Wer bekommt gar keine Rente?

Gefragt von: Francesco König
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Grundsätzlich bekommen Menschen, die nie gearbeitet oder Beiträge gezahlt haben, keine Rente, aber sie können Anspruch auf Grundsicherung im Alter haben, wenn sie bedürftig sind (z. B. Langzeitarbeitslose, Arbeitsunfähige, Geringverdiener, die die Mindestversicherungszeit nicht erfüllen). Auch Selbstständige oder Beamte, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung waren, könnten ohne eigene Beiträge leer ausgehen, aber spezielle Regelungen gibt es auch für Eltern oder Menschen mit Behinderung. Wer zu wenig Rente bekommt, kann Grundsicherung beantragen, wenn das eigene Einkommen und Vermögen nicht ausreicht.

Bekommt man eine Rente, wenn man nie gearbeitet hat?

Wer nie gearbeitet hat, bekommt keine eigene gesetzliche Altersrente, aber hat Anspruch auf die Grundsicherung im Alter vom Sozialamt, die das Existenzminimum deckt (ca. 563 € für Alleinstehende + Miete 2026). Einzig eine Ausnahme bildet die Kindererziehung, die Rentenansprüche schafft; Kindererziehungszeiten werden angerechnet und können einen kleinen Rentenanspruch generieren. 

Wer zahlt in Deutschland nicht in die Rente ein?

In Deutschland zahlen hauptsächlich Beamte, Richter, Berufs- und Zeitsoldaten sowie viele Selbstständige (wie Ärzte, Anwälte, Architekten über berufsständische Versorgungswerke) nicht in die gesetzliche Rentenkasse ein; stattdessen erhalten Beamte Pensionen aus Steuermitteln, während Selbstständige oft über eigene Versorgungswerke vorsorgen. Auch Bundestagsabgeordnete zahlen während ihrer Amtszeit keine Beiträge, sondern erhalten Altersentschädigungen, und bestimmte Freiberufler (z.B. Lehrer, Erzieher, Pflegekräfte, die ausbilden oder beschäftigen) sind ebenfalls ausgenommen. 

Wer bekommt Rente, ohne eingezahlt zu haben?

Wer in Deutschland ohne eigene Einzahlungen eine "Rente" bekommen möchte, hat primär Anspruch auf die Grundsicherung im Alter, wenn er das Rentenalter erreicht hat, bedürftig ist (niedriges Einkommen/Vermögen) und die Wartezeit für eine gesetzliche Rente nicht erfüllt. Auch Kindererziehungszeiten können Rentenpunkte bringen, aber ohne eigene Beitragsjahre entsteht meist keine reguläre Altersrente; es gibt jedoch auch spezialisierte Fälle wie die Fremdrente für Spätaussiedler. 

Wie viel Rente bekommt ein Hartz-4-Empfänger, der nie gearbeitet hat?

Alleinstehende Erwachsene bekommen seit Januar 2023 etwa 502 Euro monatlich. Bei Ehepaaren und Paare, die eheähnlich leben, liegt die Grundsicherung für den Lebensunterhalt bei 902 Euro im Monat.

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Hat man als Hausfrau Anspruch auf Rente?

Nein, eine Hausfrau bekommt nicht automatisch eine Rente, da die deutsche Rentenversicherung auf Beitragszahlungen beruht, aber durch Kindererziehungszeiten (Mütterrente) können Rentenansprüche erworben werden, die bis zu 3 Jahre pro Kind (nach 1992 geboren) anrechnen, was monatlich zu ca. 34 € Rente führt, aber zusätzliche private Vorsorge wie Riester-Rente ist dringend empfohlen, da dies nur ein kleiner Baustein ist.
 

Wie hoch ist die Rente in Deutschland, wenn man nie gearbeitet hat?

Aktuell (2022) höchstens 224,50 Euro der Bruttorente, wenn 33 Jahre an Grundrentenzeiten erfüllt sind.

Was passiert, wenn man keinen Rentenanspruch hat?

Wenn es keine gesetzliche Rente mehr gäbe, müssten Menschen ihren Lebensunterhalt im Alter durch private Vorsorge, Vermögen oder staatliche Unterstützung wie die Grundsicherung im Alter (bei geringem Einkommen) oder das Bürgergeld (bei Erwerbsfähigkeit) sichern; es droht eine größere Altersarmut, da die gesetzliche Rente eine tragende Säule der Absicherung ist, aber auch die Aktivrente (für Weiterarbeit) und die Möglichkeit der Beitragsnachzahlung (um Lücken zu füllen) zeigen Reformen zur Stärkung der Absicherung auf. 

Wer bekommt die Grundrente von 850 €?

Anspruch auf den Grundrentenzuschlag haben Menschen mit Minirenten, die mindestens 33 Jahre Rentenbeiträge aus Arbeit, Kindererziehung oder Pflegetätigkeit aufweisen. Die Leistung soll zunächst gestaffelt werden, bei 35 Beitragsjahren kann sie die volle Höhe erreichen.

Wie lange kann man von 100.000 Euro im Ruhestand leben?

Von 100.000 € können Sie je nach Ausgaben, Anlagestrategie und ob Sie das Kapital verbrauchen oder nur die Zinsen nutzen, unterschiedlich lange leben; bei hohem Konsum reichen die 100.000 € nur für wenige Jahre, während Sie bei moderater Entnahme (z.B. 4 % Regel) mit 4.000 €/Jahr auskommen, was für ca. 30 Jahre reichen kann, oder bei reiner Zinsnutzung (z.B. 3 % Rendite) eine lebenslange, aber geringe monatliche Rente erhalten können, die durch Inflation gemindert wird. 

In welchen Ländern wird die deutsche Rente nicht ausgezahlt?

Innerhalb der EU und den EFTA-Staaten Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz wird Ihnen die volle deutsche Rente ausgezahlt. Einzige Ausnahme: Zu Abzügen kann es kommen, wenn sich Ihr Rentenanspruch auch aus ausländischen Beitragszeiten zusammensetzt.

Was bekommen Menschen, die keine Rente bekommen?

Als Einzelperson bekommen Sie monatlich den Bürgergeld-Regelsatz in Höhe von 563 Euro (ab 1. Januar 2024 für Alleinstehende). Der Regelsatz soll pauschal Kosten für Ernährung, Kleidung, Haushaltsenergie (ohne Heizung und Warmwassererzeugung), Körperpflege, Hausrat und Bedürfnisse des täglichen Lebens abdecken.

Welche Berufe zahlen nicht in die Rentenkasse ein?

Berufe, die nicht in die gesetzliche Rentenkasse einzahlen, sind oft Beamte, Richter, Selbstständige (mit Ausnahmen) und Mitglieder bestimmter <<!berufsständischer Versorgungswerke wie Ärzte, Architekten oder Apotheker, die über eigene Versorgungseinrichtungen absichern. Auch geringfügig Beschäftigte (Minijobber) sind oft befreit, während andere wie Künstler, Publizisten, Hebammen und <<!Physiotherapeuten (ohne Angestellte) unter bestimmten Voraussetzungen über die <<!Künstlersozialkasse<<! oder ähnliche Regelungen fallen, die eine andere Form der Absicherung darstellen. 

Wie hoch ist die Rente einer Hausfrau, die nie gearbeitet hat?

Wer weder gearbeitet noch Kinder erzogen hat, hat keinen Rentenanspruch und ist im Alter auf die Grundsicherung angewiesen. Ohne Erwerbstätigkeit und ohne Kinder gibt es keine eigene gesetzliche Rente.

Was ist die Hausfrauenrente?

Die Hausfrauenrente ist vorwiegend für jene Hausfrauen gedacht, die aus einer Pflichtversicherung das Anrecht auf die Altersrente nicht erreichen.

Wer zahlt, wenn man keine Rente bekommt?

Über den Regelsatz hinaus bekommen Sie Leistungen für Unterkunft und Heizung. Hier zahlt das Sozialamt die tatsächlichen Kosten, wenn sie angemessen sind. In bestimmten Fällen haben Sie zudem Anspruch auf einen sogenannten Mehrbedarf, etwa wenn Sie schwerbehindert sind.

Wie hoch ist die Bürgerrente?

Die Höhe der Bürgerrente (Grundrente) ist individuell und hängt von der Rentenhöhe und dem Einkommen ab, wobei der Zuschlag durchschnittlich bei ca. 90-100 € brutto liegt, aber maximal bis zu ca. 480 € (Stand 2025) betragen kann, finanziert über Steuermittel und durch eine Einkommensprüfung der Rentenversicherung. Sie ist ein Zuschlag zur bestehenden Rente, keine eigenständige Mindestrente, und wird automatisch geprüft und ausgezahlt, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. 

Wie viele Menschen haben keine Rente?

Jeder dritte junge Berufstätige hat noch nie in eine Rentenversicherung eingezahlt. Eine Umfrage von MaPS unter 2.000 Briten im Alter von 18 bis 25 Jahren ergab, dass jeder Dritte (29 %), der aktuell erwerbstätig ist, noch nie in eine betriebliche oder private Rentenversicherung eingezahlt hat. Zudem zahlt derzeit nur etwas mehr als die Hälfte (54 %) in eine Rentenversicherung ein.

Wie lange reicht ein Erspartes von 800.000 Dollar im Ruhestand?

Mit der 4%-Regel könnten Sie im ersten Jahr Ihres Ruhestands 32.000 US-Dollar aus Ihrem 800.000 US-Dollar schweren Portfolio entnehmen und den Betrag anschließend inflationsbereinigt zurückzahlen. Diese Strategie, die von einer 50/50-Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen mit moderaten Renditen ausgeht, könnte Ihr Erspartes für etwa 30 Jahre sichern.

Wer erhält keine Rente?

Grundsätzlich bekommt niemand Rente, der nie gearbeitet hat; die Rente basiert auf eigenen Beiträgen. Wer aber durch niedrige Löhne, Minijobs oder lange Phasen ohne Arbeit (z.B. Arbeitslosigkeit, Ausbildung) nicht genug Rentenpunkte sammeln konnte, erhält oft eine sehr niedrige Rente und muss auf Grundsicherung im Alter (Sozialhilfe) zurückgreifen, wenn diese nicht zum Leben reicht. Es gibt auch spezielle Fälle, wie z.B. Selbstständige oder Mitglieder berufsständischer Kammern, die sich von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen können und dann anders vorsorgen müssen.
 

Wie viele Arbeitsjahre braucht man für einen Rentenanspruch?

Wie lange Sie arbeiten müssen, bis Sie in Rente gehen, hängt von Ihrem Geburtsjahr und der Art der Rente ab, aber generell gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren für ab Jahrgang 1964, wobei man mit 35 Versicherungsjahren (langjährig Versicherte) früher in Rente gehen kann (mit Abschlägen) und mit 45 Versicherungsjahren (besonders langjährig Versicherte) oft abschlagsfrei oder früher, je nach Geburtsjahrgang. Die Mindestversicherungszeit für eine Regelaltersrente sind 5 Jahre. 

Was kostet es, ein Jahr Rente nachzahlen?

Wie viel Beitrag Du pro Monat nachzahlen möchtest, ist Dir innerhalb bestimmter Grenzen selbst überlassen. Minimal kostet Dich die Nachzahlung in diesem Jahr 103,42 Euro pro Monat und maximal 1.497,30 Euro pro Monat. Je mehr Du zahlst, desto stärker erhöht sich dadurch Deine Rente.

Wie viel Rente bekommt man, wenn man nur 5 Jahre gearbeitet hat?

Nach 5 Jahren Arbeit sammeln Sie 5 Entgeltpunkte; bei einem Durchschnittsverdienst entspricht das aktuell (2025) etwa 200 € Brutto-Rente pro Monat (5 Punkte * 40,79 € Rentenwert), aber es hängt stark von Ihrem tatsächlichen Einkommen ab, da Sie nur Rentenpunkte erhalten, wenn Sie über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Es gibt einen Anspruch auf Rente nach 5 Jahren Wartezeit, aber erst mit längerem Beitragsverlauf wird die Rente spürbar und es gibt eventuell Anspruch auf Grundrente, wenn Sie 33 Jahre Beitragszeit erreicht haben, nicht schon nach 5 Jahren. 

Wie viele Jahre benötigt man, um eine deutsche Rente zu erhalten?

Je nach Rentenart beträgt die Wartezeit für den Rentenanspruch 5, 20, 25, 35 oder 45 Jahre . Die Prüfung, ob die jeweilige Wartezeit erfüllt ist, erfolgt in Monaten, nicht in Jahren.

Wann bekomme ich keine Rente?

Wer zu wenig Rente hat, hat Anspruch auf Grundsicherung

Die Deutsche Rentenversicherung nennt als Faustregel: Wer weniger als 1062 Euro zum Leben im Monat hat, sollte seinen Anspruch auf Grundsicherung prüfen lassen.