Wer entscheidet, ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag besser für mich ist?

Gefragt von: Iris Schweizer-Wirth
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Die Entscheidung, ob nun das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag einen größeren Vorteil bietet, müssen Eltern gar nicht treffen. Dafür führt das Finanzamt automatisch eine sogenannte Günstigerprüfung durch und entscheidet für den Steuerberechtigten, welche Variante die bessere ist.

Wer entscheidet, ob Kindergeld oder Kinderfreibetrag?

Das Finanzamt prüft dann im Rahmen der jährlichen Einkommensteuerveranlagung, ob für die Eltern die Freibeträge für Kinder oder das ausbezahlte Kindergeld günstiger ist. Diese Prüfung erfolgt automatisch und muss nicht beantragt werden.

Was ist vorteilhafter: Kindergeld oder der Kinderfreibetrag?

Was ist besser: Kindergeld oder Kinderfreibetrag? Eltern haben entweder Anspruch auf Kindergeld oder auf steuerliche Entlastung durch die Kinderfreibeträge. Es ist nicht möglich, beides zu nutzen. Für die meisten Eltern lohnt sich Kindergeld mehr als der Kinderfreibetrag.

Bei welchem Elternteil sollen die Kinder auf die Steuerkarte?

Sie stehen jedem Elternteil normalerweise zur Hälfte zu. Hier finden Sie Informationen zu den Freibeträgen für Kinder von Alleinerziehenden und nicht verheirateten Eltern.

Was passiert, wenn der Kinderfreibetrag günstiger ist?

Für manche Eltern ist der Kinderfreibetrag günstiger. Sie müssen dann weniger Einkommens-Steuer bezahlen. Das Finanzamt prüft automatisch, was für die Eltern besser ist: Kindergeld oder Kinderfreibetrag.

Kinderfreibetrag oder Kindergeld - Wann lohnt sich was?

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Wie wirkt sich der Kinderfreibetrag auf mein Gehalt aus?

Durch den Freibetrag wird von Ihrem Lohn zwar nicht weniger Lohnsteuer abgezogen, aber weniger Solidaritätszuschlag und weniger Kirchensteuer. Auf Ihre Steuern wirkt sich der Freibetrag erst aus, wenn Sie eine Einkommensteuererklärung mit der ausgefüllten Anlage „Kind“ abgeben.

Wann lohnt sich der Kinderfreibetrag 2025?

Das Finanzamt setzt automatisch die bessere Variante für dich an. Erst ab einem Einkommen von ca. 39.000 € lohnt sich der Kinderfreibetrag für Singles bzw. unverheiratete Personen und ab 78.000 € für Ehepaare.

Kann ich den Kinderfreibetrag freiwillig auf den anderen Elternteil übertragen?

Kinderfreibeträge werden grundsätzlich nicht auf den anderen Elternteil übertragen, wenn die nicht miteinander verheirateten Eltern zusammen mit ihrem Kind in einem Haushalt leben und ihrer Unterhaltspflicht nachkommen.

Wird der Kinderfreibetrag automatisch berücksichtigt?

Im Inland ansässige Kinder werden bis zum Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden, grundsätzlich automatisch berücksichtigt. Weicht die Zahl der Kinderfreibeträge von den tatsächlichen Verhältnissen zu Ihren Gunsten ab, müssen Sie die ELStAM von Ihrem Finanzamt ändern lassen.

Ist die Einkommensgrenze für Kindergeld brutto oder netto?

Für das reguläre Kindergeld gibt es keine Einkommensgrenze – es wird unabhängig vom Einkommen der Eltern gezahlt (ab 2023 pauschal 250 € pro Kind), aber bei sehr hohen Einkommen werden stattdessen die steuerlichen Kinderfreibeträge berücksichtigt. Anders sieht es beim Kinderzuschlag aus: Hier gibt es Mindest- und Höchsteinkommensgrenzen, die sich nach dem Bruttoeinkommen der Eltern richten (z.B. 600 € brutto für Alleinerziehende, 900 € für Paare als Mindestgrenze), aber auch hier gibt es kein starres Limit mehr, sondern eine individuelle Berechnung, die je nach Bedarf sinkt. 

Kann man Kindergeld und Kinderfreibetrag gleichzeitig bekommen?

Wenn ein Kind steuerlich berücksichtigt werden kann, erhält man für jeden Berücksichtigungsmonat grundsätzlich Kindergeld oder die steuerlichen Freibeträge.

Wann fallen Kinder aus dem Kinderfreibetrag?

Grundsätzlich werden Kinder, die älter als 18 Jahre sind, bis zum Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums berücksichtigt. Darüber hinaus werden Kinder nur berücksichtigt, wenn sie keiner schädlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. für einen Beruf ausgebildet (auch Schulausbildung) wird.

Hat der Vater Anspruch auf halbes Kindergeld?

Ja, der Vater hat oft Anspruch auf die Hälfte des Kindergeldes, die als Anrechnung auf seinen Kindesunterhalt gilt, wenn das Kind bei der Mutter lebt; beim sogenannten Wechselmodell, wo das Kind bei beiden Elternteilen lebt, steht jedem Elternteil ein Viertel des Kindergeldes zu, der Betrag wird hälftig aufgeteilt. Das Kindergeld wird nur an ein Elternteil ausgezahlt (meist das, bei dem das Kind wohnt), aber der Unterhaltspflichtige muss die Hälfte davon abziehen, oder es wird aufgeteilt, um die Betreuungsleistung beider Eltern zu honorieren. 

Welcher Elternteil sollte Kindergeld beziehen?

Kindergeld bekommt grundsätzlich nur ein Elternteil, und zwar meist derjenige, bei dem das Kind hauptsächlich lebt (Hauptwohnsitz). Leben die Eltern zusammen, entscheiden sie, wer das Geld erhält. Bei getrennt lebenden Eltern erhält der Elternteil mit dem Kind den vollen Betrag, was den Unterhalt des anderen Elternteils mindert (Abzug der Hälfte des Kindergeldes vom Unterhalt). 

Kann ich den Sparerfreibetrag 2025 für meine Kinder nutzen?

Grundfreibetrag + Sonderausgabenpauschale: Mehr als 13.000 Euro steuerfrei. Kinder haben – wie Erwachsene – Anspruch auf den steuerlichen Grundfreibetrag, der im Jahr 2025 12.096 Euro beträgt. Zusätzlich kommt noch der Sonderausgabenpauschbetrag von 60 Euro hinzu.

Wer sollte die Kinderfreibeträge bekommen?

Der Kinderfreibetrag ist ein Freibetrag, der allen Frauen und Männern mit leiblichen und adoptierten Kindern sowie – je nach Betreuungsumfang – auch mit Pflegekindern zusteht. 6.672 Euro werden dabei pro Kind und Jahr vom zu versteuernden Einkommen abgezogen, beziehungsweise 3.336 Euro pro Elternteil.

Wird Kindergeld gekürzt, wenn das Kind arbeitet?

Ja, Kindergeld kann gekürzt oder gestrichen werden, wenn ein Kind arbeitet, aber das hängt stark vom Alter, der Art der Tätigkeit und der Ausbildungsphase ab: Für Kinder unter 18 Jahren gibt es keine Einkommensgrenze, solange das Jugendarbeitsschutzgesetz beachtet wird, aber nach der ersten Ausbildung (ab ca. 21/25 Jahren) wird Kindergeld gestrichen, wenn das Kind mehr als 20 Wochenstunden arbeitet – unabhängig vom Verdienst. 

Kann der Kinderfreibetrag rückwirkend erhöht werden?

Kann Kindergeld, und damit der Anspruch auf den Kinderfreibetrag, rückwirkend beantragt werden? Ja. Allerdings gibt es hier eine Frist von 6 Monaten, nach denen der Antrag eingehen muss.

Wer entscheidet den Kinderfreibetrag?

Wenn Sie Ihre Einkommensteuererklärung abgeben, prüft Ihr Finanzamt von Amts wegen bei jedem Ihrer Kinder, ob für Sie die Ansetzung des Kinderfreibetrages günstiger ist als das Kindergeld. Der Steuerbescheid enthält eine entsprechende Erläuterungen hierzu.

Können beide Elternteile Kinderfreibetrag 1 haben?

Kinderfreibetrag. Der Kinderfreibetrag steht grundsätzlich jedem Elternteil zur Hälfte zu. Unverheiratete, getrennt lebende oder geschiedene Eltern können den halben Kinderfreibetrag unabhängig voneinander geltend machen.

Kann der Kinderfreibetrag auf den Vater übertragen werden?

Die steuerlichen Freibeträge für Kinder, namentlich der Kinderfreibetrag und der BEA-Freibetrag (für Betreuung, Erziehung und Ausbildung), stehen grundsätzlich beiden Elternteilen jeweils zur Hälfte zu.

Wie kann ich den Kinderfreibetrag ändern lassen?

Die Zahl der Kinderfreibeträge ist Bestandteil der Elektronischen LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM). Wenn sie geändert werden soll, müssen Sie dies bei Ihrem Finanzamt beantragen.

Warum zahle ich im Januar 2025 mehr Lohnsteuer?

Ab Januar 2025 wirkt sich diese Erhöhung des Grundfreibetrags und Kinderfreibetrags nicht mehr nur in einem Monat aus, sondern ist auf zwölf Monate verteilt. Im Vergleich zum Dezember wird es daher in den meisten Fällen einen verhältnismäßig höheren Lohnsteuerabzug geben.

Wird das Kindergeld vom Kinderfreibetrag abgezogen?

Wenn du deine Einkommenssteuerklärung inklusive Anlage Kind abgegeben hast, wird der Freibetrag automatisch durch das Finanzamt geprüft und verrechnet. Wenn dir der Kinderfreibetrag einen größeren steuerlichen Vorteil als das Kindergeld bietet, wird dieser an Stelle des Kindergelds abgezogen.