Wer bekommt die Riester-Rente nach dem Tod?

Gefragt von: Daniel Knoll-Greiner
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Im Todesfall geht das Riester-Guthaben meist an den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner, der es in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen kann, ohne Zulagen zu verlieren. Kinder können das Kapital inklusive Förderungen erben, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschließen (Waisenrente). Bei Auszahlung an andere Erben müssen staatliche Zulagen oft zurückgezahlt werden, da sie sonst verfallen.

Was passiert mit meiner Riester-Rente im Todesfall?

Bei der Riester-Rente hängt das, was im Todesfall passiert, davon ab, ob der Tod vor oder nach Rentenbeginn eintritt und wer der Erbe ist; meist vererben sich nur die eigenen Einzahlungen und Erträge an Nicht-Ehepartner, während staatliche Zulagen zurückgezahlt werden müssen, es sei denn, der Ehepartner oder kindergeldberechtigte Kinder übernehmen das Guthaben in einen eigenen Riester-Vertrag, um die Förderung zu erhalten. Vor Rentenbeginn kann der Ehepartner das Guthaben oft auf einen eigenen Vertrag übertragen. Nach Rentenbeginn gibt es in der Regel nur eine vereinbarte Renten-Garantiezeit (z.B. 10 Jahre), in der die Rente weitergezahlt wird. 

Wer erbt bei einem Riester-Vertrag?

Grundsätzlich: Wer kann die Riester-Rente erben? Theoretisch kann jeder eine Riester-Rente erben. Verstirbt der Riester-Sparer während der Ansparphase, besteht das Erbe aus den eingezahlten Beiträgen und dem verzinsten Kapital – jedoch abzüglich der Riester-Förderung, also Steuervorteile und staatlichen Zulagen.

Wird die Riester-Rente auf die Hinterbliebenenrente angerechnet?

Zu den Einkünften die angerechnet werden, gehören auch Renteneinkünfte aus privater und betrieblicher Altersversorgung. Ausdrücklich ausgenommen von der Anrechnung werden Renten aus geförderter Altersversorgung (§18a Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB IV), also Riester-Renten.

Kann man sich die Riester-Rente komplett auszahlen lassen?

Nein, eine vollständige Auszahlung der Riester-Rente ist im Normalfall nicht möglich, da sie als lebenslange Rente konzipiert ist; aber 30% als Einmalzahlung sind zu Rentenbeginn möglich, der Rest wird monatlich ausgezahlt, wobei nur bei sehr geringen Beträgen (Kleinbetragsrente) eine Komplettauszahlung möglich ist. Eine vorzeitige Kündigung ist auch möglich, aber förderschädlich, da Sie alle erhaltenen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen und oft hohe Kosten anfallen. 

Der TOD der Riesterrente - Teil 1: Banksparplan

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Ist die Auszahlung von Riester-Rente steuerfrei?

Bei Zinsen und Dividenden im Rahmen von Riester-Verträgen, zum Beispiel bei Riester-Fondssparplänen, fällt keine Abgeltungsteuer an. Das gilt sowohl für die Ansparphase als auch für die Auszahlungsphase. Renteneinkünfte müssen des ungeachtet versteuert werden.

Kann ich mit 62 Jahren Riester-Rente auszahlen lassen?

Theoretisch kann man sich die Rente aber auch schon ab frühestens 62 Jahren auszahlen lassen, wenn der Vertrag nach 2012 abgeschlossen wurde. Sofortrente: Bis zu 30 % des Kapitals können Sie sich als Sofortrente auszahlen lassen.

Wird die Riester-Rente lebenslang gezahlt?

Ja, die Riester-Rente ist grundsätzlich als lebenslange Rente konzipiert und wird bis zum Lebensende ausgezahlt, um das Langlebigkeitsrisiko abzudecken; Sie können jedoch bis zu 30 % des Guthabens einmalig entnehmen und der Rest muss verrentet werden, wobei Kleinbetragsrenten (unter ca. 39,55 € monatlich in 2025) komplett ausgezahlt werden dürfen.
 

Was passiert mit eingezahlter Rente bei Tod?

Bei Tod eines Rentenempfängers wird die Rente nur bis zum Ende des Sterbemonats gezahlt; danach gehen etwaige Überzahlungen an die Erben zurück an die Rentenversicherung, die diese zurückfordern muss. Angehörige erhalten ggf. eine Hinterbliebenenrente (Witwen-/Witwerrente) für einen bestimmten Zeitraum, wobei die Witwenrente für die ersten drei Monate voll ausgezahlt wird. Ansonsten gehört das Restguthaben auf dem Rentenkonto zum Nachlass und geht an die Erben über, sofern keine Verpflichtung zur Rückzahlung besteht. 

Wie hoch darf die eigene Rente sein, damit die Witwenrente nicht gekürzt wird?

Damit Ihre eigene Rente die Witwenrente nicht kürzt, müssen Sie den Freibetrag beachten: Ab dem 1. Juli 2025 liegt dieser bei 1.076,86 € monatlich (brutto) für Arbeitseinkommen und kann sich mit Waisenkindern erhöhen. Nur das Nettoeinkommen, das diesen Freibetrag übersteigt, wird zu 40 % auf die Witwenrente angerechnet; höhere Einkommen werden ab dem Folgejahr stärker berücksichtigt, es gibt aber politische Absichten, die Regeln zu verbessern.
 

Was passiert mit der Riesterte bei Tod?

Bei Tod des Riester-Sparers geht das Guthaben an die Erben, wobei es entscheidend ist, wer erbt: Der Ehepartner kann das Guthaben steuerbegünstigt in einen eigenen Vertrag übernehmen (Zulagen bleiben erhalten), kindergeldberechtigte Kinder können es als Waisenrente erhalten (mit Zulagen), während andere Erben meist die staatlichen Zulagen und Steuervorteile zurückzahlen müssen, da diese an die förderberechtigte Person gebunden sind. Bei Rentenbeginn sichert eine vereinbarte Rentengarantiezeit dem Ehepartner die Rentenzahlung für einen bestimmten Zeitraum. 

Können Kinder die Rente der Eltern Erben?

Um die Antwort vorwegzunehmen: Renten sind nicht vererblich. Sie sind höchstpersönlicher Natur. Ungeachtet dessen können Sie als Erbe dennoch Ansprüche an den Rentenversicherungsträger des Erblassers haben.

Wie hoch ist die monatliche Auszahlung bei Riester-Rente?

Wie viel Riester-Rente Sie monatlich bekommen, hängt stark von Ihren Einzahlungen, Zulagen (Grund- & Kinderzulage) und der Rendite ab, aber typische Beispiele zeigen oft 100 bis 400 Euro monatlich, wobei die Durchschnittswerte niedriger liegen (ca. 130-160 Euro), weil viele nur wenig einzahlen. Um die volle Förderung zu erhalten, müssen Sie 4 % Ihres Vorjahreseinkommens (max. 2.100 €) einzahlen, abzüglich der Zulagen, was zu Beiträgen ab ca. 100 €/Monat führen kann. Sie können sich zu Rentenbeginn bis zu 30 % des angesparten Kapitals als Einmalzahlung auszahlen lassen.
 

Können Kinder Riester erben?

Ja, eine Riester-Rente kann an Kinder vererbt werden, aber meist nur mit steuerlichen Nachteilen, da die staatlichen Zulagen und Steuervorteile in der Regel zurückgezahlt werden müssen, was das Erbe unattraktiv macht, es sei denn, es wird auf einen Ehepartner übertragen, der die Förderung behält. Im Todesfall wird das angesparte Kapital ausgezahlt, aber die Erben (Kinder) müssen die Förderung zurückzahlen, es sei denn, sie sind noch kindergeldberechtigt und es wird eine Waisenrente gezahlt. 

Was passiert mit der Altersvorsorge bei Tod?

Im Todesfall wird die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme an die bezugsberechtigte Person ausgezahlt. Wenn keine bezugsberechtigte Person genannt ist, fällt die Versicherungsleistung in den Nachlass des Verstorbenen, sofern er auch Versicherungsnehmer ist.

Was steht mir als Ehefrau zu, wenn mein Mann stirbt?

Wenn Ihr Mann stirbt, stehen Ihnen als Ehefrau neben dem Erbe (gesetzlicher Anteil: oft 1/4 plus pauschaler Zugewinnausgleich, also insgesamt 3/8 oder mehr) auch eine Witwenrente zu – die ersten drei Monate in voller Höhe der Rente des Verstorbenen, danach die große Witwenrente (ca. 55-60% der Rente, je nach Ehebeginn/Alter) – sowie Kranken- und Pflegeversicherungsschutz (ggf. Familienversicherung) und ggf. ein Anspruch auf Elterngeld für Verwitwete. 

Wer bekommt die Riester-Rente im Todesfall?

Im Todesfall geht das Riester-Guthaben meist an den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner, der es in einen eigenen Riester-Vertrag übertragen kann, ohne Zulagen zu verlieren. Kinder können das Kapital inklusive Förderungen erben, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschließen (Waisenrente). Bei Auszahlung an andere Erben müssen staatliche Zulagen oft zurückgezahlt werden, da sie sonst verfallen. 

Wie lange wird die Rente nach dem Tod noch weiter bezahlt?

Die Rente endet mit dem Ablauf des Monats, in dem der Rentenempfänger verstorben ist. Überzahlte Renten (oft zu Monatsanfang gezahlt) müssen von den Erben zurückgezahlt werden, daher sollte das Konto nicht sofort geschlossen werden, da die Rentenversicherung diese Beträge zurückbuchen kann. Für Witwen- und Witwerrenten gelten jedoch eigene Regeln, wie z.B. die Begrenzung bei Wiederheirat oder nach 24 Monaten (bei kleiner Witwenrente). 

Wer bekommt nach meinem Tod meine Rente?

Nach dem Tod des Ehepartners beziehungsweise Lebenspartners erhalten Sie dessen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung drei Monate lang in voller Höhe. Danach besteht ein Anspruch auf die sogenannte große oder kleine Witwenrente beziehungsweise Witwerrente.

Was passiert mit Riester-Rente bei Tod vor Rentenbeginn?

Stirbt ein Riester-Sparer vor Rentenbeginn, kann das angesparte Kapital (Beiträge + Erträge) an den Ehe- oder Lebenspartner übertragen werden, um staatliche Zulagen und Steuervorteile zu erhalten (förderunschädlich), wenn dieser Begünstigter im Vertrag war und das Geld auf einen eigenen Riester-Vertrag übertragen wird. Andere Erben müssen bei Auszahlung die Förderung zurückzahlen, es sei denn, es handelt sich um kindergeldberechtigte Kinder, die eine Waisenrente erhalten können. 

Welche Nachteile hat die Riester-Rente?

Die Hauptnachteile der Riester-Rente sind hohe Kosten, geringe Rendite aufgrund dieser Kosten und Inflation, geringe Flexibilität (Kapitalbindung bis zur Rente) sowie die nachgelagerte Besteuerung im Alter, die oft die staatlichen Zulagen schmälert, wobei Verträge kompliziert und die Kündigung verlustreich sein kann. Viele Kritiker sehen sie als ineffizient und nicht mehr lohnenswert an, besonders im Vergleich zu Alternativen wie ETFs. 

Wer gibt Auskunft über Riester-Rente?

Die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA)

Damit Sie genau die Riester-Förderung erhalten, die Ihnen zusteht, gibt es die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen. Erfahren Sie Wissenswertes über uns und die vielfältigen Aufgaben der ZfA.

Wie alt muss man werden, damit Riester sich lohnt?

Ob sich ein Riester-Vertrag lohnt, hängt von Deiner Lebenserwartung ab. Durchschnittlich musst Du rund 78 Jahre alt werden, damit Du mehr herausbekommst, als Du eingezahlt hast. Familien mit Kindern schaffen das oft schon früher, Gutverdiener brauchen meist länger.

Wann ist Riester-Auszahlung steuerfrei?

Ab 2058 wird der Altersentlastungsbetrag abgeschafft. Liegt dein Gesamteinkommen unter dem Grundfreibetrag, musst du gar nichts versteuern – also auch nichts von deiner Riester-Rente. Der Grundfreibetrag liegt für Alleinstehende bei 11.604 Euro pro Jahr, für Verheiratete bei 23.208 Euro (Stand: 2024).

Welche Nachteile hat es, die Riester-Rente ruhen zu lassen?

Die größten Nachteile beim Ruhenlassen einer Riester-Rente sind der Verlust staatlicher Zulagen und Steuervorteile, eine geringere Gesamtsumme im Alter, da keine neuen Beiträge und Förderungen fließen, und vor allem der Verlust des Pfändungsschutzes, was das Kapital bei Privatinsolvenz angreifbar macht. Das angesparte Guthaben bleibt zwar erhalten und Sie erhalten es später als Rente, aber der Staat zahlt nicht mehr mit, was die spätere Altersvorsorge schmälert.