Welche Unterhaltszahlungen kann ich von der Steuer absetzen?
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Unterhaltszahlungen können als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Für das Jahr 2023 ist dies bis zu einem Betrag von 10.908 Euro und für das Jahr 2024 bis zu 11.604 Euro möglich. Dieser Betrag erhöht sich, sofern Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung für das Kind bezahlt werden.
Welche Unterhaltszahlungen sind steuerlich absetzbar?
Wenn Sie gesetzlich verpflichtet sind, jemandem Unterhalt zu zahlen, dann können Sie diesen Unterhalt von der Einkommensteuer absetzen als "außergewöhnliche Belastung". Das kann zum Beispiel der Unterhalt sein für Ihre Eltern, Ihre älteren Kinder sowie geschiedene oder dauernd getrennt lebende Ehepartner.
Welche Unterhaltskosten sind steuerlich absetzbar?
In der Steuererklärung abzugsfähig sind grundsätzlich nur Kosten, die der Instandhaltung der Liegenschaft dienen und damit werterhaltend sind. Dazu gehören etwa Reparaturen, Boiler entkalken, Gebäudeversicherung oder Service-Abos.
Was ist beim Unterhalt abzugsfähig?
Vom zu zahlenden Unterhalt können Sie berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Gewerkschaftsbeiträge), Versicherungen (Berufsunfähigkeit, Risikoleben), Altersvorsorge (Betriebsrente, Altersvorsorgeaufwendungen), bestimmte Schulden (z.B. eheprägende), Kinderbetreuungskosten sowie ggf. Kranken- und Pflegeversicherungen abziehen, um das bereinigte unterhaltsrelevante Einkommen zu ermitteln. Auch Kosten für die Kinderbetreuung, die beim Umgang entstehen, können eine Rolle spielen.
Ist Unterhalt für volljährige Kinder steuerlich absetzbar?
Zahlungen an sogenannte bedürftige Personen, für die Sie gesetzlich unterhaltsverpflichtet sind, lassen sich in der Steuererklärung als außergewöhnliche Belastungen absetzen. Das Finanzamt berücksichtigt die Kosten für typische Unterhaltsaufwendungen, wie Miete, Essen, Heizung oder Kleidung.
Kann ich Unterhalt von der Steuer absetzen?
Welche Kosten sind für Kinder steuerlich absetzbar?
- Das Wichtigste in Kürze. ...
- Kinderfreibetrag. ...
- Kinderbetreuungskosten. ...
- Schulgeld. ...
- Ausbildungsfreibetrag. ...
- Entlastungsbetrag für Alleinerziehende. ...
- Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherungen. ...
- Kinderzulage bei Riester-Altersvorsorge.
Zählen Kindesunterhaltszahlungen in Großbritannien als Einkommen?
In den meisten Fällen gilt ab dem 12. April 2010, dass Einkünfte aus Kindesunterhaltszahlungen bei der Berechnung von Steuergutschriften oder Sozialleistungen nicht mehr als Einkommen angerechnet werden .
Kann Unterhalt als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden?
Sie ist rechtlich nicht bindend, ist aber für viele Gerichte eine Orientierungsgrundlage. Unterhaltszahlungen können als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden. Für das Jahr 2023 ist dies bis zu einem Betrag von 10.908 Euro und für das Jahr 2024 bis zu 11.604 Euro möglich.
Sind Alimente und Unterhaltszahlungen absetzbar?
Die Leistung des gesetzlichen Unterhalts (Alimente) für Kinder oder geschiedene Ehepartnerinnen bzw. Ehepartner ist grundsätzlich keine außergewöhnliche Belastung. Die laufenden Kosten für Kinder werden durch den Kinder- oder Unterhaltsabsetzbetrag berücksichtigt.
Welche Kosten kann ich vom Unterhalt abziehen?
Vom zu zahlenden Unterhalt können Sie berufsbedingte Aufwendungen (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Gewerkschaftsbeiträge), Versicherungen (Berufsunfähigkeit, Risikoleben), Altersvorsorge (Betriebsrente, Altersvorsorgeaufwendungen), bestimmte Schulden (z.B. eheprägende), Kinderbetreuungskosten sowie ggf. Kranken- und Pflegeversicherungen abziehen, um das bereinigte unterhaltsrelevante Einkommen zu ermitteln. Auch Kosten für die Kinderbetreuung, die beim Umgang entstehen, können eine Rolle spielen.
Was lohnt sich von der Steuer abzusetzen?
Hier sind einige Beispiele: Werbungskosten: Arbeitskleidung , Fortbildungskosten , Fahrtkosten zur Arbeit, Arbeitszimmer , Fachliteratur , Bewerbungskosten. Sonderausgaben : Spenden , Kirchensteuer , Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge , Riester-Beiträge , Berufsunfähigkeitsversicherung, Studiengebühren.
Welche Nachweise für Unterhaltszahlungen?
Diese Unterlagen müssen vorliegen: Einkommensteuererklärung: Eine Anlage Unterhalt für jeden unterstützten Haushalt (vollständig ausgefüllt), Nachweise für die Unterhaltszahlungen, z.B. Kontoauszüge (Nachweise für Unterhaltszahlungen sind nicht nötig, wenn die unterstützte Person in Ihrem Haushalt lebt).
Welche Nebenkosten kann ich in meiner Steuererklärung absetzen?
FAQ: Nebenkosten von der Steuer absetzen
Als Mieter kannst du bestimmte Arbeits- und Fahrtkosten, jedoch keine Materialkosten, von der Steuer absetzen: Handwerkerleistungen: 20 Prozent der Kosten bis zu 1.200 Euro pro Jahr. Haushaltsnahe Dienstleistungen: 20 Prozent der Kosten bis zu 4.000 Euro pro Jahr.
Was zählt alles zu Unterhaltsleistungen?
Unterhaltsleistungen sind finanzielle oder materielle Unterstützungen, die eine Person (Unterhaltspflichtiger) einer anderen Person (Unterhaltsberechtigter) zahlt oder gewährt, um deren grundlegenden Lebensbedarf zu decken, wie Essen, Wohnung, Kleidung, aber auch Bildung, Pflege oder Betreuung. Sie entstehen oft nach Trennungen oder Scheidungen für Kinder oder den Ex-Partner, aber auch für hilfebedürftige Eltern, um deren Existenz zu sichern, wobei die Höhe meist nach der Düsseldorfer Tabelle berechnet wird.
Was zählt zu Sonderausgaben Unterhalt?
Über den regulären Unterhaltsbedarf hinaus besteht die Möglichkeit Sonderbedarf von dem Unterhaltsschuldner zu verlangen. Dies beinhaltet beispielsweise Zahlungen für Arztrechnungen, allergiebedingte Einrichtung oder Klassenfahrten.
Wo kann ich Unterhaltszahlungen in der Steuererklärung eintragen?
Wo wird Kindesunterhalt in Steuererklärung eintragen? Abhängig von der Art des Unterhalts wird dieser bei der Einkommensteuererklärung entweder in der Anlage U oder in der Anlage Unterhalt angegeben.
Welchen Unterhalt kann man von der Steuer absetzen?
Unterhaltsleistungen können Sie bis zu einem Höchstbetrag geltend machen. Der Unterhaltshöchstbetrag entspricht grundsätzlich dem Grundfreibetrag, im Jahr 2024: 11.784 Euro, und erhöht sich um Ihre für die unterstützte Person getragene Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungsbeiträge.
Wie kann ich Unterhalt geltend machen?
Um Unterhalt geltend zu machen, fordert man den Unterhaltspflichtigen zuerst außergerichtlich mit Fristsetzung zur Zahlung und Auskunft auf, oft über das Jugendamt, das auch eine Jugendamtsurkunde beurkunden kann – der Idealfall für eine spätere Zwangsvollstreckung, falls nötig. Bleibt die Zahlung aus, folgt der gerichtliche Weg: Entweder über das vereinfachte Verfahren (bis 120 % des Mindestunterhalts) oder eine Klage beim Familiengericht, die umfassendere Ansprüche durchsetzt. Wichtig sind Nachweise (Geburtsurkunde, Einkommensnachweise, etc.) und die Einhaltung von Fristen, da nicht angemahnter Unterhalt verwirken kann.
Kann ich Alimente von der Steuer abziehen?
Alimente an einen Elternteil für die unter dessen elterlicher Sorge stehenden minderjährigen Kinder. Der Elternteil, der die Kinderalimente bezahlt, darf diese von seinen Steuern abziehen. Der andere Elternteil, der diese Alimente erhält, muss sie versteuern.
Kann man Unterhalt für erwachsene Kinder von der Steuer absetzen?
In der Regel ist es somit meistens nur möglich, Unterhaltszahlungen an volljährige Kinder in der Steuererklärung einzutragen. Unterhaltszahlungen an Kinder zählen ebenfalls zu den außergewöhnlichen Belastungen und können 2025 bis 12.096 Euro abgesetzt werden. 2024 waren es 11.784 Euro.
Welche Belastungen werden beim Unterhalt berücksichtigt?
Abzugsfähig sind die Einkommenssteuer und der Solidaritätszuschlag sowie die Kirchensteuer. Abzugsfähig ist auch eine Steuernachzahlung. Eine Steuernachzahlung ist auf 12 Monate aufzuteilen. Nicht abzugsfähig sind Säumnis- und Verspätungszuschläge (OLG Brandenburg FamFR 2013,485).
Wie hoch ist der Höchstbetrag für Unterhaltsleistungen als Sonderausgaben?
Der Unterhaltszahler kann bis zu 13.805 Euro jährlich als Sonderausgaben absetzen. Dieser Höchstbetrag gilt auch, wenn nur ein Teil des Jahres Unterhaltszahlungen geleistet wird.
Wie viel Euro muss der Vater Unterhalt zahlen?
Der Unterhaltsbetrag, den ein Vater zahlen muss, hängt stark vom Einkommen des Vaters, dem Alter des Kindes und der Düsseldorfer Tabelle ab; es gibt Mindestbeträge für verschiedene Altersstufen (z.B. 2025 ca. 482€ für 0-6 Jahre), aber der genaue Betrag wird nach dem bereinigten Nettoeinkommen des Vaters bestimmt, wobei ein Selbstbehalt (aktuell 1.600€ bei Erwerbstätigkeit gegenüber dem Kindesmutter/Vater) berücksichtigt wird. Die Berechnung erfolgt durch Ermittlung des bereinigten Nettoeinkommens und Anwendung der Tabellensätze.
Ist eine Unterhaltszahlung ein Einkommen?
Zählen Unterhaltszahlungen / Erziehungsgeld / Elterngeld / Arbeitslosengeld / Krankengeld auch zu den Einkünften? Unterhaltszahlungen zählen grundsätzlich nicht zu den Einkünften. Eine Ausnahme davon bildet das sogenannte Realsplitting zwischen geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten/Lebenspartnern.
Ist Kindergeld eine Unterhaltszahlung?
Kindergeld gilt ganz oder teilweise als Einkommen des Kindes. Deshalb reduziert das Kindergeld den Unterhaltsbedarf des Kindes, der sich aus der Düsseldorfer Tabelle ergibt. Das Kindergeld kann man also auf den Unterhalt anrechnen.