Welche Geschäftsform als Coach?
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Als Coach können Sie je nach Risiko und Umfang entweder als Einzelunternehmer (Gewerbe oder Freiberufler) starten oder eine Kapitalgesellschaft wie eine UG (haftungsbeschränkt) oder GmbH wählen; die Einstufung als Freiberufler (z.B. bei Lehrtätigkeiten) ist vorteilhaft, da Sie Gewerbesteuer und Aufzeichnungspflichten vermeiden, während GmbH/UG Haftungsbeschränkung bietet und ein Einzelunternehmen volle persönliche Haftung bedeutet.
Welche Rechtsform als Coach?
Viele Coach*innen wählen die Rechtsform des Einzelunternehmens oder sie schließen sich mit anderen Kolleg*innen zu einer GbR zusammen. Aber auch andere Rechtsformen sind möglich. Falls du etwa jetzt oder in Zukunft eine Coaching-Akademie mit mehreren Kolleg*innen haben möchtes, könntest du eine GmbH oder UG gründen.
Unter welches Gewerbe fällt Coaching?
Je nach Ausbildung und Angebotsgestaltung kann die Tätigkeit unter die Definition der freien Berufe oder des Gewerbebetriebs fallen. Eine zentrale Voraussetzung für die freiberufliche Tätigkeit ist, dass das Coaching den Anforderungen eines Unterrichts entspricht.
Ist Coaching ein Kleingewerbe?
Coaching für ein Kleingewerbe in Deutschland bedeutet meist die Gründung eines Kleinunternehmens, wobei die wichtigste Entscheidung ist, ob du freiberuflich oder gewerblich tätig bist – Freiberufler (z.B. Lehrer, Berater, Trainer) melden sich nur beim Finanzamt (Fragebogen zur steuerlichen Erfassung), während Gewerbetreibende einen Gewerbeschein brauchen und Gewerbesteuer zahlen, aber die Kleinunternehmerregelung (<22k € Umsatz) nutzen können, was die Rechnungstellung vereinfacht. Wichtig ist, dass Freiberufler Wissen vermitteln (unterrichtend), während Gewerbliche eher beratend tätig sind, was die Abgrenzung oft schwierig macht und eine Abklärung mit dem Finanzamt oder Steuerberater erfordert.
Ist Coaching gewerblich oder freiberuflich?
Ein Coach kann entweder freiberuflich (unterrichtende/pädagogische Tätigkeit) oder gewerblich eingestuft werden, je nach Art des Coachings: Freiberuflich ist es oft bei schulungsartigem Wissenstransfer (z.B. Kommunikationstrainer, Teamentwickler), während individuelle, auf persönliche Probleme zugeschnittene Beratung eher gewerblich ist, es sei denn, es fällt in einen der katalogberuflichen Bereiche (Ärzte, Anwälte etc.). Die Entscheidung trifft das Finanzamt, oft bei gemischten Tätigkeiten auch eine Trennung erforderlich.
Selbstständig als Coach: Das solltest du vorher wissen // Walter Hommelsheim
Was ist besser, Freiberufler oder Gewerbe?
Freiberufler:in und Steuern
Ein zentraler Vorteil der Freiberuflichkeit ist die Befreiung von der Gewerbesteuer. Während Gewerbetreibende ab einem Gewerbeertrag von 24.500 € Gewerbesteuer zahlen müssen, bist Du als Freiberufler:in davon komplett befreit – unabhängig von Deinem Gewinn.
Was verlangt ein Coach pro Stunde?
Die Preise für Coaching pro Stunde in Deutschland variieren stark, oft zwischen 80 € und 300 €, wobei der Durchschnitt bei rund 100 € bis 200 € liegt; Life Coaching ist günstiger (ca. 80-150€), Business oder Executive Coaching teurer (150-500€+), abhängig von Erfahrung, Spezialisierung, Region (Großstadt teurer) und ob für Privatpersonen oder Unternehmen (Unternehmen zahlen mehr).
Ist ein Coach umsatzsteuerpflichtig?
In den meisten Fällen berechnen Coaches 19 Prozent Umsatzsteuer.
Wer entscheidet, ob ich Freiberufler oder Gewerbe bin?
Gewerbetreibende müssen ihr Gewerbe beim zuständigen Gewerbeamt anmelden, Freiberufler hingegen müssen beim zuständigen Finanzamt ihre Selbstständigkeit anzeigen und eine Steuer-Nummer beantragen.
Was darf ich als Coach nicht anbieten?
Ein Coach darf keine Diagnosen stellen, Heilung versprechen, psychische Krankheiten behandeln oder das Vertrauen für unangemessene Gewinne ausnutzen; er muss klar zwischen Coaching (Entwicklung) und Therapie (Behandlung) trennen, über Qualifikationen verfügen und ethische Grenzen wahren, um Klienten nicht zu schädigen oder in rechtliche Fallen zu tappen, besonders bei Themen wie Burnout, Trauma oder Sucht.
Sind Coaching-Kosten steuerlich absetzbar?
Antwort. Grundsätzlich können alle Kosten, die durch Einnahmen (aktuell oder zukünftig) veranlasst sind, als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Welche Tätigkeiten brauchen keine Gewerbeanmeldung?
Zu den freien Berufen zählen vor allem ärztliche, lehrende und künstlerische Tätigkeiten, wie z. B. Ärzte, Heilpraktiker, Rechtsanwälte, Autoren oder Künstler. Sind Sie in einem dieser Berufe selbstständig, gelten Sie als Freiberufler und benötigen somit keinen Gewerbeschein.
Wie mache ich mich selbständig als Coach?
Um sich als Coach selbstständig zu machen, braucht es eine fundierte Ausbildung, eine klare Nische (z.B. Karriere, Stressmanagement), einen Businessplan, die Wahl zwischen Freiberufler (bei passendem Hintergrund wie Psychologie) oder Gewerbe (Gewerbeanmeldung nötig) und eine Marketingstrategie, um erste Kunden zu gewinnen, da der Beruf ungeschützt ist. Wichtig sind auch Finanzplanung, Buchhaltungskenntnisse und die Klärung der steuerlichen Situation (Umsatzsteuerpflicht).
Welches Gewerbe ist Coaching?
Coaching ist ein ausdrückliches Vorbehaltsrecht in den Berufsbildern Unternehmensberatung sowie Lebens- und Sozialberatung. Coaching selbstständig erwerbstätig auszuüben, ist daher diesen Berufsgruppen vorbehalten. Es handelt sich dabei um „reglementierte Gewerbe“.
In welcher Branche lohnt es sich selbstständig zu machen?
Eine Selbstständigkeit lohnt sich, wenn Sie eine Nische mit hoher Nachfrage (z.B. Handwerk, Gesundheit, IT), geringem Startkapital (Dropshipping, virtuelle Assistenz, Online-Kurse) oder starken Trends (Nachhaltigkeit, Digitalisierung) finden, wobei der Erfolg stark von Ihren Fähigkeiten, Ihrem Marketing und Ihrer Fähigkeit abhängt, Vertrauen aufzubauen und sich anzupassen. Besonders lukrativ sind spezialisierte Dienstleistungen wie IT-Beratung, Handwerk (Reparaturen, Smart Home) und Bereiche wie Fitness/Wellness, aber auch der Online-Handel bietet Chancen.
Sind Mediatoren Freiberufler?
Antwort. Mediation ist prinzipiell weder freiberuflich noch gewerblich - es gilt der Grundsatz der Einzelfallprüfung! Das Mediationsgesetz (MediationsG) von 2012 hat eine neue Typologie von Mediatoren geschaffen: einfache und zertifizierte Berufsträger.
Was ist steuerlich günstiger, Freiberufler oder Gewerbe?
Freiberufler haben's gut: Sie bezahlen weniger Steuern, dürfen unabhängig von der Höhe Ihrer Umsätze und Gewinn eine vereinfachte Buchführung verwenden, müssen weniger Melde- und Prüfvorschriften beachten und genießen auch sonst zahlreiche Sonderrechte.
Ist es besser, „selbstständig“ oder „freiberuflich“ zu sagen?
Die Arbeit als Selbstständiger ist sehr ähnlich . Beide Tätigkeitsformen bieten Autonomie hinsichtlich Arbeitsweise und Projektinhalten. Selbstständige haben in der Regel mehr Kontrolle über ihre Projekte und ihren Arbeitsablauf. Freiberufler, auch Auftragnehmer genannt, werden häufig für die Durchführung eines bestimmten Projekts engagiert.
Ist Online-Coaching gewerblich oder freiberuflich?
Ob Online-Coaching gewerblich oder freiberuflich ist, hängt stark von der Art der Tätigkeit ab: Wer unterrichtet (Wissen vermittelt, z.B. in Live-Onlinekursen) oder eine der katalogähnlichen Berufe ausübt, kann freiberuflich sein (nur Finanzamt, keine Gewerbesteuer), während allgemeine Beratung, Verkauf von Selbstlernkursen oder reine Vermittlung meist ein Gewerbe ist (Gewerbeamt, Gewerbesteuer). Die Abgrenzung ist oft schwierig und bedarf der Klärung mit dem Finanzamt, da reine beratende Tätigkeiten meist gewerblich sind.
Wie viel darf ich freiberuflich steuerfrei verdienen?
Bis zu einem Einkommen von 12.096 Euro bleibt das Einkommen für ein Kalenderjahr steuerfrei (2025). Ab 12.097 Euro steigt der Steuersatz von 14 auf bis zu 42 Prozent an. Der Steuersatz in Höhe von 42 Prozent gilt für Jahreseinkommen zwischen 68.431 Euro und 277.825 Euro.
Welches Gewerbe als Trainer?
Benötigt ein selbstständiger Trainer eine Gewerbeberechtigung? Nein, denn die Durchführung von Unterricht, Seminaren, Vorträgen, Workshops, Lehrveranstaltungen udgl. unterliegt nicht der Gewerbeordnung. Ob Kinder oder Erwachsene unterrichtet werden, ist für die Qualifizierung als ausgenommene Tätigkeit unerheblich.
Bin ich als psychologischer Berater Freiberufler?
Da die systemische Beratung dem Berufsbild der Psychologin zugeordnet ist, handelt es sich um eine freiberufliche Tätigkeit im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Wenn Sie beratend in der nicht heilkundlichen Psychologie tätig sind, bestehen keine besonderen Regelungen für die Zulassung.
Kann jeder Coaching anbieten?
In Deutschland ist die Berufsbezeichnung als „Coach“ nicht rechtlich geschützt. Das heißt: jeder kann sich unabhängig von seiner Qualifikation, Coaching-Ausbildung oder seinem Können als Coach selbstständig machen.
Wie hoch ist das Gehalt eines selbstständigen Coaches?
Das Gehalt eines selbstständigen Coaches variiert stark, abhängig von Erfahrung, Spezialisierung und Kundenstamm, kann aber von Einsteigern mit 40.000 €/Jahr bis zu erfahrenen Coaches mit über 100.000 €/Jahr reichen; viele agieren mit Stundensätzen von 80 € bis 150 € (oder mehr) pro Stunde, was bei ausreichend Kunden zu monatlichen Einkommen von mehreren Tausend Euro führt. Top-Coaches erzielen hohe Honorare, während der Durchschnitt in Deutschland 2024 bei rund 176 € pro Stunde lag.
Was kostet ein 1 zu 1 Coaching?
Die 1:1 MasterClass "Executive Coaching" kostet 5.900,00 EUR netto (zuzüglich 19% Mehrwertsteuer). Alle vereinbarten Termine können in unserer Hamburger Location, der VILLA HENRIETTE, oder remote durchgeführt werden.