Welche Risikoarten gibt es im Kreditgeschäft für Banken?

Gefragt von: Fredi Kurz-Kaufmann
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Im Kreditgeschäft für Banken gibt es Hauptrisikoarten wie das Kreditrisiko (Ausfallrisiko, Bonitätsrisiko, Adressenausfallrisiko) mit Unterformen wie Länder- und Konzentrationsrisiko, sowie eng verknüpfte Risiken wie Liquiditätsrisiko, Marktrisiko (Zins-, Währungs-, Inflationsrisiko), Sicherungsrisiko, Operationelles Risiko und Reputationsrisiko, die alle zu finanziellen Verlusten führen können.

Welche Risiken gibt es bei Krediten?

Kreditrisiko

  • Eigenmittel.
  • Kreditrisiko.
  • Operationelles Risiko.
  • Marktrisiko.
  • CVA-Risiko.

Welche Arten von Risiken gibt es im Bankwesen?

Das OCC hat neun Risikokategorien für die Bankenaufsicht definiert. Diese Risiken sind: Kreditrisiko, Zinsrisiko, Liquiditätsrisiko, Preisrisiko, Devisenrisiko, Transaktionsrisiko, Compliance-Risiko, strategisches Risiko und Reputationsrisiko . Diese Kategorien schließen sich nicht gegenseitig aus; jedes Produkt oder jede Dienstleistung kann die Bank mehreren Risiken aussetzen.

Welche Risikoarten gibt es für Banken?

Risikoarten

  • Marktpreisrisiko. ...
  • Liquiditätsrisiko. ...
  • Adressenrisiko. ...
  • Operationelle Risiken.

Welche Risiken gibt es bei Banken?

bankbetriebliche Risiken

  • Erwartungswert.
  • Großkredit.
  • Großkreditrisiko.
  • Kreditrisiko.
  • Liquiditätsrisiko.
  • Marktpreisrisiko.
  • operationelles Risiko.
  • RAROC.

Kreditgeschäft der Banken | Aktiv- & Passivgeschäft | Ausfallrisiko & Zinsänderungsrisiko | erklärt

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Welche Arten von Risiken gibt es?

Risikoarten lassen sich nach Herkunft (intern/extern), Funktion (strategisch, operativ, finanziell) oder spezifischen Bereichen (Markt-, Kredit-, IT-, Personalrisiken) klassifizieren; wichtig sind die Unterscheidung in strategische Risiken (Ziele), operative Risiken (Abläufe), finanzielle Risiken (Geldflüsse) und technologische/IT-Risiken, ergänzt durch externe Risiken wie Markt- oder Reputationsrisiken und interne Risiken wie Personal- oder Prozessrisiken, um Risiken systematisch zu identizieren und zu steuern.
 

Was sind Risikopositionen im Bankwesen?

Risikoposition sind im Bankwesen sämtliche Aktivposten (Vermögenswerte) und außerbilanzielle Bilanzpositionen, die mit Eigenmitteln zu unterlegen sind.

Welche Risikotypen gibt es?

"Risikotypen" beschreiben, wie Individuen oder Unternehmen Risiken wahrnehmen und bewerten, oft unterteilt in Anlegerprofile wie konservativ, ausgewogen, risikobereit (Fokus auf Sicherheit vs. Rendite) oder in Unternehmenskontexten nach Art des Risikos (z.B. operativ, strategisch, finanziell). Es gibt auch mythologische Risikotypen wie Kassandra oder Pythia, die Unsicherheit beschreiben, sowie Risikoklassen bei Fonds (SRRI) von niedrig bis hoch.
 

Welche Risiken sind Banken ausgesetzt?

Eine schwache Governance und unzureichende Risikokontrollen können auch dazu führen, dass Banken Risiken im Zusammenhang mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung ausgesetzt sind. Für die Aufsicht in diesen Bereichen sind zwar nach wie vor die nationalen Behörden zuständig.

Was sind Beispiele für Risiken?

Höhere Gewalt wie Personalausfall, Unwetter, Ausfall von Lieferanten, technische Katastrophen. Organisatorische Mängel wie mangelhafte Kontrollen, unzureichende Dokumentation, Fehlen von Regelungen. Menschliche Fehlhandlungen wie Fehlbedienungen, Fehlverhalten.

Welche Beispiele gibt es für operationelle Risiken in Banken?

Operationelles Risiko bei Banken sind Verluste durch Fehler in Prozessen, Systemen, Menschen oder externe Ereignisse, wie Betrug (z.B. Jérôme Kerviel bei Société Générale, wo ein Händler Kontrollen umging), Datenfehler (z.B. falsche Überweisungen), Systemausfälle oder mangelnde Compliance, was zu massiven Schäden führen kann. Konkrete Beispiele sind der FlowTex-Skandal (gefälschte Rechnungen), der Jürgen Schneider-Fall (unzureichende Kreditprüfung) oder die oben genannte Volksbank Düsseldorf Neuss (Millionenverlust durch mutmaßlichen Betrug/Fehlleitung). 

Was sind Risiken?

Risiken sind die Möglichkeit zukünftiger, bewerteter Ereignisse, die von geplanten Zielen abweichen und negative Auswirkungen (Verlust, Schaden) haben können, aber im weiteren Sinne auch positive Chancen einschließen. Sie entstehen durch Unsicherheiten, den Zufall und die Unvorhersehbarkeit der Zukunft und betreffen Bereiche wie Finanzen, Gesundheit, Beruf und Umwelt. Ein Risiko besteht immer aus einer Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß.
 

Was ist Risikomanagement bei Banken?

Risikomanagement in Banken ist ein umfassender Prozess zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller Risiken (wie Kredit-, Markt-, operationelle-, Liquiditäts- und Compliance-Risiken), um die Existenz der Bank zu sichern und die Rentabilität zu optimieren, gestützt durch regulatorische Vorgaben wie die MaRisk der BaFin und zunehmend durch Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI). Es dient der Sicherung der Risikotragfähigkeit, der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und der strategischen Entscheidungsfindung.
 

Was ist Kreditrisiko?

Unter Kreditrisiko versteht man das spezifische Wagnis der Geschäftsbanken bei Gewährung von Krediten: Forderungsausfallrisiko, das in der Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zins- und Tilgungszahlungen besteht, die ein Kreditnehmer zu erbringen hat (Kreditausfallrisiko).

Welche 3 Kreditarten gibt es?

Die drei häufigsten Kreditarten sind der Ratenkredit (auch Privat- oder Konsumkredit genannt) für allgemeine Anschaffungen, der Dispokredit (Kontokorrentkredit) für kurzfristige Überziehungen und der Immobilienkredit (Baufinanzierung) für den Kauf oder Bau von Immobilien; sie unterscheiden sich durch Verwendungszweck, Laufzeit und Kosten. 

Welche Arten von Kreditsicherheiten gibt es bei Banken?

Banken verlangen Sicherheiten wie Immobilien (Grundschuld/Hypothek), Bürgschaften (oft selbstschuldnerisch), Verpfändungen von Wertpapieren oder Guthaben, Lebensversicherungen (Rückkaufswert), Bausparverträge, Sicherungsübereignung (z.B. Fahrzeug) und Abtretung von Forderungen (z.B. Gehalt), um das Kreditrisiko zu minimieren, wobei der Wert und die leichte Verwertbarkeit entscheidend sind. Zusätzlich prüfen sie die Bonität anhand von Einkommensnachweisen und regelmäßigen Ausgaben. 

Was ist Risikokultur in einer Bank?

Risikokultur in Banken beschreibt die gemeinsamen Werte, Normen und Verhaltensweisen aller Mitarbeiter im Umgang mit Risiken, weit über formale Regeln hinaus, geprägt durch eine starke Führung (Tone from the Top), klare Verantwortlichkeiten, offene Kommunikation und passende Anreize, um sicherzustellen, dass alle Entscheidungen mit den Risikozielen der Bank übereinstimmen, gestärkt durch Aufsichtsbehörden nach der Finanzkrise 2008. 

Wer haftet, wenn die Bank pleite geht?

Geht eine Bank pleite und kann die Kundengelder nicht mehr zurückzahlen, entschädigt die EdB die Bankkunden. Dabei ist zu beachten, dass die EdB bis maximal 100.000 Euro pro Kunde und Bank entschädigt.

Was ist das Ausfallrisiko?

Ausfallrisiko wird auch als die Gefahr bezeichnet, dass ein Unternehmen insolvent wird, dessen Anteile oder festverzinsliche Wertpapiere ein Anleger erworben hat. Die Konsequenz in beiden Fällen sind Teil- oder Totalausfälle. Das Ausfallrisiko wird verringert, indem Kredite mit Sicherheiten verstärkt werden.

Welche 7 Risikoklassen gibt es?

Hier finden Sie das Modell der sieben Risikoklassen im Detail:

  • Risikoklasse 1: Sicherheit. ...
  • Risikoklasse 2: Sicherheitsorientiert. ...
  • Risikoklasse 3: Konservativ sicherheitsorientiert. ...
  • Risikoklasse 4: Solide ertragsorientiert. ...
  • Risikoklasse 5: Konservativ wachstumsorientiert. ...
  • Risikoklasse 6: Wachstumsorientiert/spekulativ.

Welche 4 Risikostrategien gibt es?

4.5 Risikostrategie wählen

  • die Übernahme der Risiken,
  • der Transfer der Risiken,
  • die Vermeidung der Risiken sowie.
  • die Reduktion der Risiken.

Was gibt es für Risiken?

Risikoarten lassen sich nach Herkunft (intern/extern), Funktion (strategisch, operativ, finanziell) oder spezifischen Bereichen (Markt-, Kredit-, IT-, Personalrisiken) klassifizieren; wichtig sind die Unterscheidung in strategische Risiken (Ziele), operative Risiken (Abläufe), finanzielle Risiken (Geldflüsse) und technologische/IT-Risiken, ergänzt durch externe Risiken wie Markt- oder Reputationsrisiken und interne Risiken wie Personal- oder Prozessrisiken, um Risiken systematisch zu identizieren und zu steuern.
 

Was ist der Kreditrisikostandardansatz?

Im Kreditrisikostandardansatz ( KSA ) werden die Risikopositionen aufsichtlich vorgegebenen Forderungsklassen ( z.B. Unternehmen, Mengengeschäft) zugeordnet und (grundsätzlich) anknüpfend an externe Ratings die zugehörigen Bonitätsgewichte ermittelt.

Was ist RWA bei Banken?

RWA (Risk-weighted Assets / Risikogewichtete Aktiva) sind eine zentrale Kennzahl für Banken, die ihre Vermögenswerte nach Risikograd gewichtet, um zu bestimmen, wie viel Eigenkapital sie vorhalten müssen – eine Anforderung, die durch Basel-III-Regularien (wie CRR III) festgelegt wird, um die Stabilität des Finanzsystems zu sichern, indem sie sicherstellt, dass Banken Verluste aus risikoreichen Geschäften abdecken können. RWA sind ein Maß für die Risikotragfähigkeit und beeinflussen direkt die Eigenkapitalquote einer Bank, wobei risikoreichere Aktiva höhere RWA und somit mehr erforderliches Kapital bedeuten. 

Was sind Risikokosten bei der Bank?

Risikokosten sind in der Bankbetriebslehre Zusatzkosten, gehören zu den kalkulatorischen Kosten und werden für Ausfallrisiken in der Kosten- und Erlösrechnung im Bankbetrieb berücksichtigt.