Welche Zahlungsfrist ist bei Dienstleistungen üblich?

Gefragt von: Hans-Joachim Bergmann B.Sc.
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Bei Dienstleistungen ist die gesetzliche Zahlungsfrist 30 Tage nach Erhalt der Rechnung (B2B) oder eine individuelle Vereinbarung, oft 14 oder 30 Tage, üblich; „sofort fällig“ oder kürzere Fristen sind ebenfalls möglich, während über 60 Tage oft unzulässig sind und Skontoanreize häufig sind, um die Zahlung zu beschleunigen.

Wann muss eine Dienstleistung bezahlt werden?

Eine Rechnung ist grundsätzlich immer sofort fällig. Die gesetzliche Zahlungsfrist räumt Rechnungsempfängern jedoch 30 Tage Zeit ein, ihre Schuld zu begleichen. Erst danach befindet sich ein Kunde in Zahlungsverzug. Die Zahlungsfrist beginnt an dem Tag, an dem die Rechnung zugestellt wurde.

Welche Zahlungsfristen sind zulässig?

Grundsätzlich sind Zahlungsziele erlaubt, die dem Schuldner eine angemessene Frist geben, meist 30 Tage gesetzlich (§ 286 BGB). Längere Fristen, etwa 60 Tage, sind in B2B-Geschäften möglich, müssen aber oft ausdrücklich vereinbart werden und dürfen den Gläubiger nicht grob benachteiligen (§ 271a BGB). Kürzere Fristen sind ebenfalls zulässig, sollten aber praktikabel sein, und es können Skonti für frühere Zahlungen angeboten werden. 

Sind Dienstleistungen sofort fällig?

Wenn ein Unternehmen Waren liefert oder eine Dienstleistung erbringt, erfolgt die Bezahlung entweder sofort gegen Bargeld oder der Käufer erhält eine Rechnung mit oder ohne Zahlungsziel zur Überweisung des Betrages.

Wie lange können Dienstleistungen in Rechnung gestellt werden?

Nach einer Dienstleistung muss eine Rechnung in Deutschland grundsätzlich innerhalb von sechs Monaten gestellt werden, wenn der Kunde ein Unternehmen (B2B) ist, um steuerliche Nachteile (Vorsteuerabzug) zu vermeiden und Bußgelder zu verhindern; bei Privatkunden (B2C) gibt es diese Frist nicht, aber die Forderung verjährt nach drei Jahren. Ideal ist eine zeitnahe Rechnungsstellung nach vollständiger Leistungserbringung, da sonst die Verjährung der Forderung droht (3 Jahre ab Ende des Jahres).
 

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Wann ist eine Dienstleistung verjährt?

Die Verjährung von Dienstleistungsforderungen beträgt in der Regel drei Jahre (§ 195 BGB), beginnend mit dem Ende des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger davon Kenntnis erlangte. Wichtig ist: Der Anspruch entsteht mit Leistungserbringung, nicht erst mit der Rechnungsstellung. Mahnungen stoppen die Verjährung nicht, aber eine Zahlung (auch Raten) oder gerichtliche Schritte (wie ein Mahnbescheid) können die Frist hemmen oder unterbrechen.
 

Wie weit rückwirkend können Sie Leistungen in Rechnung stellen?

Gemäß dem Verjährungsgesetz von 1980 können Rechnungen bis zu sechs Jahre nach Abschluss der Arbeiten oder Lieferung der Waren ausgestellt werden. Obwohl es innerhalb dieses Zeitraums keine gesetzliche Beschränkung gibt, ist es ratsam, Rechnungen zeitnah auszustellen, um Streitigkeiten oder Komplikationen zu vermeiden.

Ist ein Zahlungsziel von 7 Tagen zulässig?

Ein Zahlungsziel von 7 Tagen ist zulässig und bedeutet, dass der Rechnungsbetrag innerhalb einer Woche nach Erhalt der Rechnung beglichen werden muss, oft genutzt als Anreiz für schnelle Zahlung (z.B. mit Skonto) oder bei Branchenüblichkeiten wie im Handel; es setzt den Kunden unter Druck und weicht von der gesetzlichen 30-Tage-Frist ab, sollte aber immer klar auf der Rechnung vermerkt sein.
 

Wann werden Dienstleistungen bezahlt?

Die gesetzliche Zahlungsfrist beträgt laut BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) jedoch 30 Tage ab Erhalt einer Rechnung, wenn es sich um eine Dienstleistung handelt.

Welche Zahlungsfrist ist bei Handwerkerrechnungen üblich?

Bei Handwerkerrechnungen gilt gesetzlich eine Zahlungsfrist von 30 Tagen nach Rechnungszugang, wenn nichts anderes vereinbart wurde, aber oft werden kürzere Fristen wie 14 Tage gesetzt oder „sofort fällig“ vereinbart; bei B2B-Geschäften tritt der Verzug nach 30 Tagen automatisch ein, bei Verbrauchern ist oft eine Mahnung nötig. Bei Rechnungen nach VOB gelten für Abschlagszahlungen 21 Tage und für Schlussrechnungen 30 Tage.
 

Was ist die übliche Zahlungsfrist?

30 Tage: Die gesetzliche Zahlungsfrist

Erst danach befindet er sich im Zahlungsverzug. Wichtig zu wissen ist: Die 30-Tage Zahlungsfrist gilt immer dann automatisch, auch ohne gesonderten Hinweis, wenn folgende zwei Bedingungen erfüllt sind: Wenn nichts anderes zwischen Ihnen und Ihrem Kunden vereinbart ist.

Sind Handwerkerrechnungen sofort zu bezahlen?

In der Praxis bedeutet dies, dass eine Handwerkerrechnung grundsätzlich sofort nach Erhalt bezahlt werden muss, es sei denn, es wurde eine abweichende Zahlungsfrist vereinbart.

Welche Zahlungsbedingungen sind üblich?

Übliche Zahlungsbedingungen variieren, beinhalten aber oft Zahlungsziele wie "30 Tage netto", Skonto (z.B. "10 Tage - 2%") als Anreiz für schnelle Zahlung, Anzahlungen (z.B. bei Freelancern/Agenturen) und Abschlagszahlungen (z.B. im Handwerk). Die gesetzliche Frist beträgt 30 Tage, sofern nichts anderes vereinbart wird. Im Online-Handel ist auch die Vorkasse verbreitet. 

Was passiert, wenn ich eine Dienstleistung nicht bezahle?

Nach Ablauf der gesetzlichen Zahlungsfrist von 30 Tagen tritt automatisch Zahlungsverzug ein. Laut § 288 BGB dürfen Sie dann 5 % Verzugszinsen für die ausstehende Zahlung verlangen. Eine Mahnung ist gesetzlich nicht notwendig, aber sinnvoll, um den Zahlungsanspruch nachweisen zu können.

Wann muss eine Dienstleistung in Rechnung gestellt werden?

Laut § 14 Absatz 2 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) müssen Unternehmer in bestimmten Fällen eine Rechnung innerhalb von sechs Monaten nach Ausführung der Leistung oder Lieferung ausstellen. Diese Regel gilt insbesondere bei Leistungen an andere Unternehmer (B2B) oder an juristische Personen des öffentlichen Rechts.

Wie viele Tage hat man Zeit, eine Rechnung zu bezahlen?

Man hat grundsätzlich 30 Tage Zeit, eine Rechnung zu bezahlen, wenn nichts anderes vereinbart ist, da dies die gesetzliche Zahlungsfrist nach § 286 BGB ist, die ab Zugang der Rechnung beginnt. Bei Rechnungen an Verbraucher (B2C) muss man jedoch ausdrücklich auf diese 30-Tage-Frist hinweisen, sonst tritt der Zahlungsverzug erst nach einer Mahnung ein, während dies bei Unternehmen (B2B) automatisch gilt.
 

Wann sind Dienstleistungen zu bezahlen?

Der Gesetzesgeber kennt dieses Zahlungsziel von 30 Tagen somit nicht und daher sind Waren oder Dienstleistungen immer, wie vom liefernden Betrieb definiert, zu bezahlen. In der Regel liegt dieses Zahlungsziel bei 14 Tagen.

Wann muss ich eine Dienstleistung bezahlen?

Die Zahlung ist sofort fällig nach Rechnungsstellung. Zahlbar innerhalb von 10 Tagen mit 3% Skonto, ansonsten 30 Tage netto. Es gilt die gesetzliche Zahlungsfrist von 30 Tagen.

Wie lange nach Dienstleistung Rechnung stellen?

Frist für Rechnungsstellung: sechs Monate

Jeder, der Leistungen oder Lieferungen für ein Unternehmen oder juristische Personen tätigt, muss eine Frist von sechs Monaten für die Rechnungsstellung einhalten.

Was ist die 30-Tage-Regelung bei Zahlungsverzug?

Die 30-Tage-Regelung (§ 286 Abs. 3 BGB) besagt, dass ein Schuldner spätestens 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung automatisch in Zahlungsverzug gerät, wenn kein anderes Zahlungsziel vereinbart wurde; gegenüber Verbrauchern muss dieser Hinweis in der Rechnung ausdrücklich erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist kann der Gläubiger Mahngebühren und Verzugszinsen verlangen, ohne vorher mahnen zu müssen. 

Bis wann muss eine Zahlung erfolgen?

30-Tage-Regelung: Das Gesetz bestimmt, dass der Schuldner einer Entgeltforderung spätestens dann in Verzug kommt, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufforderung bezahlt, § 286 Abs. 3 BGB.

Was passiert, wenn man eine Rechnung nach 14 Tagen nicht bezahlt?

Nach weiteren 14 Tagen ohne Zahlungseingang kann dann eine dritte und letzte Mahnung erfolgen. Sie wird in unmissverständlicher Weise eine letzte Frist zur Zahlung setzen und die gerichtliche Verfolgung der Forderung in Aussicht stellen.

Wie lange rückwirkend müssen Rechnungen bezahlt werden?

Beachten Sie unbedingt: Auch die Forderungen aus rückwirkend gestellten Rechnungen verjähren nach drei Jahren. Das heißt, Sie können Ihrem Kunden zwar eine Leistung in Rechnung stellen, die vor vier Jahren erbracht wurde, bezahlen muss sie Ihr Kunde aber nicht.

Wie lange kann ich eine Rechnung rückwirkend bezahlen?

Die Verjährungsfrist für Rechnungen beträgt in Deutschland drei Jahre und beginnt zum Jahresende des Leistungsjahres. Nach Ablauf dieser Frist kann der Schuldner die Zahlung verweigern. Eine Mahnung allein stoppt die Verjährung nicht, sondern nur rechtliche Schritte wie ein gerichtliches Mahnverfahren mit Mahnbescheid.

Wann verjährt eine Dienstleistung ohne Rechnung?

Bei Privatkunden verjährt Ihr Anspruch auch ohne Rechnungsstellung drei Jahre nach der ausdrücklichen oder stillschweigenden Werkabnahme. Im öffentlichen Baurecht beginnt die Verjährung erst mit Ihrer Rechnungsstellung, die sie innerhalb von sechs Monaten nach Abnahme übergeben müssen.