Welche Steuerklasse hat Teilzeit?

Gefragt von: Angela Reiter MBA.
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Die Steuerklasse 6 ist eine der sechs Lohnsteuerklassen in Deutschland und wird dann angewendet, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse hat. Sie gilt ausschließlich für das zweite und jedes weitere Arbeitsverhältnis, unabhängig davon, ob diese in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob ausgeführt werden.

Welche Steuerklasse ist man bei Teilzeit?

Singles in Teilzeit werden in Steuerklasse I veranlagt, wenn sie kinderlos sind; als Alleinerziehende in Steuerklasse II. Verheiratete oder Verpartnerte müssen sich hingegen entscheiden, ob sie beide Steuerklasse IV wählen, beide Steuerklasse IV mit Faktor oder einer Steuerklasse III und der andere Steuerklasse V.

Wann sollte man Steuerklasse 3 und 5 wählen?

Als Faustregel gilt: Die Steuerklassen 3 und 5 lohnen sich, wenn ein Ehepartner mindestens 60 Prozent und die andere Person entsprechend höchstens 40 Prozent des Brutto-Familieneinkommens verdient. Das nennt sich kurz 60-40-Regel. Dann lohnt sich der Wechsel in Steuerklasse 3 und 5 auf jeden Fall.

Wie viel Steuern zahlt man bei einem Teilzeitjob?

Bei Teilzeit fallen Steuern und Sozialabgaben an, aber oft weniger als bei Vollzeit, da der progressive Steuersatz bei geringerem Einkommen niedriger ist und man oft unter dem Grundfreibetrag (ca. 11.604 € für 2024/2025) bleibt, was zu geringeren oder keinen Steuern führt, wobei die Abzüge für Sozialversicherungen (Rente, KV, PV, AV) prozentual ähnlich bleiben, aber auf niedrigerer Basis berechnet werden. Die genaue Höhe hängt stark von deinem Bruttogehalt, deiner Steuerklasse und deinem Gesamt-Einkommen ab. 

Was ist besser, Lohnsteuerklasse 1 oder 6?

Wenn Sie zwei Tätigkeiten ausüben, ist es sinnvoll, die Steuerklasse 1 für den Job mit dem höheren Gehalt und die Steuerklasse 6 für den Job mit dem niedrigeren Gehalt zu wählen, weil der prozentuale Anteil der Lohnsteuer bei 1 niedriger ist als bei 6.

Beste Steuerklasse (Ehepaare): Steuerklasse 3 5 oder 4 4 oder Steuerklasse 4 mit Faktor !?

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Welche Nachteile hat Steuerklasse 6?

Folgende Nachteile gibt es in der Steuerklasse 6:

  • Der Grundfreibetrag in Höhe von 12.096 Euro (Stand: 2025) entfällt.
  • Der Arbeitnehmerpauschbetrag in Höhe von 1.230 Euro (Stand: 2025) sowie der Sonderausgabenpauschbetrag 36 Euro (Stand: 2025) fallen weg.

Muss ich bei Teilzeit Steuern zahlen?

Muss man in Teilzeit Steuern zahlen? Ob Sie Ihr Teilzeitgehalt versteuern müssen, hängt davon ab, wie viel Sie verdienen. 2023 wurde der steuerliche Grundfreibetrag auf 10.908 Euro erhöht. Erst wenn Ihr Einkommen in Teilzeit über dieser Summe liegt, müssen Sie für den darüber liegenden Teil Steuern zahlen.

Was sind die Nachteile, wenn man Teilzeit arbeitet?

Nachteile für Arbeitnehmer*innen

Das niedrigere Einkommen bedeutet weniger Rentenbeiträge, die letztlich zu einer kleineren Rente im Alter und somit oft zu Altersarmut führen. Teilzeitbeschäftigte bekommen zudem oft weniger Zugang zu beruflichen Fortbildungen, wodurch sich ihre Aufstiegschancen im Beruf verringern.

Wie viel Geld wird bei Steuerklasse 6 abgezogen?

Steuersatz in Lohnsteuerklasse 6

Der Steuersatz in dieser Klasse hängt von deinem Einkommen ab und wird als Prozentsatz des Bruttolohns berechnet. In der Regel liegt die Steuerlast hier zwischen 50 und 60 Prozent des Bruttolohns. Einen pauschalen Wert gibt es hier nicht.

Wird Teilzeitarbeit anders versteuert?

Grundsätzlich müssen auch Arbeitnehmer in Teilzeit Steuern und Sozialabgaben wie bei einer Vollzeitstelle entrichten. Je nach Arbeitszeit ergeben sich aber durch das geringere Bruttogehalt auch weniger Steuern und Sozialabgaben.

Bei welcher Steuerklasse zahlt man am wenigsten?

Am niedrigsten ist die Steuerlast in Steuerklasse 2: Hier können alleinerziehende Arbeitnehmer zusätzlich zum Grundfreibetrag den Entlastungsbetrag in Höhe von 4.260 € jährlich geltend machen. Für jedes weitere Kind erhöht sich dieser um 240 € pro Kind.

Warum Vorauszahlung bei Steuerklasse 3 und 5?

Bei einem größeren Gehaltsunterschied passiert es oft, dass der Ehepartner mit Klasse 3 im Laufe des Jahres zu wenig Lohnsteuer bezahlt und der andere Ehepartner mit Lohnsteuerklasse 5 dies nicht auffangen kann. Dann kommt es zu einer Steuernachzahlung – und oft noch zu zusätzlichen Vorauszahlungen für Folgejahre.

Wie viel verdient man in einer 30-Stunden-Teilzeitstelle?

Bei 30 Stunden Teilzeit liegt das Gehalt stark branchenabhängig, aber grob zwischen ca. 1.800 € (Mindestlohn-Basis) und 3.000 € brutto pro Monat; es entspricht meist 75 % des Vollzeitgehalts, also je nach Branche z.B. 1.590 € (Einzelhandel) bis 3.900 € (Ingenieurwesen) brutto. Wichtig: Der Mindestlohn gilt auch für Teilzeit, aktuell ca. 12,82 €/Stunde brutto (Stand 2025), was bei 30 Std./Woche etwa 1.807 €/Monat ergibt. 

Wann lohnt sich Steuerklasse 3 und 5 nicht?

Ab wann lohnt sich Lohnsteuerklasse 3 und 5? Wenn ein Partner oder eine Partnerin 60 Prozent oder mehr des Haushaltseinkommens mit nach Hause bringt und die andere Partei 40 Prozent oder weniger, lohnt sich der Wechsel in die Steuerklassen 3 und 5, heißt es auf dem Portal Wiso Steuer.

Wie hoch sind die Abzüge bei Teilzeit?

Bei Teilzeit werden vom Bruttogehalt Steuern (Lohnsteuer, ggf. Kirchensteuer) und Sozialabgaben (Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflegeversicherung) abgezogen, wobei die Abzüge oft prozentual weniger stark sinken als das Brutto, wodurch netto prozentual mehr übrig bleibt, aber das absolute Nettogehalt natürlich niedriger ist; die Steuerprogression sinkt, aber Rentenansprüche reduzieren sich langfristig. Wichtige Abzugssätze sind ca. 9,3 % für Renten-, 7,3 % für Krankenversicherung (plus Zusatzbeitrag), 1,5 % Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung (mind. 1,175 %), sowie die Lohnsteuer je nach Steuerklasse.
 

Welche Steuerklasse gilt bei Teilzeitbeschäftigung?

Die Steuerklasse 6 ist eine der sechs Lohnsteuerklassen in Deutschland und wird dann angewendet, wenn ein Arbeitnehmer mehrere Beschäftigungsverhältnisse hat. Sie gilt ausschließlich für das zweite und jedes weitere Arbeitsverhältnis, unabhängig davon, ob diese in Vollzeit, Teilzeit oder als Minijob ausgeführt werden.

Welche Nachteile hat die Steuerklasse 6?

Achtung Abzüge

Grundsätzlich liegt in Steuerklasse 6 die größte Steuerbelastung für Arbeitnehmer vor, denn es können weder der Kinderfreibetrag, der Arbeitnehmerpauschbetrag noch der Grundfreibetrag geltend gemacht werden.

Für wen lohnt sich Teilzeit?

„Geeignet ist Teilzeit zum Beispiel zum Wiedereinstieg in den Job, wenn Kinder zu betreuen sind oder wenn es auf die Rente zugeht und man langsam reduzieren möchte“, sagt Stefanie Kühn, Finanzberaterin aus Westerstede. „Auch gesundheitliche Gründe können für eine Teilzeitstelle sprechen. “

Wie viele Stunden sind üblich für Teilzeit?

Laut Gesetz liegt Teilzeit vor, wenn die Arbeitsstunden pro Woche weniger sind als bei einer Vollzeitstelle. Diese volle Stelle zum Vergleich muss im selben Unternehmen und von der Arbeit her vergleichbar sein. Arbeiten alle Angestellten normalerweise 40 Stunden, sind 39 Stunden theoretisch bereits eine Teilzeitstelle.

Wie wirkt sich Teilzeitarbeit auf die Rente aus?

Teilzeitarbeit führt tendenziell zu einer geringeren Rente, da durch das niedrigere Einkommen weniger Beiträge in die Rentenkasse fließen und somit weniger Entgeltpunkte gesammelt werden; bei 50 % Teilzeit gibt es oft nur 0,5 Punkte statt 1,0, was die spätere Monatsrente spürbar reduziert. Diese Einbußen betreffen nicht nur die gesetzliche Rente, sondern auch die Möglichkeiten für betriebliche und private Altersvorsorge, weshalb eine frühzeitige Planung und ggf. Aufstockung der Beiträge wichtig ist, um finanzielle Lücken im Alter zu vermeiden.
 

Wie viel bekommt man bei Lohnsteuerklasse 6 zurück?

Es kann immer passieren mal, dass du zu viele Steuern zahlst. Das liegt vermutlich nicht nur an den hohen Abgaben bei Steuerklasse 6, sondern auch daran, dass du viele Ausgaben noch absetzen kannst. Mit der Abgabe einer Steuererklärung holst du dir im Schnitt 1.172 € vom Staat als Steuerrückerstattung zurück!

Wie viel Steuern zahle ich bei Teilzeit?

Bei Teilzeit fallen Steuern und Sozialabgaben an, aber oft weniger als bei Vollzeit, da der progressive Steuersatz bei geringerem Einkommen niedriger ist und man oft unter dem Grundfreibetrag (ca. 11.604 € für 2024/2025) bleibt, was zu geringeren oder keinen Steuern führt, wobei die Abzüge für Sozialversicherungen (Rente, KV, PV, AV) prozentual ähnlich bleiben, aber auf niedrigerer Basis berechnet werden. Die genaue Höhe hängt stark von deinem Bruttogehalt, deiner Steuerklasse und deinem Gesamt-Einkommen ab. 

Bei welchem Gehalt zahlt man keine Lohnsteuer?

Grundfreibetrag und Einkommensteuer

Das heißt: Egal, wie viel Sie verdienen, auf die ersten 12.096 Euro zahlen Sie keine Einkommensteuer.