Welche Einnahmen aus ehrenamtlicher Tätigkeit sind steuerfrei?

Gefragt von: Silvia Gruber-Miller
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Ehrenamtspauschale Aufwandsentschädigung im Ehrenamt: 840 Euro steuerfrei. Bist Du ehrenamtlich tätig und bekommst dafür eine Aufwandsentschädigung, darfst Du mit der Ehrenamtspauschale ab 2026 bis zu 960 Euro im Jahr steuerfrei annehmen; zuvor waren es bis zu 840 Euro.

Welche Einkünfte aus ehrenamtlicher Tätigkeit sind steuerfrei?

Die Ehrenamtspauschale ist eine steuerliche Vergünstigung in Deutschland, die Personen zugutekommt, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie ermöglicht es, Einkünfte aus ehrenamtlicher Tätigkeit bis zu einem bestimmten Freibetrag steuerfrei zu stellen. Die Ehrenamtspauschale beträgt aktuell 840 EUR pro Jahr.

Wann ist die Ehrenamtspauschale steuerfrei?

Die Ehrenamtspauschale darf nur gezahlt werden, wenn es dazu einen Beschluss des Vorstands oder der Mitgliederversammlung bzw. eine Satzungsregelung gibt. Das heißt: Den Freibetrag von 840€ kann steuerfrei nur erhalten, wer auch tatsächlich einen nachweisbaren Anspruch darauf hat.

Welche Aufwandsentschädigungen sind steuerfrei?

Die Aufwandsentschädigungen, die Sie aus Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit als Betreuer, Vormund oder Pfleger erhalten, sind steuerfrei, soweit sie zusammen mit den steuerfreien Einnahmen der Übungsleiterpauschale den Freibetrag in Höhe von 3.000 Euro nicht überschreiten.

Ist ehrenamtliche Tätigkeit steuerpflichtig?

aus Ihrer Arbeit, müssen Sie diese grundsätzlich versteuern. Bei ehrenamtlichen Tätig- keiten gelten jedoch unter bestimmten Voraussetzungen Ausnahmen. Wer sich ehrenamtlich engagiert und dafür Geld erhält, hat Anspruch auf den sogenannten Ehrenamtsfreibetrag. Aktuell beträgt er 840 Euro pro Jahr.

Ehrenamtlich tätig? 🏛️🚒 So ist die Entschädigung steuerfrei!

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Welche Tätigkeiten sind steuerfrei?

Für nebenberufliche Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Pfleger oder künstlerische Tätigkeiten werden 2.400 € steuerfrei berücksichtigt. Beispiel: erhalten Sie aus einer der oben genannten Tätigkeiten eine Vergütung in Höhe von 2.600 € / Jahr, sind 2.400 € steuerfrei und 200 € steuerpflichtig.

Wie hoch ist die steuerfreie Aufwandspauschale für Ehrenamte?

Die Ehrenamtspauschale ist ein steuerfreier Freibetrag von 840 Euro pro Jahr (ab 2026 möglicherweise 960 €) für nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Organisationen wie Sport- oder Kulturvereinen, um Aufwandsentschädigungen steuer- und abgabenfrei zu erhalten. Sie kann für diverse Tätigkeiten (z. B. Kassenwart, Schriftführer) genutzt werden, im Gegensatz zur Übungsleiterpauschale (bis 3.000 €), die spezielle pädagogische/betreuende Tätigkeiten abdeckt. Wichtig ist die korrekte Angabe in der Steuererklärung (Anlage N oder S) und dass sie nicht mit der Übungsleiterpauschale kombiniert werden kann, es sei denn, es sind getrennte Tätigkeiten, aber in der Regel gilt eine der beiden.
 

Was zählt zu den steuerfreien Einnahmen?

Steuerfreie Einnahmen zählen zu den Einkunftsarten, sind aber gesetzlich von der Steuer befreit. Beispiele sind Arbeitslosengeld, Mutterschaftsgeld und Wohngeld. Bestimmte Ausgaben im Zusammenhang mit steuerfreien Einnahmendürfen nicht als Werbungskosten angesetzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Ehrenamtspauschale und Aufwandsentschädigung?

Ehrenamtspauschale bei bis zu € 840 pro Jahr und Person und für die sog. Übungsleiterpauschale bei maximal € 3.000 pro Jahr und Person. Eine Aufwandsentschädigung kann mit Ausnahme des Vorstandes jedem ehrenamtlich Tätigen gezahlt werden unabhängig davon, ob die Person Mitglied im Verein ist oder nicht.

Wie viel Geld darf ich steuerfrei erhalten?

Grundfreibetrag und Einkommensteuer

Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer. 2023 lag der Wert noch bei 10.908 Euro, 2024 nach mehreren Anpassungen bei 11.784 Euro.

Ist die Ehrenamtspauschale steuerfrei?

Seit 2021 beträgt die Ehrenamtspauschale 840 Euro. Das heißt, bis zu diesem Betrag ist Deine Aufwandsentschädigung im Ehrenamt steuer- und sozialabgabenfrei. Bis 2020 lag der Wert noch bei 720 Euro.

Soll man das bezahlte ehrenamtlich bei der Steuererklärung angeben?

Die Ehrenamtspauschale ist zwar steuerfrei, jedoch weiterhin eine Einnahme und muss daher auch in der Steuererklärung angegeben werden. Da diese keiner bestimmten Einkunftsart unterliegt, wird sie dort eingetragen, wo du auch jene, aus deinem Hauptberuf einträgst.

Welche Beispiele gibt es für die Ehrenamtspauschale?

Die Ehrenamtspauschale (bis 840 €/Jahr) gilt für allgemeine, nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Vereinen oder öffentlichen Einrichtungen, wie z.B. Vorstandsarbeit, Kassier, Platzwart, Schriftführer, Gerätewart, Reinigung, Betreuung, Fahrdienste oder als Schiedsrichter im Amateurbereich – nicht aber für Lehrtätigkeiten, die unter die höhere Übungsleiterpauschale fallen. Wichtig ist, dass die Tätigkeit nebenberuflich ist (max. 1/3 der Vollzeit-Zeit) und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient.
 

Wie viel darf ich ehrenamtlich dazuverdienen?

Ehrenamtlich dürfen Sie bis zu 840 € pro Jahr steuer- und sozialabgabenfrei verdienen (Ehrenamtsfreibetrag), wobei dieser Betrag ab dem 1. Januar 2026 auf 960 € erhöht wird, für Tätigkeiten wie Trainer, Betreuer oder in der Pflege bis zu 3.000 € jährlich (Übungsleiterpauschale). Beide Freibeträge können getrennt für verschiedene Tätigkeiten genutzt werden, aber beachten Sie, dass Überschreitungen steuerpflichtig werden können. 

Ist die Aufwandsentschädigung im Jahr 2025 steuerfrei?

Dieser Betrag bleibt zusätzlich zur Übungsleiterpauschale steuerfrei. Davon profitieren insbesondere Studenten und Hausfrauen oder -männer. Du kannst in diesem Fall als Übungsleiter 2025 insgesamt 4.230 Euro Aufwandsentschädigung steuerfrei einnehmen.

Wie viele Ehrenämter darf man ausüben?

Man darf beliebig viele Ehrenämter ausüben, es gibt keine gesetzliche Obergrenze, aber steuerliche Pauschalen (wie die Ehrenamtspauschale von 840 € oder den Übungsleiterfreibetrag) gelten pro Person und nicht pro Amt, wobei man oft beide Pauschalen kombinieren kann, wenn die Tätigkeiten unterschiedlich sind (z.B. Training und Vorstand) – wichtig ist die getrennte Abrechnung. Der Arbeitgeber darf Ehrenämter nur in Ausnahmefällen untersagen, wenn die Arbeitsleistung beeinträchtigt wird. 

Welche Freibeträge gibt es für Ehrenamte?

Der Freibetrag für ehrenamtlich Tätige

Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler dürfen 840 Euro steuerfrei im Jahr als Aufwandsentschädigung annehmen, ohne dass Sozialabgaben anfallen und Steuerabzüge an das Finanzamt abzuführen sind.

Wie viel Honorar ist im Jahr steuerfrei?

Als Honorarkraft verdienst du bis zum Grundfreibetrag (2025 ca. 12.096 €) steuerfrei Einkommensteuer, da dieser Betrag unbesteuert bleibt, aber du musst deine Umsatzsteuer beachten und dich selbst um Sozialabgaben kümmern; Kleinunternehmer können unter 22.000 € Jahresumsatz von der Umsatzsteuer befreit sein. Ob eine Tätigkeit als steuerfreie nebenberufliche Tätigkeit (z.B. Übungsleiter) gilt, hängt von den genauen Umständen ab (z.B. Stundenumfang, bis 3.000 € steuerfrei möglich).
 

Ist Aufwandsentschädigung Nebeneinkommen?

Steuerpflichtig wird die Aufwandsentschädigung, wenn Du mehr als 250 Euro im Monat bekommst. Dann rechnet Dir die Agentur für Arbeit alles über 250 Euro im Monat als Nebeneinkommen auf Dein Arbeitslosengeld an.

Welche Einnahmen muss man nicht versteuern?

Der Grundfreibetrag beträgt bei einzelveranlagten Steuerbürgerinnen und Steuerbürgern im Jahr 2023 10.908 € (2024: 11.784 €).

Wie viel darf man steuerfrei nebenverdienen?

Monatlich sind das durchschnittlich 1.008 Euro. Wer zusätzliches Einkommen durch eine geringfügige Beschäftigung, wie einen Minijob, erzielt, ist 2025 bis zu einem monatlichen Verdienst von 556 Euro steuer- und sozialabgabenfrei (2024 waren es noch 538 Euro).

Welche Einnahmen sind steuerfrei?

Als steuerfreie Einnahmen hingegen werden in § 3 EStG verschiedene Einnahmen bezeichnet, welche aus staatlichen Zuschussleistungen, aus Sachleistungen oder Versicherungsleistungen stammen. Auf diese Einnahmen werden keine Steuern erhoben im Gegensatz zum Einkommen.

Was fällt alles unter Aufwandsentschädigung?

Was fällt unter die Aufwandsentschädigung? Unter die Aufwandsentschädigung fallen Vergütungen aus einer gemeinnützigen, ehrenamtlichen oder nebenberuflichen Tätigkeit. Was ist ein Aufwandsersatz? Ein Aufwandsersatz ist eine Rückerstattung für Aufwendungen, die ein Ehrenamtler zum Vereinszweck aufbringt.

Ist ehrenamtliche Tätigkeit eine Nebentätigkeit?

Ja, ein Ehrenamt wird arbeitsrechtlich oft wie eine Nebentätigkeit behandelt: Es ist eine Tätigkeit neben dem Hauptberuf, die in der Freizeit ausgeübt wird, aber meistens muss sie dem Arbeitgeber angezeigt werden – auch wenn keine Genehmigung erforderlich ist – und darf die Haupttätigkeit nicht beeinträchtigen oder in Konkurrenz zum Arbeitgeber stehen, da sonst Abmahnung oder Kündigung drohen können. Ehrenämter sind in der Regel unentgeltlich, aber auch geringe Aufwandsentschädigungen (bis zu 840 € jährlich) sind steuer- und abgabenfrei, solange sie die Kosten decken.
 

Wie funktioniert die Ehrenamtspauschale?

Die {!nav}Ehrenamtspauschale funktioniert als steuerfreier Freibetrag von bis zu 840 € (ab 2026: 960 €) jährlich für nebenberufliche Tätigkeiten in gemeinnützigen Organisationen, öffentlichen Einrichtungen oder Kirchen; sie deckt Aufwandsentschädigungen für Ehrenamtliche ab, ohne dass Steuern oder Sozialabgaben fällig werden, solange die Tätigkeit zeitlich und sachlich begrenzt ist und vertraglich geregelt wurde.