Welche Rechnungen sind heute verjährt?

Gefragt von: Armin Meißner
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Heute, am 22. Dezember 2025, sind die meisten Rechnungen aus dem Jahr 2022 verjährt, da die dreijährige Regelverjährung (§§ 195, 199 BGB) am 31. Dezember 2025 endet und der Anspruch bei Forderungen aus 2022 bereits am 31. Dezember 2024 erloschen ist; beachten Sie aber Sonderfälle wie Bauleistungen (5 Jahre) oder titulierter Forderungen (30 Jahre) und dass die Verjährung durch Mahnverfahren oder Teilzahlungen gehemmt werden kann.

Welche Rechnungen verjähren nicht?

Eine Rechnung ohne Mahnung verjährt wie alle anderen Rechnungen auch nach drei Jahren. Aber auch eine von dir verschickte Mahnung hat keine Auswirkung auf die Verjährungsfrist. Ein gerichtliches Mahnverfahren und der dazugehörige korrekt ausgefüllte Mahnbescheid sind eine Möglichkeit, die Verjährung zu stoppen.

Wie weit rückwirkend dürfen Rechnungen gestellt werden?

Rechnungen können grundsätzlich rückwirkend jederzeit gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, die am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Es gibt also keine Frist für die Rechnungsstellung selbst (abgesehen von umsatzsteuerlichen Sonderfällen), aber eine klare Grenze, nach der der Kunde die Zahlung rechtlich verweigern kann, auch wenn die Rechnung noch kommt. 

Wann muss eine Rechnung nicht mehr bezahlt werden?

Allgemein gilt für Rechnungen aller Art eine gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. Der Ablauf der Frist beginnt mit Ende des Kalenderjahres, in dem die Forderung gestellt wurde. Handelt es sich also zum Beispiel um eine Rechnung vom 03. Mai 2023, so verjährt die Rechnung zum 31.12.2026.

Ist es möglich, nach 2 Jahren noch eine Rechnung zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden kann bereits verjährt sein, da die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren am Ende des Jahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde (z.B. Leistung März 2022 -> Fristende 31.12.2025). Nach Ablauf dieser 3 Jahre kann sich der Kunde auf die Verjährung berufen und die Zahlung verweigern, auch wenn die Rechnung noch kommt. Sonderfälle wie Mängelansprüche bei Bauwerken haben kürzere Fristen (5 Jahre), aber die Hauptfrist ist entscheidend.
 

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Ist es möglich, eine 2 Jahre alte Rechnung zu stellen?

Kann man nach 2, 3 oder 5 Jahren noch eine Rechnung stellen? Ja, es ist möglich, eine Rechnung nachträglich zu stellen. Doch auch wenn es keine Verjährungsfrist für die Rechnungsstellung gibt, so kann die Zahlungsfrist verjähren.

Wann verjährt eine Forderung, wenn keine Rechnung gestellt wurde?

vier Jahre nach Auftragserteilung.

Wann ist eine Forderung erloschen?

Die regelmäßige Verjährungsfrist für Schulden beträgt in Deutschland gemäß § 195 BGB drei Jahre. Die Frist beginnt am Ende des Jahres,unter der Bedingung, dass die Forderung im Laufe des Jahres fällig geworden ist, in dem die Leistung erbracht wurde.

Wie lange kann man Rechnungen nachträglich einfordern?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: Es gibt keine Verjährung, wenn Sie eine Rechnung rückwirkend stellen möchten. Sie können also immer rückwirkend eine Rechnung schreiben – egal, wie lange die Erbringung der Leistung bzw. die Lieferung des Produkts her ist.

Wie lange kann man eine Rechnung nicht zahlen?

Einfach ausgedrückt: Der Kunde muss deine Rechnung nicht mehr bezahlen! Grundsätzlich wird die Verjährung im Bürgerlichen Gesetzbuch (§§ 1478 ff ABGB) geregelt. Dort findet sich auch die in Deutschland gültige Regelverjährung von drei Jahren.

Welche Forderungen verjähren nach 2 Jahren?

Kaufvertragliche Gewährleistungsansprüche bei beweglichen Sachen sowie werk- und reisevertragliche Gewährleistungsansprüche verjähren grundsätzlich in zwei Jahren.

Wie lange kann ich eine Rechnung hinauszögern?

Grundsätzlich gilt es aber, die gesetzliche Frist zur Rechnungsstellung zu beachten. Diese beträgt sechs Monate nach Leistungserbringung. Beachten Sie unbedingt: Auch die Forderungen aus rückwirkend gestellten Rechnungen verjähren nach drei Jahren.

Was tun, wenn man keine Rechnung bekommt?

Sofern der Leistungserbringer keine Rechnung ausstellt, muss der Leistungsempfänger die Erteilung einer Rechnung auf dem ordentlichen Rechtsweg vor den Zivilgerichten einklagen. Anspruchsgrundlage für diese Verpflichtung ist das zugrundeliegende zivilrechtliche Rechtsverhältnis i.V.m. der sich aus § 14 Abs.

Wann muss eine Rechnung nicht bezahlt werden?

Laut §286 BGB gilt eine Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Erhalt der Rechnung, sofern keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Nach Ablauf dieser Zeit tritt automatisch Zahlungsverzug ein, sofern der Schuldner nicht gezahlt hat. Häufig finden sich auf Rechnungen aber auch andere Zahlungsfristen.

Welche Rechnungen sind 2025 verjährt?

Verjährung. Nach den genannten Rechtsgrundlagen verjähren zum Jahreswechsel 2025/2026 Honorarrechnungen an Patientinnen und Patienten, die im Lauf des Jahres 2022 erstellt und der Patientin bzw. dem Patienten zugestellt worden sind.

Welche Rechnungen verjähren 2025?

Mit Ablauf des 31.12.2025 verjähren alle Forderungen, die in 2022 entstanden sind. Entstanden ist der Anspruch auf den Kaufpreis oder den Werklohn, wenn der Unternehmer seine vertragliche Leistung erbracht hat. Auf eine Rechnungsstellung kommt es nicht an.

Wie lange kann eine Rechnung rückwirkend gestellt werden?

Rechnungen können grundsätzlich rückwirkend jederzeit gestellt werden, solange die Leistung erbracht wurde, aber die Zahlungspflicht des Kunden verjährt nach der regelmäßigen Verjährungsfrist von drei Jahren, die am Ende des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist. Es gibt also keine Frist für die Rechnungsstellung selbst (abgesehen von umsatzsteuerlichen Sonderfällen), aber eine klare Grenze, nach der der Kunde die Zahlung rechtlich verweigern kann, auch wenn die Rechnung noch kommt. 

Wann verjährt eine Dienstleistung ohne Rechnung?

Bei Privatkunden verjährt Ihr Anspruch auch ohne Rechnungsstellung drei Jahre nach der ausdrücklichen oder stillschweigenden Werkabnahme. Im öffentlichen Baurecht beginnt die Verjährung erst mit Ihrer Rechnungsstellung, die sie innerhalb von sechs Monaten nach Abnahme übergeben müssen.

Kann eine Mahnung die Verjährungsfrist von Rechnungen hemmen?

Egal, ob mündlich oder schriftlich, Mahnungen können eine Verjährungsfrist nicht verhindern. Anders sieht es allerdings aus, wenn deine Kundschaft nach erhaltener Mahnung einen Teil der Rechnung bezahlt: Dann ist die Verjährung unterbrochen und läuft ab der letzten Zahlung für weitere drei Jahre.

Wann verjähren Rechnungen an Privatpersonen?

Der Gesetzgeber hat die Verjährung von Rechnungen aus dem täglichen Leben klar geregelt. Paragraf 195 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sieht eine Frist von drei Jahren vor.

Wann tritt Verjährung nicht ein?

Die Verjährung einer Forderung tritt nicht ein, wenn sie gehemmt ist oder neu beginnt (siehe unten). Hemmung der Verjährung bedeutet, dass mit Eintritt des Hemmungs- grundes die Verjährung zum Stillstand kommt und nach dessen Wegfall weiterläuft.

Wann ist eine Forderung ungültig?

Die regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB beträgt drei Jahre und gilt für die meisten geschäftlichen Forderungen. Entscheidend für die Berechnung ist nicht das Datum der Rechnungsstellung, sondern der Zeitpunkt der Leistungserbringung.

Wie lange Zeit ist es, eine Rechnung zu stellen?

Die Frist für die Rechnungsstellung hängt vom Empfänger ab: Bei Leistungen an andere Unternehmen (B2B) oder juristische Personen muss die Rechnung meist innerhalb von sechs Monaten nach Leistungserbringung gestellt werden (§ 14 Abs. 2 UStG), sonst drohen Bußgelder. Bei Privatkunden (B2C) gibt es keine generelle gesetzliche Höchstfrist, aber die Rechnung sollte zeitnah erfolgen, um Zahlungsverzug (nach 30 Tagen ab Fälligkeit) auslösen zu können. 

Ist es möglich, eine Rechnung erst nach 2 Jahren zu stellen?

Ja, ein Handwerker kann auch nach zwei Jahren noch eine Rechnung stellen, aber die Zahlungspflicht des Kunden kann bereits verjährt sein, da die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren am Ende des Jahres beginnt, in dem die Leistung erbracht wurde (z.B. Leistung März 2022 -> Fristende 31.12.2025). Nach Ablauf dieser 3 Jahre kann sich der Kunde auf die Verjährung berufen und die Zahlung verweigern, auch wenn die Rechnung noch kommt. Sonderfälle wie Mängelansprüche bei Bauwerken haben kürzere Fristen (5 Jahre), aber die Hauptfrist ist entscheidend.
 

Wie lange können Gläubiger ihre Forderungen geltend machen?

Gläubiger können Forderungen meist drei Jahre geltend machen (regelmäßige Verjährungsfrist nach § 195 BGB), beginnend am Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstand. Für bestimmte Ansprüche gelten Sonderfristen (z.B. 2 Jahre bei Kaufvertrag-Gewährleistung, 5 Jahre bei Baumängeln), und titelierte Forderungen (gerichtlich festgestellt) verjähren erst nach 30 Jahren (§ 197 BGB). Verhandlungen oder Mahnbescheide können die Verjährung hemmen oder neu beginnen lassen.