Welche Steuererklärung muss ein Kleinunternehmer abgeben?

Gefragt von: Herr Dr. Wolfram Gross B.Eng.
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Als Kleinunternehmer:in musst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Teil der Steuererklärung ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR). In dieser Anlage ermittelst Du Deinen Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit, indem Du Deine Einnahmen und Ausgaben miteinander verrechnest.

Welche Steuererklärung muss ich als Kleinunternehmer abgeben?

Als Kleinunternehmer bist du von der Umsatzsteuerpflicht befreit, musst aber dennoch eine Einkommenssteuererklärung mit Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) abgeben. Dabei sind der Mantelbogen sowie je nach Tätigkeit die Anlage EÜR, Anlage G (für Gewerbetreibende) oder Anlage S (für Freiberufler) relevant.

Welche Steuern muss ich als Kleinunternehmer machen?

Als Kleinunternehmer*in musst du bis auf die Umsatzsteuer auch weiterhin Einkommensteuer und Gewerbesteuer bezahlen. Als Kapitalgesellschaft zahlst du weiterhin die Körperschaftsteuer. Als Kleinunternehmer*in musst du keine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen.

Wann muss ein Kleinunternehmer die EÜR abgeben?

Die Steuererklärung inklusive EÜR musst du bis zum 31. Juli des Folgejahres abgeben. Achtung: Früher durften Kleinunternehmer*innen statt der Anlage EÜR eine formlose Einnahmenüberschussrechnung einreichen.

Welche Formulare muss ich als Kleinunternehmer in ELSTER ausfüllen?

Welche Formulare muss ich als Kleinunternehmer in ELSTER ausfüllen? Mindestens: Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) und je nach Tätigkeit die Anlage S (freiberuflich) oder Anlage G (gewerblich). Wenn du Umsatzsteuer abführst, kommen USt-Voranmeldung und Umsatzsteuererklärung hinzu.

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Welche Formulare benötigt ein Kleinunternehmer für die Steuererklärung?

Für die vollständige Steuererklärung benötigt ein Kleingewerbe die folgenden Formulare:

  • Hauptvordruck oder Mantelbogen (ESt 1A)
  • Anlage Außergewöhnliche Belastungen.
  • Anlage Vorsorgeaufwand.
  • Anlage KAP (Kapitalertragsteuer)
  • Anlage G (Gewerbesteuererklärung)
  • Anlage S (ersetzt bei Freiberuflern die Anlage G)

Kann ich als Kleinunternehmer meine Steuererklärung selbst machen?

Wie mache ich meine Steuererklärung als Kleinunternehmer? ls Selbstständige:r musst du deinen Gewinn für die Steuererklärung selber ermitteln. Kleinunternehmer:innen haben es dabei aber meist einfacher als andere Selbstständige. Es genügt, eine einfache Einnahmeüberschussrechnung (kurz EÜR) zu erstellen.

Wie oft prüft das Finanzamt Kleinunternehmer?

Während Großbetriebe und Konzerne ungefähr alle fünf Jahre mit einer Betriebsprüfung rechnen können, verringert sich der durchschnittliche Prüfungsturnus bei Kleinbetrieben auf alle 20 bis 30 Jahre, bei Kleinstunternehmen wird im Schnitt sogar nur alle 50 bis 100 Jahre geprüft.

Wie erstellt man eine Steuererklärung für ein Kleingewerbe?

Für ein Kleingewerbe gelten prinzipiell die gleichen steuerlichen Regeln wie bei einem regulären Gewerbe. Unterschiede gibt es, wenn du zum Beispiel die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmst. Dann musst du bis zu einem bestimmten Grenzbetrag keine Umsatzsteuer ausweisen und abführen.

Welche Anlage ELSTER muss ein Kleingewerbe ausfüllen?

Wer muss die Anlage EÜR ausfüllen? Mit der Anlage EÜR ermitteln folgende Unternehmer ihren Gewinn: Freiberufler, Kleingewerbetreibende sowie Kaufleute e.K. (Umsatz < 800.000 €, Gewinn < 80.000 €).

Wie oft muss ich als Kleinunternehmer eine Steuererklärung abgeben?

Als Kleingewerbebetreibender musst du in jedem Fall jährlich eine Steuererklärung über dein erzieltes Einkommen abgeben. Dabei spielt es keine Rolle, ob du nur ein Kleingewerbe betreibst oder vielleicht nebenher noch als Angestellter tätig bist.

Welche Steuern muss ich als Kleinunternehmer im Jahr 2025 zahlen?

Wie viel darf ich als Kleinunternehmer:in steuerfrei verdienen? Der Grundfreibetrag liegt 2025 bei 12.096 Euro. Einkünfte unter diesem Betrag sind einkommensteuerfrei. Die Kleinunternehmerregelung gilt bei einem Umsatz bis 25.000 Euro im Vorjahr und bis 100.000 Euro im laufenden Jahr.

Welche Änderungen gibt es ab 2025 für die Kleinunternehmerregelung?

Hinweis: Der Gesetzgeber hat mit dem Jahressteuergesetz 2024 die Kleinunternehmerregelung zum 1. Januar 2025 deutlich ausgeweitet und umfassend modifiziert. Insbesondere die Umsatzgrenzen von 22.000 Euro (Vorjahr) und 50.000 Euro (lfd. Kalenderjahr) wurden auf 25.000 Euro und 100.000 Euro angehoben.

Welche Steuern als Kleinunternehmer?

Der Kleingewerbetreibende zahlt zusätzlich zur Einkommensteuer auch Gewerbesteuer. Für die Gewerbesteuererklärung darf der Kleingewerbetreibende einen Freibetrag von 24.500 € pro Jahr ansetzen. Der Kleingewerbetreibende muss außerdem die Umsatzsteuer für das Kleingewerbe abführen.

Was passiert, wenn ich als Kleinunternehmer mehr als 22.000 Euro verdiene?

Im Jahr 2021 erzielt er einen Umsatz von 38.000 Euro. Damit liegt er zwar unter der Grenze von 50.000 Euro, aber er hat bereits im Vorjahr (2020) die Umsatzgrenze von 22.000 Euro überschritten und ist damit umsatzsteuerpflichtig.

Was sind meine Pflichten als Kleinunternehmer?

Aufzeichnungspflichten: Kleinunternehmer müssen ihre Umsätze und Kosten ordnungsgemäß aufzeichnen, um sicherzustellen, dass sie die Umsatzgrenzen nicht überschreiten. Kennzeichnung auf Rechnungen: Kleinunternehmer müssen auf ihren Rechnungen darauf hinweisen, dass sie die Regelungen des § 19 UStG anwenden.

Was muss ich als Kleinunternehmer beim Finanzamt abgeben?

Als Kleinunternehmer:in musst Du eine Einkommensteuererklärung abgeben. Teil der Steuererklärung ist die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (Anlage EÜR). In dieser Anlage ermittelst Du Deinen Gewinn aus selbstständiger Tätigkeit, indem Du Deine Einnahmen und Ausgaben miteinander verrechnest.

Welche Belege müssen der Steuererklärung beigefügt werden?

Welche Belege müssen in die Steuererklärung?

  • Wichtige Belege, mit denen Sie Steuern sparen, sind u. a. Handwerkerrechnungen, Nebenkostenabrechnungen, Spendenbescheinigungen.
  • Belege müssen nicht mehr direkt mit der Steuererklärung eingereicht werden.
  • Das Finanzamt kann Belege stichprobenartig anfordern.

Wie viel darf ich im Jahr als Kleinunternehmer einnehmen?

Seit dem 1. Januar 2025 ist Kleinunternehmer gemäß § 19 Abs. 1 UStG, dessen Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 Euro (vorher: 22.000 Euro) nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 Euro (vorher: 50.000 Euro) nicht überschreitet.

Was ist der schnellste Weg, Steuerberater zu werden?

Studium im Steuerrecht

Sie haben bereits ein betriebswirtschaftliches oder rechtswissenschaftliches Studium absolviert und mit einem Bachelor, Diplom oder Staatsexamen abgeschlossen? Dann können Sie mithilfe des Master of Taxation den schnellsten Weg zum Steuerberater einschlagen.

Werden Kleingewerbe kontrolliert?

Betriebsprüfung im Kleingewerbe

Tatsächlich werden pro Jahr nur etwa 10 % bis 20 % der Kleinunternehmer nach dem Zufallsprinzip für eine Steuerprüfung ausgewählt. Prinzipiell kann aber jeder Selbstständige davon betroffen sein. Häufig kommt es auch dann zur Betriebsprüfung, wenn das Finanzamt gute Gründe dafür sieht.

Was bekommt man als Kleinunternehmer von der Steuer zurück?

Welche Ausgaben können Kleinunternehmer:innen in der Steuererklärung steuerlich absetzen?

  • Arbeitszimmer.
  • Arbeitsmittel.
  • Kosten für Telefon und Internet.
  • Firmenwagen.
  • Reisekosten.
  • Bewirtungskosten.
  • Ausgaben für externe Dienstleister:innen.
  • Personalkosten.

Kann ich eine Steuererklärung ohne Steuerberater machen?

Für alle drei Steuerarten geben Sie einmal im Jahr eine gemeinsame Steuererklärung ab. Diese Steuererklärung können Sie auch selber machen, ohne einen Steuerberater oder eine Steuerberaterin zu beauftragen. Anhand Ihrer Angaben kann das Finanzamt ermitteln, welche und wie viel Steuern Sie zahlen müssen.