Welche Jahrgänge bekommen weniger Rente raus?
Gefragt von: Mario Lemke B.Sc.sternezahl: 5/5 (11 sternebewertungen)
Generell bekommen Jahrgänge, die früher abschlagsfrei oder mit größeren Abschlägen in Rente gehen müssen, eine niedrigere Rente, wobei die Jahrgänge ab Mitte der 1950er bis nach 1964 aufgrund niedrigerer Rentenniveaus und längerer Lebensarbeitszeiten besonders benachteiligt sind, während Jahrgänge 1948, 1949, 1950 und 1952 kleine Dellen im Rentenniveau aufweisen. Die Rentenhöhe hängt stark vom Renteneintrittsalter und der Dauer der Versicherungsjahre ab, wobei die Regelaltersgrenze für ab 1964 Geborene 67 Jahre ist und früheres Gehen mit bis zu 14,4 % Abschlägen verbunden ist.
Welcher Jahrgang bekommt weniger Rente als andere?
Das Ergebnis: Die Geburtsjahrgänge 1948, 1949, 1950 und 1952 fallen in die oben genannten Dellen des Rentenniveaus. Damit gehen sie mit schlechteren Bedingungen in Rente als andere Jahrgänge.
Was ändert sich 2026 bei der Rente?
2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.
Welche Jahrgänge erhalten die meiste Rente?
Babyboomer 1955–1969 mit den höchsten Ansprüchen
Wer in 45 Arbeitsjahren insgesamt 45 Entgeltpunkte sammelt, gilt nach Angaben der DRV als durchschnittliche Eckrentnerin oder Eckrentner. Statistiken der Rentenversicherung zeigen, dass viele Babyboomer diesen Wert deutlich übertreffen.
Welcher Jahrgang bekommt keine Rente mehr?
Wer 1964 geboren wurde, kann 2027 mit 63 in Rente gehen. Die Regelaltersgrenze ab dem Geburtsjahrgang 1964 ist 67 Jahre; sie steigt nicht weiter. Für alle ab 1964 Geborenen, die mit 63 in Rente gehen, fehlen demnach 48 Monate. Der Abschlag bei der Rente sind die maximal möglichen 14,4 Prozent.
Achtung: Rentenverlierer - Diese Jahrgänge bekommen am wenigsten Rente
Welche Generation bekommt keine Rente mehr?
Frankfurt – Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Fast ein Drittel der Generation Z erwartet im Alter keine gesetzliche Rente mehr.
Welche Jahrgänge sind von der Rente mit 70 betroffen?
Eine mögliche Rente mit 70 würde vor allem jüngere Jahrgänge betreffen, wobei Experten den Jahrgang 1982 als erste Generation sehen, die bei einer schrittweisen Anhebung ab 2029 vollständig betroffen wäre, da diese dann 2052 70 wird; auch nachfolgende Generationen (Millennials, Gen Z), also ab 1982 geboren, sind stark betroffen. Ältere Jahrgänge (Babyboomer) sind davon nicht betroffen, da sie bis zur Einführung bereits im Ruhestand wären, aber Jahrgänge 1965-1981 könnten durch beschleunigte politische Entscheidungen eventuell auch betroffen werden.
Welcher Jahrgang bekommt am wenigsten Rente?
Statistisch gesehen bekommen die Jahrgänge Ende der 1940er-Jahre bis Anfang der 1950er-Jahre die niedrigsten Renten in Deutschland, weil sie in einer Zeit mit niedrigerem Lohnniveau und ungünstigeren Rentenbedingungen in den Ruhestand gingen, insbesondere die, die um 1948 geboren wurden, als das Rentenniveau besonders niedrig war. Für jüngere Jahrgänge wie den Geburtsjahrgang 1964 steigt das Renteneintrittsalter jedoch auf 67 Jahre, und Wer-früher-in-Rente-Geher müssen mit Abschlägen rechnen, was auch zu geringeren Renten führt, aber die älteren Jahrgänge hatten historisch die schlechtesten Ausgangsbedingungen.
Wie viel Geld braucht ein Rentner im Monat zum Leben?
Ein Rentner braucht monatlich unterschiedlich viel Geld, aber als Orientierung gilt: Mindestens die Grundsicherung von ca. 563 € (Stand 2025) für den Grundbedarf. Für den gewohnten Lebensstandard empfehlen Experten 80-85 % des letzten Nettoeinkommens, was bei durchschnittlichen Renten oft zu einer Lücke führt und private Vorsorge nötig macht. Die tatsächlichen Kosten hängen stark von Wohnort, Wohnsituation (Miete/Eigentum) und Lebensstil ab.
Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?
Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist.
Bei welchem Jahrgang fällt die Doppelbesteuerung der Rente weg?
Doppelte Besteuerung von Renten: Bei welchen Jahrgängen fällt die Doppelbesteuerung weg? Ab 2025 sind alle Rentenbeiträge, die Menschen vor dem Renteneintritt einzahlen, steuerfrei, sodass es nicht mehr zu einer Doppelbesteuerung kommen kann. Die Doppelbesteuerung der Rente fällt dann also weg.
Wie viel Rente darf ich haben, ohne Steuern zu zahlen?
Ab welcher Rentenhöhe müssen Rentnerinnen und Rentner Einkommensteuer bezahlen? Einkommensteuer fällt erst dann an, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Für 2022 beträgt der Grundfreibetrag bei Einzelveranlagung 10.347 Euro und bei Zusammenveranlagung 20.694 Euro.
Was bedeutet Rentenniveau auf 48%?
Das Rentenniveau von 48 Prozent bedeutet, dass ein Standardrentner (45 Jahre Durchschnittslohn gezahlt) heute etwa 48 % des aktuellen Durchschnittsverdienstes als Brutt Rente bekäme, z.B. bei 3.000 € Durchschnittslohn ca. 1.440 € Rente. Es ist ein technischer Wert, der das Verhältnis zwischen einer Standardrente und dem Durchschnittslohn beschreibt und nicht direkt Ihre persönliche Rente (z.B. 48 % Ihres letzten Netto-Gehalts) darstellt. Die Bundesregierung hat das Rentenniveau bis 2031 gesetzlich auf diesem Niveau stabilisiert, um Altersarmut vorzubeugen und Renten nicht von der Lohnentwicklung abzukoppeln.
Welche Jahrgänge sind die Renten verlierer?
Die "Rentenverlierer" sind statistisch gesehen oft die Jahrgänge Ende der 1940er bis Anfang der 1950er Jahre (z.B. 1948, 1949, 1950, 1952) sowie die späteren Jahrgänge ab Mitte der 1950er bis nach 1964, da sie oft niedrigere Rentenniveaus, längere Lebensarbeitszeiten und/oder biografische Brüche (Arbeitslosigkeit, Teilzeit) erleben, während Frauen in der Altersgruppe 1955-1970 ebenfalls besonders stark von Teilzeit und Minijobs betroffen sind.
Sind 1800 € eine gute Rente?
Ja, 1800 € Rente sind viel, da sie deutlich über dem deutschen Durchschnitt liegt und eine solide Basis für ein (bescheidenes) Leben bietet, aber denken Sie daran: Das ist Brutto – nach Abzügen für Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Steuern bleiben netto oft nur rund 1500 € übrig, die eine Einzelperson gut nutzen kann, aber für Paare oder höhere Ansprüche wird es knapp, wie die Deutsche Rentenversicherung (DRV) und Capital.de zeigen.
Wie viel sollte man mit 70 Jahren gespart haben?
Internationale Empfehlungen sagen, dass man mit 70 rund das Zehnfache des letzten Bruttoeinkommens gespart haben sollte – etwa 500.000 bis 900.000 Euro, je nach Lebensstil.
Wie hoch sollte eine Rente sein, wo man sehr gut von Leben kann netto im Monat?
Richtwert für die Rente: 80 Prozent vom letzten Nettogehalt
In ihren früheren Berechnungen gingen Expertinnen und Experten für Altersvorsorge davon aus, dass man mit 70 Prozent des letzten Nettogehalts im Alter gut leben kann.
Wann gehört man als Rentner zur Mittelschicht?
Mittelschicht: 2.000 bis 3.500 Euro netto pro Monat. Obere Mittelschicht: 3.500 bis 4.000 Euro netto pro Monat. Oberschicht: über 4.000 Euro netto pro Monat.
Welche Jahrgänge haben Nachteile bei der Rente?
Frauen der Jahrgänge 1955 bis 1970: Die fortwirkende Lücke
Besonders ausgeprägt sind Nachteile weiterhin bei vielen Frauen, die zwischen 1955 und 1970 geboren wurden. Teilzeit wegen Kindererziehung, Pflege von Angehörigen und Karriereunterbrechungen schlagen sich in geringeren Entgeltpunkten nieder.
Wie hoch ist die Grundrente, wenn man noch nie gearbeitet hat?
Nicht zum Einkommen zählen: 30 Prozent des Einkommens aus selbstständiger/nichtselbstständiger Tätigkeit, höchstens 50 Prozent der Regelbedarfsstufe 1. Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz.
Kann ich mit 55 in Rente gehen und meine Pension beziehen?
Die betriebliche Altersversorgungseinrichtung zahlt auch in anderen Fällen Leistungen: Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit erworbenen Ansprüchen. Wenn Sie nach Erwerb der Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden, können Sie bereits ab dem 55. Lebensjahr Leistungen aus der Einrichtung beziehen (die monatlichen Zahlungen vor dem 65. Lebensjahr werden jedoch reduziert).
Welche Jahrgänge dürfen noch vor 67 in Rente?
Jahrgänge vor 1964 können die Regelaltersgrenze noch vor 67 Jahren erreichen, da die Anhebung schrittweise erfolgt, während ab 1964 geborene Personen erst mit 67 in die reguläre Rente gehen. Für langjährig Versicherte (35 Jahre) sind Jahrgänge wie 1949 bis 1963 von der Anhebung betroffen und können früher abschlagsfrei gehen, wobei der früheste Jahrgang 1949 ist, der bereits abschlagsfrei in Rente gehen konnte. Wer vor 1964 geboren ist, profitiert von niedrigeren Altersgrenzen, zum Beispiel können 1961 Geborene mit 66 J. 6 M. abschlagsfrei in Rente gehen, aber für eine Rente vor 67 (z.B. mit 63) sind meist Abschläge nötig.
Welches Land zahlt die Rente ab 70 Jahren?
Das Land, das die Rente mit 70 Jahren einführt, ist Dänemark, das als erstes europäisches Land das Rentenalter schrittweise bis 2040 auf 70 Jahre anhebt, was aktuell das höchste Rentenalter in Europa darstellt.
Wie lange kann ich vor der Rente krank sein?
Sie können vor der Rente lange krank sein, zunächst 6 Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber, dann bis zu 72 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse, was zusammen etwa 18 Monate sind; danach kann eine Erwerbsminderungsrente greifen, wenn Sie dauerhaft nicht arbeiten können, oder Sie müssen Arbeitslosengeld beantragen, wobei der Übergang von Krankengeld zu Arbeitslosengeld finanziell besser ist als umgekehrt, um Abzüge zu vermeiden. Es ist wichtig, Fristen einzuhalten und eine ärztliche Reha-Maßnahme (die zur Rente führen kann) ernst zu nehmen, um nahtlos abgesichert zu bleiben.