Wer erhält die Stromsteuer?

Gefragt von: Herbert Schlegel-Nickel
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Allgemeines. Die Stromsteuer wird im Regelfall beim Versorger als Steuerschuldner erhoben, der sie anschließend über den Strompreis an die Verbraucher weitergeben kann. Sie stellt eine wichtige Einnahmequelle des Bundes dar. Ihr Aufkommen lag im Jahr 2024 bei rund 5,2 Mrd.

Wer bekommt die Stromsteuer?

Worum handelt es sich bei der Stromsteuer? Es handelt sich bei der Stromsteuer um eine nationale Verbrauchsteuer. Verwaltet wird sie durch die Zollverwaltung, ihr Aufkommen steht dem Bund zu.

Wer bekommt die Stromsteuersenkung?

Unternehmen des produzierenden Gewerbes, der Land- und Forstwirtschaft sowie Betreiber von Blockheizkraftwerken können einen Antrag auf Stromsteuer-Senkung stellen. Im Rahmen des Haushaltsfinanzierungsgesetzes 2024 wurde diese Stromsteuer-Senkung erhöht, wie es in § 9b Abs. 2a des StromStG definiert ist.

Wer profitiert von der Stromsteuer?

Für eine Stromsteuererstattung kommen infrage: Unternehmen, die entweder zum produzierenden Gewerbe oder der Land- und Forstwirtschaft gehören. Bezug von Strom aus erneuerbarer Energie. Strom für die Stromproduktion.

Wer führt die Stromsteuer ab?

Die Stromsteuer wird in der Regel beim Versorger erhoben und über den Strompreis auf die Verbraucher abgewälzt.

Vorerst keine Stromsteuer-Senkungen für Privatleute

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Wohin fließt die Stromsteuer?

Allgemeines. Die Stromsteuer wird im Regelfall beim Versorger als Steuerschuldner erhoben, der sie anschließend über den Strompreis an die Verbraucher weitergeben kann. Sie stellt eine wichtige Einnahmequelle des Bundes dar. Ihr Aufkommen lag im Jahr 2024 bei rund 5,2 Mrd.

Wem steht die Energiesteuer zu?

Die Steuer wird von der Zollverwaltung - insbes. den Hauptzollämtern - verwaltet, die Einnahmen stehen dem Bund zu (Art. 106 I Nr. 2 GG).

Warum wird in Deutschland eine Stromsteuer erhoben?

Die Stromsteuer ist eine nationale Verbrauchsteuer, die auf den Stromverbrauch in Deutschland erhoben wird. Seit ihrer Einführung am 01. April 1999 als Teil der ökologischen Steuerreform soll sie dazu beitragen, den bewussten Umgang mit Strom in Deutschland zu unterstützen.

Warum ist Strom in Deutschland so teuer?

Laut Statista hat Deutschland die weltweit höchsten Strompreise! Das liegt daran, dass fast die Hälfte der Stromkosten aus Steuern besteht . Kein Wunder also, dass die Strompreise in Deutschland mindestens 40 % höher sind als in Großbritannien und den USA! Weiterführender Artikel: Strom ist in Deutschland nicht billig.

Wie wird die Stromsteuer in Deutschland gesenkt?

Eine generelle Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher kommt vorerst nicht, aber die Bundesregierung hat die Steuersenkung für das produzierende Gewerbe und die Land-/Forstwirtschaft ab 2026 dauerhaft verstetigt, wodurch die Steuer auf den EU-Mindestsatz von 0,50 €/MWh reduziert wird (entspricht ca. 2 ct/kWh), was insbesondere für Betriebe mit hohem Verbrauch eine große Entlastung darstellt. Privatkunden profitieren stattdessen von sinkenden Netzentgelten und anderen Maßnahmen, aber nicht durch eine direkte Stromsteuersenkung. 

Wer hat die Stromsteuer eingeführt?

Die Stromsteuer als Teil der ökologischen Steuerreform wurde am 1. April 1999 eingeführt. Der Gesetzgeber hat die maßvolle Besteuerung von Energie beschlossen, um Anreize zu schaffen, den Energieverbrauch zu senken und umweltschonende Energieträger verstärkt zu entwickeln und nachzufragen.

Wie hoch ist die Stromsteuerentlastung für 2026?

Die Stromsteuerentlastung 2026 konzentriert sich auf Unternehmen des produzierenden Gewerbes, denen eine dauerhafte Entlastung von 20 €/MWh (also fast die volle Steuer) bis auf einen Restbetrag von 0,50 €/MWh gesetzlich zugesichert wurde, um Planungssicherheit zu schaffen. Für Privathaushalte gibt es keine direkte Senkung der Stromsteuer, stattdessen bleibt die Steuer bei 2,05 ct/kWh bestehen, während andere Umlagen (wie die § 19 StromNEV-Umlage) leicht steigen, was den Gesamtpreis leicht erhöht, aber durch Netzentgeltsenkungen abgefedert werden soll.
 

Wer ist von der Stromsteuer befreit?

Strom ist von der Steuer befreit, wenn er aus erneuerbaren Energieträgern erzeugt und vom Betreiber der Anlage am Ort der Erzeugung entnommen wird. Die elektrische Nennleistung der Anlage muss 2 Megawatt übersteigen.

Für wen gilt die Stromsteuersenkung?

Nach dem Beschluss des Koalitionsausschusses vom 2.7.2025 bleibt die Stromsteuersenkung nun doch auf das produzierende Gewerbe und die Landwirtschaft beschränkt. Die Bundesregierung geht dabei davon aus, dass mit der Stromsteuersenkung über 600 000 Betriebe und Unternehmen in Deutschland entlastet werden können.

Wie beantrage ich Stromsteuererstattung?

Der Antrag ist beim zuständigen Hauptzollamt online zu stellen. Voraussetzung ist die Entnahme des Stroms zu betrieblichen Zwecken durch ein Unternehmen des Produzierenden Gewerbes oder der Land- und Forstwirtschaft. Der Strom darf nicht schon aus anderen Gründen nach § 9 Abs. 1 StromStG von der Steuer befreit sein.

Wie hoch ist die Stromsteuer für Privatpersonen?

Die Stromsteuer für Haushalte beträgt 2,05 ct/kWh.

Wird Strom in Deutschland wieder günstiger?

Seit Anfang des Jahres 2025 wurden 280 Strompreissenkungen für 2025 gemeldet. Die durchschnittliche Senkung beträgt 10%. Rund 1, 8 Millionen Haushalte in Deutschland, die über die örtliche Grundversorgung Strom beziehen, profitieren von diesen sinkenden Preisen.

Was kostet Strom momentan in Deutschland?

Der aktuelle Strompreis in Deutschland liegt für Neukunden bei durchschnittlich etwa 24 bis 25,5 Cent/kWh (inkl. Steuern), während Bestandskunden mit rund 36 bis 40 Cent/kWh rechnen müssen, mit regionalen Unterschieden und Preisen je nach Anbieter. Die Preise sind deutlich niedriger als die Spitzenwerte während der Energiekrise und bewegen sich wieder auf dem Niveau von 2021, wobei es sich lohnt, Tarife zu vergleichen, um von günstigeren Angeboten (auch unter 30 Cent/kWh) zu profitieren.
 

Wie hoch ist die Stromsteuer im Jahr 2025?

Die Stromsteuer in Deutschland beträgt für 2025 weiterhin 2,05 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Unternehmen des produzierenden Gewerbes und der Landwirtschaft profitieren allerdings von einer befristeten Entlastung: Ihre Steuer wird für 2024 und 2025 auf den europäischen Mindeststeuersatz von 0,50 €/MWh (0,05 ct/kWh) reduziert, was eine erhebliche Senkung darstellt. 

Warum gibt es die Energiesteuer?

Ziel und Höhe der Energiesteuer

Sie trägt zum einen zur Finanzierung des Staatshaushalts bei und soll zum anderen zum Energiesparen animieren. Zudem fördert die Energiesteuer energiesparende Technologien, da diese bei steigenden Energiekosten immer attraktiver werden.

Was wird mit der Stromsteuer finanziert?

Der Grundgedanke hinter der Stromsteuer ist es, den Energieverbrauch zu senken und den Übergang zu umweltfreundlicheren Energiequellen zu fördern. Dabei fließen die Einnahmen der Stromsteuer in den Bundeshaushalt. Ein Teil dieser Mittel hat den Verwendungszweck Umweltprojekte oder erneuerbarer Energien zu fördern.

Wie viel trägt die Energiesteuer zum Staatshaushalt bei?

Die Energiesteuer wird von der Zollverwaltung erhoben. Im Jahr 2024 lag das Steueraufkommen bei rund 35,1 Mrd. Euro. Dies zeigt die Bedeutung der Energiesteuer für die Wirtschaft und den Staatshaushalt.

Wer ist der Empfänger der Energiesteuer?

Steuerschuldner bei einem gewerblichen Bezug von bereits versteuerten Energieerzeugnissen nach § 4 EnergieStG sowie nicht leitungsgebundenem Erdgas und Kohle aus anderen Mitgliedsstaaten ist in der Regel der zertifizierte Empfänger im Steuergebiet.

Warum ist die Energiesteuer so hoch?

Die Energiewende, verbunden mit teuren Investitionen in erneuerbare Energien und Netzausbau, sowie steigende fossile Brennstoffkosten treiben die Strompreise hoch.

Wer profitiert von der Stromsteuersenkung?

Wer viel Strom verbraucht, profitiert am meisten. Besonders profitieren also Branchen wie die Chemie-, Metall- oder Zementindustrie von der Stromsteuersenkung – selbst wenn sie weiter auf fossile Energie setzen. Kein Wort davon, dass sie ihre Emissionen senken müssen.