Wer bekommt das Kindergeld bei nicht verheirateten Paaren?

Gefragt von: Herr Dr. Andreas Simon
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Bei nicht verheirateten Paaren bekommt den Kindergeldanspruch der Elternteil, bei dem das Kind hauptsächlich lebt; leben die Eltern getrennt, ist es der betreuende Elternteil; leben die Kinder bei beiden Elternteilen oder gar nicht zuhause, wird derjenige bezahlt, der den höheren Unterhalt zahlt, ansonsten einigen sich die Eltern, wer das Kindergeld erhält, oder das Familiengericht entscheidet bei Uneinigkeit, sagt 123recht.de und Familienportal.

Wer hat Anspruch auf Kindergeld bei nicht verheirateten Eltern?

Kindergeld wird für ein Kind immer nur einem Elternteil gezahlt. Wenn die Eltern getrennt leben, dann bekommt das Elternteil das Kindergeld, bei dem das Kind die meiste Zeit lebt. Wenn der andere Elternteil Unterhalt zahlen muss, dann verringert sich der Unterhalt um die Hälfte des Kindergeldes.

Welcher Elternteil sollte Kindergeld beziehen?

Leben die Eltern zusammen, ist es grundsätzlich egal, ob Mutter oder Vater das Kindergeld beantragt und erhält.

Welche Rechte hat der Vater, wenn man nicht verheiratet ist?

Ein unverheirateter Vater hat grundlegende Rechte und Pflichten, auch ohne gemeinsames Sorgerecht, insbesondere Unterhaltspflichten und ein Umgangsrecht, das gerichtlich durchsetzbar ist. Er kann durch eine Sorgerechtserklärung beim Jugendamt oder Notar gemeinsames Sorgerecht erlangen, was Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen bedeutet; andernfalls hat die Mutter zunächst das alleinige Sorgerecht. Nach Vaterschaftsanerkennung bestehen zudem sozialrechtliche Ansprüche wie Erbrecht, Waisenrente und Mitversicherung des Kindes.
 

Wie wird das Kindergeld bei unverheirateten in der Steuer angegeben?

Der Kinderfreibetrag steht grundsätzlich jedem Elternteil zur Hälfte zu. Unverheiratete, getrennt lebende oder geschiedene Eltern können den halben Kinderfreibetrag unabhängig voneinander geltend machen. In diesem Fall braucht es daher – anders als beim Kindergeld – keine Abstimmung untereinander.

ZUSCHAUERFRAGE — Kindergeld teilen?

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Welcher Elternteil trägt Kindergeld in der Steuererklärung ein?

Normalerweise steht jedem Elternteil die Hälfte des Kindergeldes zu. Wird jedoch der Anspruch auf ein Elternteil übertragen, weil etwa ein Elternteil nicht unterhaltspflichtig ist, so ist der gesamte Kindergeldanspruch einzutragen.

Wer bekommt den Kinderfreibetrag bei unverheirateten?

Wenn Sie mit dem anderen Elternteil zusammenleben, aber nicht verheiratet sind, stehen beiden Elternteilen normalerweise der hälftige Kinderfreibetrag von 3.336 Euro sowie der hälftige Freibetrag für Betreuung, Erziehung oder Ausbildung in Höhe von 1.464 Euro pro Jahr zu.

Welchen Nachnamen bekommt das Kind bei unverheirateten?

Haben Sie das gemeinsame Sorgerecht für Ihr Kind, sind aber nicht verheiratet, oder Sie sind verheiratet, haben aber keinen Ehenamen bestimmt, dann entscheiden Sie gemeinsam, welchen Namen Ihr Kind als Geburtsnamen erhält. Als Geburtsnamen kann Ihr Kind den Familiennamen der Mutter oder des Vaters erhalten.

Hat man automatisch Sorgerecht bei Vaterschaftsanerkennung?

Nein, die Vaterschaftsanerkennung allein bedeutet nicht automatisch das Sorgerecht; sie ist aber die Voraussetzung dafür, dass unverheiratete Eltern das Sorgerecht gemeinsam ausüben können. Nach der Anerkennung muss zusätzlich eine gemeinsame Sorgeerklärung beim Jugendamt oder Notar abgegeben werden, um das gemeinsame Sorgerecht zu erhalten; andernfalls hat die Mutter das alleinige Sorgerecht. Bei verheirateten Eltern besteht das gemeinsame Sorgerecht grundsätzlich, auch nach Trennung.
 

Welche Nachteile haben unverheiratete Eltern?

Ohne Trauschein haben Eltern keine rechtlichen Nachteile gegenüber Verheirateten. Allerdings müssen Unverheiratete mehr Formalitäten erledigen. Etwa jedes dritte neugeborene Kind in Deutschland hat Eltern, die nicht verheiratet sind. Rechtlich haben sie gegenüber Eheleuten prinzipiell keine Nachteile.

Warum gibt es ab 2025 kein Kindergeld mehr?

Wenn Sie 2025 noch kein Kindergeld erhalten, liegt das oft an der Umstellung auf die Kindergrundsicherung, die das Kindergeld ablöst, oder an einem fehlenden/verspäteten Antrag (besonders bei volljährigen Kindern), da der Anspruch ab 2025 neu geregelt wird und eine Anpassung der Anträge nötig sein könnte; die Auszahlung von 255 € pro Monat läuft aber weiter, sofern der Antrag korrekt ist, eventuell gibt es aber auch eine Verzögerung durch die Umstellung oder die Auszahlungstermine, die sich nach der Endziffer der Kindergeldnummer richten.
 

Können beide Eltern Kindergeld bekommen?

Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können Sie gemeinsam bestimmen, wer von Ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Welcher Elternteil bekommt Kinderzulagen?

Anspruch auf Familienzulagen haben die Mutter, der Vater und der Stiefvater. Die Stiefmutter hat keinen Anspruch, weil sie nicht mit dem Kind zusammenlebt.

Welcher Elternteil sollte das Kindergeld bekommen?

Das Kindergeld wird an die Person ausgezahlt, in deren Obhut sich das Kind befindet. Lebt das Kind mit beiden Eltern zusammen, können diese bestimmen, wer von ihnen das Kindergeld erhalten soll.

Welche Nachteile hat es, wenn man nicht verheiratet ist?

Unverheiratete Paare sind deutlich schlechter gestellt als Ehepaare. Partner ohne Trauschein haben in vielen Situationen das Nachsehen, insbesondere wenn die Lebensgefährtin oder der Lebensgefährte krank wird oder stirbt. Unverheiratete Paare zahlen deutlich mehr Einkommenssteuer und Erbschaftssteuer.

Wer bekommt das Kind, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?

Grundsatz: Alleiniges Sorgerecht der Mutter

Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, so steht das Sorgerecht nach dem Gesetz grundsätzlich allein der Mutter zu, § 1626a Absatz 3 BGB. In dieser Regelung sehen die Gerichte keine verfassungswidrige Benachteiligung der Väter.

Welche Rechte hat ein Vater, wenn man nicht verheiratet ist?

Ein unverheirateter Vater hat grundlegende Rechte und Pflichten, auch ohne gemeinsames Sorgerecht, insbesondere Unterhaltspflichten und ein Umgangsrecht, das gerichtlich durchsetzbar ist. Er kann durch eine Sorgerechtserklärung beim Jugendamt oder Notar gemeinsames Sorgerecht erlangen, was Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen bedeutet; andernfalls hat die Mutter zunächst das alleinige Sorgerecht. Nach Vaterschaftsanerkennung bestehen zudem sozialrechtliche Ansprüche wie Erbrecht, Waisenrente und Mitversicherung des Kindes.
 

Welche Nachteile hat die Vaterschaftsanerkennung nach der Geburt?

Nachteile der Vaterschaftsanerkennung nach der Geburt sind vor allem Kosten (Gebühren für Beurkundung und Geburtsurkunde), die fehlende automatische Sorgeberechtigung (erfordert separate Sorgeerklärung) und die dauerhafte Verpflichtung (Unterhalt, Erbe), die nur schwer widerrufbar ist, sowie mögliche Beziehungskrisen, wenn Misstrauen durch Gentests entsteht; allerdings sind die Vorteile, die rechtliche Bindung zum Kind, meist größer.
 

Wer bekommt das Sorgerecht bei unverheirateten Paaren?

Bei unverheirateten Eltern hat zunächst die Mutter automatisch das alleinige Sorgerecht; der Vater kann dies durch eine gemeinsame Sorgerechtserklärung beim Jugendamt oder Notar ändern, was die übliche Form ist. Alternativ kann er auch gerichtlich das gemeinsame Sorgerecht beantragen, was aber einen Antrag und das Wohl des Kindes als Voraussetzung hat. Eine Anerkennung der Vaterschaft ist für die Ausübung des Sorgerechts ebenfalls notwendig, oft wird dies zusammen mit der Sorgerechtserklärung gemacht.
 

Welche Nachteile hat es, wenn ein Kind den Nachnamen des Vaters trägt?

Es gibt wirklich keine Vorteile, dem Kind den Nachnamen des Vaters zu geben, wenn ihr nicht verheiratet seid. Der Nachteil ist, dass Sie wahrscheinlich ständig mit Dokumenten nachweisen müssen, dass es Ihr Kind ist, oder dass der Vater mehr Dinge unterschreibt als Sie.

Wie heißt das Kind zum Nachnamen, wenn die Eltern nicht verheiratet sind?

Sind die Eltern eines Kindes nicht miteinander verheiratet, erhält das erste gemeinsame Kind bei der Geburt automatisch den Ledignamen der Mutter.

Ist eine Vaterschaftsanerkennung notwendig, wenn die Mutter des Kindes unverheiratet ist?

Wenn die Mutter des Kindes zum Zeitpunkt der Geburt nicht verheiratet ist, bedarf es zur Eintragung des Vaters in die Geburtsurkunde des Kindes einer wirksamen Vaterschaftsanerkennung. Die Vaterschaftsanerkennung sowie die dafür notwendige Zustimmungserklärung der Kindesmutter, bedürfen der öffentlichen Beurkundung.

Welche Nachteile hat es, wenn ein Kind unverheiratet ist?

Bei nicht verheirateten Paaren erhält zunächst automatisch die Mutter das alleinige Sorgerecht. Wenn beide Partner das Sorgerecht gemeinsam wahrnehmen möchten, müssen die Eltern beim Jugendamt das gemeinsame Sorgerecht beantragen. Erst mit der Anerkennung ist der biologische Vater auch der rechtliche Vater.

Welchen Namen trägt das Kind bei unverheirateten?

Familienname vom Kind: Wenn Sie unverheiratet sind, richtet sich der Familienname nach dem Sorgerecht. Haben die Elternteile sich bei der Eheschließung nicht auf einen gemeinsamen Familiennamen geeinigt oder die Eltern sind gar nicht verheiratet, liegt kein gemeinsamer Ehename vor.

Wer ist kindergeldberechtigt, wenn man unverheiratet ist?

Kindergeld erhalten alle Eltern, egal ob verheiratet oder nicht. Kindergeld gibt es für Kinder bis zum 18. Lebensjahr oder Kinder, die in Ausbildung sind, bis zum 25. Lebensjahr.