Wer bekommt nach meinem Tod meine Rente?

Gefragt von: Hans-Jörg Günther
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Nach Ihrem Tod geht Ihre Rente nicht direkt auf Erben über, da Renten höchstpersönlich sind, aber es gibt Hinterbliebenenrenten wie die Witwen-/Witwerrente für den überlebenden Ehepartner oder die Waisenrente für Kinder; diese müssen beantragt werden und sind an Voraussetzungen geknüpft, während nicht ausgezahlte Rentenanteile bis zum Monatsende und eventuelle Forderungen an die Erben gehen.

Wird im Todesfall noch 3 Monate Rente gezahlt für Angehörige?

Ja, die Rente wird nach dem Tod des Ehepartners im sogenannten Sterbevierteljahr noch für drei Monate in voller Höhe weitergezahlt, allerdings als Vorschuss auf die spätere Witwen- oder Witwerrente, nicht zusätzlich zur eigenen Rente. Diese Leistung hilft Hinterbliebenen, sich an die neue Situation anzupassen, und ihr eigenes Einkommen wird in dieser Zeit nicht angerechnet. Danach gibt es entweder die große oder kleine Witwen-/Witwerrente, je nach Einkommen und Alter des Partners. 

Wer bekommt meine gesetzliche Rente, wenn ich sterbe?

Nach dem Tod des Ehepartners beziehungsweise Lebenspartners erhalten Sie dessen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung drei Monate lang in voller Höhe. Danach besteht ein Anspruch auf die sogenannte große oder kleine Witwenrente beziehungsweise Witwerrente.

Können Kinder die Rente der Eltern bekommen?

Nein, Kinder können die laufende Rente ihrer Eltern grundsätzlich nicht direkt "bekommen" oder erben, da Renten höchstpersönlich sind; aber sie haben Anspruch auf Waisenrente, wenn ein Elternteil stirbt, und auch die Eltern selbst bekommen durch Kindererziehung (Kindererziehungszeiten) mehr Rentenpunkte, was ihre Rente erhöht, wovon Kinder indirekt profitieren. Es gibt auch spezielle Fälle, wo andere Verwandte wie Großeltern oder Pflegeeltern Waisenrente erhalten können, wenn sie das Kind überwiegend erzogen haben. 

Wird die Pension nach dem Tod des Verstorbenen noch 3 Monate weitergezahlt?

Ja, die gesetzliche Rente wird nach dem Tod des Versicherten für drei Monate in voller Höhe weitergezahlt (das sogenannte Sterbevierteljahr), als Vorschuss für den überlebenden Partner, bevor die eigentliche Witwen-/Witwerrente beginnt und Einkommen angerechnet wird; bei Beamten gibt es stattdessen ein einmaliges Sterbegeld, aber auch hier kann eine anschließende Hinterbliebenenversorgung folgen. 

Witwenrente: Wie viel Geld dir nach dem Tod deines Partners zusteht

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Wird die Rente sofort nach dem Tod eingestellt?

Im Todesfall eines Rentenempfängers muss die zuständige Rentenbehörde umgehend informiert werden. Die Zahlungen werden dann eingestellt. Die Nachricht, dass der Rentenempfänger verstorben ist, ist von den Angehörigen bzw. dem Nachlassverwalter direkt an die Rentenbehörde zu übermitteln.

Wer bekommt Pension nach dem Tod?

Die Witwer-Pension bekommt ein Mann nach dem Tod seiner Ehefrau. die Partnerin oder der Partner die Pension. Eine eingetragene Partnerschaft ist so etwas Ähnliches wie eine Ehe.

Haben Kinder Anspruch auf das Sterbevierteljahr?

Nein, Kinder haben keinen Anspruch auf das Sterbevierteljahr; dieses steht nur dem Ehe- oder eingetragenen Lebenspartner zu, um eine finanzielle Übergangszeit zu sichern. Kinder können jedoch eine Waisenrente beantragen, was eine eigenständige Leistung der Rentenversicherung ist, sodie Deutsche Rentenversicherung. 

Was bekommen Kinder, wenn der Vater stirbt?

Sind zwei Kinder vorhanden, dann bekommen die beiden Kinder (neben einem vorhandenen Ehepartner) in aller Regel je 25% des Vermögens des Erblassers. Bei drei Kindern (und einem überlebendem Ehepartner) beträgt der Anteil je Kind bei Tod eines Elternteils regelmäßig 16,66%.

Wer kann eine Rente für Kinder erhalten?

Neben den leiblichen Eltern können auch andere Personen die Kindererziehungszeit erhalten: Adoptiv-, Stief- oder Pflegeeltern, Großeltern oder Verwandte, wenn das Kind dort dauerhaft in häuslicher Gemeinschaft als Pflegekind wohnt.

Wer erbt meine Rente?

Rentenzahlungen sind nicht vererblich. Die Rentenkasse erfährt durch den elektronischen Sterbedatenabgleich, wenn eine Person verstorben ist. Als Ehepartner haben Sie Anspruch auf das Sterbevierteljahr sowie in Abhängigkeit von den Voraussetzungen, Anspruch auf die große oder kleine Witwenrente.

Warum bekomme ich keine Rente von meiner verstorbenen Frau?

Lebt auch kein Partner des Verstorbenen mehr, dann stellt die Rentenversicherung die Zahlung ein (§ 102 Abs. 5 SGB VI). Kinder oder Erben haben keinen Anspruch auf die Rente des Verstorbenen. Denn Renten sind nicht vererblich.

Wer informiert die Rentenkasse im Todesfall?

Der Tod eines Rentenempfängers wird meist automatisch durch den elektronischen Sterbedatenabgleich zwischen Standesämtern und Rentenversicherung gemeldet, aber die Angehörigen oder der Nachlassverwalter müssen den Sterbefall möglichst bald beim Rentenservice der Deutschen Post AG melden, idealerweise mit einer Kopie der Sterbeurkunde, um Überzahlungen und Rückforderungen zu vermeiden und eventuelle Hinterbliebenenrenten zu beantragen. 

Wie oft wird die Rente nach dem Tod ausgezahlt?

Nach dem Tod eines Rentenempfängers gibt es zunächst das "Sterbevierteljahr": Die Rente wird für die drei Monate nach dem Sterbemonat in voller Höhe weiter gezahlt (meist als Einmalzahlung), damit sich Hinterbliebene einstellen können. Danach können Angehörige (Witwe/Witwer) eine Witwen-/Witwerrente beantragen, entweder die große (ca. 55-60% der Rente des Verstorbenen, bis zum Lebensende) oder die kleine (25% der Rente, für 24 Monate), wobei Einkommen angerechnet werden kann. Für Kinder gibt es je nach Alter und Situation auch Zuschläge oder eigene Waisenrenten. 

Warum sollte man seine Bank nicht immer über einen Todesfall informieren?

Zusätzlich besteht das Risiko von Erbschaftssteuern und administrativen Komplikationen , die entstehen können, wenn eine Bank über einen Todesfall informiert wird. Banken können darauf bestehen, dass alle Schulden beglichen werden, bevor sie Gelder an Erben oder Begünstigte auszahlen.

Was geschieht mit der Rente eines Menschen, wenn er stirbt?

Bei den meisten staatlichen Rentensystemen erfolgt die Auszahlung der Rente folgendermaßen: Stirbt ein Staatsbediensteter während seiner Dienstzeit nach mindestens 7 Jahren ununterbrochener Dienstzeit, beträgt die Hinterbliebenenrente 50 % des zuletzt bezogenen Gehalts .

Was erben die Kinder, wenn der Vater stirbt und die Mutter noch lebt?

Wenn der Vater stirbt und die Mutter lebt, erben sie nach der gesetzlichen Erbfolge in Deutschland Mutter und Kinder gemeinsam die Hälfte des Nachlasses, wobei die Mutter (bei Zugewinngemeinschaft) pauschal 25 % (den „großen Voraus“) extra bekommt, wodurch die andere Hälfte unter den Kindern aufgeteilt wird – also in der Regel Mutter die Hälfte, Kinder die andere Hälfte, aufgeteilt nach Anzahl. Bei zwei Kindern erben sie je ein Viertel, bei drei Kindern je ein Sechstel, zuzüglich des großen Voraus für die Mutter, die dann insgesamt ein Hälfte (1/2 + 1/4 = 3/4 vom Gesamt-Nachlass) erbt. 

Was zahlt der Staat bei Todesfall?

Der Staat zahlt bei einem Todesfall kein allgemeines Sterbegeld mehr für gesetzlich Versicherte, aber es gibt spezifische Leistungen wie Hinterbliebenenrenten (Witwen-/Witwer-, Waisenrente), Unterstützung für Beamte und Sozialhilfeempfänger (Sozialbestattung), sowie Zahlungen aus der Unfallversicherung oder Bundesversorgungsgesetz (z. B. bei Kriegsopfern). Die wichtigste Unterstützung ist die Hinterbliebenenrente der Deutschen Rentenversicherung, die den Partner absichert, während das Sozialamt bei Bedürftigkeit die Kosten für eine einfache Bestattung übernimmt (Sozialbestattung).
 

Was passiert, wenn der Vater Ihres Kindes stirbt?

Im Allgemeinen gilt: Stirbt ein leiblicher Elternteil vor dem 18. Lebensjahr des Kindes, erhält der andere leibliche Elternteil das Sorgerecht bis zum 18. – in manchen Fällen bis zum 21. – Geburtstag des Kindes . Es ist wichtig zu betonen, dass es sich hierbei um eine allgemeine Richtlinie und nicht um eine starre Regel handelt.

Wer bekommt die Rente, wenn der Vater stirbt?

Wenn Vater, Mutter oder beide Elternteile sterben, unterstützen wir Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Waisenrenten. Eine Halbwaisenrente wird gezahlt, wenn noch ein Elternteil lebt, eine Vollwaisenrente, wenn kein Elternteil mehr lebt.

Können erwachsene Kinder die Rente der Eltern bekommen?

Auch Volljährige haben Anspruch auf Waisenrente. Kindern, die ein Elternteil oder beide Eltern verloren haben, steht grundsätzlich bis zum 18. Geburtstag eine Waisenrente zu.

Wer bekommt kein Sterbevierteljahr?

Bei einer Geschiedenen-Witwenrente gibt es kein Sterbevierteljahr. Die Leistungen aus dem Sterbevierteljahr sind als Vorschusszahlung auf die zukünftige Hinterbliebenenrente zu verstehen. Anspruch hat folglich nur, wer auch ein Anrecht auf Witwen- bzw. Witwerrente hat.

Wer bekommt nach dem Tod die Pension?

Das Sterbegeld: Beim Tod von Beamten bzw. Ruhestandsbeamten (Pensionären) erhalten der überlebende Ehegatte oder u. U. die Kinder ein Sterbegeld in zweifacher Höhe der monatlichen Dienstbezüge bzw.

Wann wird die Rente bei Tod zurückgefordert?

Der Stichtag für die Rentenrückzahlung bei einem Todesfall ist das Ende des Sterbemonats. Rentenzahlungen, die danach eingehen, sind Überzahlungen und müssen zurückerstattet werden, auch wenn sie erst später überwiesen wurden; die Deutsche Rentenversicherung bucht diese in der Regel zurück, weshalb Konten nicht sofort geschlossen werden sollten. Für den Monat des Todes gibt es oft ein sogenanntes Sterbevierteljahr, eine Einmalzahlung von drei Monatsrenten, die der Hinterbliebene beantragen kann, bevor er die eigentliche Hinterbliebenenrente beantragt. 

Wer meldet einen Todesfall der Krankenkasse?

Krankenversicherung und Lebensversicherung:

Bei verstorbenen Selbständigen oder Rentnern müssen Angehörige die Krankenkasse benachrichtigen. Sie müssen auch die Überweisungen oder Abbuchungen, die in der Regel als Monatslastschrift vom Girokonto des Verstorbenen laufen, stoppen.