Wer entscheidet über Härtefälle?

Gefragt von: Lars Unger B.A.
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Wer über Härtefälle entscheidet, hängt vom Thema ab: Bei Ausländerrecht entscheiden die Härtefallkommissionen der Bundesländer über humanitäre Fälle, die dann die zuständigen Ministerien anweisen, eine Aufenthaltserlaubnis zu erteilen. Bei Familiensachen (z.B. Scheidung) sind es die Familiengerichte in Einzelfallentscheidungen. Bei Studienplatzvergabe entscheiden die Hochschulen nach Kriterien des Hochschulstarts.

Wer stellt einen Härtefallantrag?

Heil- und Kostenplan einreichen: Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt erstellt einen Heil- und Kostenplan, auf dem die Härtefallregelung für den Zahnersatz vermerkt wird. Diesen Plan müssen Sie zusammen mit dem Antrag bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Was wird als Härtefall anerkannt?

In der Regel anerkannte Gründe:

Beschränkung auf ein enges Berufsfeld aufgrund körperlicher Behinderung. Das angestrebte Studium lässt eine erfolgreiche Rehabilitation erwarten. Körperliche Behinderung: Die Behinderung steht jeder anderen zumutbaren Tätigkeit bis zur Zuweisung eines Studienplatzes im Wege.

Wann liegt ein Härtefall vor?

Als Härtefall gilt, wer die monatliche Einkommensgrenze von 1.358 Euro brutto nicht überschreitet (alle Werte Stand 2023). Wer mit Angehörigen wie Ehegatten, eingetragenem gleichgeschlechtlichem Lebenspartner oder familienversichertem Kind zusammenlebt, hat eine höhere Bemessungsgrenze von 1.867,25 Euro.

Wann liegt ein besonderer Härtefall vor?

Ein besonderer Härtefall liegt vor, wenn außergewöhnliche, schwerwiegende, atypische und möglichst nicht selbst verschuldete Umstände einen zügigen Ausbildungsverlauf verhindern oder eine sonstige Notlage hervorgerufen haben.

ISB: Härtefälle

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Wie weist man einen Härtefall nach?

Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz verloren haben, Ihre Arbeitszeit reduziert wurde oder Sie einen unerwarteten medizinischen Notfall erlitten haben, sammeln Sie Unterlagen, die belegen, wann und wie sich Ihr Einkommen verändert hat. Ein Kündigungsschreiben, Arztrechnungen oder ein Nachweis über eine Erwerbsminderungsrente können Ihre Ansprüche untermauern und zeigen, dass Ihre finanzielle Notlage keine vorübergehende Verantwortungslosigkeit, sondern eine echte Krise ist.

Was sind Gründe für eine Härtefallscheidung?

Gründe für eine Härtefallscheidung sind extrem schwere Eheverfehlungen, die das Zusammenleben unzumutbar machen und eine Fortsetzung der Ehe unerträglich machen, wie z.B. häusliche Gewalt, schwere Misshandlungen, Morddrohungen, Suchtprobleme mit destruktivem Verhalten, Straftaten oder schwere Beleidigungen, die eine sofortige Scheidung (ohne das übliche Trennungsjahr) rechtfertigen. Es müssen immer individuelle, besonders belastende Umstände vorliegen, die in der Person des anderen Partners begründet sind und bewiesen werden können. 

Was sind Gründe für einen Härtefallantrag?

Gründe für einen Härtefallantrag sind meist außergewöhnliche, schwerwiegende und nicht selbst verschuldete Notsituationen, die eine sofortige Zulassung zum Studium oder eine Prüfungswiederholung zwingend erforderlich machen, wie z.B. schwere Krankheiten oder Behinderungen, Pflichten in der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, familiäre Schicksalsschläge (Tod eines nahen Verwandten), drohende Obdachlosigkeit oder die Unmöglichkeit, die Wartezeit zu überbrücken. Wichtig ist, dass die Umstände die Erfolgschancen erheblich beeinträchtigen und nicht nur allgemeine Nachteile darstellen, wobei eine genaue Belegung durch Atteste oder offizielle Dokumente erforderlich ist.
 

Wie lässt sich außergewöhnliche Härte nachweisen?

Die Hürden für den Nachweis einer außergewöhnlichen Härte in einem Fahrverbotsverfahren sind sehr hoch. Sie müssen stichhaltige Beweise vorlegen, die belegen, dass Sie oder andere Personen, wie beispielsweise unterhaltsberechtigte Angehörige oder Angestellte, unverhältnismäßig stark darunter leiden würden, wenn Sie nicht mehr fahren könnten .

Was gilt als Härtefall?

Unerwartete medizinische Ausgaben oder Behandlungen, die nicht von der Versicherung abgedeckt sind . Kosten im Zusammenhang mit dem Kauf oder der Reparatur eines Hauses oder der Verhinderung einer Zwangsräumung. Studiengebühren und damit verbundene Kosten. Bestattungskosten.

Was sind Härtefallgründe?

Gründe für einen Härtefallantrag sind meist außergewöhnliche, schwerwiegende und nicht selbst verschuldete Notsituationen, die eine sofortige Zulassung zum Studium oder eine Prüfungswiederholung zwingend erforderlich machen, wie z.B. schwere Krankheiten oder Behinderungen, Pflichten in der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen, familiäre Schicksalsschläge (Tod eines nahen Verwandten), drohende Obdachlosigkeit oder die Unmöglichkeit, die Wartezeit zu überbrücken. Wichtig ist, dass die Umstände die Erfolgschancen erheblich beeinträchtigen und nicht nur allgemeine Nachteile darstellen, wobei eine genaue Belegung durch Atteste oder offizielle Dokumente erforderlich ist.
 

Was ist ein Beispiel für eine Härtefallerklärung?

Ich schreibe Ihnen diesen Härtefallbrief, da ich aufgrund von [bitte schildern Sie Ihre Situation kurz, z. B. Arbeitsplatzverlust, Krankheit oder unerwartete Ausgaben] in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten geraten bin. Dadurch bin ich mit meinen Zahlungen in Verzug geraten und schulde derzeit [Betrag] auf dem Konto mit der Nummer [Kontonummer].

Wer bekommt Härtefall?

Für gesetzlich Versicherte mit geringem Einkommen gilt bei Zahnersatz die sogenannte Härtefallregelung. Damit ist die Regelversorgung kostenfrei. Für eine Behandlung, die über die Regelversorgung hinausgeht, zahlt die Krankenkasse bei Härtefällen den doppelten Festzuschuss.

Wer kann einen Härtefallantrag stellen?

Sie erhalten nur dann eine Härtefallzahlung, wenn Sie alle folgenden Bedingungen erfüllen: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein (16 Jahre, wenn Ihre Zahlung aufgrund von Betrug gekürzt wird). Sie müssen Schwierigkeiten haben, Ihren Grundbedarf oder den Grundbedarf eines Kindes unter 16 Jahren oder eines anderen „anspruchsberechtigten Jugendlichen“, für den Sie verantwortlich sind, zu decken.

Wie kann ich einen Härtefall nachweisen?

Wie ist ein Härtefall nachzuweisen? Die Härtefallgründe sind durch eine fachärztliche (im Einzelfall auch psychotherapeutische) Stellungnahme nachzuweisen, das zu den aufgeführten Gründen hinreichend Stellung nimmt.

Was sollte man nicht in ein Härtefallschreiben aufnehmen?

Ihr Schreiben zur Darlegung Ihrer finanziellen Notlage sollte ehrlich, prägnant und maximal eine Seite lang sein. Erläutern Sie darin Ihre aktuelle finanzielle Situation und deren Ursachen. Vermeiden Sie unnötige oder schädliche Details , wie etwa Schuldzuweisungen an den Kreditgeber oder Hinweise auf mögliche externe Finanzhilfen.

Wie beantrage ich Härtefall?

Sie müssen diesen besonderen Krankenkassenzuschuss beantragen. Das Formular dafür gibt es bei der Krankenkasse oder bei der Zahnärztin bzw. dem Zahnarzt. Auf dem Antragsformular müssen Sie eintragen, welche Hilfe Sie erhalten, wie hoch Ihr Einkommen ist und wie viele Personen im Haushalt leben.

Was ist eine unzumutbare Härte?

Unzumutbare Härte ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der eine Situation beschreibt, in der eine rechtliche Konsequenz (z.B. eine Scheidung, Kündigung) für eine Partei aufgrund außergewöhnlicher, schwerer Umstände unverhältnismäßig belastend wäre, sodass das Festhalten am Normalfall unzumutbar ist, was eine Ausnahme rechtfertigt, wie z.B. bei Gewalt, schwerem Missbrauch oder medizinisch begründeten Notlagen. Entscheidend ist immer die Abwägung aller Umstände im Einzelfall, wobei die Härte deutlich über das hinausgehen muss, was bei "normalen" Schwierigkeiten zu erwarten wäre.
 

Wann liegt eine besondere Härte vor?

Eine besondere Härte (oder außergewöhnliche Härte) beschreibt eine Situation, in der die Anwendung einer gesetzlichen Regelung zu einer unzumutbaren, übermäßigen und atypischen Benachteiligung einer Person führen würde, die über die normalerweise mit der Situation verbundenen Härten hinausgeht. Es handelt sich um einen Ausnahmefall, der durch schwerwiegende, individuelle und meist unverschuldete Umstände wie z. B. gesundheitliche Probleme, soziale Notlagen oder familiäre Gründe gekennzeichnet ist, die eine sofortige oder reguläre Erledigung unmöglich machen. 

Wie lange dauert ein Härtefallantrag?

Die Dauer eines Härtefallantrags hängt stark vom Bereich ab (z.B. Zahnarzt, Studium, Asyl), aber typischerweise dauert die Bearbeitung bei der Krankenkasse (Zahnersatz) oft 4 bis 8 Wochen, während Anträge bei Härtefallkommissionen (Asyl/Bleiberecht) oder in der Rechtsprechung (Scheidung) deutlich länger dauern können und von vielen Faktoren (Sitzungen, Einzelfallprüfung) abhängen, teils Monate oder sogar Jahre. 

Sind Depressionen ein Härtefall?

Zu den typischen Gründen, die als Härtefälle anerkannt werden können, zählen: Schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen: Beispielsweise kann eine chronische Erkrankung wie schwere Depressionen dazu führen, dass ein Umzug nicht zumutbar ist.

Wie ist ein Härtefall definiert?

Ein Härtefall ist ein atypischer Sachverhalt, der erheblich vom vorgesehenen Normalfall abweicht und deshalb Ausnahmeregelungen oder -entscheidungen rechtfertigt.

Was braucht man für eine Härtefallscheidung?

Eine Härtefallscheidung ermöglicht die sofortige Scheidung ohne das übliche Trennungsjahr, wenn die Fortsetzung der Ehe eine unzumutbare Härte für einen Ehepartner darstellt, weil das Verhalten des anderen Partners (z.B. häusliche Gewalt, eklatante Untreue, schwere Sucht) dieses Maß deutlich übersteigt und nachweisbar ist. Die Gründe müssen in der Person des anderen Ehepartners liegen und objektiv unzumutbar sein, d.h., auch eine unbeteiligte Person würde die Ehe als unerträglich ansehen. Hohe Anforderungen an den Beweis sind entscheidend. 

Was sind schwere Eheverfehlungen?

Eine schwere Eheverfehlung liegt vor, wenn dem Ehepartner zum Beispiel körperliche Misshandlung oder seelisches Leid zugefügt wurde.

Welche Nachteile hat eine Härtefallscheidung?

Nachteile der Härtefallscheidung sind der hohe Beweisaufwand ("schmutzige Wäsche waschen"), die emotionale Belastung, die oft keine wirkliche Zeitersparnis bringt (wegen Versorgungsausgleich), die strengen Hürden und das Risiko, dass das Gericht den Fall ablehnt; Familiengerichte tendieren zudem dazu, diese Fälle zu verschleppen, da sie Ausnahmen sind, die nur bei extremen Notfällen wie Missbrauch greifen und nicht bei Ungeduld.