Wer zahlt wenn man in der Reha ist?

Gefragt von: Jochen Engelhardt B.A.
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Wichtig zu wissen: Sie zahlen die Kosten für die Reha nicht selber, diese übernimmt der zuständige Kostenträger für Sie. In den meisten Fällen wird das die Rentenversicherung oder die Gesetzliche Krankenversicherung sein.

Wer zahlt während einer Reha mein Gehalt?

In einer Reha haben Patienten ein Recht auf eine sechswöchige Gehaltsfortzahlung. Diese zahlt in der Regel der Arbeitgeber. Nach Ablauf der sechs Wochen übernimmt der zuständige Versicherungsträger die Fortzahlung eines Krankengeldes oder eines Übergangsgeldes.

Wird die Zeit der Reha zum Krankengeld?

Die Zeit, in der die Rentenversicherung Übergangsgeld auszahlt, wird auf das Krankengeld angerechnet. Das bedeutet: Die Reha-Maßnahme verlängert nicht Ihren Anspruch auf Krankengeld. Der Countdown von maximal 78 Wochen verringert sich um die Zeit in der Reha.

Wann entfällt Zuzahlung bei Reha?

Wenn Ihnen Rehasport verschrieben wird – sei es im Anschluss an eine medizinische Reha oder als eigene Maßnahme – muss dafür keine Zuzahlung geleistet werden. Der zuständige Sozialversicherungsträger (Rentenversicherung, Krankenkasse oder Unfallversicherung) übernimmt die Kosten vollständig.

Wie viel Geld braucht man in der Reha?

Das Übergangsgeld beträgt für Versicherte ohne Kind 68 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts, mit einem Kind mit Kindergeldanspruch 75 Prozent.

Was du zum Thema Kur (Reha) wissen solltest | Rechtliches

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Wird man für eine Reha krank geschrieben?

Während der medizinischen Reha muss keine eigene Krankmeldung ausgestellt werden.

Was ist besser Krankengeld oder Übergangsgeld?

Und jetzt wird es interessant: Denn Übergangsgeld ersetzt gerade einmal 68 Prozent Ihres letzten Netto-Einkommens. Mit Kindern im Haus 75 Prozent. Zur Erinnerung: Das Krankengeld beläuft sich auf 70 Prozent vom Brutto – aber maximal 90 Prozent Ihres letzten Netto-Einkommens.

Wie lange bin ich nach einer Reha noch krankgeschrieben?

Als kurzzeitige Arbeitsunfähigkeit nach Abschluss einer medizinischen Rehabilitation ist ein vorübergehender Zustand zu verstehen, der sich voraussichtlich in absehbarer Zeit (4 Wochen) ändern wird. Weitere Feststellung können durch den behandelnden Haus- und/oder Facharzt beziehungsweise während der Reha-Nachsorge.

Warum kein Krankengeld bei Reha?

Die Krankenkassen zahlen während der Reha kein Krankengeld. Wird das eine gewährt, ruht der Anspruch auf das andere, Krankengeld und Übergangsgeld schließen sich gegenseitig aus. Aufgrund der Berechnungsgrundlage fällt das Übergangsgeld niedriger aus als das Krankengeld.

Wer zahlt die Reha Krankenkasse oder Rentenversicherung?

Sollten Sie als Rentnerin oder Rentner eine Reha benötigen, können Sie diese über Ihre Krankenversicherung beantragen. Ausnahme: Eine onkologische Reha können auch Rentnerinnen und Rentner sowie ihre Angehörigen über die Rentenversicherung beantragen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Reha und einer Kur?

Grundsätzlich kann man sagen, dass eine Kur bei einem gesunden Menschen ansetzt, der erste Symptome aufweist, während eine Reha für einen bereits erkrankten Menschen gedacht ist. Eine Kur ist also präventiv; es handelt sich um Maßnahmen zur Festigung der Gesundheit.

Habe ich in der Reha ein Einzelzimmer?

Die Unterbringung kann von Klinik zu Klinik stark variieren. In vielen Kliniken sind allerdings Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer der Standard. Falls dies nicht der Fall ist, besteht häufig die Möglichkeit, durch Zuzahlung ein Einzelzimmer oder ein Zimmer mit besonderer Ausstattung zu erhalten.

Wann muss ich meinem Arbeitgeber mitteilen dass ich eine Reha beantragt habe?

Ist eine Reha-Maßnahme geplant, müssen Sie den Beginn, die voraussichtliche Dauer sowie eine eventuelle Verlängerung Ihrem Arbeitgeber mitteilen, sobald Ihnen diese Informationen vorliegen. Hierfür genügt ein Telefonat. Die Schriftform ist nicht nötig.

Kann man während der Reha arbeiten?

2 Antworten. Bist ein Troll oder ist der Arbeitgeber nicht klar im Kopf? Wie bei einer stationären Reha-Maßnahme besteht auch bei einer ambulanten Maßnahme ARBEITSUNFÄHIGKEIT. Ihr Chef kann und darf von Ihnen nicht verlangen, dass Sie nebenbei weiter arbeiten.

Wie lange dauert es bis das Übergangsgeld gezahlt wird?

1 Experten-Antwort. Hallo HID, Übergangsgeld zur Teilhabe am Arbeitsleben wir grundsätzlich zum Monatsende gezahlt. Durch den "kurzen" Monat Februar werden die Zahlungen 1-2 Werktage vorgeholt.

Wer schreibt mich krank nach der Reha?

Ja, Sie müssen in jedem Fall noch einmal einen Antrag bei der Rentenversicherung stellen. Doch die DRV meldet sich normalerweise nach der Reha mit einem Brief bei Ihnen, in dem die wichtigsten Informationen zusammengefasst werden.

Kann Arbeitgeber wegen Reha kündigen?

Der Arbeitgeber ist in gewissen Fällen berechtigt aus Anlass der Vorsorge- bzw. Rehamaßnahme zu kündigen. Tatsächlich geschieht dies sogar relativ häufig, wenn die Prognose der Rehabilitation darauf hindeutet, dass der Arbeitnehmer längere Zeit arbeitsunfähig ist.

Was benötigt der Arbeitgeber bei Reha?

In diesem Fall muss dem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bzw. Krankschreibung vorgelegt werden. Diese erhalten Sie entweder direkt in der Rehaklinik oder im Anschluss an Ihren Aufenthalt bei Ihrem behandelnden Arzt.

Wird Übergangsgeld automatisch bezahlt?

Dabei stellt das Übergangsgeld eine Entgeltsersatzleistung dar, um den Einkommensausfall des betroffenen Arbeitnehmers auszugleichen. Es muss beantragt werden und wird erst dann gezahlt, wenn die Entgeltfortzahlung des Arbeitgebers (in der Regel nach 6 Wochen) beendet ist.

Wie hoch ist das Übergangsgeld in der Reha?

Übergangsgeld wird sowohl bei stationären als auch bei ganztägig ambulanten Reha -Leistungen gezahlt und beträgt in der Regel ca. 75 Prozent des zuletzt erzielten Nettoverdienstes, sofern ein Kind im Haushalt Ihrer Patientin/Ihres Patienten lebt oder ein Familienmitglied pflegebedürftig ist.

Wie hoch ist Übergangsgeld bei Reha nach Krankengeld?

Zahlungsdauer von Übergangsgeld

Das Übergangsgeld steht den Versicherten für die gesamte Dauer der medizinischen Rehabilitation oder beruflichen Bildungsmaßnahme zur Verfügung. Allerdings ist die Zahlungsdauer auf maximal sechs Wochen nach Eingang des letzten regulären Einkommens, der Lohnentgelt- bzw.

Kann eine Reha vom Arbeitgeber abgelehnt werden?

Grundsätzlich hat der Arbeitgeber nicht das Recht, eine bewilligte Rehabilitation zu verweigern, denn hier greift das Arbeitsrecht. So ist im Entgeltfortzahlungsgesetz festgelegt, dass der Arbeitgeber den Betroffenen für den Zeitraum der Reha-Maßnahme freistellen und eine Lohnfortzahlung leisten muss.

Wie lange kann eine Reha maximal dauern?

Bei einer somatischen Reha ist grundsätzlich die Dauer einer bewilligten Kur mit 20 Behandlungstagen begrenzt. Einzig bei einer neurologischen oder psychosomatischen Reha gelten längere Aufenthaltszeiten. Dieser Zeitraum (ca. 3 Wochen - gesetzlich vorgesehene normale Dauer) ist allerdings nicht in Stein gemeißelt.

Kann man am Wochenende die Reha verlassen?

Ja, grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Regelung, die Ihnen ausdrücklich verbietet, während einer Reha-Maßnahme an Wochenenden und Feiertagen nach Hause zu fahren. Es ist aber ratsam, das Einvernehmen mit der Reha-Einrichtung herzustellen, um mögliche Konflikte oder negative Folgen zu vermeiden.