Welche VA-Jobs sind von der Überstundenregelung ausgenommen?

Gefragt von: Anne Scheffler
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Von der gesetzlichen Überstundenregelung sind hauptsächlich leitende Angestellte, Führungskräfte und bestimmte Berufsgruppen (z.B. Ärzte in leitender Position, Piloten, Seeleute) ausgenommen, da bei ihnen die Arbeitszeit oft nicht minutengenau erfassbar ist oder sie eigenverantwortlich über ihre Zeit bestimmen, aber auch in speziellen Branchen wie der Gastronomie/Hotellerie oder bei Gelegenheitsjobs gelten oft andere Regeln; im VA (Virtuelle Assistenz) Bereich kommt es stark auf deinen Arbeitsvertrag und die genaue Tätigkeit an, ob Überstunden bezahlt werden müssen oder nicht, da VA-Tätigkeiten oft projektbasiert sind.

Wann werden Überstunden nicht bezahlt?

Wann unbezahlte Überstunden fällig werden? Unbezahlte Überstunden werden fällig, wenn Arbeitnehmer:innen mehr Arbeitsstunden als im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag vereinbart leisten und keine Regelung zur Bezahlung von Überstunden besteht.

Wie ist die gesetzliche Regelung bei Überstunden?

In Deutschland regelt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) Überstunden: Grundsätzlich sind 8 Stunden pro Werktag erlaubt, maximal 10 Stunden täglich, wenn innerhalb von 6 Monaten/24 Wochen ein Ausgleich auf durchschnittlich 8 Stunden pro Tag erfolgt (max. 48 Std./Woche). Überstunden müssen vertraglich geregelt sein (Arbeits-/Tarifvertrag) und bedürfen oft der Zustimmung des Betriebsrats. Sie sind vergütungspflichtig (Zuschläge möglich) oder müssen durch Freizeit ausgeglichen werden, wobei kein automatischer Anspruch auf Bezahlung ohne Vereinbarung besteht. 

Ist es rechtlich erlaubt, dass im Arbeitsvertrag steht, dass 10 Überstunden inklusive sind?

Eine zeitlich unbeschränkte Klausel ist unwirksam. Zulässig wäre aber eine Formulierung, mit welcher zum Beispiel „10 Überstunden pro Monat mit dem Gehalt abgegolten sind“. Denn dann ist klar, was der Arbeitgeber verlangen kann und worauf sich der Arbeitnehmer einstellen muss.

Kann ich gezwungen werden, Überstunden zu nehmen?

Arbeitgeber können Überstunden nicht einfach so anordnen. Dafür reicht das allgemeine Weisungsrecht des Arbeitgebers nicht aus. Ohne ausdrückliche Regelung sind Beschäftigte also grundsätzlich nicht verpflichtet, Überstunden zu leisten.

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Wann kann ich die Ableistung von Überstunden verweigern?

Wann darf man die Erbringung von Überstunden verweigern? Die Ableistung von Überstunden kann abgelehnt und verweigert werden, wenn keine tarifvertragliche, betriebliche (Betriebs- bzw. Dienstvereinbarung) oder arbeitsvertragliche Verpflichtung besteht.

Sind 10 Minuten schon Überstunden?

Die früher bestehende Regelung, dass Arbeit, die sich daraus ergibt, dass nach Geschäftsschluss noch ein Kunde zu Ende bedient werden muss, bis zur Dauer von zehn Minuten nicht als Mehrarbeit zu werten ist, existiert nicht mehr!

Was bedeutet "keine Überstundenregelung im Arbeitsvertrag"?

Fehlt eine Überstundenregelung im Arbeitsvertrag, ist Ihr Arbeitgeber nicht berechtigt, Überstunden anzuordnen; Sie sind also grundsätzlich nicht zur Leistung verpflichtet, außer in Notfällen, es sei denn, es gibt eine mündliche Absprache oder einen Tarifvertrag. Sind Sie einverstanden, werden Überstunden wie reguläre Stunden vergütet (nach dem Stundenlohn), oder es kann ein Freizeitausgleich vereinbart werden, auch ohne ausdrückliche Klausel. Ohne Vereinbarung muss der Arbeitgeber Überstunden zahlen, wenn sie üblich sind, um eine Vergütung zu vermeiden, die sonst gesetzlich (§ 612 BGB) geschuldet wäre. 

Sind ständige Überstunden erlaubt?

Sind ständige Überstunden erlaubt? Wer ständig Überstunden macht, riskiert seine eigene Gesundheit: Burnout und Stress können Folgen von zu vielen Überstunden sein. Dabei ist im Arbeitsschutz klar geregelt, dass niemand ständig Überstunden machen muss.

Kann der Arbeitgeber darauf bestehen, Überstunden auszuzahlen?

Ja, der Arbeitgeber darf Überstunden auszahlen, aber oft nur, wenn dies im Arbeits- oder Tarifvertrag so geregelt ist, oder wenn es keine Vereinbarung zum Freizeitausgleich gibt; entscheidend ist die vertragliche Grundlage und die konkrete Absprache, wobei eine einseitige Abgeltung pauschal mit dem Gehalt meist unwirksam ist und Arbeitnehmer einen Anspruch auf Vergütung haben, wenn sie angeordnet oder geduldet wurden und keine Regelung greift. 

Welche Ausnahmen gibt es für eine Arbeitszeit von über 10 Stunden?

Ja, Arbeitszeiten über 10 Stunden sind im deutschen Arbeitszeitgesetz (ArbZG) unter bestimmten Ausnahmen zulässig, insbesondere wenn Bereitschaftsdienst/Arbeitsbereitschaft anfällt, durch Tarifverträge/Betriebsvereinbarungen oder bei außergewöhnlichen Fällen (z.B. Notfälle), wobei die durchschnittliche werktägliche Arbeitszeit von 8 Stunden über einen Ausgleichszeitraum von 6 Monaten oder 24 Wochen nicht überschritten werden darf und die Gesundheit der Beschäftigten gewahrt bleiben muss. 

Kann der Chef bestimmen, wann ich meine Überstunden abbaue?

Ja, der Arbeitgeber darf grundsätzlich Überstundenabbau anordnen, besonders wenn es keine vertragliche Regelung gibt; er nutzt dafür sein Weisungsrecht nach § 106 GewO. Er muss dabei aber die Interessen des Arbeitnehmers (z.B. Arzttermine) und die betrieblichen Erfordernisse abwägen, wobei er den Zeitpunkt des Freizeitausgleichs bestimmen kann, idealerweise mit rechtzeitiger Ankündigung. In Gleitzeit-Modellen können Arbeitnehmer oft selbst entscheiden, aber auch hier kann der Chef bei Engpässen eingreifen.
 

Was ändert sich 2025 mit den Überstunden?

Für 2025 sind neue Regelungen geplant, die Überstundenzuschläge steuerfrei machen sollen (bis zu 25 % des Grundlohns), aber nur Zuschläge, nicht den Grundlohn selbst, und weiterhin Sozialabgaben anfallen. Die allgemeine rechtliche Grundlage (Arbeitszeitgesetz) bleibt bestehen: max. 10 Std./Tag, Ausgleich, Notfälle sind Ausnahmen. Wichtig ist auch die elektronische Zeiterfassungspflicht für Arbeitgeber und die Regelung für Minijobs, wo Überstunden das Jahreslimit nicht überschreiten dürfen. 

Welche Regelungen gibt es im Tarifvertrag zu Überstunden?

Tarifverträge regeln Überstunden detailliert: Sie legen oft Zuschläge (z.B. 25-50%), die Berechnungsgrundlage, Freizeitausgleichsregelungen und die Grenze der täglichen/wöchentlichen Arbeitszeit fest, wobei Überstunden nur bei Anordnung oder Duldung des Arbeitgebers vergütet werden müssen und die gesetzlichen Maximalgrenzen (8h/Tag, 48h/Woche) gelten, die durch Tarifverträge teils angepasst werden können (z.B. 10h/Tag bei Ausgleich). 

Wie viele Überstunden sind pro Monat maximal erlaubt?

Es gibt kein festes gesetzliches Limit für Überstunden pro Monat, aber das deutsche Arbeitszeitgesetz (ArbZG) setzt eine Grenze von durchschnittlich 48 Stunden pro Woche über 12 Monate, was rechnerisch etwa 192 Stunden pro Monat entspricht (48 Std. * 52 Wo. / 12 Mo.). Verträge regeln oft eine Obergrenze, z.B. 10-20 Überstunden monatlich, die mit dem Gehalt abgegolten werden können, aber unbegrenzte Klauseln sind unwirksam. 

Ist eine dauerhaft 45-Stunden-Woche in Deutschland erlaubt?

Eine dauerhafte 45-Stunden-Woche ist in Deutschland gesetzlich nicht die Regel, aber unter bestimmten Bedingungen erlaubt und ausgleichspflichtig, da das Arbeitszeitgesetz (§ 3 ArbZG) maximal 48 Stunden pro Woche im Durchschnitt vorsieht (10 Stunden/Tag, mit Ausgleich über 6 Monate) und bei 45 Stunden pro Woche eher im gesetzlichen Rahmen liegt, wenn der Durchschnitt von 48 Stunden nicht überschritten wird; sie birgt aber Gesundheitsrisiken (Stress, Burnout) und erfordert Überstundenregelungen (Freizeit/Bezahlung) sowie Betriebsratsbeteiligung. 

Wie viele Überstunden sind für eine Vollzeitkraft erlaubt?

Bei einer 40 Stunden Woche werden die 8 Stunden maximale Arbeitszeit pro Tage schon erreicht. Doch dürfen, wenn sie rechtzeitig ausgeglichen werden, bis zu 10 Stunden pro Tag gearbeitet werden. Pro Tag sind also 2 Überstunden zulässig. Pro Woche dürfen Arbeitnehmer sogar bis zu 60 Stunden arbeiten.

Wie kann ich Überstunden verweigern?

Ja, Sie dürfen Überstunden verweigern, wenn keine vertragliche Pflicht (Arbeits- oder Tarifvertrag) besteht oder die gesetzlichen Grenzen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) überschritten würden, z.B. durch eine tägliche Höchstarbeitszeit von 10 Stunden (§ 3 ArbZG) oder wenn unvorhersehbare private Termine (wie eine Hochzeit) dagegensprechen; bei berechtigter Ablehnung droht keine Kündigung, aber bei vertraglicher Pflicht kann eine unberechtigte Verweigerung eine Abmahnung nach sich ziehen, weshalb eine Absprache mit Betriebsrat oder Anwalt ratsam ist. 

Was tun, wenn man ständig Überstunden machen muss?

Grundsätzlich sind Überstunden durch entsprechende Freizeit auszugleichen. Sollte Ihr Arbeitgeber weiter auf akuten oder dauerhaften Personalmangel verweisen und Ihnen keine Entlastung gewähren, wenden Sie sich an Ihren Betriebsrat oder die Arbeitnehmervertretung.

Was tun, wenn der Arbeitgeber keine Überstunden bezahlt?

Leisten Sie als Arbeitnehmer Überstunden auf Weisung des Arbeitgebers und zahlt der Arbeitgeber Ihnen hierfür keine Vergütung auf, bleibt eine Klage zu den Arbeitsgerichten. Hiermit können Sie Ihre Ansprüche auf Überstundenlohn geltend machen.

Welche Klauseln im Arbeitsvertrag sind unwirksam?

Unwirksam sind alle Vertragsklauseln, die Arbeitnehmer unangemessen benachteiligen, etwa in dem sie zu ihren Ungunsten von den gesetzlichen Regelungen abweichen. Arbeitgeber dürfen die gesetzlichen Rechte der Arbeitnehmer nicht durch Klauseln im Arbeitsvertrag einschränken.

Wie ist die Regelung bei Überstunden?

„Laut Arbeitszeitgesetz darf die tägliche Arbeitszeit acht Stunden nicht überschreiten. Alles, was über diese acht Stunden hinausgeht, ist Mehrarbeit und muss in einem bestimmten Zeitraum ausgeglichen werden. Aber auch dann sind maximal zehn Stunden pro Arbeitstag zulässig“, betont Rechtsanwalt Alexander Fuchs.

Wer darf keine Überstunden machen?

Auszubildende und Minderjährige

Noch nicht volljährige Auszubildende dürfen grundsätzlich keine Überstunden leisten, das legt das Jugendschutzgesetz fest. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen zudem an maximal fünf Tagen in der Woche arbeiten und höchstens acht Stunden pro Tag oder insgesamt 40 Stunden pro Woche.

Welche Ausnahmen gibt es für die Höchstarbeitszeit?

Ausnahmen: Ausnahmen für die Höchstgrenze bei der täglichen Arbeitszeit von zehn Stunden gibt es unter anderem für den Bereich von Bereitschaftsdiensten, wenn tarifvertragliche Regelungen vorliegen, und bei außergewöhnlichen Notfällen (Paragraf 7).

Was ist der Unterschied zwischen Überstunden und Mehrarbeit?

Der Hauptunterschied: Überstunden sind das Überschreiten der vertraglich vereinbarten Arbeitszeit (z.B. 40h/Woche), während Mehrarbeit das Überschreiten der gesetzlichen Höchstgrenzen (z.B. 48h/Woche) bedeutet. Überstunden sind oft durch Arbeits- oder Tarifverträge geregelt und können durch Freizeit oder Zuschläge abgegolten werden, während Mehrarbeit meist strenger gesetzlich gefasst ist und oft Zuschläge oder Ausgleich erfordert, weil sie die gesetzlichen Grenzen berührt.