Welche neuen Aufbewahrungsfristen gelten ab 2025?

Gefragt von: Frau Antje Hammer B.A.
sternezahl: 4.2/5 (46 sternebewertungen)

Die Frist zur Aufbewahrung für Buchungsbelege, wie Rechnungen und Kostenbelege, wird ab 2025 von zehn Jahren auf acht Jahre verkürzt. Die kürzere Aufbewahrungsfrist gilt für alle Buchungsbelege deren Aufbewahrungsfrist zu Beginn des Jahres 2025 noch nicht abgelaufen ist.

Welche Akten dürfen 2025 vernichtet werden?

Alle Unterlagen, die unter die 10-Jahres-Frist fallen und bis zum 31. Dezember 2014 erstellt werden, können 2025 vernichtet werden. Ebenso können alle Unterlagen entsorgt werden, die unter die 6-Jahres-Frist fallen und bis zum 31.

Welche Aufbewahrungsfristen haben sich ab 2025 geändert?

Neue Aufbewahrungsfristen für Unternehmen – Wie lange müssen Dokumente aufbewahrt werden? Seit 2025 gelten für verschiedene Dokumente neue Aufbewahrungsfristen. Diese sind nun in Aufbewahrungsfristen von 10, 8 und 6 Jahren unterteilt. Die Aufbewahrungsfrist von 8 Jahren wurde mit Beginn des Jahres 2025 eingeführt.

Welche Rechnungen kann ich 2025 entsorgen?

Die neue Frist gilt seit dem 01. Januar 2025 für alle Belege, die noch von der alten Aufbewahrungsfrist erfasst wurden. Konkret bedeutet das: Mit Jahresbeginn 2025 können Sie Belege aus den Jahren bis einschließlich 2016 löschen beziehungsweise schreddern.

Wie lange muss ich Kontoauszüge als Privatperson aufheben?

Privatpersonen müssen Kontoauszüge nicht gesetzlich aufbewahren, aber es wird dringend empfohlen, sie mindestens drei Jahre zu behalten, um bei Streitigkeiten oder unerwarteten Forderungen (z.B. wegen Miete, Versicherungen, Versand) Belege für getätigte Zahlungen zu haben. Bei sehr hohen Einkünften (über 500.000 € p.a.) gilt eine gesetzliche Pflicht von sechs Jahren. 

Neue Aufbewahrungsfristen ab 2025

32 verwandte Fragen gefunden

Warum müssen Aufzeichnungen 7 Jahre lang aufbewahrt werden?

Da Steuererklärungen auf Bundesebene grundsätzlich bis zu drei Jahre nach ihrer Einreichung und bis zu sechs Jahre lang geprüft werden können , wenn die US-Steuerbehörde (IRS) den Verdacht hat, dass Einkünfte nicht vollständig angegeben wurden , ist es ratsam, Steuerunterlagen mindestens sieben Jahre nach Einreichung der Steuererklärung aufzubewahren.

Wie lange müssen Rechnungen ab 2025 aufbewahrt werden?

Die Frist zur Aufbewahrung für Buchungsbelege, wie Rechnungen und Kostenbelege, wird ab 2025 von zehn Jahren auf acht Jahre verkürzt. Die kürzere Aufbewahrungsfrist gilt für alle Buchungsbelege deren Aufbewahrungsfrist zu Beginn des Jahres 2025 noch nicht abgelaufen ist.

Wie lange sollte man Kontoauszüge von Verstorbenen aufbewahren?

Man sollte Kontoauszüge von Verstorbenen für mindestens 3 Jahre aufbewahren, besser aber bis zu 10 Jahre für steuerliche Zwecke und zur Klärung der Erbschaft, da dies die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen für steuerlich relevante Unterlagen (10 Jahre HGB/GewO) und die Verjährungsfristen für manche Ansprüche (3 Jahre BGB) widerspiegelt. Orientieren Sie sich an der längsten Frist (10 Jahre), um auf der sicheren Seite zu sein, insbesondere wenn es um die Nachlassabwicklung und Steuererklärungen geht.
 

Welche Unterlagen müssen trotz digitaler Aufbewahrung auch in Papierform aufbewahrt werden?

Trotz des digitalen Fortschritts bleibt die gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung bestimmter Dokumente bestehen. Besonders für buchführungspflichtige Unternehmen wie Kapital- und Personengesellschaften sind die Vorgaben klar definiert: Handelsbücher, Inventare, Bilanzen und Buchungsbelege müssen archiviert werden.

Kann ich alte Lohnabrechnungen wegschmeißen?

Ja, alte Lohnabrechnungen können Sie wegschmeißen, aber erst nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren für steuerrelevante Unterlagen, was bedeutet: Abrechnungen von 2019 können Sie ab 2025 entsorgen; aber empfohlen wird, sie bis zum Renteneintritt aufzubewahren, da sie als wichtiger Nachweis für Rentenansprüche, Steuerprüfungen, Kreditanträge oder bei der Kontenklärung mit der Rentenversicherung dienen. Prüfen Sie die Abrechnung einmal, wenn sie kommt, und wenn alles stimmt, können Sie sie aufheben, bis die Frist abgelaufen ist, oder bis zur Rente archivieren, am besten digital. 

Kann ich alte Rentenbescheide entsorgen?

Nein, alte Rentenbescheide und zugehörige Unterlagen sollten Sie nicht einfach entsorgen, sondern lebenslang aufbewahren, da sie für die Klärung Ihres Rentenanspruchs entscheidend sind, falls die Rentenversicherung Lücken hat oder Nachweise benötigt werden, insbesondere bei wichtigen Zeiten wie Kindererziehung oder Arbeitslosigkeit. Es gibt keine gesetzliche Pflicht, aber es ist dringend empfohlen, Renteninformationen, Gehaltsabrechnungen, Arbeitsverträge und Sozialversicherungsnachweise bis zum Renteneintritt und darüber hinaus zu behalten, da die Rentenversicherung selbst nur begrenzte Aufbewahrungsfristen hat.
 

Wie lange muss man Akten fürs Finanzamt aufheben?

Steuerunterlagen und Belege für das Finanzamt

Der Lohnsteuerhilfeverein empfiehlt, Steuerunterlagen noch 4 Jahre aufzuheben. Hintergrund: Manchmal ist der Steuerbescheid mit einem Vorläufigkeitsvermerk versehen oder er wurde unter Vorbehalt verschickt. In dem Fall müssen Sie Ihre Belege weiterhin archivieren.

Welche Akten können 2025 entsorgt werden?

Unter die sechsjährige Aufbewahrungspflicht fallen Geschäftsbriefe und Dokumente, die steuerlich weniger relevant sind. Handels- und Geschäftsbriefe – dazu zählen Angebote, Bestellungen und Schriftverkehr – sowie Lohnunterlagen aus dem Jahr 2018 ab Januar 2025 entsorgt werden.

Welche Akten müssen 30 Jahre aufbewahrt werden?

Alle persönlich wichtigen Dokumente sind am besten lebenslänglich aufzubewahren. Dazu gehören Geburts- und Heiratsurkunden sowie Taufscheine oder Sterbeurkunden, aber auch Rentenversicherungsrelevante Unterlagen oder ärztliche Gutachten und Schulzeugnisse.

Was muss 10 Jahre aufbewahrt werden Inventur?

10 Jahre aufzubewahren sind:

  • Handelsbücher.
  • Inventare.
  • Eröffnungsbilanzen.
  • Jahresabschlüsse.
  • die zum Verständnis dieser Unterlagen erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen.
  • Buchungsbelege.

Wie lange muss man Kontoauszüge aufheben?

Für Privatpersonen gilt eine empfohlene Aufbewahrungsfrist von mindestens 3 Jahren für Kontoauszüge, da dies oft der Verjährungsfrist für alltägliche Forderungen entspricht, auch wenn keine direkte gesetzliche Pflicht besteht. Wichtig wird es bei Zahlungsbelegen für Handwerkerleistungen an der Immobilie (2 Jahre) und bei "Vielverdienern" (über 500.000 € Einkommen/Jahr), die 6 Jahre aufbewahren müssen, während Selbstständige oft 10 Jahre beachten sollten.
 

Was tun mit alten Rechnungen und Kontoauszügen?

Auch wenn es sich um alte Kontoauszüge handelt, sollten diese vernichtet werden . Sie enthalten Ihren Namen, Ihre Adresse, Ihre Telefonnummer und Ihre Bankverbindung sowie Informationen zu Ihren Gewohnheiten, Einkäufen und Ihrer Bankhistorie. Selbst wenn das Konto geschlossen ist, sollten die Auszüge trotzdem vernichtet werden.

Welche Unterlagen sollte man lebenslang aufheben?

Lebenslang aufzubewahren sind Unterlagen zur Identität wie Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Sterbeurkunden, Personalausweis, Reisepass oder Führerschein. Ebenso sollten ärztliche Unterlagen wie Befunde und Gutachten lebenslang aufbewahrt werden.

Wie entsorgt man Kontoauszüge?

Papierdokumente endgültig und sicher vernichten

Alternativ können Sie einen Aktenvernichtungsdienst in Anspruch nehmen . Unternehmen kommen zu Ihnen ins Unternehmen, holen die Dokumente ab und vernichten sie fachgerecht. Wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden, vergewissern Sie sich, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt, das die Dokumente sicher vernichtet.

Was muss weiterhin 10 Jahre aufbewahrt werden?

10 Jahre - für Handelsbücher, Inventare, Eröffnungsbilanzen, Jahresabschlüsse, Einzelabschlüsse nach § 325 Abs. 2a, Lageberichte, Konzernabschlüsse, Konzernlageberichte sowie die zu ihrem Verständnis erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen.

Wie lange sollte man Kreditkartenabrechnungen aufbewahren?

Als Verbraucher müssen Sie Ihre Kreditkartenabrechnungen wahrscheinlich nicht länger als 90 Tage aufbewahren. Sicherheitshalber können Sie sie aber bis zu einem Jahr lang aufbewahren. Wenn Sie mit Ihren Kreditkarten Spenden an gemeinnützige Organisationen tätigen, sollten Sie die entsprechenden Belege – wie alle steuerlich relevanten Dokumente – sechs Jahre lang aufbewahren.