Wer kann eine Chronikerbescheinigung ausstellen?

Gefragt von: Helge Lemke
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Eine Chronikerbescheinigung für die niedrigere Zuzahlungsgrenze kann nur Ihr behandelnder Vertragsarzt (z.B. Hausarzt oder Facharzt) ausstellen, der das spezielle Formular Muster 55 verwendet und Ihre schwerwiegende chronische Erkrankung bescheinigt, welche dann bei Ihrer Krankenkasse eingereicht wird, um die Befreiung zu beantragen.

Wer darf eine Chronikerbescheinigung ausstellen?

Die Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung gemäß § 62 SGB V wird einfacher. Ab 1. Oktober 2016 gibt es ein neues Formular, auf dem Vertragsärzte die sogenannte Chronikerbescheinigung ausstellen können. Patienten benötigen diese, um bei ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen.

Woher bekomme ich eine Bescheinigung für chronisch krank?

Die schwerwiegende chronische Krankheit und die notwendige Dauerbehandlung müssen die Versicherten gegenüber der Krankenkasse durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen. Amtliche Bescheide über den GdB, Gds, MdE oder den Pflegegrad müssen in Kopie eingereicht werden.

Wer attestiert eine chronische Erkrankung?

Der Nachweis über die Krankheit wird vom Vertragsarzt (z. B. Ihrem Hausarzt) ausgestellt, muss aber direkt von Ihnen als Versicherter bei der Krankenkasse eingereicht werden.

Wer stellt das Muster 55 aus?

Das Muster 55 ist vom Arzt auszufüllen, um chronisch kranken Personen die Herabsetzung der Belastungsgrenze bei Zuzahlungen zu bescheinigen. Dieses Originalformular der KV (Kassenärztliche Vereinigung) ist obligatorisch zu verwenden.

Wieviele Krankheitstage sind maximal erlaubt?

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Woher bekomme ich das Muster 55?

Das Vordruck-Muster 55 bekommen Sie ausschließlich bei Ihrem Arzt. Ein Nachweis ist nicht erforderlich, wenn Sie in einem Barmer Besser-Leben-Programm eingeschrieben sind.

Was ist eine Chronikerbescheinigung?

Eine Chronikerbescheinigung ist ein ärztliches Dokument, das bestätigt, dass jemand an einer schwerwiegenden chronischen Krankheit leidet, was ihn für eine niedrigere Zuzahlungsgrenze bei Medikamenten und Therapien qualifiziert (1 % statt 2 % des Bruttoeinkommens) und oft eine Befreiung von weiteren Zuzahlungen ermöglicht. Der Arzt bescheinigt darauf die Dauerbehandlung (mindestens ein Jahr, mindestens einmal pro Quartal) und dass die Krankheit die Lebensqualität beeinträchtigen würde, wenn sie nicht kontinuierlich behandelt wird. 

Was ist der Unterschied zwischen einem Attest und einer ärztlichen Bescheinigung?

Ein Attest ist der Oberbegriff für jede Art von ärztlicher Bescheinigung, die einen Gesundheitszustand dokumentiert, während die ärztliche Bescheinigung synonym für das Attest verwendet wird; die bekannteste Form ist die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), die nur die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit bestätigt, während ein Attest auch andere Sachverhalte wie Sportunfähigkeit oder Reisefähigkeit bescheinigen kann und oft außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung liegt und kostenpflichtig ist. 

Welche Krankheiten werden als chronische Krankheiten anerkannt?

Zu chronischen Krankheiten zählen lange andauernde, oft nicht heilbare Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit), Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus), Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Muskel-Skelett-Erkrankungen (Arthritis, Arthrose, Rheuma) und viele psychische Erkrankungen (Depressionen), die eine wiederholte Behandlung und dauerhafte Betreuung erfordern. Auch Krebs, Demenz und chronische Darmerkrankungen gehören dazu, wobei die Definition oft auf die Notwendigkeit einer mindestens einjährigen, regelmäßigen ärztlichen Behandlung abzielt.
 

Welches Muster chronikerbescheinigung?

Das Formular Muster 55 zur Bescheinigung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung gem. § 62 SGB V (Chronikerbescheinigung) wird von Patienten benötigt, wenn Sie aufgrund einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung von den Zuzahlungen für Medikamenten und Heil- oder Hilfsmitteln befreit werden möchten.

Welche Krankheiten gelten als chronisch krank?

Zu chronischen Krankheiten zählen lange andauernde, oft nicht heilbare Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit), Stoffwechselstörungen (Diabetes mellitus), Atemwegserkrankungen (Asthma, COPD), Muskel-Skelett-Erkrankungen (Arthritis, Arthrose, Rheuma) und viele psychische Erkrankungen (Depressionen), die eine wiederholte Behandlung und dauerhafte Betreuung erfordern. Auch Krebs, Demenz und chronische Darmerkrankungen gehören dazu, wobei die Definition oft auf die Notwendigkeit einer mindestens einjährigen, regelmäßigen ärztlichen Behandlung abzielt.
 

Wer entscheidet, ob man chronisch krank ist?

Ihr behandelnder Arzt kann Ihnen sagen, ob bei Ihnen eine Erkrankung nach der Chroniker-Richtlinie vorliegt.

Welche Kriterien müssen erfüllt werden, um als schwerwiegend chronisch krank zu gelten?

Hiernach gilt als schwerwiegend chronisch krank, wer mindestens einen Arztbesuch pro Quartal wegen derselben Krankheit wenigstens ein Jahr lang nachweisen kann und zusätzlich eines der folgenden Kriterien erfüllt: entweder Pflegebedürftigkeit des Pflegegrades 3, 4 oder 5 oder aber ein Grad der Behinderung ...

Was ist eine Chronikerregelung?

In der Chroniker-Richtlinie ist – vor dem Hintergrund der gesetzlich definierten Belastungsgrenze für Zuzahlungen – das Nähere zur Definition von schwerwiegenden chronischen Krankheiten sowie zum Nachweis einer Dauerbehandlung gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse bestimmt.

Welche Nachweise sind für Zuzahlungsbefreiung notwendig?

Für die Beantragung der Zuzahlungsbefreiung benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Einkommensnachweise,
  • Nachweise über bereits geleistete Zuzahlungen, wie z. B. Rechnungen, Quittungen oder Kontoauszug-Kopie,
  • Chronisch Kranke: Nachweis über eine schwerwiegende chronische Erkrankung von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Kann ein Hausarzt ein ärztliches Attest ausstellen?

Ja, ein Hausarzt kann ohne Probleme jedes Attest ausstellen, sei es eine Krankschreibung (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung), ein Attest für die Schule, für Sportkurse, Versicherungen oder Fahreignung, da er approbierter Arzt ist und dies zu seinen Routineaufgaben gehört, allerdings nur nach gründlicher Untersuchung und Diagnose, niemals aus reiner Gefälligkeit. 

Kann ein Orthopäde ein Attest ausstellen?

Nicht nur der Hausarzt, sondern auch Fachärzte, wie Orthopäden oder Gynäkologen können krankschreiben, wenn die Krankschreibung medizinisch notwendig ist. Neben den Vertragsärzten, auch Kassenärzte genannt, können auch Privatärzte sowie angestellte Ärzte krankschreiben.

Wie viel kostet ein Attest beim Hausarzt?

Die Kosten für eine Bescheinigung nach der Nr. 70 GOÄ betragen je nach Zeitaufwand, Schwierigkeit und Umstand zwischen 2,33 Euro (einfacher Satz) und 8,16 Euro (3,5facher Satz).

Wann ist man Chroniker?

Eine Person gilt als chronisch krank ("Chroniker"), wenn sie an einer schwerwiegenden chronischen Krankheit leidet. Eine Krankheit wird als schwerwiegend chronisch definiert, wenn sie wenigstens ein Jahr lang mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt wurde (sog.

Welche Erkrankung gilt als schwerwiegende chronische Erkrankung?

Wann gilt man als chronisch krank? Wirst du aufgrund derselben Erkrankung mindestens ein Jahr und mindestens einmal pro Quartal ärztlich behandelt, gilt das als schwerwiegende chronische Erkrankung.

Wie hoch ist die zumutbare Belastung für chronisch Kranke?

Für chronisch Kranke liegt die jährliche Belastungsgrenze für gesetzliche Zuzahlungen bei 1 Prozent ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt, statt der üblichen 2 Prozent; dies muss bei der Krankenkasse mit einer ärztlichen Bescheinigung (Muster 55) beantragt werden, um eine teilweise oder vollständige Befreiung zu erhalten. Die Berechnung berücksichtigt Familieneinkommen und Freibeträge, und der Nachweis erfordert eine durchgehende Behandlung und bestimmte Merkmale der Erkrankung. 

Kann ein Arzt für eine Bescheinigung Geld verlangen?

Ja, Ärzte dürfen für viele Atteste Geld verlangen, aber nicht für alle; Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen (AU) für gesetzlich Versicherte sind meist kostenlos, während andere Atteste (z.B. für Schule, Sport, Arbeitgeber, Reiserücktritt) nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) privat abgerechnet werden und kostenpflichtig sind, wobei die Kosten vom Patienten oder Auftraggeber (z.B. Eltern, Arbeitgeber) zu tragen sind, oft mit vorheriger Aufklärung und Zustimmung. 

Welches Formular für chronisch kranke?

Ein Formular für eine chronische Erkrankung ist meist das Muster 55 ("Ärztliche Bescheinigung zur Feststellung einer schwerwiegenden chronischen Erkrankung"), das Sie bei Ihrem Arzt erhalten, um bei Ihrer Krankenkasse eine Zuzahlungsbefreiung zu beantragen, da Sie dann statt 2 % nur 1 % Ihres Bruttoeinkommens für Zuzahlungen zahlen müssen. Der Arzt füllt es aus, bestätigt die Dauerbehandlung und relevante Merkmale (z.B. Pflegegrad oder GdB), und Sie reichen es zusammen mit Einkommensnachweisen bei der Krankenkasse ein.
 

Wer füllt Muster 55 aus?

Bescheinigung nach Muster 55 neu gestaltet

Diesen Vordruck füllt der Arzt aus. Für das Ausfüllen ist - wie bisher auch - die Nr. 71 EBM berechnungsfähig. Die Feststellung, ob der Versicherte unter die "Chronikerregelung" fällt, wird - ebenfalls wie bisher auch - von der Krankenkasse getroffen.