Welche Steuern fallen beim Immobilienkauf in Spanien an?

Gefragt von: Lucia Wild B.Eng.
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Für eine Immobilie mit einem Wert (Kaufpreis) von 200.000,-€ beträgt der Steuersatz 0,5%. Es sind folglich 1.000,- € Vermögenssteuer zu zahlen. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass eine spanische GmbH (SL) dieser Besteuerung nicht unterliegt.

Welche Steuern fallen beim Hauskauf in Spanien an?

Kauft man eine gebrauchte Immobilie von einer Privatperson fällt keine Mehrwertsteuer an, sondern eine Grunderwerbssteuer. Diese beträgt zwischen 6,5 % und 11% je nach Region/Bundesland in Spanien des verbrieften Kaufpreises, welche dann innerhalb von 30 Tagen nach der Beurkundung zu zahlen ist.

Wie hoch sind die Steuern beim Verkauf einer Immobilie in Spanien?

Bei Nichtresidenten ist die Steuererklärung spätestens nach 3 Monaten nach dem Verkauf abzugeben, der Gewinn zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis wird in Spanien mit 19% versteuert. Die 3% Steuervorauszahlung (welche bereits vom Kaufpreis abgezogen wurden) werden hierbei gegengerechnet.

Wer zahlt die Grunderwerbsteuer in Spanien?

Wenn es sich um eine belastende Übertragung handelt, muss der Verkäufer (Veräußerer) sie bezahlen. Dies ist beim Kauf der Fall. Im Gegenteil dazu wird sie vom Käufer oder Erwerber der Immobilie bezahlt, wenn es sich um eine unentgeltliche Übertragung handelt.

Was kostet ein Grundbucheintrag in Spanien?

Grundbucheintrag

In Spanien ist es notwendig, dass der Käufer eines Grundstücks oder einer Immobilie den Kaufvertrag in die öffentlichen Grundbücher eintragt lässt. Dies kann entweder vom Notar oder von einem anderen Rechtsanwalt in Spanien übernommen werden. Die Kosten betragen normalerweise zwischen 400 und 700 Euro.

Ferienwohnung in Spanien - Wie versteuern?

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Was kostet der Notar in Spanien?

Kein spanischer Notar wird also bei der Protokollierung einer Vollmacht, eines Testaments oder eines Ehevertrages nach einem „Geschäftswert“ fragen, sondern schlicht die Festgebühr ansetzen, die ca. zwischen 15 und 36 € liegen (bei Ehevertrag 75 €).

Kann ich als Deutscher eine Immobilie in Spanien kaufen?

Jeder Ausländer kann eine Immobilie in Spanien erwerben, ohne seinen Wohnsitz in Spanien haben zu müssen. Vor dem Kauf einer Immobilie müssen Ausländer jedoch eine „Ausländeridentifikationsnummer“ (NIE) erhalten, die von den spanischen Behörden ausgestellt wird.

Wie bezahle ich eine Immobilie in Spanien?

Wie wird die Immobilie bezahlt? Im Gegensatz zu Deutschland, wird in Spanien die Immobilie am Tag der Unterschrift der notariellen Kaufurkunde beim Notar bezahlt. Hat der Verkäufer seinen Hauptwohnsitz außerhalb von Spanien, werden vom notariellen Verkaufspreis 3% Steuer einbehalten.

Ist die Einkommensteuer in Spanien höher als in Deutschland?

Tatsächlich ist die Steuerpflicht in Spanien anders als in Deutschland. Der Unterschied liegt darin, dass es in Spanien keine Steuerklassen wie in Deutschland gibt.

Hat Deutschland mit Spanien ein Doppelbesteuerungsabkommen?

Dem in Madrid am 3. Februar 2011 unterzeichneten Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich Spanien zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerverkürzung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen wird zugestimmt.

Wie viel Steuern zahle ich bei Immobilienverkauf?

Umsatzsteuer beim Hausverkauf

Wer eine private Immobilie verkauft, muss keine Umsatzsteuer zahlen. Im Gegensatz dazu fällt jedoch Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent bei gewerblichem Grundstückshandel an. Gut zu wissen: Umsatzsteuer entsteht zudem auf die Gebühren für Makler und Notar.

Wie hoch ist die Kapitalertragsteuer in Spanien?

Für Steueransässige in Spanien beginnt die Kapitalertragssteuer (CGT) bei 19 % auf den ersten realisierten Gewinn von 6.000 €, 21 % von 6.000 € – 50.000 € und 23% CGT für alles, was über 50.000 € Gewinn liegt. Für nicht in Spanien ansässige Personen zahlen Sie pauschal 19%, wenn sie in einem EU-Land ansässig sind.

Wie hoch ist die Vermögenssteuer in Spanien?

Spanien hat zum 29. Dezember 2022 – rechtzeitig vor Jahresende – die Vermögensteuer novelliert und zusätzlich ein weiteres Gesetz zur Besteuerung großer Vermögen erlassen. Im Einzelfall kann das zu einer deutlichen Verschärfung der Steuerbelastung in Spanien führen und das bereits „rückwirkend“ für das Jahr 2022.

Was ist der höchststeuersatz in Spanien?

Höchststeuersatz der Einkommensteuer in Spanien bis 2022

Die Statistik zeigt die Entwicklung des Höchststeuersatzes der Einkommensteuer in Spanien in den Jahren von 2010 bis 2022. Im Jahr 2022 betrug der Höchststeuersatz in Spanien 47 Prozent.

Was kostet ein Haus in Spanien an Nebenkosten?

Gemeinschaftskosten: Gastos de comunidad.

Die monatlichen Kosten hängen von der Anzahl der Eigentümer und den Zusatzleistungen der Wohnanlage ab und liegen normalerweise zwischen 60 und 130 Euro.

Wie wird Immobilienkauf in Spanien abgewickelt?

Normalerweise wird die Immobilie in notarieller Kaufurkunde erworben und damit ist der gesamte Kaufpreis zur Zahlung fällig, da mit Unterschrift unter die notarielle Kaufurkunde der Verkäufer das Eigentum verliert und der Käufer das Eigentum erwirbt. Es gibt keine Auflassung wie im deutschem Immobilienkaufrecht.

Kann man in Spanien einfach ein Haus kaufen?

Deutsche, wie auch alle anderen Europäer, können in Spanien grundsätzlich ohne jegliche Einschränkungen Immobilien erwerben wobei diese sowohl mit privatem Vertrag als auch vor dem Notar gekauft werden können.

Wie lange dauert ein Immobilienkauf in Spanien?

Kürzere Verkaufszeiten in einigen spanischen Städten

Beim Blick auf die Provinzhauptstädte ist Granada mit 2,2 Monaten die Stadt mit der kürzesten durchschnittlichen Verkaufszeit für Immobilien. Es folgen Barcelona mit 2,7 Monaten und Saragossa, wo Immobilien in der Regel rund 3 Monate auf dem Markt sind.

Was kauft man in Spanien günstiger als in Deutschland?

Restaurantpreise in Spanien sind generell niedriger als in Deutschland und einige Kleidungsartikel, insbesondere Lederwaren, sind auch sehr günstig zu haben. Bei den Handytarifen, sowohl für Prepaidkarten als auch Verträge, sind die Preise mit denen in Deutschland vergleichbar.

Wer zahlt Notarkosten in Spanien?

Üblich ist jedoch, dass die Vertragsparteien vereinbaren, dass der Käufer die gesamten Kosten der notariellen Beurkundung trägt. Für den Kauf einer Immobilie in Spanien fallen für den Käufer keine Kosten für den Makler an, mit Ausnahme Objekte welche eine Kommission im Expose enthalten (meist Bankobjekte).

Was ist die Plusvalia in Spanien?

– Plusvalia-Steuer – Steuer auf die Wertsteigerung des Grundstücks. Diese Steuer wird auf der Grundlage der Wertsteigerung des Grundstücks, auf dem der Bau errichtet wird, entrichtet und an die lokale Regierung (Rathaus) abgeführt.

Sind Immobilien in Spanien teuer?

Im Landesvergleich liegen die Immobilienpreise in Spanien im Schnitt bei 2.016 Euro pro Quadratmeter damit deutlich höher über den Werten von Andalusien und Valencia, wo im April der achthöchste regionale Wert verzeichnet wurde.