Wer legt das Zahlungsziel fest?

Gefragt von: Lotte Schumann
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Die Festlegung des Zahlungsziels steht dem Verkäufer dabei frei. Üblich sind hier Zahlungsfristen von 7, 14 oder 30 Tagen. Hinweis: Der Käufer kommt laut Gesetz spätestens ab 30 Tagen nach Zugang der Rechnung in Verzug (BGB, § 286). Diese 30 Tage gelten dann, wenn auf der Rechnung kein Zahlungsziel vermerkt ist.

Wer bestimmt das Zahlungsziel?

Der Rechnungssteller legt ein einseitiges Zahlungsziel auf der Rechnung fest. Das ist zulässig, weil der Gläubiger seinem Schuldner damit entgegenkommt und den gesetzlichen Fälligkeitszeitpunkt hinauszögert.

Wie ist die Zahlungsziel gesetzlich geregelt?

Die gesetzliche Zahlungsfrist für Rechnungen

In Deutschland regelt das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) die gesetzlichen Zahlungsfristen. Grundsätzlich gilt: Rechnungen sind immer sofort fällig. Allerdings hat der Gesetzesgeber Ihrem Kunden 30 Tage Zeit eingeräumt, die Rechnung nach Fälligkeit zu bezahlen.

Wer gibt die Zahlungsbedingungen vor?

Wer legt Zahlungsbedingungen fest? Unternehmen steht es frei, wie sie ihre Zahlungsbedingungen regeln. Das Gesetz sieht hier weder für die Form noch für den Inhalt besondere Regelungen vor, geht aber insbesondere bei der Zahlungsfrist von einem angemessenen Zeitraum aus (vgl. Bürgerliches Gesetzbuch § 286 Abs.

Welche Zahlungsziele sind erlaubt?

30 Tage: Die gesetzliche Zahlungsfrist

Eine Rechnung ist grundsätzlich immer sofort fällig. Die gesetzliche Zahlungsfrist räumt dem Kunden aber 30 Tage Zeit ein, eine Rechnung zu begleichen. Erst danach befindet er sich im Zahlungsverzug.

Die 30-Tage-Zahlungsfrist

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Ist eine Zahlungsfrist von 7 Tagen zulässig?

Das Gesetz macht keine klaren Angaben, wie lang die Zahlungsfrist mindestens gewählt werden muss. Eine Frist von 7 Tagen oder sogar weniger ist also durchaus zulässig. Man sollte jedoch realistische Fristen setzen, um dem Empfänger genügend Zeit zu geben, die Rechnung zu begleichen.

Ist eine Zahlungsfrist von 5 Tagen zulässig?

Zahlungsfrist laut BGB

Damit wissen die Schuldner genau, bis wann sie die Rechnung zu bezahlen haben. Laut BGB ist eine Zahlungsfrist von 3 Tagen bis 30 Tagen üblich für Privatkunden. Bei Geschäftskunden können besondere Bedingungen individuell vereinbart werden.

Wann muss ich eine Rechnung bezahlen wenn kein Zahlungsziel?

Erhält man eine Rechnung ohne Zahlungsziel, greift die gesetzliche Regelung laut BGB (Bürgerliches Gesetzbuch): Die Rechnung ist sofort fällig. Das bedeutet, dass der Empfänger der Rechnung schon einen Tag nach Erhalt der Rechnung in Verzug gerät, wenn er sie nicht gleich bezahlt.

Wie formuliert man ein Zahlungsziel?

Das heißt, Sie schreiben in die Rechnung, bis wann oder in welchem Zeitraum Sie Ihr Geld haben möchten. Klassische Formulierungen sind „Bitte zahlen Sie diese Rechnung bis zum XX. XX“ oder „Bitte bezahlen Sie diese Rechnung innerhalb von XX Tagen nach Erhalt dieser Rechnung“.

Wie können Zahlungsbedingungen formuliert werden?

Mögliche Formulierungsbeispiele für den Zahlungszeitpunkt sind:
  1. Sofort fällig: "Zahlung sofort fällig nach Erhalt der Rechnung"
  2. Vorauszahlung: "Bezahlung im Voraus bei Bestellung"
  3. Lieferantenkredit: " Nach Erhalt der Ware oder Leistung ist die Zahlung innerhalb von 14 Tagen fällig."

Wann fängt das Zahlungsziel an?

Zahlungsziel laut § 286 BGB

Dieser Paragraf legt fest, dass ein Kunde den Rechnungsbetrag des Anbieters binnen eines Zeitraums von 30 Tagen spätestens zu bezahlen hat. Der Start dieses Zahlungsziels ist auf den Zeitpunkt festgelegt, an dem der Kunde von dem Anbieter die Rechnung erhalten hat.

Welches Zahlungsziel ist bindend?

Das gesetzliche Zahlungsziel bei Rechnungen ist nach §286 BGB ein Zahlungsziel von 30 Tagen. Wurde die Rechnung innerhalb dieses Zeitraums nicht beglichen, ist der Schuldner in Verzug geraten. Die Zahlungsfrist beginnt übrigens mit dem Eingang der Rechnung.

Was ist eine Zahlungsziel leicht erklärt?

Das Zahlungsziel ist die Frist, also die Fälligkeit, die dem Käufer für das Begleichen einer Rechnung eingeräumt wird. Oft wird dabei auch von Zahlungsfrist gesprochen. Das Fristende wird im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in § 188 definiert.

Wie schnell muss eine Rechnung gestellt werden?

Eine Rechnung muss innerhalb von 6 Monaten nach Ausführung der Leistung gestellt werden (§ 14 UStG).

Wie lange Zeit nach Mahnung?

Setzen Sie eine Frist von 5 bis 10 Tagen. Damit der Schuldner die Frist auch einhalten kann, sollte diese auf einem Werktag enden. Geben Sie das genaue Datum an, bis zu dem der Schuldner die Forderung zu erfüllen hat.

Was bedeutet zahlbar innerhalb von 14 Tagen?

Auf der Rechnung wird das Ziel festgehalten. Zur Verfügung stehen unterschiedliche Formulierungen wie „zahlbar in 14 Tagen“ oder „zahlbar bis zum [Datum]“. Ein einseitiges Zahlungsziel ist rechtens, da der Gläubiger damit die Fälligkeit der Rechnung hinauszögert und dem Schuldner dadurch entgegenkommt.

Ist eine Mahnung erforderlich Wenn kein Zahlungsziel gesetzt wurde?

Wann Verzugszinsen oder Mahnkosten fällig werden, richtet sich allerdings nach der Art der Zahlungsfrist. Verzug ohne Zahlungsfrist: Wurde keine Frist vereinbart, ist die Rechnung sofort fällig. Zahlt der Käufer nicht zwei bis drei Tage nach Erhalt der Rechnung, muss der Verkäufer mahnen, um sein Geld zu erhalten.

Was bedeutet Rechnung ist sofort fällig?

Vielleicht haben Sie auch schon mal eine Rechnung erhalten, auf der die Fälligkeit als „sofort“ angegeben war. In diesem Zusammenhang bedeutet dies, dass der Schuldner die Rechnung so schnell zu begleichen hat, wie es ihm nach seinen Umständen möglich ist.

Was ist ein offenes Zahlungsziel?

Beim “Offenen Zahlungsziel” wird der Inkasso-Grundsatz “bezahlen – Ware besichtigen – Mängelrügen geltend machen” umgekehrt und lautet demzufolge: Ware besichtigen, Eventuelle Mängelrügen geltend machen, bezahlen.

Wie lange darf man sich Zeit lassen eine Rechnung zu stellen?

Manchmal wird schlichtweg vergessen, erbrachte Leistungen in Rechnung zu stellen. Obwohl die Frist zur Rechnungsstellung sechs Monate beträgt, ist es auch möglich, Forderungen rückwirkend geltend zu machen. Entscheidend hierfür ist, dass es sich um einen nachweisbar berechtigten Anspruch handelt.

Kann bei einer Zahlungsfrist auch am entsprechenden Datum noch überwiesen werden oder muss das Geld dann schon angekommen sein?

Das kommt darauf an wie das der Geschäftspartner festgelegt hat. Rein rechtlich gesehen aber, muss das Geld am letzten Fristtag beim Empfängerkonto eingegangen sein. Ansonsten kann der Empfänger am Folgetag des letzten Fristtages eine Mahnung wegen Zahlungsverzug stellen.

Wann ist eine Zahlung geleistet?

Die Leistung (Zahlung) ist rechtzeitig erbracht, wenn sie innerhalb der Leistungszeit erfolgt. Ist eine Zeit für eine Leistung weder bestimmt noch aus den Umständen zu entnehmen, so kann der Gläubiger die Leistung sofort verlangen (§ 271 Abs. 1 BGB@).

Warum Zahlungsziel?

In diesem Fall dienen Zahlungsziele als Mittel zur dauerhaften Absatzförderung, indem man dem interessierten Käufer von vornherein einräumt, gekaufte Ware erst später mit einer definierten Frist zu bezahlen und dadurch seine Liquidität zu schonen.

Wann liegt eine nicht rechtzeitige Zahlung vor?

Zahlungsverzug: 30-Tage-Regel

In § 286 Abs. 3 BGB gibt es eine 30-Tage-Regelung. Demnach kommt der Schuldner einer Entgeltforderung spätestens in Verzug, wenn er nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung oder gleichwertigen Zahlungsaufstellung leistet.

Was bedeutet Rechnungsart Ziel?

Gesetzliches Zahlungsziel

Gesetzlich vorgesehen ist, dass eine Rechnung zwar grundsätzlich sofort fällig ist, der Zahlungsverzug aber erst nach 30 Tagen eintritt. Das bedeutet, dass Kunden eine Zahlungsfrist von 30 Tagen eingeräumt wird – egal ob es sich dabei um Privatkunden oder Geschäftskunden handelt.