Wer bezahlt die Beerdigungskosten, wenn der Verstorbene kein Geld hat?

Gefragt von: Herr Prof. Dr. Andy Löffler
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Wenn der Verstorbene kein Geld hat, tragen zuerst die Erben die Kosten, falls das Erbe nicht reicht, springen Unterhaltspflichtige (Ehepartner, Kinder, Eltern) ein, die die Kosten übernehmen müssen, wenn sie leistungsfähig sind, und wenn alle Stricke reißen, übernehmen die Kommunen (Sozialamt) die Kosten für eine einfache, würdevolle Bestattung, sofern die Hinterbliebenen die Last nicht tragen können.

Wer kommt für Beerdigungskosten auf, wenn kein Geld da ist?

Wenn kein Geld für eine Beerdigung da ist, haften zuerst die Erben, dann unterhaltspflichtige Angehörige (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister) nach einer bestimmten Rangfolge. Können diese die Kosten nicht tragen, springt das Sozialamt (oder Jobcenter bei Empfängern von Leistungen) ein und übernimmt die Kosten für eine einfache Sozialbestattung, wenn die Hinterbliebenen finanziell überfordert wären. Auch Gemeinden können bei Mittellosigkeit des Verstorbenen einspringen. 

Wann muss man die Beerdigungskosten nicht bezahlen?

In erster Linie muss der Erbe für die Beerdigungskosten aufkommen – je nach Testament oder gesetzlicher Erbfolge. Ist dies nicht möglich, treten andere Angehörige an dessen Stelle. Wer das Erbe ausschlägt oder seine Zahlungsunfähigkeit nachweist, muss als Erbe erst einmal keine Bestattungskosten tragen.

Was passiert, wenn ich meine eigene Beerdigung nicht zahlen kann?

Wenn Sie oder Ihre Angehörigen die Bestattungskosten nicht zahlen können, springt in Deutschland das Sozialamt ein, um eine sogenannte Sozialbestattung zu veranlassen, die die notwendigen, einfachen Kosten deckt. Dazu muss ein Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden, wobei die finanzielle Notlage nachgewiesen werden muss, etwa durch den Bezug von Sozialleistungen oder einen abgelehnten Kreditantrag. Die Kostenübernahme ist gesetzlich in § 74 SGB XII geregelt. 

Was passiert, wenn man kein Geld hat für eine Beerdigung?

Eine Sozialbestattung (auch Armenbestattung oder Armenbegräbnis genannt) kommt zutragen, wenn die Kosten einer Beisetzung nicht durch den Nachlass gedeckt werden können und die zuständigen Angehörigen kein Geld für die Beerdigung aufbringen können.

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Wer zahlt die Beerdigung bei Mittellosigkeit?

Wenn kein Geld für eine Beerdigung da ist, haften zuerst die Erben, dann unterhaltspflichtige Angehörige (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister) nach einer bestimmten Rangfolge. Können diese die Kosten nicht tragen, springt das Sozialamt (oder Jobcenter bei Empfängern von Leistungen) ein und übernimmt die Kosten für eine einfache Sozialbestattung, wenn die Hinterbliebenen finanziell überfordert wären. Auch Gemeinden können bei Mittellosigkeit des Verstorbenen einspringen. 

Wie wird man bestattet, wenn man kein Geld hat?

Wenn Sie Ihre eigene Beerdigung nicht bezahlen können, werden die Kosten in Deutschland in der Regel durch eine Sozialbestattung gedeckt, wenn Sie vorab keine Vorsorge getroffen haben und die Erben die Kosten nicht tragen können; das Sozialamt übernimmt die „erforderlichen“ Kosten einer einfachen Bestattung nach einem Antrag durch die verpflichteten Angehörigen. Falls kein Erbe vorhanden ist oder das Erbe ausgeschlagen wird, springt der Staat ein, indem er die Beerdigung organisiert und die Kosten trägt. 

Wann kann man Beerdigungskosten ablehnen?

Wenn keine Erben vorhanden sind oder alle Erbberechtigten das Erbe ausschlagen, sind die Bestattungskosten aber nicht in jedem Fall vom Staat zu tragen. Das ist auch möglich, wenn diese das Erbe bereits ausgeschlagen haben. Die Beerdigungskosten sind dann im Rahmen der Unterhaltspflicht zu betrachten.

Sind Kinder verpflichtet, die Beerdigung der Eltern zu bezahlen?

Ja, Kinder müssen grundsätzlich die Beerdigungskosten ihrer Eltern tragen, auch bei schlechtem Verhältnis, da die Bestattungspflicht gesetzlich verankert ist. Zuerst haften die Erben über das Erbe, wenn das nicht reicht, rücken andere Angehörige (Kinder) nach; auch Minderjährige sind pflichtig, aber die Haftung liegt bei den Sorgeberechtigten. Wenn alle Stricke reißen, kann das Sozialamt einspringen, aber die Kosten werden den Angehörigen dann in Rechnung gestellt (Sozialbestattung). 

Wer bezahlt die Beerdigung eines Bürgergeld-Empfängers?

Sofern ein Bürgergeld-Empfänger oder Geringverdiener nicht dazu in der Lage ist, die Kosten für die Beerdigung eines Verwandten zu übernehmen, muss z. B. das Jobcenter die Bestattungskosten zahlen. In diesem Fall handelt es sich um eine kostengünstige Sozialbestattung, die beantragt werden muss.

Wer ist verpflichtet, das Begräbnis zu zahlen?

Im Regelfall müssen Hinterbliebene und Angehörige für die Kosten des Begräbnisses aufkommen. Diese sind verpflichtet, eine Beisetzung zu organisieren und dafür zu bezahlen. In erster Linie sind das Ehepartner:innen, Kinder, Eltern, Großeltern und weitere Verwandte.

Wer bezahlt die Beerdigung bei Erbausschlagung?

Nach Erbausschlagung haften grundsätzlich die nächsten Angehörigen (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister), selbst wenn sie das Erbe abgelehnt haben, da die Bestattungspflicht von der Erbschaft getrennt ist. Ist der Nachlass gedeckt, zahlen die Erben; bei fehlendem Vermögen oder Ausschlagung aller Erben springt der Staat ein (Sozialbestattung), wenn keine unterhaltspflichtigen Angehörigen da sind. Die Kosten können aber auch bei Nichterben eingefordert werden, da die Bestattungspflicht bestehen bleibt.
 

Sind Geschwister verpflichtet, die Beerdigung zu zahlen?

Ja, Geschwister können zur Zahlung der Beerdigungskosten verpflichtet sein, aber erst in nachrangiger Rolle, wenn Ehepartner, Kinder oder Eltern nicht zahlen können oder nicht vorhanden sind, und sie werden als Gesamtschuldner herangezogen, was bedeutet, dass die Stadt oder der Bestatter einen von ihnen für die gesamten Kosten in Anspruch nehmen kann, der dann versuchen muss, die anderen zur Erstattung heranzuziehen. Es hängt stark von der gesetzlichen Rangfolge der Bestattungspflicht ab, die in den Bundesländern geregelt wird, und wenn der Nachlass nicht ausreicht, können sie herangezogen werden, es sei denn, es gibt Härtefälle. 

Was passiert, wenn sich niemand um die Beerdigung kümmert?

Wenn sich niemand um die Beerdigung kümmert, schreitet das Ordnungsamt ein: Es ermittelt zuerst die Angehörigen und fordert sie zur Organisation auf, tut dies aber selbst, wenn niemand reagiert (sogenannte ordnungsbehördliche Bestattung), was meist eine einfache Feuerbestattung mit anonymer Beisetzung bedeutet; die Kosten werden den Angehörigen in Rechnung gestellt, selbst wenn diese sich nicht gekümmert haben. Gibt es keine Angehörigen, übernimmt die Gemeinde die Bestattung, und wenn die Angehörigen die Kosten nicht tragen können, kann das Sozialamt einspringen, um eine Sozialbestattung zu veranlassen. 

Was passiert, wenn ein geliebter Mensch stirbt und man kein Geld hat?

Wenn eine Familie sich die Beerdigung oder die Bestattungskosten nicht leisten kann, wird ihr Familienmitglied wahrscheinlich auf einem Armenfriedhof beerdigt – einem Friedhof für diejenigen, die sich eine Beerdigung an einem anderen Ort nicht leisten können.

Was zahlt die Krankenkasse im Todesfall?

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt im Todesfall nichts mehr für Bestattungskosten, da das Sterbegeld 2004 abgeschafft wurde. Es gibt aber Leistungen der Rentenversicherung (Witwen-/Witwerrente, Sterbevierteljahr), der gesetzlichen Unfallversicherung (bei Arbeitsunfall) und eventuell von Gewerkschaften oder privaten Vorsorgen wie der Sterbegeldversicherung, die die Kosten decken können. 

Was passiert, wenn man kein Geld für die Beerdigung hat?

Wenn Hinterbliebene eines verstorbenen Menschen die Beerdigung nicht bezahlen können, übernimmt in manchen Fällen das Sozialamt die Kosten. Das gilt aber nur, wenn Angehörige auch rechtlich dazu verpflichtet sind, für das Begräbnis zu zahlen.

Was geschieht mit einem Leichnam, wenn keine Beerdigung stattfindet?

Die direkte Einäscherung ist die häufigste Bestattungsform, aber auch eine sofortige Erdbestattung ist möglich . Bei diesen Optionen findet die Bestattung in den Tagen unmittelbar nach dem Tod statt, ohne Aufbahrung oder Trauerfeier.

Wer zahlt die Beerdigung, wenn kein Kontakt zum Vater ist?

Wenn Ihr Vater verstorben ist, Sie aber keinen Kontakt hatten, sind Sie grundsätzlich als Erbe für die Bestattungskosten zuständig (§ 1968 BGB). Wenn Sie die Erbschaft ausschlagen oder finanziell nicht in der Lage sind, die Kosten zu tragen, müssen die nächsten Angehörigen (Unterhaltsberechtigte) einspringen; sind auch diese zahlungsunfähig, kann eine Sozialbestattung beim Sozialamt beantragt werden, das dann die Kosten übernimmt, wenn keine Erbmasse da ist und die Kosten nicht zumutbar sind. 

Wann müssen Kinder die Beerdigung der Eltern nicht zahlen?

Kinder müssen grundsätzlich für die Beerdigung ihrer Eltern zahlen, da dies eine gesetzliche Pflicht ist, die auch bei zerrütteten Verhältnissen gilt, es sei denn, die Kosten sind wirtschaftlich unzumutbar (dann springt das Sozialamt ein) oder die Kinder sind selbst minderjährig und können die Kosten nicht tragen, dann greifen oft andere Regelungen (z.B. Sozialhilfe). Eine Ausnahme gibt es auch, wenn der Verstorbene selbst schwerste Verbrechen (z.B. Misshandlungen) begangen hat, was eine Haftung entfallen lassen kann. 

Welche Pflichten hat man trotz Erbausschlagung?

Trotz Erbausschlagung bleiben Ihnen wichtige Pflichten, vor allem die Beerdigungspflicht als naher Angehöriger und die Sicherung des Nachlasses, um Wertverlust oder Diebstahl zu verhindern, bis der nächste Erbe übernimmt. Sie müssen sich auch um die Haushaltsauflösung kümmern und Verträge kündigen, dürfen aber keine Nachlassgegenstände behalten, da dies als Annahme gelten könnte; bei Unsicherheit sollten Sie einen Anwalt konsultieren. 

Bin ich verpflichtet, die Beerdigung meiner Mutter zu bezahlen?

Ja, als Kind sind Sie grundsätzlich bestattungspflichtig und müssen die Beerdigung Ihrer Mutter bezahlen, wenn das Erbe nicht ausreicht oder kein Erbe vorhanden ist; primär zahlt der Erbe, danach Unterhaltspflichtige (Ehepartner, Kinder, Eltern), und wenn alle nicht zahlen können, springt das Sozialamt ein, sofern Sie die Kosten nicht selbst tragen können. Die Pflicht besteht unabhängig vom persönlichen Verhältnis, aber bei mangelnder Leistungsfähigkeit greifen Sozialleistungen. 

Wer bezahlt ein Begräbnis, wenn kein Geld da ist?

Wenn kein Geld für eine Beerdigung da ist, haften zuerst die Erben, dann unterhaltspflichtige Angehörige (Ehepartner, Kinder, Eltern, Geschwister) nach einer bestimmten Rangfolge. Können diese die Kosten nicht tragen, springt das Sozialamt (oder Jobcenter bei Empfängern von Leistungen) ein und übernimmt die Kosten für eine einfache Sozialbestattung, wenn die Hinterbliebenen finanziell überfordert wären. Auch Gemeinden können bei Mittellosigkeit des Verstorbenen einspringen. 

Kann man Beerdigungskosten verweigern?

Erbe ausschlagen: Kann man Beerdigungskosten ablehnen? Erbberechtigte Personen können die Übernahme der Beerdigungskosten nicht ablehnen. Sogar eine Erbausschlagung entbindet Nachlassberechtigte nicht.

Was ist die billigste Form der Beerdigung?

Was ist die billigste Bestattungsart? Grundsätzlich sind anonyme beziehungsweise unbegleitete Bestattungen die billigsten Bestattungsarten. Unbegleitete Waldbestattungen und Seebestattungen sind dabei noch einmal günstiger als anonyme Feuerbestattungen.