsentschädigung.

Kann ehrenamtliche Tätigkeit vergütet werden?

Egal wie Sie sich in die Gesellschaft einbringen – freiwilliges Engagement lohnt sich. Sie können nicht nur eine Aufwandsentschädigung oder eine pauschale Vergütung bekommen, sondern auch Anwartschaften für Ihre spätere Rente aufbauen. Sogar ohne eigene Beiträge!

Welche steuerfreien Einnahmen darf ein Arbeitnehmer haben?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €). Bei zusammenveranlagten Ehegatten/Lebenspartnern verdoppelt sich der Grundfreibetrag auf 21.816 € (2024: 23.568 €).

Was gilt als steuerfreie Aufwandsentschädigung?

Die ehrenamtliche Aufwandsentschädigung ist steuerfrei, wenn sie z.B. in der Form der Ehrenamtspauschale oder des Übungsleiterfreibetrags bis zu den jeweiligen Grenzen in Anspruch genommen wird. Die Grenze liegt beim Übungsleiterfreibetrag bei 3.000 Euro pro Jahr.

Wie viel darf ich bei einer Nebentätigkeit verdienen?

Wie viel man nebenberuflich verdienen darf, hängt vom Status ab: Bei einem Minijob liegt die Grenze aktuell (Stand 2025) bei 556 €/Monat (wird ab 2026 auf 603 € angehoben). Bei einer selbstständigen Nebentätigkeit sind es bis zu 410 € jährlichen Gewinn steuerfrei. Verdienst du mehr, musst du Steuern zahlen und ggf. Sozialversicherungen beachten, besonders wenn du Arbeitslosengeld beziehst, wo ein Freibetrag von 165 € gilt. 

Sind Aufwandsentschädigung und Ehrenamtspauschale das Gleiche?

Seit 2021 beträgt die Ehrenamtspauschale 840 Euro. Das heißt, bis zu diesem Betrag ist Deine Aufwandsentschädigung im Ehrenamt steuer- und sozialabgabenfrei. Bis 2020 lag der Wert noch bei 720 Euro.

Was zählt zur Aufwandsentschädigung?

Eine Aufwandsentschädigung ist die meist pauschalierte zusätzliche Vergütung für besondere Umstände oder Belastungen der Arbeit. Typisches Beispiel sind die Auslösungen im Baugewerbe oder bei Montagearbeitern.

Wie hoch ist die steuerfreie Aufwandsentschädigung im Jahr 2025?

Hast Du beispielsweise 2025 für Deine Tätigkeit als Jugendtrainerin von Deinem Sportverein die Übungsleiterpauschale von 3.000 Euro erhalten und dazu weitere 840 Euro Ehrenamtspauschale für Deine Vorstandstätigkeit, dann sind beide Aufwandsentschädigungen steuerfrei. 2026 steigen die Werte auf 3.300 Euro und 960 Euro.

Sind Aufwandsentschädigungen Einkommen?

Ja, eine Aufwandsentschädigung zählt grundsätzlich als Einkommen und ist steuerpflichtig, aber für ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es Freibeträge (Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale), bis zu deren Höhe die Zahlungen steuer- und sozialversicherungsfrei sind. Werden diese Pauschalen (aktuell ca. 3.000 € für Übungsleiter, 840 € für Ehrenamt) überschritten, müssen die Mehrbeträge versteuert werden, was dann als Einkünfte aus selbstständiger oder abhängiger Beschäftigung gilt. Sachkosten mit Beleg sind davon ausgenommen. 

Bei welchem Ehrenamt gibt es Aufwandsentschädigung?

Alle ehrenamtlich Tätigen im Verein, also auch der Vorstand (im Rahmen eines unentgeltlichen Auftragsverhältnisses nach §§ 662 ff. BGB) erhalten gegen Nachweis (Beleg) einen steuerfreien Ersatz ihrer Auslagen (§ 3 Nr. 50 EStG). Dabei kann es sich beispielsweise um Reise- oder Kommunikationskosten handeln.

Was sind Beispiele für ehrenamtliche Tätigkeiten?

Wo kann man ehrenamtlich arbeiten? 10 Möglichkeiten

  1. Im Rettungsdienst arbeiten. ...
  2. Zur Freiwilligen Feuerwehr gehen. ...
  3. Soziales Engagement im Sportverein. ...
  4. Arbeit für die Kinder- und Jugendhilfe. ...
  5. Seniorinnen und Senioren unterstützen. ...
  6. Bei der städtischen Tafel helfen. ...
  7. Bei der Obdachlosenhilfe arbeiten.

Ist ein Ehrenamt meldepflichtig?

Ehrenamt und Sozialhilfe

Wenn Sie mehr als 15 Stunden in der Woche ehrenamtlich tätig sind, müssen Sie die Betätigung bei der Agentur für Arbeit unverzüglich anzuzeigen.