Wer bekommt Muster 55?

Gefragt von: Klaus-Jürgen Geisler
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Muster 55 bekommen schwerwiegend chronisch kranke Menschen, die wegen derselben Krankheit mindestens ein Jahr lang in Dauerbehandlung sind, um eine niedrigere Zuzahlungsgrenze (1 % statt 2 % des Bruttoeinkommens) bei Krankenkassenleistungen zu erreichen und sich so von Zuzahlungen befreien zu lassen. Das Originalformular erhalten Sie ausschließlich bei Ihrem behandelnden Arzt, der die chronische Erkrankung bestätigt.

Wann bekommt man Muster 55?

Die Belastungsgrenze beträgt 2 Prozent Ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Wenn Sie schwerwiegend chronisch krank sind, beträgt die Belastungsgrenze 1 Prozent. Ihre schwerwiegende chronische Erkrankung weisen Sie durch eine ärztliche Bescheinigung (Muster 55) nach.

Was ist ein Muster 55 vom Arzt?

Muster 55 ist ein offizielles Formular der Kassenärztlichen Vereinigung in Deutschland, das Ärzte ausstellen, um eine schwerwiegende chronische Erkrankung zu bescheinigen. Es dient Patienten dazu, bei ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung für Medikamente und Hilfsmittel zu beantragen, weil ihre Belastungsgrenze von 2 % auf 1 % des Bruttoeinkommens gesenkt wird. Der Arzt gibt darauf Diagnose (ICD-10), Dauer der Behandlung und ob eine kontinuierliche Behandlung nötig ist an, damit die Krankenkasse die Befreiung prüfen kann. 

Wie hoch ist die zumutbare Belastung für chronisch Kranke?

Für chronisch Kranke liegt die jährliche Belastungsgrenze für gesetzliche Zuzahlungen bei 1 Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, statt der üblichen 2 Prozent; dies muss bei der Krankenkasse mit einer ärztlichen Bescheinigung (Muster 55) beantragt werden, um eine teilweise oder vollständige Befreiung zu erhalten. Die Berechnung berücksichtigt Familieneinkommen und Freibeträge, und der Nachweis erfordert eine durchgehende Behandlung und bestimmte Merkmale der Erkrankung. 

Wer bescheinigt mir, dass ich chronisch krank bin?

Die schwerwiegende chronische Krankheit und die notwendige Dauerbehandlung müssen die Versicherten gegenüber der Krankenkasse durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen.

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Welche Krankheiten gelten als chronisch krank?

Zu chronischen Krankheiten zählen lange andauernde, oft nicht heilbare Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit), Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus), Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Muskel-Skelett-Erkrankungen (Arthritis, Arthrose, Rheuma) und viele psychische Erkrankungen (Depressionen), die eine wiederholte Behandlung und dauerhafte Betreuung erfordern. Auch Krebs, Demenz und chronische Darmerkrankungen gehören dazu, wobei die Definition oft auf die Notwendigkeit einer mindestens einjährigen, regelmäßigen ärztlichen Behandlung abzielt.
 

Wann bekomme ich eine Chronikerbescheinigung?

Voraussetzung für eine Chronikerbescheinigung zur Zuzahlungsbefreiung ist eine schwerwiegende chronische Erkrankung bei dauerhafter (mind. 1 Jahr, mind. 1x pro Quartal) ärztlicher Behandlung UND eines der folgenden Kriterien: Pflegegrad 3-5, Grad der Behinderung (GdB) oder Grad der Schädigungsfolgen (GdS) von mind. 60, oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von mind. 60 %. Alternativ gilt die Bedingung, dass eine kontinuierliche medizinische Versorgung notwendig ist, um eine lebensbedrohliche Verschlechterung oder dauerhafte Einschränkung zu verhindern. Die Bescheinigung (Muster 55) stellt der behandelnde Arzt aus. 

Wo finde ich das Muster 55 für die Zuzahlungsbefreiung bei chronisch krank?

Für die AOK Zuzahlungsbefreiung bei chronischer Krankheit brauchen Sie das Muster 55 ("Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung"), ein offizielles Formular der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), das Sie bei Ihrem behandelnden Arzt erhalten. Der Arzt füllt es aus, um Ihre chronische Erkrankung zu bestätigen und damit Ihre Zuzahlungsgrenze auf 1% Ihres Bruttoeinkommens zu senken. Dieses Muster reichen Sie dann zusammen mit Einkommensnachweisen bei Ihrer AOK ein, um die Befreiung zu beantragen. 

Wann gelte ich als chronisch krank?

Man ist chronisch krank, wenn eine lang andauernde, oft schwer heilbare Krankheit besteht, die mindestens ein Jahr andauert und eine kontinuierliche ärztliche Behandlung (mindestens einmal pro Quartal) notwendig macht, oft verbunden mit Einschränkungen der Lebensqualität und speziellen Bedürfnissen für die Zuzahlungsbefreiung bei Krankenkassen. Es gibt keine einzelne, starre Definition, aber die Regeln der Deutschen Rentenversicherung oder der Krankenkassen sind hier maßgeblich. 

Was ist die ZE-Härtefallregelung nach § 55 Abs. 2 SGB V?

Gemäß § 55 Abs. 2 SGB V haben Versicherte, die ansonsten unzumutbar belastet würden, bei der Zahnersatz-Regelversorgung zusätzlich zum 60-Prozent-Festzuschuss Anspruch auf einen weiteren Betrag in Höhe von 40 Prozent (angepasst an die tatsächlichen Kosten).

Was kann ich beantragen, wenn ich chronisch krank bin?

Wenn Sie chronisch krank sind, können Sie verschiedene Anträge stellen, um finanzielle Entlastung und Unterstützung zu erhalten, darunter eine Zuzahlungsbefreiung bei der Krankenkasse (ab 1 % Bruttoeinkommen), Leistungen der Pflegeversicherung, ein Persönliches Budget, steuerliche Entlastungen und je nach Situation eine Erwerbsminderungsrente oder Leistungen wie Krankengeld; auch der Schwerbehindertenausweis ist ein wichtiger Antrag, der weitere Vorteile bringt. 

Kann der Hausarzt ein ärztliches Attest ausstellen?

Ja, ein Hausarzt kann ohne Probleme jedes Attest ausstellen, sei es eine Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung), ein Attest für die Schule, für Sportkurse, Versicherungen oder Fahreignung, da er approbierter Arzt ist und dies zu seinen Routineaufgaben gehört, allerdings nur nach gründlicher Untersuchung und Diagnose, niemals aus reiner Gefälligkeit. 

Was ist eine ärztliche Bescheinigung Muster 55?

Muster 55 ist ein offizielles Formular der Kassenärztlichen Vereinigung in Deutschland, das Ärzte ausstellen, um eine schwerwiegende chronische Erkrankung zu bescheinigen. Es dient Patienten dazu, bei ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung für Medikamente und Hilfsmittel zu beantragen, weil ihre Belastungsgrenze von 2 % auf 1 % des Bruttoeinkommens gesenkt wird. Der Arzt gibt darauf Diagnose (ICD-10), Dauer der Behandlung und ob eine kontinuierliche Behandlung nötig ist an, damit die Krankenkasse die Befreiung prüfen kann. 

Welche Vorteile haben chronisch Kranke?

Chronisch Kranke haben in Deutschland spezifische Vorteile wie eine niedrigere Zuzahlungsgrenze (1 % statt 2 % des Bruttoeinkommens) bei Medikamenten und Therapien sowie Anspruch auf strukturierte Behandlungsprogramme (Disease Management Programme - DMP), bessere Koordination durch Hausarztmodelle (HZV) und oft einen Schwerbehindertenausweis, der steuerliche Vorteile und Nachteilsausgleiche bringt. Weitere Chancen sind Home-Office-Möglichkeiten und Schutz vor Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld. 

Welche Patienten müssen keine Zuzahlung zahlen?

Nach Erreichen der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens können sich Versicherte aber von den Zuzahlungen befreien lassen. Bei chronisch Kranken liegt die Schwelle bei einem Prozent des Einkommens. Sie müssen dazu einen entsprechenden Antrag bei ihrer jeweiligen Krankenkasse stellen.

Welche Krankheiten zählen zu chronisch krank?

Zu chronischen Krankheiten zählen lange andauernde, oft nicht heilbare Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit), Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus), Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Muskel-Skelett-Erkrankungen (Arthritis, Arthrose, Rheuma) und viele psychische Erkrankungen (Depressionen), die eine wiederholte Behandlung und dauerhafte Betreuung erfordern. Auch Krebs, Demenz und chronische Darmerkrankungen gehören dazu, wobei die Definition oft auf die Notwendigkeit einer mindestens einjährigen, regelmäßigen ärztlichen Behandlung abzielt.
 

Wie lange ist die Bescheinigung 55 gültig?

Das Muster 55 (Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung) dient als Nachweis für Ihre Krankenkasse, um eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen, da es Ihre dauerhafte ärztliche Behandlung bestätigt, was die Belastungsgrenze von 2 % auf 1 % des Bruttoeinkommens senkt; es gilt für das aktuelle Kalenderjahr und muss daher jährlich neu ausgestellt und bei der Krankenkasse eingereicht werden, wobei Sie bis zu vier Jahre rückwirkend Erstattung erhalten können, wenn Sie die Grenze bereits überschritten haben. 

Bei welchen chronischen Krankheiten kann man früher in Rente gehen?

Man kann bei vielen chronischen Krankheiten früher in Rente gehen, wenn ein Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 festgestellt wird, was als Schwerbehinderung gilt; dazu zählen Leiden wie Rheuma, Diabetes, Asthma, Multiple Sklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, schwere Rückenleiden oder psychische Störungen, aber auch Krebs und Lungenerkrankungen. Die Voraussetzungen sind abhängig von Alter, Versicherungsjahren und dem GdB, wobei bei Schwerbehinderung eine Rente ohne Abschläge ab 65 möglich ist, mit 35 Versicherungsjahren auch früher, aber mit Abschlägen. 

Wer füllt Muster 55 aus?

Bescheinigung nach Muster 55 neu gestaltet

Diesen Vordruck füllt der Arzt aus. Für das Ausfüllen ist - wie bisher auch - die Nr. 71 EBM berechnungsfähig. Die Feststellung, ob der Versicherte unter die "Chronikerregelung" fällt, wird - ebenfalls wie bisher auch - von der Krankenkasse getroffen.

Woher bekomme ich das Muster 55?

Den Vordruck dafür, das sogenannte Muster 55, bekommen Sie in der ärztlichen Praxis. Wenn Sie oder Ihr Familienmitglied seit mehr als 1 Jahr pflegebedürftig mit einem Pflegegrad ab 3 sind bzw. ist, brauchen wir keine ärztliche Bescheinigung.

Wer attestiert eine chronische Erkrankung?

Der Nachweis über die Krankheit wird vom Vertragsarzt (z. B. Ihrem Hausarzt) ausgestellt, muss aber direkt von Ihnen als Versicherter bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Wie werde ich als chronisch krank eingestuft?

Chronisch krank ist, wer ein Jahr und länger mindestens einmal im Quartal ärztlich behandelt wurde (zum Beispiel bei Diabetesbehandlung: mindestens einmal im Quartal die Untersuchung des Blutzuckers).

Was ist Muster 55 bei AOK?

Um das Verfahren zu erleichtern, haben Krankenkassen und KBV das bisherige Formular für die ärztliche Bescheinigung einer schwer wiegenden chronischen Krankheit überarbeitet (Muster 55). Die Bescheinigung erhält ein Patient bei seiner Krankenkasse.

Was ist der Unterschied zwischen einem Attest und einer ärztlichen Bescheinigung?

Ein Attest ist der Oberbegriff für jede Art von ärztlicher Bescheinigung, die einen Gesundheitszustand dokumentiert, während die ärztliche Bescheinigung synonym für das Attest verwendet wird; die bekannteste Form ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), die nur die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit bestätigt, während ein Attest auch andere Sachverhalte wie Sportunfähigkeit oder Reisefähigkeit bescheinigen kann und oft außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung liegt und kostenpflichtig ist.