Welche Schulden muss ich beim BAföG angeben?

Gefragt von: Tobias Wiese
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Beim BAföG-Antrag musst du alle deine eigenen Schulden und Verbindlichkeiten angeben, die deine Ausbildung belasten könnten, wie z.B. offene Kredite, Hypotheken oder Lasten aus vorzeitiger Auflösung von Verträgen (z.B. Bausparer, Lebensversicherungen) – diese werden vom Vermögen abgezogen, aber das BAföG-Darlehen selbst ist erst nach der Förderung relevant. Wichtig ist auch die Angabe von Vermögenswerten (Guthaben, Autos, Wertpapiere), da diese zur Finanzierung der Ausbildung herangezogen werden, bevor BAföG gezahlt wird, wobei Freibeträge gelten.

Was muss man beim BAföG alles angeben?

Was muss ich beim BAföG-Antrag angeben?

  • Dein Vermögen.
  • Deinen Nebenjob.
  • Deine Krankenversicherung.
  • Deine Ausbildungsstätte.
  • Deine Schulden.
  • Deine Geschwister.
  • das Einkommen Deiner Eltern.
  • und noch viel mehr angeben.

Werden Kredite beim BAföG berücksichtigt?

Denn seit 1981 berücksichtigt das Bafög nur noch "positive Einkommensarten" der Eltern, negative wie Darlehen, Hypotheken, Kredite werden bei der Förderung ignoriert. Wenn die Eltern deswegen den Unterhalt nicht zahlen können, können Studenten im Bafög-Amt Vorausleistung beantragen.

Kann man seine BAföG-Schulden einsehen?

Wenn Sie sich mit Ihrem Personalausweis mit der Online-Ausweisfunktion bei BAföG-online angemeldet haben, können Sie sich die Daten zu Ihren Zahlungsverpflichtungen und Kontobewegungen auf Ihrem Darlehenskonto anzeigen lassen.

Was zählt zum Gesamtvermögen BAföG?

Bei deinem BAföG-Antrag spielt dein gesamtes Vermögen eine Rolle. Dazu gehört das Geld auf deinem Konto, aber beispielsweise auch der Zeitwert deines Autos. Insgesamt hast du einen Vermögensfreibetrag von 15.000 Euro. Bist du über 30 Jahre alt, liegt dieser Freibetrag bei 45.000 Euro.

20.000€ Bafög Schulden! Das passiert wenn du den Antrag falsch ausfüllst

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Werden Schulden beim BAföG berücksichtigt?

Studienkredite, der Bildungskredit und das BAföG-Bankdarlehen, werden berücksichtigt und mindern das Vermögen. Sie müssen im Antrag gesondert angegeben und belegt werden. Schulden durch das BAföG-Staatsdarlehen sind jedoch keine Verbindlichkeiten, die das Vermögen im Sinne des BAföG mindern können.

Zählt ein Girokonto zu den Vermögenswerten?

Da es sich bei Vermögenswerten um Bargeld oder etwas handelt, das in Bargeld umgewandelt werden kann, gilt ein Girokonto als Vermögenswert, solange es einen positiven Wert aufweist . Ist Ihr Girokonto überzogen, schulden Sie Ihrer Bank oder Sparkasse Geld, wodurch es zu einer Verbindlichkeit wird.

Wie hoch darf der Kontostand bei BAföG sein?

Beim BAföG darfst du bis zu 15.000 € eigenes Vermögen haben (ab 30 Jahren sogar bis zu 45.000 €), ohne dass es deine Förderung kürzt; darüber hinaus gehende Beträge werden anteilig auf deinen BAföG-Satz angerechnet. Was als Vermögen zählt, sind Sparguthaben, Bausparverträge, Wertpapiere, aber auch Autos (ab einem bestimmten Wert) und Immobilien. 

Wird ein Auto auf BAföG angerechnet?

Das Kfz wird in Höhe des Zeitwertes auf als Vermögen angerechnet. Du hast das Kfz geleast oder gemietet. Ein geleastes oder gemietetes Kfz spielt beim BAföG keine Rolle.

Kann BAföG meinen Kontostand sehen?

Ja, das BAföG-Amt darf Ihr Konto einsehen, allerdings nicht direkt Ihre Kontobewegungen oder aktuellen Stände ohne Grund, sondern durch einen automatisierten Datenabgleich mit dem Finanzamt (§ 93 Abs. 8 Abgabenordnung), um die Existenz Ihrer Konten zu prüfen und verstecktes Vermögen zu entdecken. Es geht primär um die Existenz von Konten und Stichtags-Stände zur Vermögensprüfung, nicht um tagesaktuelle Bewegungen, aber bei Verdacht können auch Kontoauszüge angefordert werden. 

Werden BAföG Schulden irgendwann erlassen?

Wann können BAföG-Schulden erlassen werden? Eine gute Nachricht gib es noch: Die verbleibende Restschuld wird dir 20 Jahre nach Beginn der Rückzahlungsverpflichtung erlassen. Das gilt seit 2022 wegen einer Gesetzesänderung sogar für die sogenannten Altschuldner*innen, die vor 2019 BAföG bezogen haben.

Werden Schulden vom Vermögen abgezogen?

Nach § 10 Abs. 6a Satz 1 ErbStG sind Schulden und Lasten insoweit nicht abzugsfähig, soweit sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit Vermögensgegenständen stehen, die steuerbefreit sind.

Wann bekommt ein Student kein BAföG mehr?

Studenten bekommen kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder das eigene Einkommen zu hoch ist, sie die Regelstudienzeit oder die Altersgrenze (i.d.R. 45 Jahre) überschreiten, zu viele Leistungsnachweise fehlen, ein Zweitstudium begonnen wird oder die Ausbildung nicht förderungswürdig ist (z.B. duales Studium, Fernstudium, Pflichtpraktika), aber es gibt auch Ausnahmen. 

In welchen Fällen wird BAföG abgelehnt?

Man bekommt kein BAföG, wenn das Einkommen der Eltern oder eigenes Einkommen zu hoch ist, man die Altersgrenze (meist 45 Jahre, mit Ausnahmen) überschreit, die Regelstudienzeit stark überschreitet, bereits einen ersten Hochschulabschluss hat (z.B. Master nach Bachelor), Teilzeit studiert, bestimmte Vermögensgrenzen überschreitet oder die nötigen Leistungsnachweise nicht erbringt. Auch bei Nichtbestehen der Zwischenprüfung ohne anerkannte Gründe kann die Förderung entfallen. 

Was sind sonstige Nachweise beim BAföG?

Fehlende Nachweise: Hier werden alle Nachweise aufgelistet, die aufgrund Ihrer Angaben im Antrag notwendig sind. Sonstige Nachweise: Bitte laden Sie hier alle weiteren Formblätter hoch (zum Beispiel Einkommenserklärungen von Ehepartnern, Lebenspartnern oder Formblätter zu Kindern oder Praktikum).

Was sind Nachteile von BAföG?

Einer der größten Nachteile der BAföG-Förderung ist, dass es sich dabei um eine Art Darlehen handelt. Bis zu einer Obergrenze von 10.000 € muss ungefähr die Hälfte der erhaltenen Zahlungen an die Bundeskasse zurückgeführt werden.

Wird Kredit bei BAföG angerechnet?

Da der KfW-Kredit nicht auf das BAföG angerechnet wird, lässt sich mit beiden Optionen eine solide Finanzbasis schaffen. Jedoch ist eine frühzeitige Planung und ein bewusster Umgang mit Krediten entscheidend, um die Rückzahlungen im späteren Berufsleben ohne finanzielle Belastungen zu bewältigen.

Welche Einnahmen muss man beim BAföG angeben?

Beim Einkommen der Auszubildenden ist das aktuelle, das heißt das im Bewilligungszeitraum erzielte Einkommen maßgebend. Bei ihren Ehegatten, eingetragenen Lebenspartnern und Eltern allerdings zählt das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraums.

Welches Vermögen darf ich beim BAföG haben?

Beim BAföG dürfen Studierende bis 30 Jahre 15.000 € Vermögen behalten, Ältere ab 30 Jahren sogar bis zu 45.000 €; für Ehepartner oder Kinder gibt es zusätzliche Freibeträge von jeweils 2.300 €. Übersteigt das eigene Vermögen diesen Betrag, wird der darüber liegende Teil monatlich vom BAföG abgezogen, indem der Gesamtbetrag über die Monate des Bewilligungszeitraums aufgeteilt wird. 

Kann ich BAföG trotz Schulden beantragen?

BAföG beantragen trotz Schulden

Im BAföG-Antrag müssen alle Vermögenswerte angegeben werden. Dazu zählt nicht nur das Bankguthaben, sondern auch Bausparverträge, Wertpapiere, Autos, Immobilien oder Lebensversicherungen. Zusätzlich müssen auch alle Schulden angegeben werden.

Wie viel Geld darf man auf dem Girokonto haben mit BAföG?

Beim BAföG darfst du bis zu 15.000 € eigenes Vermögen haben (ab 30 Jahren sogar bis zu 45.000 €), ohne dass es deine Förderung kürzt; darüber hinaus gehende Beträge werden anteilig auf deinen BAföG-Satz angerechnet. Was als Vermögen zählt, sind Sparguthaben, Bausparverträge, Wertpapiere, aber auch Autos (ab einem bestimmten Wert) und Immobilien. 

Wie viel Geld darf man im Girokonto haben?

Auf dem Girokonto gibt es grundsätzlich keine gesetzliche Obergrenze, wie viel Geld Sie haben dürfen, aber die EU-weite Einlagensicherung schützt bis zu 100.000 € pro Kunde und Bank. Banken können intern Verwahrentgelte für sehr hohe Summen berechnen, daher ist es ratsam, überzähliges Geld (über den Notgroschen hinaus) auf andere Anlageformen wie Tagesgeldkonten zu verteilen, um es besser zu verzinsen und bei Bedarf sofort zugänglich zu haben. Für Bareinzahlungen über 10.000 € müssen Sie den Herkunftsnachweis erbringen. 

Ist Bankguthaben der Kontostand?

Das Guthaben bezeichnet eine Summe an Mitteln, meist Geld, die dem Kontoinhaber oder der Person auf welche ein Konto ausgeschrieben ist, zur Verfügung steht. Bei einem Bankkonto wird unterschieden zwischen dem Kontostand und dem tatsächlichen Guthaben.

Hat das Finanzamt Einblick auf mein Girokonto?

(VLH) unter anderem Name, Adresse, Geburtsdatum sowie Konto- und Depotnummern. Auch Eröffnungs- und Schließungsdaten sowie die Namen von Verfügungsberechtigten oder wirtschaftlich Berechtigten werden erfasst. Laut dem Bundeszentralamt für Steuern erfolgt keine Einsicht in Kontobewegungen oder Kontostände.