Welche Kleidung war in der DDR verboten?

Gefragt von: Hüseyin Heinze-Adam
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High Five: Verbotene Kleidungstücke
  • Jeans in der DDR. In der Anfangszeit war sie in der DDR verpönt. ...
  • Der Fes in der Türkei. Bis in die 1920er Jahre war der "Fes" am Bosporus eine weit verbreitete Kopfbedeckung. ...
  • Der Kilt in Schottland. ...
  • Spitzenunterwäsche in Russland. ...
  • Kapuzenpullover in England und den USA.

Warum war die Jeans in der DDR verboten?

In den 50er- und 60er-Jahren sind Jeans in der DDR ein modisches No-Go. Sie gelten als kapitalistisches Teufelszeug und Hosen des Klassenfeindes. Im Handel gibt es sie offiziell nicht zu kaufen, höchstens als so genannte Bückware unterm Tresen.

Wie nannte man Jeans in der DDR?

"Wisent", "Boxer" und "Shanty"

Mitte der 70er-Jahre – die Haltung der SED gegenüber den Jeans war inzwischen moderater geworden – mühten sich die Textilbetriebe der DDR redlich, eine eigene Jeansproduktion in Gang zu setzen. "Wisent", "Boxer" oder "Shanty" hießen die Marken, die ab 1978 auf den Markt kamen.

Wie war die Kleidung in der DDR?

Das Straßenbild der DDR war geprägt durch die dunkelblauen und dunkelbraunen Kostüme und Anzüge "aus dem Stoff, aus dem die Alpträume sind", wie manch Unzufriedener monierte. Zudem standen die Kleidungsstücke immer etwas steif ab und trugen durch ihre erhöhte Wärmeentwicklung zu unangenehmen Gerüchen bei.

Wie wurden Frauen in der DDR behandelt?

Frauen in der DDR genossen in der Tat die gleichen Rechte wie Männer. Zahllose Gesetze vom Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit bis hin zu Erleichterungen für berufstätige Mütter sollten es Frauen erleichtern, arbeiten zu gehen und trotz Berufstätigkeit, ihren Aufgaben als Ehefrau und Mutter nachzukommen.

So war der Alltag in der DDR | Geschichte

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Wie wurden die Menschen in der DDR unterdrückt?

Ausgefeilte Methoden

Die Stasi-Mitarbeiter missachteten Menschenrechte und Persönlichkeitsrechte, um Bürger systematisch zu bespitzeln. Sie überwachten Systemkritiker, kontrollierten ihre Post, hörten Telefonate ab und verschafften sich unerlaubt Zutritt zu Wohnungen.

Was hörten die Jugend in der DDR?

Jugendliche gründeten lieber eigene Beatbands und hörten weiterhin die Beatles und die Rolling Stones. 1965 verbot Walter Ulbricht schließlich die Beatmusik. Der Beliebtheit westlicher Musik schadete das letztendlich kaum. Auch später begeisterten sich immer viele Jugendliche auch für westliche Musik.

Was trugen Männer in der DDR?

diese Arbeit war keine modische Bekleidung nötig. Alte Männerhosen wurden getragen und das typische Accessoire waren die vorn gebundenen Kopftücher. ► Zudem war Mode ohnehin nicht das vorrangige Thema ► Die Uniform gehörte zur alltäglichen Bekleidung.

Unter welchem Markennamen wurde in der DDR das Silikon verkauft?

Das Präfix Cenu im Namen kommt von Cenusil, dem Handelsnamen von Silikon in der DDR. Es wurde im Volkseigenen Betrieb VEB Chemiewerk Nünchritz hergestellt.

Was kam ein Brot in der DDR?

Ein Mischbrot kostete 78 bzw. 93 Pfennig, das Brötchen fünf Pfennig, 250 Gramm "gute" Markenbutter 2,50 Mark, ein Würfel Bratmargarine 50 Pfennig, 100 Gramm Jagdwurst 68 Pfennig, 250 Gramm Marmelade 54 Pfennig.

Warum war es in der DDR so schlimm?

Die DDR war ein sozialistischer Staat, in dem die Menschen nicht frei leben konnten. Es gab keine freien Wahlen, die Macht lag alleine bei einer Partei. 1989 gab es in der DDR eine friedliche Revolution, die DDR brach zusammen. 1990 haben sich DDR und Bundesrepublik Deutschland vereinigt.

Welche Marken gab es in der DDR?

Die beliebtesten Ostprodukte sind also:
  • Bautz'ner, Senf aus Bautzen, Sachsen.
  • Heichelheimer, Klöße aus Heichelheim.
  • Rotkäppchen, Sekt aus Freyburg, Sachsen-Anhalt.
  • Born, Senf aus Erfurt, Thüringen.
  • Filinchen, Waffelbrot aus Apolda, Thüringen.
  • Mühlhäuser, Marmelade aus Mühlhausen, Thüringen.

Waren die Kinder in der DDR eher trocken?

Waren die Kinder zu DDR-Zeiten eher sauber? Ja, das lag aber weniger an den Töpfchenbänken als an den Stoffwindeln. Wenn Stoffwindeln nass waren, war das sehr unangenehm. Die Kinder wollten sie so schnell wie möglich loswerden.

Welche Süßigkeiten gab es in der DDR?

Welche Süßwaren gab es in der DDR?
  • Schokolade.
  • Butterkekse.
  • Mokkabohnen & Pralinen.
  • Schokoladen-Plätzchen mit Zuckerkugeln.
  • Fruchtgelee.
  • Salzstangen & Flips.
  • Kalter Hund.
  • Oblaten.

Welche Schmerztabletten gab es in der DDR?

In der DDR war Metamizol als Metapyrin®, später Analgin®, in Apotheken frei verkäuflich. Auch von Ärzten wurde es sehr häufig verordnet. … Die Möglichkeit myelotoxischer Zwischenfälle (Agranulozytosen) war bekannt, Metapyrin®/Analgin ® wurde aber nicht als „gefährliches“ Medikament wahrgenommen. …

Was trugen Frauen in der DDR?

Dame im Pelz

Der Klassiker waren aber natürlich Pelze. Den glamourösen Look prägten schon Filmdiven in der goldenen Hollywood-Ära, doch zugleich war hier auch der Einfluss der Sowjetunion ausschlaggebend, wo traditionell der Zobel, Nerz und Hermelin gerne getragen wurden.

Was sind typische DDR Gerichte?

DDR-Gerichte: Herzhafte Speisen
  • Karlsbader Schnitten. Was in den 50er Jahren unter Toast Hawaii weltberühmt wurde, hieß im Osten Karlsbader Schnitten. ...
  • Senfeier. ...
  • Falscher Hase (Hackbraten) ...
  • Jägerschnitzel. ...
  • Wurstgulasch. ...
  • Tote Oma (Grützwurst) ...
  • Würzfleisch. ...
  • Bratschnitte.

Was trugen Frauen 1880?

1880–1890. Mit dem Verschwinden der Tournüre um 1880 änderte sich die Linie der Frauenkleidung ganz entscheidend. Die Kleider waren nun vom Hals bis zu den Knien körpernah. Erst unterhalb der Knie verbreiterte sich der Rock und bildete eine flache Schleppe.

Wie hieß der Kindergarten in der DDR?

In der DDR waren Kita- und Krippenplätze garantiert. Nicht selten mussten die Kleinen täglich zehn Stunden in die Krippe oder den Kindergarten gehen. Nach der Schule verbrachten viele Schulkinder die Nachmittage im Hort.

Was machten die Kinder in der DDR in ihrer Freizeit?

Man ging in den Zoo, unternahm einen Einkaufsbummel, machte Ausflüge ins Grüne, ging abends tanzen oder in die Kneipe nebenan. Auch kulturelle Angebote wie Opernaufführungen, Kinofilme oder Theaterstücke konnten genutzt werden. Für die Jugendlichen gab es Jugendklubs.

Wann wurden die Kinder in der DDR eingeschult?

In der früheren DDR wurden die Kinder schulpflichtig, die bis zum 31. Mai das sechste Lebensjahr vollendet hatten. In der Bundesrepublik galt der 30. Juni als einheitlicher Stichtag.

Was dürfen Menschen in der DDR nicht?

In der DDR gab es sehr, sehr viele Verbote: Westdeutsche Zeitschriften lesen? Verboten! Wer in der Schule mit einer Mickymaus oder einer Bravo erwischt wurde, musste zum Direktor und bekam Ärger. Auch das westdeutsche Fernsehen durften die Ostdeutschen nicht einschalten (viele taten es aber heimlich).

Was durften Frauen in der DDR nicht?

Keine Freizeit oder Möglichkeit zur Selbstverwirklichung

Viele Frauen kehrten erst gegen 18 Uhr nach Hause zurück, wo es mit der Arbeit weiterging: Abendbrot zubereiten, die Kinder fürs Bett fertig machen, abwaschen und aufräumen.

Welche Gruppen von Menschen haben am häufigsten die DDR verlassen?

Etwa 80 % aller Grenzverletzer sind Personen im Alter unter 25 Jahren (25 % im Alter zwischen 14 und 18 Jahren).

Welcher Alkohol wurde in der DDR getrunken?

Gängig waren unter anderem Kristall Wodka, im Volksmund »Blauer Würger« genannt, Nordhäuser Doppelkorn, Goldbrand und Kirsch Whisky. Der Verbrauch von Schnaps war so hoch, dass der VEB Nordbrand zum größten Hersteller von Schnaps in Europa wurde.