Welche Beispiele gibt es für Flexi-Rente?

Gefragt von: Frau Dr. Judith Erdmann
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Die Flexi-Rente bietet Beispiele wie das Arbeiten über die Regelaltersgrenze hinaus mit 0,5 % Zuschlag pro Monat, das unbegrenzte Hinzverdienen zu einer vorgezogenen Rente seit 2023, das Ausgleichen von Rentenabschlägen durch Sonderzahlungen ab 50 sowie das Kombinieren von Teilrente mit Arbeit, um Einkommen und Rente gleichzeitig zu steigern. Auch Altersteilzeit oder der Aufbau eines Wertguthabens mit dem Arbeitgeber sind Formen der Flexibilität.

Für wen lohnt sich die Flexirente?

Die Flexirente lohnt sich für Menschen, die früher in Rente gehen wollen, aber Abschläge vermeiden oder ausgleichen möchten, sowie für diejenigen, die nach Renteneintritt weiterarbeiten wollen, um ihr Einkommen aufzubessern oder aktiv zu bleiben, besonders für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) mit abschlagsfreier Rente, die dann eine "doppelte" Einkommensquelle haben. Auch wer Abschläge durch freiwillige Beiträge kompensieren will oder eine Teilrente bezieht, profitiert, da es die individuelle Situation flexibel anpasst. 

Wer bekommt die Flexirente?

Arbeitnehmer, die länger als 35 Jahre in die Deutsche Rentenversicherung einbezahlt haben und älter als 63 Jahren sind (je nach Jahrgang etwas älter), können die Flexirente vorzeitig in Anspruch nehmen. Diese 35 Jahre setzen sich aus Beitragszeiten, Anrechnungszeiten und Ersatzzeiten zusammen.

Kann ich nach 45 Beitragsjahren mit Flexirente in Rente gehen?

Die Flexirente nach 45 Beitragsjahren ermöglicht einen abschlagsfreien Renteneintritt, die sogenannte „Rente mit 63“, aber nur für Jahrgänge vor 1953; für spätere Jahrgänge (bis 1963) steigt das Eintrittsalter schrittweise, während 1964er und spätere Jahrgänge mit 65 Jahren abschlagsfrei gehen können, wobei Sie durch das Flexirentengesetz früher in Rente gehen können, wenn Sie weniger als 45 Jahre haben, aber mit Abschlägen (0,3% pro Monat), die Sie durch Sonderzahlungen ausgleichen können, um die volle Rente zu erhalten.
 

Welche Beispiele gibt es für die Teilrente?

Praktische Beispiele für die Teilrente

Ein Arbeitnehmer möchte mit 63 Jahren in Rente gehen, hätte jedoch 7,2 % Abschläge auf seine Rentenansprüche. Nimmt er jedoch nur die Hälfte seiner Rente als Teilrente in Anspruch, fallen die Abschläge nur auf diesen Anteil an. Der Rest bleibt unangetastet und ohne Abzüge.

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Was ist der Nachteil einer Teilrente?

Nachteile der Teilrente sind vor allem die möglichen Probleme mit der Betriebsrente (kann ruhen oder gekürzt werden, bis Vollrente gezahlt wird) und die Auswirkungen auf andere Sozialleistungen (wird als Einkommen angerechnet, kann z.B. den Anspruch auf Bürgergeld reduzieren oder ausschließen). Auch wenn man weiterhin arbeitet, muss man unter Umständen normale Beiträge zur Krankenversicherung zahlen und kann bei Vorruhestand Abschläge haben, die aber oft durch Hinzuverdienst kompensiert werden. 

Was ist der Teilrenten-Trick?

Der "Teilrenten-Trick", oft als 99,99 % Teilrente bezeichnet, ist eine legale Strategie für pflegende Angehörige, um ihre Rente zu erhöhen, indem sie nur 0,01 % ihrer Vollrente abgeben (z.B. 8 Cent bei 1000 € Rente) und dadurch weiterhin als pflichtversichert in der Rentenversicherung gelten. Dies ermöglicht den Bezug von Rentensteigerungen durch die Pflege (wie z.B. durch die Pflegeversicherungsbeiträge), die bei einer 100%-Vollrente entfallen würden, da man dann versicherungsfrei wäre. Es ist eine gezielte Steuerung der Rentenhöhe, um lebenslange Rentenansprüche zu sichern, da jede Pflegestunde zählt. 

Kann ich nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

So steigt dieser mit Erhöhung der gesetzlichen Altersgrenze auf 14,4 % (4 Jahre x 3,6 %). Bei 45 Dienstjahren ist ein abschlagfreier Ruhestand mit dem 65. Lebensjahr möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Teilrente und Flexirente?

Was ist die Flexi-Rente ? Mit der Flexi-Rente konnten Teilrente und Hinzuverdienst ab 2017 flexibler und einfacher als vorher miteinander kombiniert werden. Dies sollte das längere und flexiblere Weiterarbeiten fördern. Seit 2023 sind die Hinzuverdienstgrenzen für Altersrenten entfallen.

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist. 

Was muss ich bei der Flexi-Rente beachten?

Flexirente: Die wichtigsten Regelungen auf einen Blick

  • Frührentner/innen dürfen seit 2023 neben der Rente unbegrenzt hinzuverdienen. ...
  • Altersrentner/innen dürfen neben der Rente unbegrenzt hinzuverdienen.
  • Wer weiterhin Beiträge zur Rentenversicherung zahlt, erhöht die Altersrente.

Was passiert, wenn ich 45 Arbeitsjahre voll habe?

Wenn Sie 45 Arbeitsjahre (Versicherungsjahre) voll haben, können Sie die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (sog. „Rente mit 63“ oder „Rente mit 65“) abschlagsfrei in Rente gehen, jedoch erst, wenn Sie das für Ihren Geburtsjahrgang maßgebliche Alter erreicht haben (meist 63 oder 65 Jahre). Sie sammeln damit 45 Rentenpunkte (bei Durchschnittseinkommen) und können in der Regel zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze ohne Abschläge in Rente gehen. Über 45 Jahre hinaus führt jede weitere Beitragszeit zu einer höheren Rente, ohne weitere Vorteile bei der Abschlagsfreiheit. 

Kann man gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen?

Ja, man kann gleichzeitig Rente und Gehalt beziehen, besonders bei der Altersrente, wo es seit 2023 keine Hinzuverdienstgrenzen mehr gibt – man darf unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird, was den Übergang in den Ruhestand flexibler macht. Bei Erwerbsminderungsrenten oder Hinterbliebenenrenten gelten jedoch weiterhin spezifische, dynamische Hinzuverdienstgrenzen, deren Überschreitung zu Rentenkürzungen führen kann. Wichtig ist auch, dass auf das zusätzliche Einkommen Steuern und Sozialversicherungsbeiträge anfallen können und eine Steuererklärung oft verpflichtend ist. 

Wie viele Rentenpunkte bekomme ich für 10.000 €?

Mit 10.000 € Jahreseinkommen erhalten Sie abhängig vom Jahr und dem Durchschnittsentgelt rund 0,2 Rentenpunkte pro Jahr; beispielsweise 2025 sind es mit dem Durchschnitt von 50.493 € genau 0,198 Rentenpunkte (10.000 € / 50.493 €). Diese Zahl wird berechnet, indem Ihr Bruttojahreseinkommen durch das aktuelle Durchschnittsentgelt aller Versicherten geteilt wird.
 

Welche Abzüge gibt es bei Flexirente?

Bei der Flexirente gibt es zwei Arten von Abzügen: Erstens Rentenabschläge (0,3 % pro Monat) für den vorzeitigen Bezug der Rente (wenn man nicht die Voraussetzungen für abschlagsfreie Rente erfüllt) und zweitens Steuern und Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) auf das Einkommen, das man neben der Rente verdient. Während die Sozialabgaben auf den Hinzuverdienst reduziert sind und der Rentenversicherungsbeitrag die Rente erhöht, können über 6.300 € Hinzuverdienst pro Jahr zu Kürzungen führen, wobei 40 % des Mehrverdienstes auf die Rente angerechnet werden. 

Kann ein Arbeitgeber die Flexirente ablehnen?

Kann der Arbeitgeber die Flexirente ablehnen? Ob sich der Bezug einer vorgezogenen Altersrente auf Ihr Arbeitsverhältnis auswirkt, hängt von Ihrem Arbeitsvertrag ab. In den allermeisten Fällen verändert sich Ihr Arbeitsverhältnis nicht, wenn Sie eine Frührente beziehen.

Wer hat Anspruch auf Flexirente?

Wer kann die Flexirente in Anspruch nehmen? Die Flexirente gilt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen 63 und 67 Jahren mit ei- ner vorgezogenen Altersrente.

Wann ist Flexirente sinnvoll?

Mit der Regelung zur Flexirente haben ältere Arbeitnehmende die Möglichkeit Sonderzahlungen an die Rentenkasse leisten. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn sie planen früher in Rente zu gehen und ihre Rente aufstocken möchten. Denn, wer früher in Rente geht, muss Rentenabschläge in Kauf nehmen.

Wie funktioniert eine flexible Auszahlungsrente?

Nutzen Sie Ihre Altersvorsorge flexibel: So einfach geht's. Wenn Sie eine beitragsorientierte Altersvorsorge haben, können Sie Ihr Geld beispielsweise durch flexible Auszahlungen beziehen. So können Sie steuerfrei einen Teil entnehmen und den Rest investiert lassen. Dadurch haben Sie im Ruhestand jederzeit ein flexibles Einkommen zur Verfügung .

Kann ich nach 45 Dienstjahren in Pension gehen?

Um eine Langzeitversicherungspension zu erhalten, müssen bis zum Stichtag mindestens 540 Beitragsmonate (= 45 Jahre) aufgrund einer Erwerbstätigkeit vorliegen.

Kann ich mit 63 Jahren eine Flexirente beantragen?

Die Flexirente mit 63 (oder früher) ermöglicht einen flexiblen Übergang in den Ruhestand, oft mit der Möglichkeit, neben der Rente weiterzuarbeiten und Beiträge zu zahlen, die die Rente erhöhen können, wobei frühere Rentenbezüge mit Abschlägen verbunden sind, die durch Nachzahlungen ausgeglichen werden können, aber seit 2023 gibt es keine starre Hinzuverdienstgrenze mehr bei vorgezogenen Altersrenten, was die Kombination mit Arbeit attraktiver macht. Das Flexirentengesetz von 2017 schuf diese Möglichkeiten, insbesondere die stufenweise Rente und die Option, Abschläge auszugleichen. 

Wie hoch sind die Abschläge bei vorzeitiger Pensionierung?

Bei Eintritt in den Ruhestand vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze wird die Pension um 3,6 % für jedes Jahr gekürzt, um das die Beamtin oder der Beamte vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze in den Ruhestand versetzt wird. Die maximale Höhe des Versorgungsabschlags beträgt 14,4 %.

Für wen lohnt sich eine Teilrente?

Die Teilrente lohnt sich besonders für Menschen, die nach dem Renteneintritt weiterarbeiten, Angehörige pflegen, Steuervorteile nutzen oder Anspruch auf Krankengeld behalten wollen, da sie durch den Bezug eines kleinen Teils der Rente (z.B. 99,99 %) die Rentenversicherungspflicht erhalten und dadurch weitere Rentenansprüche erwerben oder Sozialleistungen sichern, ohne große Einbußen. Sie ist ideal für den gleitenden Übergang, um Rentenabschläge zu vermeiden oder die Rente durch weitere Beiträge aufzubessern.
 

Wie kann man 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?

Um die 3 Jahre bis zur Rente zu überbrücken, können Sie eine Kombination aus Altersteilzeit (Blockmodell), Nutzung von Arbeitslosengeld (ALG I) für Ältere (bis zu 24 Monate), einem Lebensarbeitszeitkonto mit angespartem Guthaben (Überstunden, Urlaub), Teilzeitarbeit, Mini- oder Midijobs, privaten Rücklagen, Sonderzahlungen in die Rentenkasse oder sogar Krankengeld und ALG II (für über 58-Jährige) nutzen; wichtig ist eine individuelle Strategie, die zu Ihrer Situation passt.
 

Wie lange reichen 250.000 Euro im Ruhestand?

250.000 € reichen im Ruhestand unterschiedlich lange, je nach Entnahme: Bei 1.000 € monatlicher Entnahme (Kapitalverzehr) reichen sie ca. 20-25 Jahre, mit 4 % Rendite sogar 30+ Jahre oder länger, da Sie nur die Zinsen (ca. 833 €/Monat) nutzen. Mit der 4%-Faustregel (10.000 €/Jahr oder 833 €/Monat) können Sie das Kapital langfristig erhalten. Eine dynamische Strategie mit 3-5 % Entnahme je nach Marktlage kann das Vermögen noch länger sichern.