Welche neuen AMT-Regeln gelten für 2024?

Gefragt von: Frau Prof. Ludmilla Ebert B.Eng.
sternezahl: 4.5/5 (33 sternebewertungen)

Für 2024 wurden vor allem mit dem Staatsangehörigkeitsmodernisierungsgesetz (StARModG) vom 27. Juni 2024 wichtige Änderungen eingeführt: Die Einbürgerung wurde durch kürzere Aufenthaltszeiten (von 8 auf 5 Jahre) und die generelle Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft erleichtert, während gleichzeitig Rassismus die Einbürgerung ausschließt, ergänzt durch spezielle Regeln für die Gastarbeitergeneration und die Einführung von Online-Krankschreibungen sowie Anpassungen bei Ausweisdokumenten.

Welche Änderungen gibt es im Staatsangehörigkeitsgesetz 2024?

Deutsche Staatsangehörige können seit dem 27.06.2024 eine ausländische Staatsangehörigkeit auf Antrag erwerben, ohne ihre deutsche Staatsangehörigkeit zu verlieren. Beibehaltungsgenehmigungen sind somit nicht mehr erforderlich.

Was ändert sich 2024 für die Einbürgerung?

Fünf Jahre bleiben die Regel – Integration ist der Schlüssel

Bereits mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts 2024 war die reguläre Voraufenthaltszeit von acht auf fünf Jahre verkürzt worden. Zusätzlich ermöglichte die Reform eine Einbürgerung nach nur drei Jahren bei besonderen Integrationsleistungen.

Wann tritt das neue Einbürgerungsgesetz in Kraft?

Die Einbürgerung soll wieder klar an eine nachhaltige Integration knüpfen. Das Gesetz zur Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes wurde im Bundesgesetzblatt (BGBl. 2025 I Nr. 257 ) verkündet und tritt am 30. Oktober 2025 in Kraft.

Was braucht man für die Einbürgerung 2024?

Benötigte Unterlagen

  • Gültiger Nationalpass oder amtliches Identitätsdokument mit Lichtbild.
  • Gültiger Aufenthaltstitel.
  • Urkunden zum Personenstand (Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, gegebenenfalls Scheidungsurteil oder Sterbeurkunde des Ehegatten), gegebenenfalls mit Übersetzung, Legalisation oder Apostille.

NEUE Gesetze: DAS ändert sich JETZT für uns ALLE!

32 verwandte Fragen gefunden

Ist es 2024 möglich, ohne B1 eingebürgert zu werden?

Kann man auch ohne B1 eingebürgert werden? Eine Einbürgerung ohne B1 ist nur in Ausnahmefällen möglich, wenn Sie wegen einer Krankheit, einer Behinderung oder aufgrund Ihres Alters (in der Regel ab 65 Jahren) keine deutschen Sprachkenntnisse mehr erwerben können.

Wer darf doppelte Staatsbürgerschaft haben 2024?

Wer darf in Deutschland eine doppelte Staatsbürgerschaft haben? Alle, die jetzt in Deutschland die Einbürgerung beantragen, können die doppelte Staatsbürgerschaft haben. Das aktuelle Einbürgerungsgesetz, das am 27. Juni 2024 in Kraft getreten ist, ermöglicht mehrere Staatsangehörigkeiten.

Wann tritt das Gesetz zur doppelten Staatsbürgerschaft in Kraft?

Wann soll das Gesetz in Kraft treten? Das Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts ist in wesentlichen Teilen am 27. Juni 2024 in Kraft getreten.

Wer ist vom Einbürgerungstest befreit?

Sind Sie Gastarbeiter, Vertragsarbeitnehmer oder deren Ehegatten sind Sie von einem Einbürgerungstest befreit. Bitte beachten Sie: Ein bestandener Einbürgerungstest ersetzt nicht den Nachweis ausreichender deutscher Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1 des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Was muss ich bei der Einbürgerung vorlesen?

Was muss man vorlesen bei der Einbürgerung? Bei der Einbürgerung müssen Sie den Text der Loyalitätserklärung vorlesen, der Ihr Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und die Ablehnung extremistischer Aktivitäten umfasst. Was ist das Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung?

Wie viele wurden 2024 eingebürgert?

2024 gab es in Deutschland eine Rekordzahl von fast 292.000 Einbürgerungen (genau 291.955), was einen Anstieg von 46 % gegenüber dem Vorjahr bedeutet, hauptsächlich aufgrund des neuen Staatsangehörigkeitsrechts; die größten Gruppen waren Syrer, gefolgt von Menschen mit türkischer und irakischer Herkunft.
 

Wann wird die Einbürgerung abgeschafft?

Der Vorlage zufolge wurde mit dem Ende Juni 2024 in Kraft getretenen Gesetz zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts eine Regelung gestrichen, wonach eine Einbürgerung auch dann erfolgen kann, wenn Betroffene den Bezug sozialer Leistungen „nicht zu vertreten“ haben.

Wie lange ist die Wartezeit für die Einbürgerung?

Die Einbürgerung dauert meist 12 bis 18 Monate oder länger, kann aber je nach Behörde, Region und Vollständigkeit Ihrer Unterlagen stark variieren; in manchen Städten geht es schneller, doch Personalmangel und hohe Antragszahlen führen oft zu Verzögerungen, wobei Sie durch vollständige Anträge und Nachreichung nach Aufforderung helfen können, die Zeit zu verkürzen.
 

Welche neuen Regelungen gibt es für die Einbürgerung?

Die neuen Einbürgerungsgesetze in Deutschland, die seit dem 30. Oktober 2025 gelten, haben die "Turbo-Einbürgerung" nach drei Jahren abgeschafft und wieder eine einheitliche Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren eingeführt, wobei durch besondere Leistungen auch eine Einbürgerung nach drei Jahren möglich sein soll, aber die schnelle Einbürgerung nach drei Jahren entfällt. Wichtig ist auch, dass die doppelte Staatsbürgerschaft nun grundsätzlich erlaubt ist und der alte Pass nicht mehr abgegeben werden muss. Zudem gibt es nun eine 10-jährige Sperre für Betrugsfälle und die Notwendigkeit eines Bekenntnisses zur deutschen Geschichte und freiheitlichen Grundordnung wird stärker betont, besonders nach den Ereignissen vom 7. Oktober 2023.
 

Unter welchen Voraussetzungen kann ich mich einbürgern lassen?

Die Voraussetzungen im Überblick

Sie können Ihre Identität und Ihre aktuelle(n) Staatsangehörigkeit(en) nachweisen. Sie besitzen ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder eine auf Dauer angelegte Aufenthaltserlaubnis. Sie können den Lebensunterhalt für sich und Ihre unterhaltsberechtigten Familienangehörigen finanzieren.

Kann man mehr als zwei Nationalitäten haben?

Es gibt verschiedene Gründe und es ist nicht mehr ungewöhnlich, dass jemand mehrere Staatsangehörigkeiten gleichzeitig besitzt. In der Regel ist das der Fall, wenn man von seinen Eltern - die jeweils unterschiedlicher Nationalität sind - deren verschiedene Staatsangehörigkeiten durch Abstammung erwirbt.

Wer muss keinen Sprachnachweis erbringen?

Wer muss keinen Sprachnachweis erbringen? Personen, die nachweislich wegen einer Erkrankung oder Behinderung keine deutschen Sprachkenntnisse mehr besitzen oder die deutsche Sprache nicht erlernen können, können vom Nachweis deutscher Sprachkenntnisse befreit werden.

Kann man ohne B1 eingebürgert werden 2025?

Ja, eine Einbürgerung ohne B1-Zertifikat ist 2025 möglich, aber nur in Ausnahmefällen, wie z.B. bei deutschen Schulabschlüssen (mit ausreichender Note in Deutsch), gesundheitlichen Einschränkungen, hohem Alter (ab 65, falls B1 nicht erlernbar) oder bei bestimmten ehemaligen Gastarbeitern/Vertragsarbeitern; ansonsten ist B1 (oder Nachweis durch Studium/Integrationskurs) die Regelvoraussetzung.
 

Wie viel Einkommen braucht man für die Einbürgerung?

Für die Einbürgerung gibt es kein starres Mindesteinkommen, aber Sie müssen Ihren Lebensunterhalt und den Ihrer Familie eigenständig sichern können, ohne auf Sozialhilfe (Bürgergeld) angewiesen zu sein. Als grobe Richtlinie wird für Alleinstehende oft ein Einkommen um die 1.500 € netto genannt, aber die genaue Summe hängt stark von individuellen Faktoren ab, wie Familienstand, Kinderzahl und Wohnort (Lebenshaltungskosten). Die Behörde prüft Ihre gesamte finanzielle Situation und Zukunftsaussichten. 

Wer darf in Deutschland eine doppelte Staatsbürgerschaft haben?

In Deutschland dürfen seit Juni 2024 alle Personen die doppelte Staatsbürgerschaft haben, da das neue Staatsangehörigkeitsgesetz die Mehrstaatigkeit generell zulässt, sowohl bei der Geburt (Abstammung oder Geburt in Deutschland mit ausländischen Eltern) als auch bei einer Einbürgerung (ohne Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit). Wichtig ist jedoch, dass auch das Herkunftsland eine doppelte Staatsbürgerschaft erlaubt; sonst müssen Sie die bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben, wenn das Heimatland dies fordert.
 

Was ändert sich 2025 für die Einbürgerung?

Die wichtigsten Änderungen bei der Einbürgerung 2025 sind die Abschaffung der „Turbo-Einbürgerung“ nach drei Jahren: Seit 30. Oktober 2025 gilt wieder eine Mindestaufenthaltsdauer von fünf Jahren, die durch besondere Integrationsleistungen (z.B. C1-Sprachkenntnisse) auf drei Jahre verkürzt werden kann, aber nicht mehr auf unter drei Jahre. Das Gesetz betont wieder stärker, dass Integration Zeit braucht, und knüpft die Einbürgerung klar an nachhaltige Integration. Zudem werden die Fragen im Einbürgerungstest um spezifische Fragen zur NS-Zeit und Israel ergänzt, um das Verständnis für die deutsche Geschichte zu prüfen. 

Wann ist man von einem Einbürgerungstest befreit?

In diesen Fällen müssen Sie keinen Einbürgerungstest absolvieren: Sie haben erfolgreich einen Integrationskurs abgeschlossen und den Test „Leben in Deutschland“ bestanden. Damit haben Sie Ihre staatsbürgerlichen Kenntnisse bestätigt. Sie haben einen deutschen Schulabschluss.

Wann kommt das neue Einbürgerungsgesetz 2024?

Am 27.06.2024 ist das Staatsangehörigkeitsmodernisierungsgesetz (StARModG) in Kraft getreten, durch das es möglich ist auch in Fällen, wo das bisher nicht möglich war, die deutsche Staatsangehörigkeit zu beantragen, ohne die bisherige Staatsangehörigkeit zu verlieren.

Welche Nachteile hat die doppelte Staatsangehörigkeit?

Nachteile der doppelten Staatsbürgerschaft sind mögliche doppelte Steuerpflichten (bei fehlenden Abkommen), militärische Dienstpflichten in beiden Ländern (sofern nicht ausgenommen), politische Einschränkungen (z.B. Ausschluss von bestimmten Ämtern) und erhöhte Reisekomplikationen (z.B. Kontrollen bei Drittstaaten), wobei viele dieser Probleme durch bilaterale Abkommen zwischen den Ländern gelöst werden können, wie sie z.B. Deutschland mit der Türkei hat.
 

Welche Länder dürfen doppelte Staatsangehörigkeit haben?

Andere EU-Mitglieder, in denen eine doppelte Staatsbürgerschaft kein Problem darstellt, sind Frankreich, Italien, Portugal, Rumänien, Polen, Griechenland, Ungarn oder Belgien. Finnland erlaubt per Gesetz im Jahr 2003 die doppelte Staatsbürgerschaft und Dänemark traf eine Regelung im Jahr 2014.