Wer muss Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge zahlen?

Gefragt von: Friedemann Braun-Schulte
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Ein:e Steuerzahler:in erzielt Kapitalerträge, die über dem Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro / 2.000 Euro (Ledig/Zusammenveranlagung) liegen. Neben der Abgeltungsteuer werden noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag fällig. Neben der Körperschaftsteuer für GmbHs und AGs wird auch Solidaritätszuschlag fällig.

Wann entfällt der Soli auf Kapitalerträge?

Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge: Beispielrechnung

Bei einer Einkommensteuer in Höhe von 7.320 € läge der Wert weit unter der jährlichen Freigrenze von 19.950 € pro Person. In diesem Fall würde kein Solidaritätszuschlag anfallen.

Wie wird der Solidaritätszuschlag bei Kapitalerträgen berechnet?

Höhe: Die Abgeltungssteuer beläuft sich auf 25,00 % der erzielten Kapitalerträge beziehungsweise Kapitaleinkünfte. Hinzu kommen 5,50 % Solidaritätszuschlag und eventuell 8,00 – 9,00 % Kirchensteuer je nach Bundesland.

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag auf Kapitalerträge 2025?

Der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer werden dabei nicht auf die Kapitalerträge erhoben, sondern auf die 25,00 % Kapitalertragsteuer. Insgesamt ergibt sich demnach ein pauschaler Steuersatz von 26,38 % ohne Kirchensteuer und 27,82 % bis maximal 27,99 % mit Kirchensteuer.

Wer muss noch den Solidaritätszuschlag bezahlen?

Den Solidaritätszuschlag zahlen 2025 nur noch Gutverdiener/innen ab einer Einkommensteuer von 19.450 Euro im Jahr (2026: 20.350 Euro). Für Verheiratete steigt der Grenzbetrag 2025 auf 39.900 Euro (2026: 40.700 Euro).

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Wer muss im Jahr 2025 noch Solidaritätszuschlag zahlen?

Um Gering- und Mittelverdiener:innen zu entlasten, hob die Bundesregierung die Freigrenzen erheblich an: Im Jahr 2025 beträgt die Freigrenze 19.950 EUR (bei Einzelveranlagung) bzw. 39.900 EUR (bei Zusammenveranlagung). Nur wenn die Einkommensteuer höher ausfällt, wird Solidaritätszuschlag fällig.

Werden Kapitalerträge automatisch dem Finanzamt gemeldet?

Ja. Inländische Banken und Versicherungen behalten die Steuer automatisch ein und melden die Kapitalerträge an das Finanzamt. Nur bei ausländischen Kapitalerträgen oder Privatdarlehen ist eine eigene Erklärung erforderlich.

Werden Rentner 2025 steuerlich entlastet?

Aktuell ist noch ein gewisser Teil der Rente steuerfrei (2025: 16,5%). Dieser Rentenfreibetrag sinkt bis zum Rentenbeginn 2058 auf 0%, sodass ab diesem Jahr die gesetzliche Rente zu 100% versteuert werden muss. Relevant für die Steuerfreiheit ist immer das Jahr des Rentenbeginns.

Wie viel Prozent Soli fallen auf Kapitalerträge?

Der Steuersatz auf Erträge aus Kapitalvermögen beträgt 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer). Diese Steuer wird häufig auch als Abgeltungsteuer oder Kapitalertragsteuer bezeichnet.

Wie hoch ist Soli zur Kapitalertragsteuer?

Finanzinstitute in Deutschland behalten 25 Prozent Abgeltungssteuer auf Zinsen, Dividenden und realisierte Kursgewinne ein - hinzu kommt darauf der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Abgeltungssteuer wird dann automatisch ans Finanzamt abgeführt.

Wie hoch ist der Sparerfreibetrag im Jahr 2025?

Die Höhe des Sparerpauschbetrags liegt pro Jahr bei maximal 1.000 € pro Person. Zusammen Veranlagte können einen Betrag in Höhe von 2.000 € ausschöpfen (Stand: 2025). Dieser kann zwischen den beiden Veranlagten beliebig aufgeteilt werden.

Wie werden Zinsen auf Kapitalerträge in Deutschland besteuert?

Auf Zinsen, Dividenden, Gewinne aus Wertpapierverkäufen oder Währungsgewinne werden pauschal 25 Prozent Kapitalertragssteuer, auch Abgeltungssteuer genannt, fällig. Diese wurde 2009 eingeführt. Für viele ist das weniger als der persönliche Steuersatz. Hinzu kommen stets 5,5 Prozent der Steuer als Solidaritätszuschlag.

Warum zahle ich Soli auf Kapitalerträge?

Der Solidaritätszuschlag - kurz Soli - ist eine seit 1991 erhobene und mittlerweile umstrittene Ergänzungsabgabe zur Finanzierung der deutschen Einheit. Auch wenn er ab 2021 in den meisten Fällen nicht mehr gezahlt werden muss, bleibt er für Kapitalanleger und Besserverdienende relevant.

Wie berechnet man den Solidaritätszuschlag bei Kapitalerträgen?

Solidaritätszuschlag. Erwirtschaftet man Kapitalerträge, fällt zusätzlich der Solidaritätszuschlag an. Dieser beträgt 5,5% von der Abgeltungssteuer. Hat man z.B. 100€ Steuern zu zahlen, kommen noch 5,50€ Solidaritätszuschlag, kurz Soli, hinzu.

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag auf Festgeldzinsen?

Zinsen auf Festgeldanlagen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Sie unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer, hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Was ändert sich 2026 für Rentner?

Steueranteil für Neurentner steigt auf 84 Prozent

2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern.

Wie hoch ist der Freibetrag 2025 für Rentner?

Der aktuelle regelmäßige Freibetrag liegt vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2026 bei 1.076,86 Euro monatlich. Liegt das anzurechnende Gesamteinkommen durch die Neuberechnung des Zuschlages ab Dezember 2025 über dem Freibetrag, wird sich das aber erst ab 1. Juli 2026 auf die Witwen- oder Witwerrente auswirken.

Welche Änderungen gibt es im Oktober 2025 für Rentner?

Anspruch auf Rentenbeginn besteht ab Oktober 2025 für langjährig Versicherte mit mindestens 35 Beitragsjahren, die zwischen dem 2. Dezember 1961 und 1. Dezember 1962 geboren wurden. Bei Inanspruchnahme der Rente können Abschläge von bis zu 13,2 Prozent fällig werden.

Was passiert, wenn man keinen Freistellungsauftrag gestellt hat?

Bei weiteren Fragen zum Thema Freistellungsauftrag wenden Sie sich bitte an Ihr Kreditinstitut. Hinweis: Wenn Sie keinen Freistellungsauftrag erteilen, werden Ihre Kapitaleinkünfte ab den ersten Euro dem Steuerabzug unterworfen.

Wie hoch ist die Kapitalertragsteuer für Rentner?

Die Kapitalertragsteuer wird auf Erträge aus Kapitalvermögen erhoben und beträgt einheitlich 25 % (zzgl. Solidaritätszuschlag).

Was passiert, wenn ich Kapitalerträge nicht angebe?

Die fehlende oder falsche Angabe von Einkünften aus Auslandskonten kann schnell zu einem strafrechtlichen Vorwurf der Steuerhinterziehung führen. Zudem können ausländische Finanzinstitute verpflichtet sein, steuerliche Daten an das deutsche Finanzamt zu melden.

Wann fällt der Soli für Kapitalerträge weg?

Hinweis: Der Solidaritätszuschlag fällt 2025 nur an, wenn die Jahreseinkommensteuer 19.950 Euro (Einzelveranlagung) bzw. 39.900 Euro (Zusammenveranlagung) übersteigt.

Wer zahlt heutzutage noch Solidaritätszuschlag?

Mittlerweile wird der Solidaritätszuschlag nur noch bei Gutverdienern, Körperschaften wie GmbHs und Kapitalanlegern erhoben, die pro Jahr zum Beispiel Zinsen, Dividenden oder Gewinne oberhalb des Sparerpauschbetrags (Alleinstehende: 1000 Euro, Zusammenveranlagte: 2000 Euro) erwirtschaften.

Wie hoch ist der Solidaritätszuschlag für Kapitalerträge im Jahr 2025?

Der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent wird zudem immer auf zu zahlende Kapitalertragsteuer fällig. 2025 sind Alleinstehende mit maximal 19.950 Euro Einkommensteuer im Jahr komplett vom Soli befreit, bei zusammenveranlagten Partnern ist es der doppelte Wert 39.900 Euro.