Welche Abzüge hat ein Rentner bei einem 520 Euro Job?

Gefragt von: Herr Luigi Kühne
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Bei einem 520-Euro-Minijob als Rentner fallen keine direkten Abzüge für die Kranken- oder Pflegeversicherung an, aber es gibt einen geringen Pflichtanteil zur Rentenversicherung (3,6 % im Gewerbe) oder einen Arbeitgeberanteil (im Privathaushalt) sowie die Option, sich von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Die Steuern werden meist durch eine Pauschale vom Arbeitgeber abgedeckt, sodass oft keine Steuererklärung nötig ist, aber es gibt auch die Möglichkeit der individuellen Besteuerung. Wichtig: Altersrenten werden durch den Minijob nicht gekürzt, aber bei Erwerbsminderungsrenten gelten Hinzuverdienstgrenzen.

Welche Abzüge fallen bei einem Minijob für Rentner an?

Für Arbeitnehmer – auch für jobbende Rentner – fallen in der Regel keinerlei Abzüge für Sozialversicherung und Steuer an. Wer in einem solchen Job beispielsweise 538 Euro brutto verdient, bekommt auch 538 Euro ausgezahlt. Auch nachträglich fällt keine Steuer an.

Was passiert, wenn ich als Rentner mehr als 520 Euro verdiene?

Wenn Sie als Rentner mehr als 520 € verdienen, passiert je nach Rentenart unterschiedliches: Bei einer normalen Altersrente gibt es keine Kürzung, Sie dürfen unbegrenzt verdienen, müssen aber ab dem Minijob-Betrag (derzeit ca. 556 €) Sozialversicherungs- und Steuern zahlen, was Ihre Rente zwar nicht kürzt, aber Ihr Gesamteinkommen mindert. Bei vorgezogenen Renten (z.B. wegen Erwerbsminderung) gibt es feste Hinzuverdienstgrenzen (oft 6.300 €/Jahr), danach wird die Rente gekürzt. 

Wie wirkt sich ein 520 Euro Job auf die Rente aus?

Ein 520-Euro-Job (Minijob) ist für Rentner eine gute Möglichkeit, die Rente aufzubessern, ohne dass die Altersrente gekürzt wird, da die Hinzuverdienstgrenze für Altersrenten abgeschafft wurde; die Beiträge zahlen Sie (3,6 %) und der Arbeitgeber (15 %), wodurch Sie Rentenansprüche erwerben, was sich lohnt, aber eine Befreiung ist möglich, wenn Sie sparen wollen. 

Wie viel wird bei 520 € Job abgezogen?

Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung). 

Wie viel dürfen Rentner*innen im Minijob eigentlich dazuverdienen?

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Welche Abgaben gibt es bei einem 520 Euro Job?

Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung). 

Welche Abzüge gibt es bei 520 Euro Job Rentner?

Für Rentner mit einem Minijob mit Verdienstgrenze gilt das gleiche wie für alle anderen Minijobber: Auch, wenn ein Minijob grundsätzlich steuerpflichtig ist, zahlt der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin in der Regel die pauschale Lohnsteuer. Diese liegt bei 2 Prozent des Verdienstes.

Ist es sinnvoll, als Minijobber in die Rente einzuzahlen?

Ja, es ist grundsätzlich sinnvoll, als Minijobber in die Rentenkasse einzuzahlen, da Sie dadurch nicht nur Rentenpunkte sammeln, sondern sich auch wichtige Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente, Rehabilitation sichern und die Wartezeit für die Altersrente erfüllen, was sich vor allem bei wenigen oder keinen anderen Ansprüchen auszahlt – auch wenn der direkte Rentenzuwachs pro Monat gering erscheint. Eine Befreiung ist möglich, aber meist nicht ratsam, außer Sie haben eine andere Vollzeitbeschäftigung und sind dort bereits voll abgesichert. 

Welche Sozialabgaben zahlen Rentner bei Hinzuverdienst?

Rentner, die hinzuverdienen, müssen grundsätzlich Sozialabgaben für Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, wobei die Rentenversicherung die Hälfte übernimmt; hinzu kommen Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung, wenn es sich um ein reguläres Arbeitsverhältnis handelt, wobei bei Minijobs die Regelungen anders sind. Wer vorzeitig in Altersrente geht und arbeitet, zahlt weiter Sozialversicherungsbeiträge, aber bei Erwerbsminderungsrenten fallen in der Regel keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung an. 

Wie wird ein Minijob als Rentner versteuert?

Rentner dürfen im Minijob bis 556 € monatlich verdienen, wobei der Arbeitgeber meist die 2 % pauschale Lohnsteuer übernimmt, was für Sie steuerfrei ist und keine Steuererklärung erfordert. Wichtig: Ab 2026 gibt es mit der Aktivrente einen Freibetrag von 2.000 € monatlich, der für steuerfreien Hinzuverdienst nach Erreichen der Regelaltersgrenze gilt, aber dies betrifft sozialversicherungspflichtige Jobs, nicht den klassischen 538€-Minijob. Bei höheren Minijob-Verdiensten oder Kombinationen mit anderen Jobs greift die Sozialversicherungspflicht und individuelle Versteuerung.
 

Wie viele Stunden darf ich als Rentner arbeiten, ohne dass meine Rente gekürzt wird?

Als Rentner dürfen Sie so viel arbeiten, wie Sie möchten – es gibt keine Stunden- oder Verdienstgrenzen mehr für Altersrenten, sowohl bei Erreichen der Regelaltersgrenze als auch bei vorgezogener Rente (seit 2023). Ihre Rente wird nicht gekürzt, egal wie hoch Ihr Einkommen ist, aber Sie müssen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, wenn Sie über der Minijob-Grenze (aktuell ca. 556 €/Monat) verdienen. Bei Erwerbsminderungsrenten gelten hingegen strenge Hinzuverdienstgrenzen. 

Welche Steuerklasse wenn ich Rente beziehe und weiter arbeite?

Auch Rentner und Studenten fallen unter die Steuerklasse 6, wenn sie über 556 Euro monatlich verdienen und daneben entweder eine Betriebsrente beziehen oder einem anderen sozialversicherungspflichtigem Hauptberuf nachgehen.

Welche Steuerklasse hat ein Rentner mit Minijob?

Als Rentner mit einem Nebenjob musst du besonders auf die Lohnsteuerklasse 6 achten. Sobald du neben deiner Altersrente noch arbeitest, fällt dein Einkommen aus diesem Job unter die Lohnsteuerklasse 6. Deine Rente wird als Haupteinkommen betrachtet und gehört zu einer der ersten fünf Steuerklassen.

Wie viel darf ein Rentner monatlich steuerfrei dazuverdienen?

Ab dem 1. Januar 2026 dürfen Rentner durch das neue Aktivrentengesetz bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei hinzuverdienen, wenn sie das Regelrentenalter erreicht haben – das sind 24.000 Euro pro Jahr. Einkommen darüber hinaus ist steuerpflichtig, aber es gibt auch weiterhin Minijob-Regelungen, bei denen die Verdienstgrenze ab 2026 auf 603 Euro pro Monat (plus 70 Arbeitstage kurzfristig) steigt. 

Sind Rentner im Minijob rentenversicherungspflichtig?

Ja, Rentner sind im Minijob grundsätzlich rentenversicherungspflichtig, wenn sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht haben; wer die Regelaltersgrenze bereits erreicht hat, ist zwar versicherungsfrei, kann sich aber entscheiden, durch einen Verzicht auf die Befreiung die eigene Rente zu erhöhen, indem Beiträge gezahlt werden. Arbeitgeber zahlen immer einen Pauschalbeitrag, während der Rentner den Eigenanteil zahlt oder sich befreien lässt, was die meisten tun, um keine Abzüge zu haben. 

Wie wirkt sich ein 520 € Job auf die Rente aus?

Bei einem Verdienst von 520 Euro ergibt sich somit ein Eigenbeitrag von 18,72 Euro. Der Beitragsanteil des Arbeitgebers beträgt 15 Prozent. Für geringfügig Beschäftigte in Privathaushalten gelten andere Prozentsätze. Die Einzahlungen erhöhen den späteren Rentenanspruch.

Welche Abzüge gibt es bei einem Minijob als Rentner?

Bei einem Minijob als Rentner gibt es kaum Abzüge: Sie sind beitragsfrei in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, müssen also keine eigenen Sozialversicherungsbeiträge zahlen, auch nicht in der Rentenversicherung (es sei denn, Sie entscheiden sich für die freiwillige Rentenversicherung), und zahlen auch keine eigene Lohnsteuer, da der Arbeitgeber pauschal versteuert (2%). Die einzige Abweichung kann bei einem sozialversicherungspflichtigen Job oder bei Überschreiten der Minijob-Grenze eintreten.
 

Welche Nachteile hat die Befreiung von der Rentenversicherung bei einem Minijob?

Nachteile der Befreiung:

  • Die Beschäftigungszeit zählt nicht mehr als vollwertige Versicherungszeit und somit nur noch anteilig zur Mindestversicherungszeit der gesetzlichen Rentenversicherung. ...
  • Möglicher Verfall der Ansprüche auf Reha-Maßnahmen, teilweise oder vollständige Erwerbsminderungsrente.

Wie viel bleibt bei einem 520 Euro Job übrig?

Bei einem 520-Euro-Minijob gibt es für dich als Arbeitnehmer kaum Abzüge; meist zahlt der Arbeitgeber die Abgaben, nur in der Rentenversicherung kannst du einen kleinen Anteil (3,6 %) zahlen, um dich zu befreien, oder du stimmst der Pauschalsteuer von 2 % zu, die der Arbeitgeber auf dich umlegen kann, sonst bleibt dein Verdienst "Brutto für Netto". Die Hauptabgaben trägt der Arbeitgeber (u.a. Pauschalbeiträge zur Kranken- und Rentenversicherung). 

Was bringt ein Jahr Minijob für die Rente?

Erhöhung der Rente durch einen Minijob im gewerblichen Bereich. Bei einem monatlichen Verdienst von 556 Euro liegt der Eigenbeitrag der Minijobber deshalb bei 20,02 Euro pro Monat. Dabei steigt die monatliche Rente mit jedem Jahr in einem Minijob um 5,39 Euro.

Kann ich als Rentner noch Rentenpunkte sammeln?

Ja, Rentner können unter bestimmten Umständen weiterhin Rentenpunkte sammeln, nämlich durch Weiterarbeit mit Beitragszahlung (sogenannte "Abwahl der Rentenversicherungsfreiheit") oder durch die Pflege von Angehörigen, die zu Beitragszahlungen führt, aber Rentenpunkte kann man nicht mehr einfach kaufen, wenn man bereits in Rente ist. Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, zahlt freiwillig Rentenbeiträge und erwirbt damit weitere Rentenpunkte, die die spätere Rente erhöhen. 

Welche Nachteile hat ein Minijob?

Wer einen Minijob ausübt, muss keine Beiträge an die Arbeitslosenversicherung abführen. Darin besteht ein grundlegender Nachteil des Minijobs: Minijobberinnen und Minijobber erwerben keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Weitere Nachteiler ergeben sich bei den Sozialversicherungen und oft auch im Arbeitsrecht.

Wer zahlt die Krankenversicherung bei einem 520 € Job?

Bei einem 520-€-Minijob zahlt der Arbeitgeber einen Pauschalbeitrag zur Krankenversicherung, aber Sie als Minijobber müssen sich grundsätzlich selbst krankenversichern – entweder über eine Hauptbeschäftigung, Familienversicherung, freiwillige gesetzliche KV oder durch einen eigenen Vertrag, der Arbeitgeberanteil ist nicht beitragsmindernd. Der Arbeitgeber zahlt 13 % des Brutto-Lohns (5 % im Privathaushalt) an die Krankenkasse, was aber keine eigene Krankenversicherung begründet. Der Minijobber muss also seine Krankenversicherung über einen anderen Weg sicherstellen (z.B. Familienversicherung, Hauptjob).
 

Wie viele Urlaubstage hat man im Minijob?

Auch Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Urlaub, mindestens 24 Werktage pro Jahr bei einer 6-Tage-Woche, was anteilig je nach Anzahl Ihrer regelmäßigen Arbeitstage berechnet wird (z.B. 20 Tage bei 5 Tagen/Woche), wobei die Stundenzahl nicht relevant ist, sondern nur die Tage; der Anspruch gilt für Erholungszwecke und wird nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) gewährt. Der Urlaub wird bezahlt, wie ein normaler Lohn, und kann bei Nicht-Nutzung unter bestimmten Umständen ausgezahlt werden.