Welche Einkünfte muss ich in meiner Steuererklärung angeben?

Gefragt von: Alex Martens B.Eng.
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Einkommensteuergesetz: Diese 7 Einkunftsarten sind steuerpflichtig

  • Einkommen aus nichtselbstständiger oder selbstständiger Arbeit.
  • Einkommen aus einem Gewerbebetrieb.
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen (Zinsen, Dividenden, Kursgewinne bei Aktienverkäufen etc.)
  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung.

Welche Einnahmen muss ich in meiner Steuererklärung angeben?

Neben den Einkünften, die auf der Lohnsteuerbescheinigung Ihres Arbeitgebers ausgewiesen werden, sind selbstverständlich auch alle weiteren Einnahmen im Rahmen einer nichtselbständigen Tätigkeit in Ihrer Steuererklärung anzugeben. Teilweise unterliegen diese Einkünfte dem so genannten Progressionsvorbehalt.

Welche Einkünfte muss ich nicht angeben?

Steuerfreie Einnahmen in Form von staatlichen Zuschüssen Einige soziale Geld- und Sachleistungen, wie Arbeitslosengeld, Leistungen der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Unfallversicherung, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Kindergeld oder Zuschüsse für Neugeborene, aber auch Stipendien sind steuerfrei.

Was sollte man unbedingt bei der Steuererklärung angeben?

Welche Unterlagen sind für die Steuererklärung unverzichtbar?

  1. Lohnsteuerbescheinigung(en)
  2. Belege für Werbungskosten , Sonderausgaben, usw.
  3. Kontoauszüge mit relevanten Transaktionen.
  4. Mietbelege, wenn du ein Arbeitszimmer absetzen möchtest.
  5. Unterlagen zu außergewöhnlichen Belastungen.

Was sind Einkünfte in der Steuererklärung?

Als Einkünfte werden das Nettoergebnis einer Einkunftsart, also Einnahmen minus Ausgaben beziehungsweise der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten, bezeichnet.

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Welche Einkünfte unterliegen der Einkommensteuer?

Dazu gehören Einkünfte aus Gehalt, Immobilienbesitz, Gewerbebetrieb/freiberuflicher Tätigkeit, Kapitalgewinnen und sonstigen Quellen . Zur Berechnung werden alle Einkommensarten addiert, um das Bruttoeinkommen (GTI) zu erhalten. Anschließend werden die abzugsfähigen Ausgaben (z. B. PPF, ELSS, Krankenversicherung) und Freibeträge abgezogen.

Was sind meine Einkünfte?

Eigenes Einkommen ist jede Art von Geldfluss oder geldwertem Vorteil, den eine Person regelmäßig erhält, sei es durch Arbeit (Lohn, Gehalt, Selbstständigkeit), Vermögen (Zinsen, Mieten) oder staatliche Leistungen (Rente, Arbeitslosengeld), das zur Deckung des Lebensbedarfs dient, wobei es oft vom Brutto- zum Nettoeinkommen (nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben) unterschieden wird und auch Sachleistungen (Dienstwagen) einschließen kann. 

Was sollte in Ihrer Steuererklärung angegeben werden?

Von jedem Arbeitgeber benötigen Sie eine Lohnsteuerbescheinigung (W-2). Weitere Einkommens- und Zinsbescheinigungen (Formulare 1099 und 1099-INT). Quittungen für Spenden, Hypothekenzinsen, staatliche und lokale Steuern, medizinische und geschäftliche Kosten sowie sonstige steuerlich absetzbare Ausgaben, falls Sie Ihre Steuererklärung detailliert auflisten.

Was sollte man nicht bei der Steuererklärung vergessen?

Wichtige Belege, mit denen Sie Steuern sparen, sind u. a. Handwerkerrechnungen, Nebenkostenabrechnungen, Spendenbescheinigungen. Belege müssen nicht mehr direkt mit der Steuererklärung eingereicht werden. Das Finanzamt kann Belege stichprobenartig anfordern.

Kann man Hausrat und Haftpflichtversicherung von der Steuer absetzen?

Sachversicherungen schützen mit ihrer Versicherungssumme Sachwerte (z. B. den privaten Hausrat oder das Auto) und können nicht steuerlich geltend gemacht werden – im Gegensatz zu Vorsorgeversicherungen, die Gesundheit und Vermögen absichern.

Was passiert, wenn man Einkünfte nicht angibt?

Je nach Fall gibt es eine Geldstrafe oder bis zu 5 Jahre Haft, in besonders schweren Fällen sogar bis zu 10 Jahre. Schon ab 50.000 Euro hinterzogener Steuer gilt ein Fall als „besonders schwer“ (§ 370 Absatz 3 AO, Urteil BGH, 1 StR 373/15) und kann eine Bewährungsstrafe nach sich ziehen.

Welche Einkünfte werden in der Anlage SO eingetragen?

In der Anlage SO zur Einkommensteuererklärung werden steuerliche Angaben abgefragt zu Unterhaltsleistungen vom Ex-Ehegatten, anderen wiederkehrenden Bezügen, Einkünften aus gelegentlichen Leistungen, Abgeordnetenbezügen sowie zu privaten Veräußerungsgeschäften.

Welche Einnahmen sind in der Steuererklärung steuerfrei?

Wie viel Einkommen steuerfrei ist, wird vom Staat durch das Existenzminimum festgeschrieben. Das dient der Grundfreibetrag oder das steuerfreie Einkommen. Für Alleinstehende gilt für das Jahr 2025 ein Existenzminimum von 12.096 Euro im Jahr und für Verheiratete 24.192 Euro im Jahr.

Welche Einnahmen muss ich dem Finanzamt melden?

Nebeneinkünfte bis 410 Euro pro Jahr bleiben ebenfalls steuerfrei. Bis 820 Euro werden sie nur teilweise versteuert, ab 820,01 Euro werden die Einnahmen ganz normal versteuert.

Was kann man alles ohne Nachweis von der Steuer absetzen?

Arbeitsmittel, wie Schreibwaren, Computer, Arbeitskleidung oder Fachliteratur können bis zu einem Wert von 110 Euro ohne Beleg als Werbungskosten eingetragen werden. Arbeitsmittel sind ein Klassiker der Nichtbeanstandungsgrenzen und werden daher von den meisten Finanzämtern ohne Probleme anerkannt.

Welchen Betrag gebe ich bei der Steuererklärung an?

2) Steuern sparen mit dem Grundfreibetrag

2021 beträgt der Grundfreibetrag 9.744 Euro, 2022 steigt er auf 10.347 Euro. Auch hier gilt: Wenn Du nicht das ganze Jahr über gearbeitet hast, kannst Du Dir mit Abgabe der Steuererklärung Steuern zurückholen!

Was lohnt sich bei der Steuererklärung anzugeben?

Das sind beispielsweise Fachliteratur, Bewerbungskosten oder Fortbildungskosten. Zu den Sonderausgaben zählen Spenden, Kirchensteuer und bestimmte Versicherungen. Außergewöhnliche Belastungen , wie Krankheitskosten oder Bestattungskosten, sind ebenfalls absetzbar.

Wird jede Steuererklärung manuell geprüft?

Eine Steuererklärung mit ergänzenden Angaben wird in jedem Fall von einem Sachbearbeiter manuell geprüft.

Wann wird das Finanzamt hellhörig?

Sie werden hellhörig, wenn zum Beispiel die Beträge in deiner Steuererklärung nicht nachvollziehbar sind, wenn es unerklärliche Abweichungen im Vergleich zu früheren Jahren gibt oder wenn der Eindruck entsteht, dass bei deiner Buchhaltung einiges durcheinander geht.

Was sollte man alles bei der Steuererklärung angeben?

Welche Werbungskosten kann man von der Steuer absetzen?

  1. Arbeitsmittel.
  2. Arbeitszimmer.
  3. Ausbildungskosten.
  4. Beiträge zu Gewerkschaften und Berufsverbänden.
  5. Berufliche Rechtsschutzversicherung.
  6. Berufliche Umzugskosten.
  7. Bewerbungskosten.
  8. Doppelte Haushaltsführung.

Was bringt am meisten Geld bei einer Steuererklärung?

Top 1: Werbungskosten

Alles, was Sie zahlen, wird von Ihrem Einkommen bei der Steuer abgezogen – und die Steuerbelastung sinkt. Bei den Werbungskosten gibt es zwar eine Pauschale von 1.230 €, die automatisch und ohne Nachweise angerechnet wird.

Welchen Weg muss ich bei der Steuererklärung angeben?

Maßgeblich ist dabei grundsätzlich die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte. Dabei müssen Sie beachten, dass bei der Berechnung der Strecke nur volle Entfernungskilometer anzusetzen sind. Ein angefangener Kilometer bleibt unberücksichtigt.

Welche Einkünfte muss ich angeben?

Die wichtigsten haben wir hier für Sie aufgelistet:

  • Mutterschaftsgeld, Elterngeld.
  • Kindergeld.
  • Leistungen der Kranken-, Pflege- und gesetzlichen Unfallversicherung.
  • Sozialhilfe, Arbeitslosengeld und Lohnersatzleistungen nach Arbeitsförderungsgesetz.
  • Wohngeld.
  • Einnahmen nach dem Ausbildungsförderungsgesetz (v. a. BAföG)

Welche Einnahmen sind nicht steuerpflichtig?

Nicht steuerbare Einnahmen sind Einnahmen, die nicht zu den sieben Einkunftsarten des Einkommensteuergesetzes zählen, wie zum Beispiel Erbschaften, Schenkungen und Lotteriegewinne. Steuerfreie Einnahmen zählen zu den Einkunftsarten, sind aber gesetzlich von der Steuer befreit.

Was zählt zu den eigenen Einkünften und Bezügen?

Als Einkünfte zählen die steuerpflichtigen Einnahmen, also beispielsweise der Lohn abzüglich der Werbungskosten. Zu den Bezügen zählen beispielsweise Lohnersatzleistungen, Einnahmen aus einem pauschal besteuerten Minijob, abgeltend besteuerte Kapitalerträge und der Bafög-Zuschuss.