Welche Steuerklasse bei 2 Teilzeitjobs?

Gefragt von: Emmy Klemm
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Hat man zwei Jobs, hat man auch zwei Steuerklassen. Das funktioniert so: Das Finanzamt ordnet Ihrem ersten Job – je nach Familienstand – einer Steuerklasse von I (1) bis V (5) zu. Für den zweiten Job bekommen Sie automatisch Steuerklasse VI (6), wenn Sie dort mehr als 556 Euro im Monat verdienen.

Welche Steuerklassen bei zwei Teilzeitjobs?

Die Steuerklasse 6 ist eine der sechs Lohnsteuerklassen in Deutschland und wird dann angewendet, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse hat. Sie gilt ausschließlich für das zweite und jedes weitere Arbeitsverhältnis, unabhängig davon, ob diese in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob ausgeführt werden.

Wie viel wird bei Lohnsteuerklasse 6 abgezogen?

Steuersatz in Lohnsteuerklasse 6

Der Steuersatz in dieser Klasse hängt von deinem Einkommen ab und wird als Prozentsatz des Bruttolohns berechnet. In der Regel liegt die Steuerlast hier zwischen 50 und 60 Prozent des Bruttolohns. Einen pauschalen Wert gibt es hier nicht.

Warum Zweitjob Steuerklasse 6?

Die Lohnsteuerklasse 6 gilt als Steuerklasse für sozialversicherungspflichtige Nebenbeschäftigungen. Das bedeutet, dass sie nur gilt, wenn der Hauptjob in einer der anderen fünf Steuerklassen versteuert wird. In der Steuerklasse 6 werden keine Freibeträge angewendet, weshalb die Steuerlast sehr hoch ausfällt.

Wie werden zwei Teilzeitjobs versteuert?

Wie werden zwei Teilzeitjobs versteuert? Hast Du zwei Teilzeitjobs, so hat man in Deutschland automatisch zwei Steuerklassen. Je nach Familienstand ordnet das zuständige Finanzamt dem ersten Teilzeitjob eine Steuerklasse – von 1 (I) bis 5 (V) – zu.

Things to consider when taking on a second job

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Ist es sinnvoll, zwei Teilzeitjobs zu haben?

Ja, zwei Teilzeitjobs können sich lohnen, weil sie mehr Einkommen und Flexibilität bieten, aber es hängt stark von der individuellen Situation ab, da es auch steuerliche Nachteile (höhere Belastung, Steuerklasse VI) und organisatorischen Aufwand bedeutet, wobei man die gesetzlichen Arbeitszeiten (max. 48h/Woche im Schnitt) und die Arbeitsverträge prüfen muss, um Konkurrenzverbote und Zustimmungspflichten zu beachten. 

Mit welchem ​​Steuersatz wird ein Zweitjob besteuert?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass Zweitjobs höher besteuert werden. Tatsächlich ändern sich die Steuersätze nicht allein dadurch, dass man mehrere Jobs hat; die Steuerpflicht richtet sich nach dem Gesamteinkommen .

Wie kann ich Steuerklasse 6 vermeiden?

Gibt es Alternativen zur Steuerklasse 6, um die Steuerlast zu senken? Um eine hohe Steuerbelastung zu vermeiden, kann man statt eines mit Steuerklasse 6 besteuerten Nebenjobs einen Minijob finden. Die Minijob-Grenze für den Freibetrag liegt im Jahr 2024 bei 538 Euro pro Monat.

Ist es besser, einen zweiten Job oder einen Nebenverdienst zu haben?

Ein Zweitjob bietet zwar kurzfristige Entlastung, schränkt aber deine Freiheit und dein Entwicklungspotenzial ein. Ein Nebenjob erfordert mehr Geduld, bietet aber die Chance auf finanzielle Unabhängigkeit . Die eigentliche Frage ist nicht, ob du zusätzlich arbeiten solltest, sondern ob du Zeit gegen Geld tauschen oder dir ein Einkommen aufbauen willst, das zu dir passt.

Muss ich bei Teilzeit Steuern zahlen?

Muss man in Teilzeit Steuern zahlen? Ob Sie Ihr Teilzeitgehalt versteuern müssen, hängt davon ab, wie viel Sie verdienen. 2023 wurde der steuerliche Grundfreibetrag auf 10.908 Euro erhöht. Erst wenn Ihr Einkommen in Teilzeit über dieser Summe liegt, müssen Sie für den darüber liegenden Teil Steuern zahlen.

Wie hoch sind die Abzüge in Steuerklasse 6?

Steuerklasse 6 bekommst du, wenn du einen Nebenjob hast, mit dem du mehr als 603 € verdienst. In der Steuerklasse 6 gibt es keine Freibeträge, es wird also jeder Cent deines Gehalts versteuert. Deine Lohnsteuerklasse ist nicht entscheidend für deine Steuerlast.

Was muss man bei zwei Teilzeitjobs beachten?

Bei zwei Jobs wird die Gesamtarbeitszeit zusammengerechnet. Pflicht zur Anzeige: Arbeitnehmer sind verpflichtet, eine Nebentätigkeit beim Hauptarbeitgeber anzuzeigen – auch wenn es sich um einen zweiten Teilzeitjob handelt. Wettbewerbsverbot: Der zweite Job darf nicht in direkter Konkurrenz zum Hauptjob stehen.

Warum habe ich Steuerklasse 6 obwohl ich nur einen Job habe?

Konkret bedeutet dies: Das Finanzamt gruppiert einen Ihrer Jobs, abhängig von Ihrem Familienstand, in die Steuerklasse I bis V ein. Verdienen Sie in einem zweiten Arbeitsverhältnis mehr als 520 Euro, so wird dieser in Steuerklasse VI eingruppiert.

Welche Steuerklasse ist am besten, wenn beide arbeiten?

Der Ehegatte/Lebenspartner bzw. die Lebenspartnerin mit dem geringen Einkommen (ca. 40 Prozent des Arbeitslohns beider) wählt die ungünstigere Steuerklasse 5, während das hohe Einkommen (ca. 60 Prozent des Arbeitslohnes) des anderen Ehegatten/Lebenspartners der anderen Lebenspartnerin in der Steuerklasse 3 nur geringer ...

Wann lohnt sich ein Zweitjob?

Ein Zweitjob lohnt sich in der Regel nur dann, wenn es sich um einen Minijob mit einem Monatseinkommen von maximal 556 Euro (Stand 2025) handelt. Warum? Weil Minijobs von den Steuern und Sozialabgaben befreit sind. Du behältst das Brutto also als Netto.

Wie viel darf man mit 2 Jobs verdienen?

Zwei oder mehr Minijobs auszuüben ist erlaubt, solange der Verdienst insgesamt nicht über 556 Euro monatlich liegt. Was bei Minijobs neben einem Hauptjob gilt und welche Regelungen sonst noch bei mehreren Minijobs greifen, erfahren Sie hier.

Was ist bei zwei Jobs zu beachten?

Wenn Sie zwei Jobs gleichzeitig haben, müssen Sie vor allem die gesetzlichen Arbeitszeitgrenzen (max. 48 Std./Woche) einhalten, Ihre Arbeitgeber informieren (oft Pflicht), die Steuerklassen (VI für den Zweitjob) beachten und die Sozialversicherungsregeln (besonders bei Minijobs) kennen, um keine bösen Überraschungen bei den Abgaben zu erleben. Die wichtigsten Punkte sind: Arbeitszeit, Genehmigung/Anzeigepflicht, Steuern und Sozialversicherung. 

Welche Steuerklasse gilt bei zwei Teilzeitjobs?

Die Steuerklasse 6 dagegen hat nichts mit dem Familienstand zu tun und wird erst relevant, wenn du zwei Jobs, also beispielsweise einen Nebenjob hast. Sobald die Einkünfte deines Nebenjobs oder Zweitjobs die Grenze von 556 Euro übersteigen, benötigst du eine zweite Steuerklasse – die Steuerklasse 6.

Warum habe ich plötzlich Lohnsteuerklasse 6?

Hat man zwei Jobs, hat man auch zwei Steuerklassen. Das funktioniert so: Das Finanzamt ordnet Ihrem ersten Job – je nach Familienstand – einer Steuerklasse von I (1) bis V (5) zu. Für den zweiten Job bekommen Sie automatisch Steuerklasse VI (6), wenn Sie dort mehr als 556 Euro im Monat verdienen.

Wieso rutscht man in Steuerklasse 6?

In der Steuerklasse 6 gibt es nun weder den Grundfreibetrag noch den Kinderfreibetrag oder den Arbeitnehmerpauschbetrag – jeder verdiente Euro muss versteuert werden. In diese Steuerklasse rutschen alle Menschen mit einem zweiten (oder noch weiteren) Job, der mehr als 538 Euro im Monat einbringt.

Wird ein Zweitjob anders versteuert?

Kommt nun noch ein Nebenjob dazu, der die Minijob-Grenze von monatlich 556 Euro übersteigt, gilt dieser als Zweitjob und fällt automatisch unter die Steuerklasse 6. Auch ein dritter sowie alle weiteren sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen würden automatisch gemäß der Steuerklasse 6 besteuert.

Wie wird ein zweiter Nebenjob versteuert?

Ein Minijob ist steuerfrei: Der erste Minijob neben der hauptberuflichen Tätigkeit bleibt weiterhin steuer- und sozialversicherungsfrei. Der zweite Minijob ist steuerpflichtig: Für den zweiten und jeden weiteren Minijob, der neben der hauptberuflichen Tätigkeit angenommen wird, werden Steuern und Sozialabgaben fällig.