Welche Strafen drohen, wenn ich die Grundsteuer nicht bezahle?

Gefragt von: Frau Hertha Förster B.Eng.
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Der Säumniszuschlag und die fällige Grundsteuer müssen innerhalb von zwei Wochen bezahlt werden. Geschieht das nicht, kann ein Zwangsgeld vom Finanzamt erhoben werden. Hier müssen Sie mit mehreren hundert Euro rechnen. Maximal kann das Finanzamt 25.000 Euro verlangen.

Was passiert, wenn ich die Grundsteuer nicht bezahle?

Zwangsgeld: Gibst Du nach ein paar Monaten immer noch nicht ab, wird das Finanzamt neben einem Verspätungszuschlag auch ein Zwangsgeld androhen. Lässt Du dann die damit festgesetzte Frist verstreichen, kann tatsächlich ein Zwangsgeld bis zu 25.000 Euro festgesetzt werden.

Was passiert, wenn Sie Ihre örtliche Grundsteuer nicht bezahlen?

Wenn die Grunderwerbsteuer (einschließlich Zinsen) nicht bezahlt wird, entsteht eine Belastung des Grundstücks . Das bedeutet, dass Sie das Grundstück nicht verkaufen oder übertragen können, solange Sie die ausstehende Grunderwerbsteuer und die Zinsen nicht beglichen haben.

Welche Konsequenzen drohen, wenn man die Grundsteuer nicht abgibt?

Beachten Sie bitte, dass Ihr Finanzamt bei nicht fristgerechter Abgabe der Erklärung zur Feststellung des Grundsteuerwerts neben der Schätzung der Besteuerungsgrundlagen auch die Möglichkeit hat, einen Verspätungszuschlag oder ein Zwangsgeld festzusetzen.

Wie lange muss man Grundsteuer nachzahlen?

Die Verjährungsfrist beträgt fünf Jahre (§ 228 AO). Die Zahlungsverjährung erstreckt sich auch auf die Ansprüche des Steuerpflichtigen.

GRUNDSTEUER: "Erstmal nicht zahlen" - Für Hausbesitzer könnte es sonst teurer werden

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Kann man die Grundsteuer in Raten bezahlen?

In der Regel wird die Grundsteuer in vier Raten aufgeteilt, welche zum 15. Februar, zum 15. Mai, zum 15. August und zum 15. November an die Gemeinde oder Stadt bezahlt werden müssen.

Wie lange kann die Gemeinde Gebühren nachfordern?

(1) Der Anspruch auf Zahlung von Gebühren verjährt nach fünf Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch erstmals fällig geworden ist.

Was passiert, wenn man Steuernachzahlung zu spät bezahlt?

Er wird fällig, wenn Du nach einem erhaltenen Steuerbescheid die Zahlungsfrist verstreichen lässt. Zahlst Du Deine Steuern zu spät, dann darf das Finanzamt dafür einen Säumniszuschlag verlangen - von einem Prozent pro Monat, also zwölf Prozent im Jahr. Und womöglich kommen Zinsen auf Steuernachzahlungen obendrauf.

Ist die Grundsteuer überhaupt rechtens?

Die seit Anfang des Jahres geltende Grundsteuer-Reform des Bundes ist rechtens und verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Der Bundesfinanzhof in München hat in zweiter Instanz die Klagen von Immobilieneigentümern aus Köln, Berlin und Sachsen gegen die Neuregelung zurückgewiesen.

Für welchen Zeitraum kann das Finanzamt Steuern nachfordern?

Bei Personen, die zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet sind, gibt es eine siebenjährige Frist, innerhalb der das Finanzamt die Steuererklärung nachfordern kann. Falls Ihnen dann die Belege fehlen, kann das Finanzamt die Steuer schätzen.

Wer braucht keine Grundsteuer zu zahlen?

Grundsteuer ist nicht zu zahlen, wenn der Grundsteuermessbetrag voraussichtlich 2 Euro nicht übersteigt (vgl. Hamburgische Grundsteuer-Kleinbetragsverordnung vom 7. Januar 2025). Grundsteuer B ist somit bis zu einem Betrag von 19,50 Euro pro Jahr nicht zu zahlen.

Kann die Gemeinde Grundsteuer nachfordern?

Ein typischer Fall: Eine Gemeinde verlangt Grundsteuer für zirka fünf Jahre in die Vergangenheit und erlässt entsprechende Bescheide zur Nachforderung. Das kann allerdings zu spät sein und die Bescheide erfolgreich angegriffen werden.

Wie kann ich gegen die Grundsteuer vorgehen?

Sie können einen Einspruch gegen den Grundsteuerwertbescheid auch mit Elster erstellen und übermitteln oder persönlich beim zuständigen Finanzamt zur Niederschrift erklären. Bei einem fristwahrenden Einspruch reicht es zunächst, ohne eine Begründung Einspruch einzulegen.

Kann ich die Zahlung der Grundsteuer verweigern?

Man kann aber bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf Aussetzung der Vollziehung stellen. Wird diesem Antrag stattgegeben, muss man die Grundsteuer vorerst nicht zahlen, bis über den Einspruch entschieden wurde.

Werde ich vom Finanzamt angeschrieben, wenn ich Steuern zahlen muss?

Will das Finanzamt eine Steuererklärung von Ihnen haben, müssen Sie reagieren. Hintergrund: Das Finanzamt meldet sich zum Beispiel immer dann, wenn es eine so genannte Kontrollmitteilung über Einkünfte erhalten hat, die sich steuerlich auswirken können - etwa durch Erbschaft, Schenkung oder Zinserträgen.

Wie viele haben die Grundsteuer noch nicht abgegeben?

2.185.800 Grundsteuererklärungen von insgesamt fast 36 Millionen Grundsteuererklärungen noch nicht bei den Finanzbehörden eingegangen sind. Dies entspricht in etwa 6,05 %.

Welche Frist gilt für die Nachzahlung der Grundsteuer?

Du musst die Grundsteuer für vergangene Jahre in der Regel nicht nachzahlen, wenn sie nicht rechtzeitig und korrekt abgerechnet wurde. Eine Nebenkostenabrechnung muss dem Mieter spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen.

Warum müssen Amerikaner Grundsteuern zahlen?

Die Grundsteuer deckt in der Regel die für die Steuererhebung der Gemeinden erforderlichen Einnahmen. Ein Nachteil für den Steuerzahler besteht darin, dass die Steuerlast fix ist, das Einkommen des Steuerzahlers jedoch variabel.

Ist die neue Grundsteuer ab 2025 verfassungswidrig?

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts darf die alte Grundsteuer ab dem Jahr 2025 nicht mehr erhoben werden. Die Reform der Grundsteuer war notwendig geworden, weil die bisherige Praxis auf veralteten Werten von 1964 bzw. 1935 beruhte, was zu einer ungerechten Besteuerung führte.

Wann bekommt man die erste Mahnung vom Finanzamt?

Nach den Bestimmungen der Abgabenordnung soll der Vollstreckungsschuldner in der Regel vor Beginn der Vollstreckung mit einer Zahlungsfrist von einer Woche gemahnt werden. Hierbei wird der Schuldner an seine Zahlungspflicht unter Angabe des Schuldgrundes erinnert.

Was passiert, wenn ich meine Steuernachzahlung nicht bezahle?

Diese reichen von einer schriftlichen Mahnung über Säumniszuschläge, Zinsen oder Strafgebühren bis hin zu einer Zwangsvollstreckung in Form einer Kontopfändung. Wenn das alles nicht fruchtet, kann das Finanzamt auch einen Insolvenzantrag gegen seine Schuldner*innen stellen.

Was passiert nach Ankündigung der Vollstreckung vom Finanzamt?

Nach Ankündigung der Vollstreckung durch das Finanzamt droht die direkte Pfändung von Lohn, Konto oder anderen Vermögenswerten, oft schon nach kurzer Frist von ca. einer Woche. Reagieren Sie sofort, indem Sie die Schuld begleichen, eine Ratenzahlung mit dem Finanzamt vereinbaren, um eine unbillige Härte zu vermeiden (z. B. durch Vollstreckungsaufschub), oder umgehend ein Pfändungsschutzkonto (P-Konto) einrichten, falls Ihr Konto gepfändet wird. 

Wann verjährt die Grundsteuer?

Verjährung der Grundsteuer: Diese Fristen gelten

Die Verjährungsfrist beträgt hier in der Regel fünf Jahre und beginnt mit dem Ablauf des Kalenderjahres, in dem der Anspruch auf die Grundsteuer erstmals fällig geworden ist.

Wie lange kann das Finanzamt Nachforderungen stellen?

Der Eintritt der Verjährung hat zur Folge, dass die Ansprüche aus dem Steuerschuldverhältnis erlöschen. Die Festsetzungsfrist beträgt bei der Einkommenssteuer vier Jahre.

Können Gemeindeabgaben verjähren?

Abweichend zur zivilrechtlichen Verjährungsfrist von 3 Jahren, können Gemeindeabgaben idR bis zu 5 Jahre rückwirkend festgesetzt bzw. nachträglich vorgeschrieben werden.