Welche Abzüge gibt es bei der Auszahlung der Lebensversicherung vor 2005?

Gefragt von: Frau Cornelia Runge B.Sc.
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Bei alten Verträgen vor 2005 ist der Ertrag der Einmal-Auszahlung in der Regel steuerfrei, bei Verträgen ab 2005 wird Einkommen- oder Abgeltungssteuer fällig. Bei einer Rentenzahlung zahlst Du Einkommenssteuer auf einen geringen Anteil der lebenslangen, privaten Rente - den sogenannten Ertragsanteil.

Wie hoch sind die Abzüge bei Auszahlung einer Lebensversicherung?

Bei der Auszahlung einer Kapitallebensversicherung nach 2004 fallen Abgeltungsteuer (25 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer) auf den Gewinn an, wobei die Versicherung dies direkt abzieht; bei Verträgen vor 2005 oder Erfüllung der 12/60-Regel (12 Jahre Laufzeit, 60 % Mindestleistung, Auszahlung nach 60. Lebensjahr) sind die Erträge oft steuerfrei oder nur zur Hälfte steuerpflichtig (Halbeinkünfteverfahren). Risikolebensversicherungen sind meist einkommensteuerfrei, können aber unter die Erbschaftsteuer fallen. 

Wann sind Lebensversicherungen vor 2005 steuerfrei?

Lebensversicherungen, die vor 2005 abgeschlossen wurden, sind komplett steuerfrei, wenn die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: Der Vertrag läuft über mindestens 12 Jahre. Der erste Beitrag wurde bis spätestens 31.03.2005 bezahlt für diese Versicherung.

Was muss bei der Auszahlung einer Lebensversicherung versteuert werden?

Wenn deine Lebensversicherung ausläuft, zahlst du auf den Gewinn die sogenannte Abgeltungssteuer von 25 Prozent.

Wie wird die private Rente vor 2005 besteuert?

Bei einer privaten Rentenversicherungen mit einer Mindestlaufzeit von 12 Jahren, die vor dem Jahr 2005 abgeschlossen wurde, wird die Einmalzahlung weiterhin nicht besteuert, wenn ein begünstigter Vertrag vorliegt.

Tax benefits in pension insurance policies before 2005 - Should you keep these contracts?

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Wie wird die Rente besteuert, die vor 2005 gezahlt wurde?

Wenn Sie bereits vor dem 1. Januar 2005 Rente bezogen haben, erhalten Sie einen Rentenfreibetrag in Höhe von 50 Prozent Ihrer Jahresbruttorente, die Sie 2005 bezogen haben. Die anderen 50 Prozent Ihrer Rente müssen Sie versteuern.

Wie wird eine einmalige Kapitalauszahlung versteuert?

Eine einmalige Kapitalauszahlung wird meist als "sonstige Einkünfte" voll besteuert, oft nach der sogenannten nachgelagerten Besteuerung (Betriebliche Altersvorsorge/bAV), wo niedrige persönliche Steuersätze im Alter vorteilhaft sind, oder über eine Kapitalertragsteuer von 25 % (plus Soli/ggf. Kirchensteuer) bei privaten Verträgen (ab 2005) – die genaue Behandlung hängt stark von der Art des Vertrags (bAV, Lebensversicherung) und dem Zeitpunkt des Abschlusses ab. 

Ist eine geerbte Lebensversicherung steuerpflichtig?

Muss man eine Lebensversicherung versteuern? Die Auszahlung einer Lebensversicherung im Erbfall unterliegt der Erbschaftsteuer.

Was meldet die Versicherung dem Finanzamt?

Zu den Versicherungen, die Privatpersonen bei der Steuer angeben können, gehören alle Vorsorgeaufwendungen. Hierzu zählen Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Haftpflichtversicherung, Risikolebensversicherung, Unfallversicherung sowie Leistungen zur Zusatzversorgung wie die Riester-Rente.

Ist eine Teilauszahlung bei einer Lebensversicherung sinnvoll?

Eine Teilauszahlung bei der Lebensversicherung ist oft möglich, wenn vertraglich vereinbart, aber meist weniger sinnvoll als Alternativen, da sie Nachteile wie den Verlust des vollen Schutzes und Steuern mit sich bringt; sie dient eher der Liquidität bei Bedarf, z.B. für Kredittilgungen, wobei der Vertrag bestehen bleibt, aber mit reduzierter Leistung weiterläuft. Bessere Wege sind oft die Beitragsfreistellung, eine Dynamik-Reduktion oder ein Darlehen, da diese den Vertrag erhalten und Nachteile minimieren. 

Werden Lebensversicherungen dem Finanzamt gemeldet?

Die Auszahlung einer kapitalbildenden Lebensversicherung meldet das Versicherungsunternehmen grundsätzlich nicht an das Finanzamt. Kapitalleistungen aus Verträgen mit Vertragsabschluss vor 2005 sind in der Regel steuerfrei.

Sind Lebensversicherungen in Österreich steuerfrei?

In Österreich ist die Auszahlung einer Lebensversicherung grundsätzlich steuerfrei, wenn die Vertragslaufzeit der Police mindestens 15 Jahre beträgt. Bei kürzeren Laufzeiten kann eine Besteuerung anfallen.

Was bekomme ich bei der Auszahlung meiner Lebensversicherung?

Was Sie aus einer Lebensversicherung herausbekommen, hängt vom Vertragstyp (Risiko- vs. Kapital-LV) und der Situation ab: Bei Kapitallebensversicherungen erhalten Sie bei Vertragsende die garantierte Summe plus Überschüsse (oft steuerbegünstigt), bei Kündigung den Rückkaufswert (oft weniger als eingezahlt), bei Risikolebensversicherungen nur die vereinbarte Summe im Todesfall an die Begünstigten. 

Sind Auszahlungen aus Lebensversicherungen sozialversicherungspflichtig?

Kapitalerträge aus Lebensversicherungen sind sozialversicherungspflichtig.

Wird eine Lebensversicherung auf Rente angerechnet?

Eine Lebensversicherung wird nicht generell auf die eigene Altersrente angerechnet, aber eine Auszahlung kann bei Hinterbliebenenrenten (Witwen-, Witwerrente) zu einer Kürzung führen, je nach altem oder neuem Recht, wobei die Erträge zählen, nicht das Kapital selbst, und Risikolebensversicherungen in der Regel nicht angerechnet werden. Es gibt auch steuerliche Aspekte zu beachten, vor allem bei Verträgen ab 2005, wo nur der Ertragsanteil steuerpflichtig ist. 

Ist der Begünstigte einer Lebensversicherung steuerpflichtig?

Als erstes die gute Nachricht: Als begünstigte Person müssen Sie bei der Auszahlung einer Risikolebensversicherung keine Einkommensteuer zahlen. Die Risikolebensversicherung ist einkommensteuerfrei – und zwar unabhängig davon, wie hoch die Versicherungssumme ist!

Was wird dem Finanzamt automatisch gemeldet?

So liegen dem Finanzamt nicht nur die Informationen über das aktuelle Gehalt vor, sondern auch die Höhe eventueller Kapitalerträge und Einzahlungen in die Riester-Rente. Auch die Daten der Krankenkasse, Arbeitsagentur oder Elterngeldstelle werden dem Finanzamt in regelmäßigen Abständen übermittelt.

Wo trage ich eine Lebensversicherung in der Steuererklärung ein?

Januar 2005 abgeschlossen wurden, und Risikolebensversicherungen können als Vorsorgeaufwendung in der Steuererklärung angegeben werden. Hierzu benötigen Sie die Anlage „Vorsorgeaufwand“. Im Abschnitt „Weitere sonstige Vorsorgeaufwendungen“, Zeile 46 beziehungsweise 47 oder 48 können Sie die Beiträge eintragen.

Welche Beträge werden dem Finanzamt gemeldet?

Das Finanzamt wird nicht direkt bei einem bestimmten Betrag informiert, aber Banken müssen seit August 2021 Bareinzahlungen über 10.000 € an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) melden, wenn der Kunde keinen Herkunftsnachweis (z.B. Herkunft des Geldes, wie aus einem Verkauf) vorlegen kann, und auch Auslandsüberweisungen ab 50.000 € sind meldepflichtig, um Geldwäsche zu bekämpfen. Bei Schenkungen oder Erbschaften greifen Freibeträge (z.B. 400.000 € für Kinder) – darunter ist nichts zu versteuern, höhere Beträge müssen gemeldet werden. 

Ist eine Lebensversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, steuerfrei?

Kapitalauszahlungen aus Lebensversicherungen mit Vertragsbeginn vor 2005 sind steuerfrei, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: Mindestlaufzeit: Der Vertrag bestand mindestens zwölf Jahre. Beitragszahlung: Die Beiträge wurden über mindestens fünf Jahre laufend gezahlt.

Wie hoch wird eine Lebensversicherung bei Auszahlung versteuert?

Was haben Sie bei der Erstellung Ihrer Einkommensteuererklärung zu beachten? Das Versicherungsunternehmen behält bei Auszahlung der Versicherungsleistung die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 Prozent vom vollen Unterschiedsbetrag ein, auch wenn lediglich eine Steuerpflicht für den hälftigen Unterschiedsbetrag besteht.

Wie viel Steuern muss ich bezahlen, wenn ich 100.000 € Erbe?

Ehe- und eingetragene Lebenspartner müssen für die 100.000 Euro oberhalb ihres Freibetrags 11.000 Euro Erbschaftssteuer bezahlen. Bei Kindern und Enkeln, deren Eltern schon verstorben sind, beträgt der zu versteuernde Anteil der Erbschaft 200.000 Euro; dafür werden 22.000 Euro Erbschaftssteuer fällig.

Ist eine einmalige Kapitalauszahlung oder eine monatliche Rente besser?

Besser ist nicht pauschal zu sagen, es hängt von Ihrer Situation ab: Eine monatliche Rente bietet lebenslange Sicherheit und schützt vor Langlebigkeit, ist aber weniger flexibel und steuerlich oft belastet, während eine Einmalzahlung volle Flexibilität für größere Anschaffungen bietet, das Kapital aber schneller verbrauchen kann, wenn nicht gut angelegt, und oft steuerlich ungünstiger ist als eine Leibrente, die nur zu 19 % besteuert wird, betont DB-Anwälte und Check24. 

Welche Abzüge habe ich bei Auszahlung einer Direktversicherung vor 2005?

Bei einer Direktversicherung, die vor 2005 abgeschlossen wurde, hängt die Besteuerung von der Auszahlungsform ab: Eine Kapitalauszahlung ist meistens steuerfrei, wenn der Vertrag die 12-Jahres-Frist und die Beitragszahlung erfüllt, aber Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflegeversicherung) auf den Bruttobetrag fallen an, während eine Renten-Auszahlung nach § 22 Nr. 5 EStG mit dem Ertragsanteil versteuert wird und auch hier Sozialabgaben fällig werden, mit Freibeträgen für kleinere Renten. 

Wie werden Einmalzahlungen besteuert?

Einmalzahlungen, so etwa Mitarbeiterboni und Prämien, sind grundsätzlich steuer- und sozialabgabepflichtig. Eine Bonuszahlung beispielsweise gilt dabei nicht als laufender Entgeltbezug, sondern gehört zu den „sonstigen Bezügen“, die Arbeitnehmer einmalig beziehungsweise nicht regelmäßig erhalten.