Welche monatliche Betriebsrente ist steuerfrei?

Gefragt von: Patrick Kramer B.A.
sternezahl: 4.7/5 (15 sternebewertungen)

Eine monatliche Betriebsrente ist nicht vollständig steuerfrei, aber es gibt hohe Freibeträge und einen steuerfreien Grundbetrag (Versorgungsfreibetrag), der mit dem Rentenbeginn festgelegt wird und jährlich sinkt, wobei nur der Teil der Rente oberhalb dieser Freigrenzen versteuert wird – für Sozialversicherungsbeiträge gibt es zudem spezifische Freigrenzen. Bei der Einzahlung können bis zu 644 € monatlich steuer- und sozialversicherungsfrei investiert werden, und bei bestimmten Durchführungswegen (Direktzusage, Unterstützungskasse) sind die Beiträge sogar unbegrenzt steuerfrei, aber die Auszahlung unterliegt immer der Besteuerung.

Wie viel Betriebsrente ist steuerfrei?

Bis 322 Euro im Monat sind die Beiträge sozialversicherungsfrei und steuerfrei. Das sind 322 Euro ohne Abzüge. Die restlichen 178 Euro (500 Euro – 322 Euro) sind zwar weiterhin steuerfrei, aber nicht mehr sozialversicherungsfrei. Für Beiträge über 644 Euro fallen dann sowohl Steuern als auch Sozialabgaben an.

Was ist besser, Betriebsrente monatlich oder Einmalzahlung?

Besser ist oft die monatliche Rente, da sie steuerlich günstiger ist und Lebenshaltungskosten sicherer deckt, während eine Einmalzahlung bei größeren Investitionen oder zur Schuldentilgung attraktiv sein kann, aber durch hohe Steuern (Progression) und Sozialabgaben stark schrumpfen kann. Die Entscheidung hängt stark von Ihrer persönlichen Situation, Ihrem Lebensstandard im Alter, Ihrem Gesundheitszustand und dem genauen Vertrag ab. 

Werden Altersrente und Betriebsrente gemeinsam versteuert?

Muss Betriebsrente versteuert werden? Betriebsrenten und Pensionen müssen im Alter versteuert werden. Eine einheitliche Besteuerung gibt es jedoch nicht: Für Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds gelten meist andere Regeln als für die Direktzusage des Arbeitgebers.

Wie hoch ist der Freibetrag 2025 bei Betriebsrenten?

Seit dem 1. Januar 2025 gilt ein monatlicher Freibetrag von 187,25 Euro (2024: 176,75 Euro). Das heißt: Erst ab dieser Höhe werden Krankenversicherungs-Beiträge auf Versorgungsbezüge fällig. Zu zahlen sind der allgemeine Beitragssatz und der kassenindividuelle Zusatzbeitragssatz.

Betriebsrente und die Steuer: Das müssen Sie wissen! | Steuerberater erklärt

42 verwandte Fragen gefunden

Was ändert sich 2025 bei der Betriebsrente?

Die Betriebsrente wird 2025 durch das Zweite Betriebsrentenstärkungsgesetz gestärkt, was zu mehr Förderung für Arbeitgeber (z.B. höherer Arbeitgeberzuschuss auf 360 €), höheren Einkommensgrenzen für Geringverdiener und einer Angleichung der Beitragsbemessungsgrenzen führt, während der Krankenkassen-Freibetrag auf 187,25 €/Monat steigt, was die Beiträge für Rentner senkt, aber eine allgemeine Erhöhung der Betriebsrenten hängt vom Arbeitgeber und den Gesetzen ab, die teils noch beschlossen werden müssen. 

Wie viel Netto bleibt von einer Betriebsrente von 300 Euro übrig?

Von 300 € Betriebsrente bleiben nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben (Kranken- & Pflegeversicherung) netto etwa 220 € bis 270 € übrig, da ein Teil steuerfrei ist und für die Krankenkasse ein Freibetrag (ca. 187 € in 2025) gilt – auf den Rest und die gesamte Pflegeversicherung fallen Abzüge an, wobei die genaue Summe von deinem Steuersatz und Kinderstatus abhängt. 

Wird die Betriebsrente automatisch dem Finanzamt gemeldet?

Betriebsrenten sind grundsätzlich steuerpflichtig. Daher erhalten Sie von uns jeweils in den ersten Jahresmonaten automatisch eine Mitteilung über die steuerpflichtigen Leistungen aus Ihrer betrieblichen Altersversorgung für das abgelaufene Kalenderjahr.

Wie funktioniert die Fünftelregelung bei der Betriebsrente?

Das Wichtigste zur Fünftelregelung in Kürze

Die Fünftelregelung verteilt eine hohe Einmalzahlung (z. B. aus der Betriebsrente) rechnerisch auf fünf Jahre, um die Steuerlast zu senken. Sie gilt nur bei außergewöhnlichen (atypischen) Zahlungen, etwa bei vorzeitiger Kündigung oder unerwarteter Kapitalauszahlung.

Wie hoch ist der Freibetrag für Betriebsrenten ab 2026?

Für 2026 steigt der monatliche Freibetrag bei der Betriebsrente in der Krankenversicherung auf 197,75 €; nur Beträge darüber sind beitragspflichtig. In der Pflegeversicherung gilt eine Freigrenze von 197,75 €, aber ab dem ersten Euro darüber werden Beiträge fällig. Zusätzlich wird für Neurentner (ab 2026) der steuerpflichtige Anteil auf 84 % angehoben.
 

Was wird monatlich von der Betriebsrente abgezogen?

Bei der gesetzlichen Rente übernimmt die Hälfte der Krankenkassenbeiträge die Rentenversicherung, so dass nur 7,3 Prozent der Beiträge vom Rentner selbst getragen werden. Auf eine Riester-Rente zahlen pflichtversicherte Rentner gar keine Krankenkassenbeiträge. Bei der Betriebsrente werden jedoch 14,6 Prozent abgezogen.

Wird eine Betriebsrente ein Leben lang gezahlt?

Eine Betriebsrente lebenslang bedeutet, dass Sie nach dem Berufsleben monatlich eine Zusatzrente bis zu Ihrem Lebensende erhalten, die Ihre gesetzliche Rente ergänzt und in der Regel mit dem gesetzlichen Renteneintrittsalter (ca. 67) beginnt, aber auch früher (ab 62) möglich ist. Sie kann als lebenslange Rente, als Einmalzahlung oder als Kombination aus beidem ausgezahlt werden, wobei die Auszahlung über spezielle Durchführungswege wie Direktversicherung oder Pensionszusage läuft und oft steuerliche Vorteile bietet.
 

Wie wird die Betriebsrente versteuert Beispiel?

Wenn Sie eine solche Betriebsrente ab 65 beziehen, müssen Sie nur 18 Prozent davon versteuern. Bei einer Betriebsrente in Höhe von 200 Euro sind dies 36 Euro. Bei einem Steuersatz von 25 Prozent müssen Sie dann mit einer steuerlichen Belastung von 9 Euro im Monat rechnen.

Welche Steuerklasse als Rentner mit Betriebsrente?

Auch Rentner und Studenten fallen unter die Steuerklasse 6, wenn sie über 556 Euro monatlich verdienen und daneben entweder eine Betriebsrente beziehen oder einem anderen sozialversicherungspflichtigem Hauptberuf nachgehen.

Wann ist die betriebliche Altersversorgung steuerfrei?

Welche Freibeträge gelten für Zahlungen des Arbeitgebers zur betrieblichen Altersversorgung? Zahlungen des Arbeitgebers zur bAV sind bis zum Betrag von 3.864 Euro (2025) jährlich beitragsfrei in der Sozialversicherung. Für die Steuer gilt der Freibetrag von 7.728 Euro (2025) jährlich.

Wann lohnt sich die Fünftelregelung nicht?

Die Fünftelregelung lohnt sich besonders für Steuerzahler mit einem normalerweise eher niedrigen zu versteuernden Einkommen. Wer hingegen bereits den Spitzensteuersatz von 42 % zahlt (in 2025 für Einkommen ab 68.481), profitiert nicht von der Fünftelregelung, da durch die Abfindung der Steuersatz nicht weiter ansteigt.

Wie wird die Betriebsrente bei Auszahlung versteuert?

Die Auszahlung einer Betriebsrente wird im Alter voll als Einkommen besteuert (nachgelagerte Besteuerung), allerdings mit dem persönlichen, meist niedrigeren Steuersatz im Ruhestand und unter Berücksichtigung des Grundfreibetrags sowie spezieller Freibeträge wie dem Altersentlastungsbetrag und dem Versorgungsfreibetrag (der jährlich sinkt), was oft zu geringeren Steuern führt. Hinzu kommen Sozialabgaben (Kranken-, Pflegeversicherung), aber keine Rentenversicherungsbeiträge. Steuern fallen nur auf den Teil an, der die Freibeträge übersteigt.
 

Wie hoch ist der Freibetrag für Betriebsrenten 2025?

Der monatliche Freibetrag für Betriebsrenten in der Krankenversicherung beträgt seit dem 1. Januar 2025 187,25 €; nur der Teil der Betriebsrente, der diesen Betrag übersteigt, wird mit Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen belegt. Dieser Wert ergibt sich aus der monatlichen Bezugsgröße von 3.745 €, die durch 20 geteilt wird (3745 € / 20 = 187,25 €). 

Werden gesetzliche Rente und Betriebsrente zusammen versteuert?

Wie wird die Betriebsrente versteuert? Die Betriebsrente wird nachgelagert besteuert. Das heißt: Während der Einzahlungsphase profitierst du von Steuerfreiheit oder Steuervergünstigungen. Bei der Auszahlung im Ruhestand jedoch wird die Rente als sonstige Einkünfte voll versteuert ( § 22 EStG ).

Wie hoch ist der Freibetrag für Betriebsrenten?

Für Betriebsrenten gibt es einen Freibetrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung: Aktuell (Stand 2025) müssen erst Beiträge gezahlt werden, wenn die monatliche Betriebsrente über 187,25 € liegt; der darüber hinausgehende Betrag ist beitragspflichtig, während der Betrag bis 187,25 € beitragsfrei ist (der Freibetrag steigt 2026 auf 197,75 €). Dieser Freibetrag gilt nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht für die Einkommensteuer, die auf den gesamten steuerpflichtigen Teil der Rente anfällt. 

Was ist die Fünftelregelung bei der Betriebsrente?

Was bedeutet die Fünftelregelung für meine betriebliche Altersvorsorge? Die Fünftelregelung ist eine steuerliche Erleichterung, die es Ihnen ermöglicht, eine Einmalzahlung aus Ihrer betrieblichen Altersvorsorge über fünf Jahre verteilt zu versteuern, um Steuerspitzen zu vermeiden und Ihre Steuerlast zu optimieren.

Warum bleibt man von der Betriebsrente oft weniger übrig?

Durch Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung bekommen sie viel weniger Geld heraus als erhofft. Eine böse Überraschung erwartet Millionen Rentner mit betrieblicher Altersversorgung. Durch Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung bekommen sie viel weniger Geld heraus als erhofft.

Wie viele Abzüge habe ich bei einer Betriebsrente?

Bei der Betriebsrente fallen Einkommensteuer (nach dem persönlichen Steuersatz), Krankenversicherungsbeiträge (mit Freibetrag) und Pflegeversicherungsbeiträge (ohne Freibetrag) an, die vom Bruttobetrag abgezogen werden, wobei insgesamt etwa ein Drittel der Rente durch Abzüge verloren gehen kann. Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen von Rentnern grundsätzlich selbst getragen werden, anders als im Erwerbsleben. Für die Krankenversicherung gibt es seit 2025 einen Freibetrag von ca. 187,25 €, darüber hinaus fallen Beiträge an; bei der Pflegeversicherung gibt es keinen Freibetrag, es fallen die vollen Beiträge an.
 

Wie hoch ist eine gute Betriebsrente?

Eine gute Betriebsrente ist individuell, aber ein Arbeitgeberzuschuss von mindestens 20-30% ist entscheidend für die Attraktivität, da die Effizienz durch Steuer-/SV-Vorteile steigt. Eine "gute" Höhe hängt von deiner persönlichen Rentenlücke ab, aber das Ziel sollte sein, die steuer- und sozialversicherungsfreie Einzahlungsgrenze (322 €/Monat in 2025) auszunutzen, idealerweise mit maximalem Zuschuss, um das Rentenniveau zu erhöhen und die gesetzliche Rente aufzustocken.