Welche Jahre sind für die Pension wichtig?

Gefragt von: Therese Eichhorn-Lenz
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Für die Pension sind vor allem Ihr Geburtsjahr (bestimmt das Regelrentenalter), die Anzahl der Versicherungsjahre (mindestens 5 für die Regelrente, 35/45 für=< Sonderregelungen) und die Beitragsbemessungsgrundlage (Einkommen) wichtig, da sie die Höhe bestimmen; spezielle Jahre wie Kindererziehungszeiten und die letzten Jahre vor der Rente (bei Beamten) können ebenfalls eine Rolle spielen, wobei die letzten Jahre mathematisch gesehen für die Höhe der gesetzlichen Rente nicht mehr zählen als frühere.

Welche Jahre zählen für die Pension?

Das Regelpensionsalter ist 65 Jahre. Die Mindestversicherungszeit beträgt 180 Versicherungsmonate (= 15 Jahre). Davon müssen Sie mindestens 84 Monate (= 7 Jahre) erwerbstätig gewesen sein. Um eine Alterspension zu bekommen, müssen Sie einen Pensionsantrag stellen.

Was sind die wichtigsten Jahre für die Rente?

Für die Rente sind vor allem die Eintrittsjahre nach Geburtsjahrgang (Regelaltersgrenze, oft 67 Jahre) und die letzten 5 Jahre vor der Rente wichtig, da sie das Einkommen für die Rentenberechnung bestimmen und die Möglichkeit bieten, durch höhere Gehälter oder strategische Entscheidungen (z.B. Nachzahlungen) die Rentenhöhe positiv zu beeinflussen, aber auch die Wartezeit von 35 oder 45 Jahren für abschlagsfreie Altersrenten relevant ist. 

Wie viele Dienstjahre braucht man für volle Pension?

Für eine volle Pension (Ruhegehalt) bei Beamten in Deutschland sind in der Regel 40 Dienstjahre für den Höchstsatz von 71,75 % erforderlich, während bei der gesetzlichen Rente 45 Dienstjahre (oder 35 Versicherungsjahre für die Mindestrente) sowie das Erreichen des Regelalters (67 Jahre für Jahrgänge ab 1964) eine Rolle spielen; bei Beamten ermöglicht eine Dienstzeit von 45 Jahren auch einen abschlagsfreien Ruhestand mit 65 Jahren.
 

Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Pension?

Sie glauben, dass die letzten Jahre besonders stark in die Rentenberechnung einfließen. Doch das ist ein Irrtum. Denn die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland funktioniert nach einem Punktesystem, bei dem jede Beitragszeit gleich gewertet wird – egal, ob am Anfang oder am Ende des Erwerbslebens.

Beamtenpension Berechnung einfach erklärt mit Beispielen

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Warum sind die letzten 5 Jahre vor der Rente so wichtig?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind deshalb so entscheidend, weil sie oft über den finanziellen Spielraum im Ruhestand entscheiden. In dieser Phase sind viele von uns auf dem Höhepunkt ihres Einkommens, haben oft weniger finanzielle Belastungen (z.

Was ist die 3. Regel im Ruhestand?

Die 3%-Regel

Am anderen Ende des Spektrums gehen manche Rentner auf Nummer sicher und entnehmen 3–3,5 % ihres Vermögens . Dieser konservative Ansatz kann besser geeignet sein, wenn: Sie frühzeitig in Rente gehen und Ihr Geld länger reichen soll; Sie planen, Ihren Erben etwas zu hinterlassen.

Was zählt zu Dienstjahren für Beamte?

Grundsätzlich zählen als ruhegehaltfähige Dienstjahre alle nach dem vollendeten 17. Lebensjahr in einem Beamtenverhältnis zurückgelegten hauptamtlichen Zeiten bei einem öffentlich-rechtlichen Dienstherrn. Angerechnet werden Wehr- bzw. Zivildienstzeit nach Vollendung des 17.

Können Beamte nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in Pension gehen?

Beamte mit 45 Dienstjahren können bereits mit 65 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen. Dienstunfähigkeit durch Dienstunfall führt ebenfalls zu keinen Abschlägen.

Hat Teilzeit Auswirkungen auf die Pension?

Ja, Teilzeit zählt zur Pension/Rente, aber nur anteilig zur tatsächlichen Arbeitszeit, was zu deutlich geringeren Ansprüchen führt, besonders bei langer Teilzeitbeschäftigung. Während die Wartezeit (Mindestversicherungsjahre) oft voll angerechnet wird, reduziert sich die Höhe der monatlichen Pension, da nur ein Teil der ruhegehaltsfähigen Dienstzeit erworben wird. Für Beamte gilt: Wer z.B. 50 % arbeitet, erwirbt 50 % der Dienstzeit; die Basis der Berechnung bleibt aber oft der volle Gehaltsrahmen (Vollzeit-Referenz). 

Welche Jahre zählen nicht zur Rente?

Nicht berücksichtigt werden:

Zeiten aus einem Rentensplitting unter Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartnern. Anrechnungszeiten: Zeiten, in denen Sie aus persönlichen Gründen keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen können, zum Beispiel wegen Krankheit, Schwangerschaft, Arbeitslosigkeit, Schulausbildung und Studium.

Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?

Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist. 

Welcher Jahrgang bekommt die höchste Rente?

Laut Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) haben die Babyboomer-Jahrgänge (1955 bis 1969) die besten Chancen auf hohe Renten. Grund dafür: Sie konnten oft ein langes Berufsleben mit stabilen Einkommen aufbauen – bei gleichzeitig höherem Rentenniveau als heute.

Welche Zeiten werden auf die Pension angerechnet?

Zeiten in Ihrem Beamten-Dienstverhältnis, Zeiten der Ausbildung im Beamtenverhältnis oder Zeiten des Wehr- oder Zivildienstes oder vergleichbare Zeiten werden kraft Gesetzes als ruhegehaltfähig berücksichtigt. Auch Zurechnungszeiten werden automatisch von der Festsetzungsstelle berücksichtigt.

Kann man mit 62 abschlagsfrei in Pension gehen?

Die Langzeitversichertenpension kann ab dem 62. Lebensjahr seit 1.7.2022 - aber abschlagsfrei - angetreten werden.

Warum gehen so viele Beamte vorzeitig in Pension?

Beamte dürfen oft früher in Rente (Pension), hauptsächlich wegen Dienstunfähigkeit (gesundheitliche Gründe, oft psychisch oder physisch) oder durch Sonderregelungen (z.B. bei Polizeibeamten, Soldaten, oder wenn sie sehr früh verbeamtet wurden), wobei sie in der Regel Abschläge hinnehmen müssen, es sei denn, sie haben sehr lange gedient (z.B. 45 Jahre) oder der Dienstunfall war die Ursache. Es gibt keine generelle "Frühpension", aber die Möglichkeit des vorzeitigen Ruhestands bei dauerhafter Unfähigkeit, den Dienst zu verrichten, ist ein Kernelement des Beamtenrechts, um den Dienstherrn von nicht mehr voll einsatzfähigen Personen zu entlasten. 

Ist es besser, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen oder zu kündigen?

Statt zu kündigen, könnten Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren, bis Sie vollständig in Rente gehen können. Ein vorzeitiger Ruhestand ist keine schlechte Idee . Doch Vorsicht: Sie könnten es später bereuen, nicht länger gearbeitet zu haben. Wägen Sie Ihre Entscheidung daher gut ab und planen Sie vorausschauend.

Wie viele Jahre Beamter für volle Pension?

Für eine volle Beamtenpension mit dem Höchstsatz von 71,75 % der letzten Besoldung benötigt man in der Regel 40 Jahre ruhegehaltsfähige Dienstzeit bei Vollzeitbeschäftigung, wobei die Regelaltersgrenze (meist 67 Jahre) erreicht sein muss. Jeder volle Dienstjahr erhöht den Satz um 1,79375 %, aber nach 40 Jahren gibt es keine Steigerung mehr. Für eine frühere Pensionierung gibt es Abschläge, es sei denn, man erreicht die 45 Dienstjahre, was aber oft erst später möglich ist.
 

Was besagt die 10-Jahres-Regel für die Rente?

Die neue staatliche Rente ist eine regelmäßige Zahlung des Staates, die die meisten Menschen im höheren Alter beziehen können. Sie können die neue staatliche Rente ab dem Renteneintrittsalter beantragen, wenn Sie mindestens 10 Jahre lang Beiträge zur Nationalversicherung (NI) geleistet haben und folgende Kriterien erfüllen: Ein Mann, geboren am oder nach dem 6. April 1951; eine Frau, geboren am oder nach dem 6. April 1953.

Wann können Beamte abschlagsfrei in Pension gehen?

Als Beamter können Sie abschlagsfrei in Pension gehen, wenn Sie entweder die Regelaltersgrenze (meist 67 Jahre für jüngere Jahrgänge) erreichen oder die besondere 45-Jahres-Regel nutzen, bei der Sie mit 65 Jahren und 45 anrechenbaren Dienstjahren (inkl. Pflege- & Kindererziehungszeiten) abschlagsfrei gehen können. Schwerbehinderte Beamte können früher abschlagsfrei gehen (Altersgrenze steigt bis 62 Jahre an) und auch bestimmte Berufsgruppen wie Polizei und Feuerwehr haben früherer Altersgrenzen.
 

Was sind anrechenbare Dienstjahre?

Neben den nach § 20 BAT anzurechnenden Zeiten umfasst die Dienstzeit auch Zeiten, die kraft gesetzlicher Vorschriften anzurechnen sind, sowie unter Umständen Zeiten einer Tätigkeit, die in der ehemaligen DDR bei zentralen oder örtlichen Staatsorganen und ihren nachgeordneten Einrichtungen geleistet wurde.

Was ist die 7-Regel für den Ruhestand?

Die Sieben-Prozent-Regel für den Ruhestand ist eine Faustregel, die besagt, dass Rentner jährlich sieben Prozent ihrer Altersvorsorge entnehmen können, ohne ihr Kapital aufzubrauchen .

Wie funktioniert vorzeitiger Ruhestand?

Frührente funktioniert, indem Sie Ihre gesetzliche Rente vor der Regelaltersgrenze beziehen, was meist mit dauerhaften Abschlägen verbunden ist: 0,3 % pro vorgezogenem Monat (maximal 14,4 %), es sei denn, Sie erfüllen spezielle Voraussetzungen wie 45 Versicherungsjahre für die "Rente mit 63" (oft abschlagsfrei) oder gehen über andere Wege wie Erwerbsminderung oder Schwerbehinderung, um Abschlägen zu entgehen oder früher zu starten. 

Was besagt die 5-Prozent-Regel für den Ruhestand?

Die nachhaltige Entnahmerate ist der geschätzte Prozentsatz Ihrer Ersparnisse, den Sie jährlich während Ihres Ruhestands entnehmen können, ohne dass Ihr Geld ausgeht. Als Richtwert sollten Sie im ersten Jahr Ihres Ruhestands nicht mehr als 4 % bis 5 % Ihrer Ersparnisse entnehmen und diesen Betrag anschließend jährlich an die Inflation anpassen .