Wer zahlt in die Pensionskasse ein?

Gefragt von: Wilma Voss-Funke
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In eine Pensionskasse zahlen in der Regel Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam ein, wobei der Arbeitgeber zur Beteiligung verpflichtet ist, wenn er durch die betriebliche Altersvorsorge (bAV) Sozialabgaben spart. Die Beiträge werden oft durch Entgeltumwandlung finanziert (Teil des Bruttogehalts wird umgewidmet) und der Arbeitgeber zahlt oft mindestens 15 % der umgewandelten Summe dazu, um steuerliche Vorteile zu nutzen.

Wer zahlt in die Pensionskasse der Beamten ein?

In die "Pensionskasse der Beamten" zahlt niemand direkt ein, denn Beamte zahlen nicht in die gesetzliche Rentenversicherung ein; stattdessen finanziert der Staat ihre Pensionen (Altersvorsorge) direkt aus dem Steueraufkommen, während sie aktiv sind, und zahlt sie im Ruhestand aus, basierend auf dem Alimentationsprinzip und den letzten Bezügen. Sie sind vom Sozialversicherungssystem ausgenommen, haben aber Anspruch auf eine staatliche Pension, die oft höher ist als eine gesetzliche Rente. 

Wer muss in die Pensionskasse einzahlen?

Voraussetzung ist ein Minimalverdienst von derzeit CHF 22'680 (2025). Gegen oben ist der obligatorisch versicherte Verdienst auf CHF 90'720 (2025) begrenzt, freiwillig können Unternehmen ihn aber auch höher ansetzen.

Woher kommt das Geld in der Pensionskasse?

Prinzip der Pensionskasse

Arbeitgeber, die diese Form der betrieblichen Altersversorgung anbieten, übernehmen ebenfalls einen Teil der Beiträge. So entsteht in der Ansparphase ein wachsendes Kapital, das die Höhe der späteren monatlichen Rente oder der Einmalzahlung bestimmt.

Wie viel muss der Arbeitgeber in die Pensionskasse zahlen?

Grundsätzlich bezahlen die Mitarbeitenden 50 Prozent der Beiträge, der Arbeitgeber, die Arbeitgeberin übernimmt die restlichen 50 Prozent. Der Arbeitgeber, die Arbeitgeberin muss mindestens die Hälfte der Beiträge bezahlen.

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Was passiert, wenn der Arbeitgeber die Pensionskasse nicht bezahlt?

Der Arbeitgeber schuldet die gesamten Beiträge der Vorsorgeeinrichtung. Die Vorsorgeeinrichtung kann für nicht rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen (Art. 66 Abs. 2 BVG).

Welche Nachteile hat eine Pensionskasse?

Nachteile von Pensionskassen sind die steuer- und abgabenpflichtige Auszahlung im Alter (Kranken-, Pflegeversicherung), geringere Renditechancen, fehlende Flexibilität beim Arbeitgeberwechsel und die mögliche Kürzung von Renten bei finanziellen Schwierigkeiten der Kasse, die oft als Auslaufmodell gilt. Zudem können bei der Entgeltumwandlung die gesetzliche Rente und andere Sozialleistungen (wie Krankengeld) sinken. 

Wie viel sollte man mit 40 in der Pensionskasse haben?

Mit 40 Jahren sollte man idealerweise mindestens CHF 50'000 angespart haben – das entspricht dem Medianvermögen in der Schweiz für diese Altersgruppe. Finanzexpertinnen und -experten empfehlen jedoch, das Zwei- bis Dreifache des jährlichen Bruttoeinkommens als Vermögen aufzubauen.

Wer zahlt die Beiträge in die Pensionskasse?

In die Pensionskasse zahlen in der Regel Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam ein, wobei der Arbeitgeber zur Beteiligung verpflichtet ist (meist 15 % Mindestbeteiligung) und der Arbeitnehmer Beiträge per Entgeltumwandlung (Brutto-Gehalt) aufstocken kann, was steuer- und sozialabgabenbegünstigt ist. Der Arbeitgeber zahlt meist einen Teil direkt, der Arbeitnehmer kann über Gehaltsumwandlung (z.B. 4 % der Beitragsbemessungsgrenze steuer- und sozialabgabenfrei) mit einzahlen.
 

Was ist die "105 %-Regel"?

Versicherte können maximal 105 Prozent der vorgesehen Altersleistung beziehen. Falls Sie sich auch nach dem Einkauf unter dieser Grenze befinden, führt er einfach zu einer höheren Altersrente. Falls Sie mit dem Einkauf die maximale Altersleistung von 105 Prozent überschreiten, verfällt der freiwillige Einkauf.

Wie viel Geld sollte man mit 60 gespart haben in der Schweiz?

3. Wieviel Geld sollte man mit 60 gespart haben in der Schweiz? Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht – aber Faustregeln helfen bei der Orientierung. Experten empfehlen eine Ersatzquote von rund 80 Prozent des Bruttoeinkommens vor dem Ruhestand.

Wie viel Einkommen braucht man für eine Pensionskasse?

Das BVG-Obligatorium gilt für alle Arbeitnehmer/-Innen, die schon in der 1. Säule versichert sind und mindestens 22'680 Franken verdienen. Diese Eintrittsschwelle in das Obligatorium der beruflichen Vorsorge entspricht 3/4 der maximalen AHV-Altersrente (2025: CHF 2'520 x 12 = CHF 30'240; 3/4 davon = CHF 22'680).

Woher kommt das Geld für Pensionen für Beamte?

Beamte bekommen keine gesetzliche Rente, sondern eine sogenannte Pension (Ruhegehalt), die direkt vom Staat als Dienstherr aus Steuermitteln finanziert wird; sie zahlen nicht in die Rentenkasse ein, erhalten aber eine Versorgung, die sich nach ihren letzten Bezügen und der Dienstzeit richtet, oft in Form eines Ruhegehalts, das vergleichbar mit einer hohen Betriebsrente ist.
 

Warum gehen so viele Beamte vorzeitig in Pension?

Beamte dürfen oft früher in Rente (Pension), hauptsächlich wegen Dienstunfähigkeit (gesundheitliche Gründe, oft psychisch oder physisch) oder durch Sonderregelungen (z.B. bei Polizeibeamten, Soldaten, oder wenn sie sehr früh verbeamtet wurden), wobei sie in der Regel Abschläge hinnehmen müssen, es sei denn, sie haben sehr lange gedient (z.B. 45 Jahre) oder der Dienstunfall war die Ursache. Es gibt keine generelle "Frühpension", aber die Möglichkeit des vorzeitigen Ruhestands bei dauerhafter Unfähigkeit, den Dienst zu verrichten, ist ein Kernelement des Beamtenrechts, um den Dienstherrn von nicht mehr voll einsatzfähigen Personen zu entlasten. 

Warum zahlen Beamte nicht in die Rentenkasse ein?

Beamte zahlen nicht in die Rentenkasse ein, weil sie einen Sonderstatus haben: Stattdessen erhalten sie eine Pension, die direkt vom Staat (Bund, Länder, Kommunen) finanziert wird, als Gegenleistung für ihre lebenslange Treuepflicht gegenüber dem Staat und ihre hoheitlichen Aufgaben. Das Beamtenversorgungs- und das Rentensystem sind getrennt; Beamte sparen sich Sozialversicherungsbeiträge (Rente, Arbeitslosigkeit), was zu höheren Nettogehältern führt, bekommen aber eine an die letzten Bezüge geknüpfte Versorgung im Alter. Eine Einbeziehung in die Rentenkasse würde hohe Zusatzkosten für die öffentlichen Arbeitgeber bedeuten und die Rentenkasse durch die höhere Lebenserwartung von Beamten zusätzlich belasten. 

Ist es sinnvoll, in die Pensionskasse einzuzahlen?

Ein Einkauf in die Pensionskasse lohnt sich nicht nur wegen der meist höheren Altersrente: Sie sparen Steuern. Die Leistungen bei Invalidität und Tod können steigen. Bei einer Frühpensionierung können Sie damit Leistungskürzungen abfedern.

Wie viel Geld sollte man mit 60 gespart haben?

Mit 60 Jahren sollten Sie idealerweise das 8- bis 10-fache Ihres jährlichen Nettoeinkommens angespart haben, was bei 40.000 € Jahresnetto etwa 320.000 € bis 400.000 € bedeutet; alternativ rechnen einige Experten mit dem 7-fachen des Jahreseinkommens oder konkreten Summen wie ca. 280.000 € für einen bestimmten Lebensstandard, wobei die tatsächliche Summe stark von individuellen Faktoren wie Lebensstil, Immobilienbesitz und Rentenansprüchen abhängt. 

Welcher Kontostand gilt als normal?

Wann sich ein Kontostand im Durchschnitt befindet, und welche Faktoren dabei noch eine Rolle spielen, verrät eine Umfrage. Nach Schätzungen liegt der durchschnittliche Kontostand auf deutschen Girokonten bei 7.100 Euro, wie das Portal beatvest.de in Bezug auf eine Umfrage der Deutschen Bank von 2023 berichtete.

Wird die Pensionskasse auf die Rente angerechnet?

Nein, eine Pensionskasse wird nicht auf Ihre eigene gesetzliche Altersrente angerechnet, da sie als zusätzliche betriebliche Altersvorsorge gilt und nicht als Einkommen. ABER: Bei der Auszahlung fallen Steuern und Sozialabgaben (Kranken- und Pflegeversicherung) an, und bei der Witwenrente kann die Betriebsrente unter bestimmten Voraussetzungen (Heirat ab 2002 oder beide Partner nach 1962 geboren) angerechnet werden. 

Soll man Geld aus der Pensionskasse beziehen?

Als Faustregel gilt: Wenn Sie mindestens CHF 500'000 in der Pensionskasse haben, lohnt sich eine Auszahlung. Denn erst ab einem gewissen Vermögen kann das Kapital genug Rendite abwerfen, damit ein regelmässiges Einkommen gewährleistet ist. Lassen Sie sich von unseren Expertinnen und Experten beraten.

Wie viel Geld sollte man als Altersvorsorge haben?

Wie viel Geld sollten Sie mit 50 gespart haben? Als Faustregel für die private Altersvorsorge gilt, dass Sie monatlich bzw. jährlich 10 bis 15 Prozent Ihres Nettoeinkommens für die Rente sparen sollten.

Welcher Arbeitgeber hat die beste Pensionskasse?

Allianz Suisse belegt den Spitzenrang gefolgt von Swiss Life und Baloise. Mit einem Mystery Shopping sind für ein KMU die Risikoprämien und Verwaltungskosten getestet worden.

Wie viel sollte man in der Pensionskasse haben?

Wie viel Geld auf dem Konto mit 30? Mit 30 solltest du idealerweise etwa das 0,5- bis 1-Fache deines Jahresbruttoeinkommens gespart haben. Für jemanden mit 40.000 Euro Jahresgehalt bedeutet das ein Sparziel von 20.000 bis 40.000 Euro.

Was ist ein gutes PK-Guthaben?

1. Finanzielle Gesundheit der Pensionskasse. Deckungsgrad der Pensionskasse: Dieser gibt Auskunft darüber, zu wie viel Prozent die Verpflichtungen durch die eigenen Vermögenswerte gedeckt sind. Ein Wert von z.B. 110 Prozent kann im aktuellen Umfeld als gut bezeichnet werden.