Wen würde die Rente mit 70 treffen?

Gefragt von: Ida Hofmann-Jäger
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Die Rente mit 70 betrifft in Deutschland noch niemanden, aber alle, die ab 1982 geboren wurden, müssen damit rechnen, wenn der aktuelle Trend der schrittweisen Anhebung des Rentenalters beibehalten wird – sie wären die erste Generation, die erst mit 70 abschlagsfrei in die Regelaltersrente gehen kann, was politisch diskutiert wird. Aktuell liegt das reguläre Rentenalter bei 67 Jahren für jüngere Jahrgänge, aber bei längerer Lebenserwartung könnte die Grenze für die Jahrgänge 1964 und später stufenweise auf 70 Jahre angehoben werden.

Wer wäre von der Rente mit 70 betroffen?

Starres Modell: Ab Jahrgang 1982 vollständig betroffen

In diesem Szenario würde Rente mit 70 etwa 2052 erreicht. Voll getroffen wären dann alle Personen ab Jahrgang 1982, die erste volle Kohorte dieses Modells.

Welche Jahrgänge gehen mit 70 in Rente?

Wann käme die Rente mit 70 – und für wen?

  • Zuwachs 0,1 Jahre pro Jahr: Rente mit 70 frühestens 2070 betroffen ab Jahrgang 2003.
  • Zuwachs 0,2 Jahre pro Jahr: Rente mit 70 bereits 2048 betroffen ab Jahrgang 1980.
  • Zuwachs 0,3 Jahre pro Jahr: Rente mit 70 schon 2040 betroffen ab Jahrgang 1970.

In welchen Jahrgängen droht die Rente mit 70?

Eine "Rente mit 70" ist aktuell noch nicht die Regel, aber falls das Renteneintrittsalter weiter steigt, wären Jahrgänge ab 1982 die ersten, die voll betroffen wären, da sie 2052 das 70. Lebensjahr erreichen würden; diese Debatte wird durch steigende Lebenserwartung und aktuelle politische Vorschläge (z.B. von der CDU) angeheizt, die eine Kopplung der Regelaltersgrenze an die Lebenserwartung vorsehen. 

Wie realistisch ist die Rente mit 70?

Denn die Rente mit 70 kann sich lohnen: Wer den Rentenbeginn von 67 auf 70 verschiebt, erhält lebenslang 18 Prozent mehr Rente. Geht man später in Rente, steigt die gesetzliche Rente steigt spürbar an: Für jeden Monat, den der Rentenbeginn aufgeschoben wird, erhöht sich die monatliche Rente um 0,5 Prozent.

Bald Rente mit 72 oder gar 80? - Arroganter CDU-Schnösel will Renteneintrittsalter anheben!

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Welche Jahrgänge haben Nachteile bei der Rente?

Das Ergebnis: Die Geburtsjahrgänge 1948, 1949, 1950 und 1952 fallen in die oben genannten Dellen des Rentenniveaus. Damit gehen sie mit schlechteren Bedingungen in Rente als andere Jahrgänge.

In welchem Land geht man mit 70 in Rente?

Das Land, das die Rente mit 70 Jahren einführt, ist Dänemark, das als erstes europäisches Land das Rentenalter schrittweise bis 2040 auf 70 Jahre anhebt, was aktuell das höchste Rentenalter in Europa darstellt. 

Wann konnte man in den 70er Jahren in Rente gehen?

Grund dafür war eine Rentenreform im Jahr 1972, die es Schwerbehindeten erlaubte, bereits mit 62 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand zu gehen. Gleichzeitig wurde eine flexible Altersgrenze eingeführt, mit der Möglichkeit für langjährig Versicherte, eine Rente ab Vollendung des 63. Lebensjahres zu erhalten.

Was ändert sich 2026 bei der Rente?

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Welche Jahrgänge dürfen noch vor 67 in Rente?

Jahrgänge vor 1964 können die Regelaltersgrenze noch vor 67 Jahren erreichen, da die Anhebung schrittweise erfolgt, während ab 1964 geborene Personen erst mit 67 in die reguläre Rente gehen. Für langjährig Versicherte (35 Jahre) sind Jahrgänge wie 1949 bis 1963 von der Anhebung betroffen und können früher abschlagsfrei gehen, wobei der früheste Jahrgang 1949 ist, der bereits abschlagsfrei in Rente gehen konnte. Wer vor 1964 geboren ist, profitiert von niedrigeren Altersgrenzen, zum Beispiel können 1961 Geborene mit 66 J. 6 M. abschlagsfrei in Rente gehen, aber für eine Rente vor 67 (z.B. mit 63) sind meist Abschläge nötig. 

Warum sind die letzten 5 Jahre vor der Rente so wichtig?

Die letzten 5 Jahre vor der Rente sind wichtig, weil sie das finanzielle Finale darstellen, in dem Sie durch strategische Entscheidungen (z.B. Vollzeit arbeiten, Ausgleichszahlungen) noch Einfluss auf Ihre Rente nehmen können und Ihre Altersvorsorge optimieren, obwohl jedes Beitragsjahr grundsätzlich gleich viel zählt, da Sie in dieser Zeit oft am meisten verdienen und so Extra-Punkte sammeln, was Ihre Gesamtrente positiv beeinflusst, aber nicht überproportional erhöht. 

Wo ist das Rentenalter 70?

Was anders ist: Das Renteneintrittsalter ist in Dänemark an die Lebenserwartung gekoppelt. Darauf hatte die dänische Politik sich 2006 verständigt. Alle fünf Jahre wird im selben Takt erhöht. Deshalb nun die Rente mit 70 Jahren.

Bei welchem Gehalt reicht die Rente im Alter nicht aus?

Als einfache Faustregel gilt: Wenn Ihr gesamtes Einkommen unter 1.062 Euro liegt, sollten Sie prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben.

Wie viele Menschen in Deutschland sind über 70 Jahre alt?

In Deutschland gab es Ende 2024 rund 19,01 Millionen Menschen, die 65 Jahre oder älter waren, wobei die Zahl der Über-70-Jährigen deutlich steigt – bis Mitte der 2030er Jahre wird eine weitere Zunahme auf mindestens 20 Millionen Menschen über 67 erwartet, mit einem starken Anstieg der über 80-Jährigen auf bis zu 6,7 Millionen. 

Kann ich mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn ich 45 Jahre gearbeitet habe?

Ist Ihr Geburtsjahrgang 1964 oder später, können Sie nach 45 Versicherungsjahren mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Das heißt, die „Altersrente für besonders langjährig Versicherte“ können Sie aktuell nicht mehr mit 63 Jahren in Anspruch nehmen.

Wann konnte man 1980 in Rente gehen?

In 1980 konnte man in der BRD mit 65 Jahren regulär in Rente gehen, es gab aber viele Möglichkeiten für Frühverrentung (z. B. mit Abschlägen ab 63) durch betriebliche Regelungen und Sonderregelungen, besonders für Frauen, wodurch das durchschnittliche Eintrittsalter 1980 sogar bei nur ca. 62 Jahren lag. Diese Flexibilität ging durch spätere Reformen zurück, aber auch heute gibt es Wege, früher abschlagsfrei (z. B. mit 45 Versicherungsjahren) oder mit Abschlägen (z. B. ab 63) zu gehen, je nach Geburtsjahr und Lebensleistung. 

Kann ich 2026 noch mit 63 Jahren in Rente gehen?

Rente mit 63: Jahrgang 1963

Wurden Sie im Jahr 1963 geboren, müssen Sie für die Rente mit 63 noch bis 2026 arbeiten. Die Regelaltersgrenze für den Geburtsjahrgang 1963 ist 66 Jahre und zehn Monate. Wenn Sie zum 63. Geburtstag in Rente gehen, fehlen 46 Monate und die Rente wird um 13,8 Prozent gemindert.

Wie viel Geld benötige ich, um im Jahr 2026 in Rente gehen zu können?

Die Idee dahinter ist, dass Sie jedes Jahr etwa 4 % Ihrer Ersparnisse sicher entnehmen können, ohne dass Ihnen das Geld ausgeht . Wenn Sie also planen, im Ruhestand 60.000 US-Dollar pro Jahr auszugeben, benötigen Sie 1,5 Millionen US-Dollar an Ersparnissen. Bei einem Bedarf von 80.000 US-Dollar pro Jahr sollten Sie 2 Millionen US-Dollar anstreben.

Wie viel Rente darf ich haben, ohne Steuern zu zahlen?

Ab welcher Rentenhöhe müssen Rentnerinnen und Rentner Einkommensteuer bezahlen? Einkommensteuer fällt erst dann an, wenn Ihr zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Für 2022 beträgt der Grundfreibetrag bei Einzelveranlagung 10.347 Euro und bei Zusammenveranlagung 20.694 Euro.

Wird die Rente mit 70 kommen?

Nein, eine pauschale „Rente mit 70“ gibt es in Deutschland derzeit nicht, das gesetzliche Rentenalter steigt schrittweise auf 67 Jahre an, doch es gibt aktuelle politische Diskussionen und Vorschläge, das Eintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln, was in Zukunft zu einer Rente mit 70 führen könnte, besonders für bestimmte Gruppen wie Akademiker oder bei späterer Berufstätigkeit. Die Debatte läuft, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber die Rente mit 70 wird als mögliche Zukunft für spätere Jahrgänge diskutiert. 

Wie viel Geld braucht man, um mit 70 Jahren einen komfortablen Ruhestand genießen zu können?

Methoden zur Schätzung des benötigten Kapitals für den Ruhestand

Als Faustregel gilt: Wer mit 67 Jahren in Rente gehen möchte, sollte mindestens das Zehn- bis Zwölffache seines Jahreseinkommens angespart haben. Bei einem Jahreseinkommen von beispielsweise 150.000 US-Dollar läge das angestrebte Sparziel für den Ruhestand zwischen 1,5 und 1,8 Millionen US-Dollar.

Was ist eine gute Netto-Rente?

Eine gute Netto-Rente hängt vom bisherigen Lebensstil ab, aber als Faustregel gelten 80 % des letzten Nettogehalts als Richtwert, um den Lebensstandard zu halten; für einen durchschnittlichen Rentner sind aktuell etwa 1.500 bis 1.600 € netto solide, wobei viele Rentner mit deutlich weniger auskommen müssen, weshalb eine sorgfältige Haushaltsplanung und ergänzende Vorsorge wichtig sind. 

In welchem Alter geht man in den USA in Rente?

Das reguläre Rentenalter in den USA für die volle Rente (Full Retirement Age, FRA) liegt für Personen, die 1960 oder später geboren wurden, bei 67 Jahren; für frühere Jahrgänge wurde es stufenweise von 65 auf 67 angehoben. Früher kann man bereits mit 62 Jahren in Rente gehen ("Early Retirement"), muss dann aber mit deutlichen Abschlägen rechnen, während ein Aufschub bis 70 zu Rentenzuschlägen führt. 

Wer bekommt 5000 Euro Rente?

5000 Euro Rente bekommt man nicht einfach so, aber es gibt zwei Wege: Entweder durch sehr hohe Beiträge über Jahrzehnte (z.B. als Besserverdiener oder Selbstständiger mit hoher Altersvorsorge) oder als einmalige Einzahlung von bis zu 5000 Euro aus dem Härtefallfonds für bestimmte Personengruppen (Ostrentner, Spätaussiedler, jüdische Zuwanderer, bestimmte Berufe wie Post/Bahn/Gesundheitswesen), die nahe an der Grundsicherung liegen. Diese Fonds-Zahlung war aber an eine Frist gebunden (Ende Januar 2024).
 

Welches Land hat die beste Rente der Welt?

Die Niederlande gelten oft als das beste Rentensystem der Welt, gefolgt von Ländern wie Island, Dänemark, Singapur und Norwegen, die regelmäßig Top-Platzierungen erreichen, da sie starke staatliche Grundsicherungen mit effizienten betrieblichen Vorsorgesystemen kombinieren, die hohe Rentenleistungen (Nettoersatzraten) ermöglichen und Nachhaltigkeit sicherstellen.