Wer profitiert von der Rente mit 63 Jahren?
Gefragt von: Jost Wunderlichsternezahl: 4.4/5 (40 sternebewertungen)
Von der Rente mit 63 profitieren vor allem besonders langjährig Versicherte (45 Jahre Beitragszeit), die vor dem Jahrgang 1953 geboren wurden, da sie abschlagsfrei mit 63 in Rente gehen können, sowie langjährig Versicherte (35 Jahre) mit 63, die aber Abschläge in Kauf nehmen müssen; allerdings ist die "Rente mit 63" heute ein Sammelbegriff, und für spätere Jahrgänge wird das abschlagsfreie Eintrittsalter auf 65 angehoben, aber auch mit Abschlägen kann man mit 63 (35 Jahre) raus, wobei Hinzuverdienstgrenzen entfielen. Studen zeigen, dass oft auch weniger belastete, mittlere Einkommensgruppen profitieren, nicht nur die "typischen" Schwerstarbeiter.
Wer profitiert von der Rente mit 63?
Personen, die vor 1953 geboren wurden und die 45 Versicherungsjahre erreicht haben, können ab einem Alter von 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Für Geburtsjahrgänge zwischen 1953 und 1963 gilt das jedoch nicht mehr uneingeschränkt, weil das Rentenalter schrittweise angehoben wurde.
Ist Rente mit 63 sinnvoll?
Die "Rente mit 63" (Altersrente für besonders langjährig Versicherte) lohnt sich finanziell nur bedingt, da sie meist mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 14,4 % verbunden ist – es sei denn, man hat 45 Versicherungsjahre erreicht und kann abschlagsfrei gehen (für frühere Jahrgänge). Attraktiver wird es durch die Kombination mit Weiterarbeit und Teilrente, da die Hinzuverdienstgrenzen entfallen sind und man so Rentenpunkte sammelt, die die Rente erhöhen und Abschläge teilweise ausgleichen können. Ob es sich lohnt, hängt stark von der individuellen Situation ab: Wer früh viel Freizeit will, muss finanzielle Einbußen akzeptieren; wer finanziell das Maximum herausholen will, muss länger arbeiten, idealerweise mit Teilrente und Weiterbeschäftigung.
Wer nutzt Rente mit 63?
Die Rente mit 63 ist sehr beliebt. Seit Juli 2014 können Menschen, die mindestens 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben, mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Im Jahr 2021 haben rund 30 Prozent der Neurentnerinnen und Neurentner diese Möglichkeit genutzt.
Ist es sinnvoll, mit 63 in Rente zu gehen und weiter zu arbeiten?
Ja, Rente mit 63 und Weiterarbeiten lohnt sich oft, besonders seit der Abschaffung der Hinzuverdienstgrenze 2023, da Sie unbegrenzt dazuverdienen können, ohne dass die Rente gekürzt wird, und weiterhin Rentenpunkte sammeln, was Ihre spätere Rente erhöht. Die Kombination aus Frührente und Arbeit steigert das Gesamteinkommen und kann steuerliche Vorteile bringen, wobei eine Teilrente die Abschläge reduziert. Es gibt jedoch Steuern und Sozialversicherungsbeiträge auf den Verdienst, und die Entscheidung hängt stark von persönlichen Finanzen und Gesundheitszustand ab.
🚨 GEZ-WARNUNG ab 01.01.2026: Neue Regeln treffen Millionen Rentner
Ist es klug, mit 63 in Rente zu gehen?
Unterdessen glauben 34 % derjenigen, die kurz vor dem Ruhestand stehen, dass die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass ihr Erspartes nicht bis zum Lebensende reicht; 22 % der Rentner teilen diese Sorge. Kurz gesagt: Mit 62 oder 63 Jahren in Rente zu gehen, mag zwar beliebt sein, ist aber angesichts aller Faktoren, die einen erfolgreichen Ruhestand beeinflussen, möglicherweise nicht optimal.
Wie viel darf ich zu verdienen, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Auswirkungen auf Ihre Rente (Regelung bis 31.12.2022)
Bis zum Erreichen Ihrer Regelaltersgrenze dürfen Sie maximal 6.300 Euro (bis 31.12.2019) im Kalenderjahr hinzuverdienen, ohne dass sich Ihre Rente verringern würde.
Wie viel Abschläge habe ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Bei der Rente mit 63 (für langjährig Versicherte) gibt es immer Abschläge von 0,3 % pro Monat, den Sie früher in Rente gehen als Ihre individuelle Regelaltersgrenze, maximal aber 14,4 % (4 Jahre früher). Diese Kürzung ist dauerhaft und wird auf die Rente angewendet, die Sie ohne Abschläge erhalten würden. Für die Jahrgänge ab 1964 liegt das abschlagsfreie Rentenalter bei 67 Jahren, sodass die Rente mit 63 hier immer mit 14,4 % Abschlag verbunden ist, wenn 35 Versicherungsjahre erreicht sind.
Was passiert, wenn ich mit 63 Jahren Sozialleistungen beziehe?
Es ist wichtig zu verstehen, dass Sie, unabhängig von Ihrem Geburtsjahr, mit 63 Jahren nicht das reguläre Rentenalter erreichen. Das bedeutet, dass Ihre Rente deutlich niedriger ausfällt, wenn Sie erst mit 63 Jahren Rente beantragen, als wenn Sie warten .
Kann man nach 35 Beitragsjahren mit 63 in Rente gehen?
Ja, mit 35 Arbeitsjahren können Sie mit 63 in Rente gehen, aber in der Regel nur mit lebenslangen Abschlägen (bis zu 14,4 %), da dies die "Rente für langjährig Versicherte" ist; für eine abschlagsfreie Rente mit 63 bräuchten Sie 45 Jahre (besonders langjährig Versicherte) oder einen Schwerbehindertenausweis. Die Abschläge von 0,3 % pro vorgezogenem Monat können je nach Geburtsjahrgang bis zu 14,4 % betragen, wenn Sie mit 63 (Regelalter 67) in Rente gehen, was für Jahrgänge ab 1964 der Fall ist.
Was ist das beste Alter, um in Rente zu gehen und glücklich zu sein?
Laut der MassMutual Retirement Happiness Study 2024 (PDF) halten die Amerikaner 63 Jahre überwiegend für das ideale Renteneintrittsalter, obwohl der durchschnittliche Amerikaner tatsächlich mit 62 Jahren in Rente geht.
Wie hoch ist die durchschnittliche Rente mit 63 Jahren?
Die durchschnittliche Rente mit 63 liegt deutlich unter der Standardrente, da es sich meist um eine vorzeitige Rente mit Abschlägen handelt – je nach Jahrgang und Vorversicherungszeit (z.B. 45 Jahre) kann der Abschlag bis zu 14,4 % betragen, was die Brutto-Rente von ca. 1.700 € auf rund 1.400 € oder weniger reduziert, aber auch Rentner mit höheren Beiträgen ziehen diese Rente oft vor, sodass die Durchschnittswerte der Neurentner mit 63 durchaus bei 1.200 € bis 1.500 € oder mehr liegen können, abhängig vom individuellen Rentenverlauf und der Nutzung der Möglichkeiten wie der Rente für besonders langjährig Versicherte (mit 45 Jahren Einzahlung).
Wie kann ich 3 Jahre bis zur Rente überbrücken?
3 Jahre bis zur Rente überbrücken: Die Optionen im Überblick
- Früher in Rente durch Flexi-Rente: Die Spielräume nutzen.
- Wie sich ein Nebenjob in der Übergangszeit lohnen kann.
- Mit Arbeitslosengeld die Zeit bis zur Rente sinnvoll überstehen.
- Private Vorsorgemodelle für die letzten Berufsjahre.
Wann sollte man die Rente mit 63 beantragen?
Für die "Rente mit 63" sollten Sie Ihren Rentenantrag mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Rentenbeginn bei der Deutschen Rentenversicherung stellen, um eine pünktliche Auszahlung zum Monatsanfang zu gewährleisten; eine frühere Einreichung ist ratsam, wenn Ihr Versicherungsverlauf noch geklärt werden muss, um Lücken zu schließen und Nachweise zu sammeln, damit es nicht zu Verzögerungen kommt oder rückwirkende Zahlungen nötig werden.
Wie wichtig sind die letzten 5 Jahre vor der Rente?
Die letzten 5 Jahre vor der Rente zählen für die Rentenhöhe nicht magisch mehr, da die Rentenberechnung auf dem gesamten Berufsleben basiert; ABER sie sind extrem wichtig für die optimale Gestaltung des Ruhestands, da hier noch finanzielle, rechtliche (z.B. Abschläge, Altersteilzeit) und steuerliche Entscheidungen getroffen werden können, die den Start ins Rentenalter maßgeblich beeinflussen und Lücken schließen. Wer diese Phase nicht nutzt, um Rentenansprüche zu prüfen, Steuern zu optimieren oder das Portfolio anzupassen, verpasst die letzte Chance, den Ruhestand finanziell zu sichern und die Weichen für mehr Lebensqualität zu stellen.
Warum ist der Jahrgang 1964 bei der Rente besonders?
Der Jahrgang 1964 ist bei der Rente besonders, weil er den Übergangspunkt markiert, an dem die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre abgeschlossen ist, und die speziellen, früheren Zugänge zur Rente ohne Abschläge (z. B. mit 63 Jahren) für frühere Jahrgänge enden, wodurch dieser Jahrgang die strengeren neuen Regeln voll trifft, aber auch von neuen Flexibilisierungen profitiert. Für sie gilt die Regelaltersgrenze von 67 Jahren, aber sie können bei 45 Versicherungsjahren immerhin noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen – eine Option, die für nach 1964 Geborene (mit 45 Jahren) auch erst mit 67 möglich ist.
Ist es möglich, mit 63 Jahren ohne Abschlag in Rente zu gehen?
Ein neues Gesetz für die "Rente mit 63 ohne Abzug" gibt es nicht; die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre) wird schrittweise angehoben und ist für die jüngeren Jahrgänge (ab 1964) erst mit 65 Jahren möglich, während der frühere Start mit 63 nur mit Abschlägen (0,3 % pro Monat) bleibt, es sei denn, man kauft Rentenpunkte nach. Die "Rente mit 63 ohne Abzug" galt ursprünglich nur für vor 1953 Geborene. Aktuell wird die Regelung weiter verschärft, um einen Rentenbeginn mit 63 ohne Abschläge praktisch unmöglich zu machen, indem die Altersgrenze weiter steigt, aber die "Rente mit 63" bleibt für langjährig Versicherte (35 Jahre) mit Abschlägen bestehen.
Bei welchem Gehalt reicht die Rente im Alter nicht aus?
Als einfache Faustregel gilt: Wenn Ihr gesamtes Einkommen unter 1.062 Euro liegt, sollten Sie prüfen lassen, ob Sie Anspruch auf Grundsicherung haben.
Kann das Arbeitsamt mich zwingen, mit 63 in Rente zu gehen?
Nein, solange Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, wird niemand von Ihnen verlangen, eine vorgezogene Altersrente zu beantragen. Selbst wenn das Arbeitslosengeld so niedrig ist, dass Sie zusätzlich auf „Hartz IV“ angewiesen sind – das Arbeitsamt hat keine Handhabe, Sie vorzeitig in die Rente zu schicken.
Wie viele Rentenpunkte verliere ich, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Bei einem Renteneintritt mit 63 statt mit 67 fehlen Ihnen 4 Versicherungsjahre, als Durchschnittsverdiener macht das ein Minus von 4 Rentenpunkten. Zurück zum Beispiel: Mit 63 kommen Sie dann nur auf 43 Rentenpunkte statt auf 47, die Sie mit 67 erreichen würden.
Was ändert sich 2026 bei der Rente?
2026 steigt der Steuergrundfreibetrag auf 12.348 Euro. Für Neurentner steigt der steuerpflichtige Anteil der Rente ebenfalls: Menschen, die 2026 in Rente gehen, müssen diese zu einem Anteil von 84 Prozent versteuern. Die übrigen 16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei.
Wie hoch ist der monatliche Abschlag bei vorzeitiger Rente?
Wer früher in Rente geht, muss lebenslang 0,3 % Abschlag pro vorzogenem Monat hinnehmen, maximal sind 14,4 % möglich, was einem Vorziehen von bis zu 4 Jahren entspricht, mit Ausnahmen für langjährig Versicherte (z.B. 45 Versicherungsjahre) und Sonderfällen. Ein Jahr früher bedeutet 3,6 % weniger Rente, zwei Jahre 7,2 %, und dies wird vom Bruttobetrag abgezogen, wobei auch Kranken- und Pflegeversicherung abgeführt werden muss.
Kann ich mit 63 Rente beziehen und weiterarbeiten?
Ja, Sie können trotz Rente mit 63 weiterarbeiten, und seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr für Altersrenten, sodass Sie unbegrenzt dazuverdienen können, ohne dass Ihre Rente gekürzt wird. Ob Sie mit 63 in Rente gehen oder den Rentenbeginn hinauszögern, hat Einfluss auf Ihre Rente (Abschläge vs. Zuschläge), aber beide Wege ermöglichen eine Kombination aus Arbeit und Rente. Der Arbeitgeber muss zustimmen, ein unbefristeter Vertrag endet nicht automatisch.
Welche Steuerklasse gehört ein Rentner an?
Gut zu wissen: Als Rentner oder Rentnerin bleiben Sie in derselben Steuerklasse wie zuvor. Wenn Sie alleinstehend sind, gehören Sie gemeinhin der Steuerklasse I an.
Habe ich Abzüge, wenn ich mit 63 in Rente gehe?
Wer 1964 geboren wurde, kann 2027 mit 63 in Rente gehen. Die Regelaltersgrenze ab dem Geburtsjahrgang 1964 ist 67 Jahre; sie steigt nicht weiter. Für alle ab 1964 Geborenen, die mit 63 in Rente gehen, fehlen demnach 48 Monate. Der Abschlag bei der Rente sind die maximal möglichen 14,4 Prozent.