Welche Zuschüsse gibt es für die Haussanierung?

Gefragt von: Dörte Hoffmann MBA.
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Für die Haussanierung gibt es umfangreiche staatliche Förderungen, hauptsächlich über die BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude), die Zuschüsse und zinsgünstige Kredite von BAFA (BAFA-Zuschuss) und KfW (KfW-Kredite) kombiniert, für Maßnahmen wie Dämmung, Fenster, Heizungstausch (Wärmepumpen etc.) und Lüftungsanlagen. Wichtig sind auch Steuerboni (20 % für Einzelmaßnahmen), regionale Programme (z. B. NRW) und Boni für Energieberatung (iSFP). Die Förderung muss vor Beginn der Arbeiten beantragt werden, oft mit einem speziellen Vertrag für das Fachunternehmen.

Welche Zuschüsse gibt es bei Haussanierung?

Förderung für die Komplettsanierung

Hausbesitzer erhalten dafür günstige Kredite von der KfW (KfW-Programm 261) mit Tilgungszuschüssen in Höhe von 5 bis 45 Prozent. Am meisten Bonus gibt es, wenn das effiziente Gebäude überwiegend mit erneuerbaren Energien beheizt wird.

Was wird alles gefördert in der Sanierung?

Für einzelne Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel eine Wärmedämmung, die Erneuerung der Fenster und Türen oder eine neue Heizung, gibt es Zuschüsse. Die Heizungsförderung läuft über die KfW, die Förderung anderer Effizienzmaßnahmen über das Bafa. Der Bafa-Zuschuss beträgt 15 Prozent der Kosten.

Welche Sanierung wird noch gefördert?

Auch 2025 sind energetische Maßnahmen weiterhin über die BEG förderfähig – vor allem über das BAFA (für Einzelmaßnahmen) und die KfW (für Komplettsanierungen). Gefördert werden unter anderem: Wärmedämmung von Dach, Fassade, Kellerdecke. Austausch von Fenstern und Außentüren.

Welche Förderungen gibt es beim Eigenheim?

Zum Ansparen von Eigenkapital für den Kauf oder Bau einer Immobilie gibt es unter anderem die Arbeitnehmersparzulage, vermögenswirksame Leistungen, Wohnungsbauprämie und Wohn-Riester. Zum schnelleren Tilgen der Baufinanzierung kommen unter anderem Wohn-Riester und verschiedene Programme der KfW-Förderung infrage.

Übersicht: Förderung von Sanierung und Modernisierung (KfW und BaFA)

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Kann man mit 4000 Euro netto ein Haus finanzieren?

Ja, mit 4000 € Netto-Einkommen kann man ein Haus finanzieren, aber die maximal mögliche Kreditsumme und Immobilie hängt stark von den monatlichen Ausgaben, dem Eigenkapital, den Zinsen und der gewünschten Rate ab; Faustregeln raten zu maximal 30–40 % des Nettoeinkommens für die Rate (ca. 1200–1600 €), was einen Kreditrahmen von rund 270.000 € bis über 400.000 € ermöglichen kann, aber eine genaue Prüfung durch eine Bank unerlässlich ist. 

Welche Maßnahmen gibt es, um ein Haus zu modernisieren?

Hausmodernisierung bedeutet, ein Haus durch Maßnahmen wie Dämmung, neue Fenster, Heizung oder Smart-Home-Technik auf den neuesten Stand zu bringen, um Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz zu steigern, was oft mit Förderungen verbunden ist und über kosmetische Renovierungen hinausgeht. Wichtige Schritte sind Planung, die Entscheidung zwischen Eigenleistung und Fachfirma (oft für Kernmaßnahmen) und die Nutzung von Fördermitteln, um die oft hohen Kosten zu senken.
 

Welche Häuser müssen bis 2030 saniert werden?

Bis 2030 müssen vor allem die 15 % der Wohngebäude mit der schlechtesten Energieeffizienz (Effizienzklasse G/H) saniert werden, um mindestens die Klasse F oder E zu erreichen, laut der EU-Gebäuderichtlinie, die noch in nationales Recht umgesetzt werden muss, aber den Modernisierungsdruck erhöht, besonders bei Altbauten mit schlechter Dämmung oder veralteten Heizungen. Die Pflicht betrifft primär öffentliche Gebäude, aber auch private Eigentümer von sehr ineffizienten Häusern sollten sanieren, um die nationalen Klimaziele zu erreichen und Kosten zu sparen.
 

Wie viel kostet es, ein Haus komplett zu sanieren?

Die Kosten für eine Kernsanierung liegen meist zwischen 600 und 2.000 Euro pro Quadratmeter (m²), je nach Umfang und Standard; einfache Sanierungen starten bei 400 €/m², während das Erreichen eines Effizienzhaus-Standards (z.B. Effizienzhaus 40) 2.200 € bis 2.700 €/m² kosten kann, mit einem Puffer für Unvorhergesehenes ist immer zu rechnen. Große Posten sind Dämmung (Fassade/Dach), neue Fenster (500-1.000 €/Stück) und Heizung (Wärmepumpe ca. 15.000-30.000 €).
 

Wie finanziere ich eine Sanierung?

Sanierungsfinanzierung ist ein Oberbegriff für die Finanzierung von Maßnahmen zur Werterhaltung oder Wertsteigerung einer Immobilie (z.B. energetische Sanierung, Modernisierung) oder zur wirtschaftlichen Gesundung von Unternehmen in Krisen (Turnaround-Finanzierung), wobei meist spezielle, zweckgebundene Kredite mit oft günstigeren Konditionen sowie staatliche Förderungen (KfW, BAFA) zum Einsatz kommen. 

In welcher Reihenfolge saniert man ein Haus?

Die optimale Reihenfolge bei der Haus sanierung folgt dem Prinzip von außen nach innen und von oben nach unten, wobei zuerst die Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster, Kellerdecke) für Wärmeschutz sorgt, dann die Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro) modernisiert wird und zuletzt der Innenausbau (Trockenbau, Boden, Wände, Türen, Sanitärobjekte) erfolgt, um Beschädigungen zu vermeiden und effizient zu arbeiten. 

Welche Zuschüsse gibt es 2025 vom Staat?

Für 2025 gibt es staatliche Zuschüsse in verschiedenen Bereichen: Familien profitieren von erhöhtem Kindergeld (255 €) und Sofortzuschlägen; Hausbesitzer können hohe Förderungen für Heizungstausch (bis 70 %) und Sanierungen über die KfW/BAFA beantragen; Unternehmen erhalten steuerliche Anreize durch degressive Abschreibung (bis 30 %/Jahr) für Investitionen. Auch Rentner mit Erwerbsminderung erhalten automatisch einen Zuschlag. Das Bürgergeld bleibt bei 563 € für Alleinstehende. 

Wie hoch ist die Förderung für den Fenstertausch?

Neue Fenster werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG EM) mit 15 bis 20 % Zuschuss vom BAFA gefördert. Das entspricht einer Summe von 4.500 bis 12.000 Euro.

Wie viel Förderung bekommt man für eine Altbausanierung?

€ 600,– pro m² Wohnnutzfläche anerkannt werden. Dieser Betrag wird mit der tatsächlichen Wohnnutzfläche multipliziert und ergibt die anerkennbaren Sanierungskosten. Pro Wohneinheit werden bis zu 130 m² Wohnnutzfläche anerkannt.

Wer bekommt 70% Förderung?

Beim maximalen Fördersatz von 70 Prozent beträgt die Heizungsförderung für Eigentümerinnen und Eigentümer, die ihr Haus selbst bewohnen, also insgesamt 21.000 Euro. Wer darüber hinaus einen Emissionsminderungszuschlag erhält, kann mit bis zu 23.500 Euro rechnen.

Welche Sanierungspflichten gibt es aktuell beim Altbau?

Die energetische Sanierungspflicht betrifft Eigentümer, die ab 2024 Altbauten kaufen, erben oder geschenkt bekommen – mit zwei Jahren Umsetzungsfrist. Verpflichtende Maßnahmen sind Dämmung der obersten Geschossdecke, Isolierung von Heiz- und Wasserrohren sowie Austausch veralteter Heizungen.

Kann man mit 100.000 ein Haus sanieren?

Eine Komplettrenovierung kann mehrere zehntausend bis mehrere hunderttausend Euro kosten. Die Ausgaben für eine Kernsanierung eines Hauses liegen oft zwischen 50.000 und 100.000 Euro. Typische Kosten pro Quadratmeter für eine Altbausanierung betragen etwa 400 bis 600 Euro.

Wann lohnt sich eine Sanierung nicht mehr?

Als grobe Faustformel kann man sagen, wenn die Sanierungskosten mehr als 75% der Neubaukosten betragen, ist es wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll, zu renovieren. Ausnahmen gibt es da natürlich z.B. bei historischen Gebäuden, bei denen gerade die alte Substanz das gewisse Etwas ausmacht.

Was muss bei einem 50 Jahre alten Haus saniert werden?

Bei der Eindeckung steht nach 20 bis 50 Jahren eine Sanierung an. Entscheidend sind dabei die verwendeten Materialien. Während Teerpappe verhältnismäßig schnell altert, halten Ziegel- oder Kupferdächer gut 50 Jahre. Weit früher sollten Hausbesitzer den Dachboden oder das Dach im alten Haus mit einer Dämmung sanieren.

Kann der Staat mich zwingen, mein Haus zu sanieren?

Das Wichtigste in Kürze

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) sieht bei einer energetischen Sanierung verpflichtende Maßnahmen vor. Ausgenommen davon sind Eigentümer, die Ihr Ein- oder Zweifamilienhaus vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben. Ab zehn Prozent Veränderung eines Gewerks gilt die Sanierungspflicht, z.

Was wird 2025 Pflicht für Hausbesitzer?

Die neuen Gebäude müssen mindestens 30 Prozent ihrer Dachfläche mit PV-Anlagen ausstatten, um die Vorgaben zu erfüllen. Weitere Bundesländer, wie Bremen, schließen sich an: Hier tritt die Solarpflicht für Neubauten ab Juli 2025 in Kraft und betrifft damit sowohl private als auch gewerbliche Gebäude.

Sollte man alte Häuser dämmen?

Ja, ein altes Haus zu dämmen ist fast immer sinnvoll, da es Heizkosten senkt, den Wohnkomfort (weniger Kälte/Hitze) erhöht, Schimmel vorbeugend wirkt, den Wert steigert und oft gesetzliche Vorgaben (GEG) erfüllt, wobei die Dämmung der obersten Geschossdecke oft eine der ersten und einfachsten Pflichten ist, die sich schnell amortisiert und die Bausubstanz schützt, aber die richtige Methode (Außen-, Innen-, Kerndämmung) muss zur Bausubstanz passen.
 

Was zuerst bei Haussanierung?

Die optimale Reihenfolge bei der Haus sanierung folgt dem Prinzip von außen nach innen und von oben nach unten, wobei zuerst die Gebäudehülle (Dach, Fassade, Fenster, Kellerdecke) für Wärmeschutz sorgt, dann die Haustechnik (Heizung, Sanitär, Elektro) modernisiert wird und zuletzt der Innenausbau (Trockenbau, Boden, Wände, Türen, Sanitärobjekte) erfolgt, um Beschädigungen zu vermeiden und effizient zu arbeiten. 

Was müssen Hauskäufer 2025 beachten?

Hauskäufer müssen 2025 besonders die energieeffizienz (Sanierungspflichten nach GEG), die Grundsteuerreform (höhere Kosten möglich), die Finanzierung (stark von der Zinsentwicklung abhängig) sowie die Dokumentenprüfung (Energieausweis, Grundbuch) beachten, um langfristige Kosten und rechtliche Fallstricke zu vermeiden und von Trends wie Nachhaltigkeit und digitaler Vermarktung zu profitieren.